Horst Kassner †



  • Der erfolgreiche Motorradrennfahrer Horst Kassner ist heute im Alter von 81 Jahren gestorben.


    Horst Kassner war einer der erfolgreichsten Sportmax-Piloten. Dreimal gewann er mit NSU die deutsche 250er Meisterschaft, und in der WM gelangen ihm ausgezeichnete Resultate wie der vierte Platz bei der Lightweight-TT 1956, ein Platz auf dem Podium in Spa im gleichen Jahr mit seinem dritten Platz direkt hinter den MV-Cracks Ubbiali und Taveri sowie noch einmal einem fünften Platz bei der Lightweight-TT 1959.
    Nach seiner aktiven Karriere betreute er noch andere Mitglieder seiner rennbegeisterten Familie (Bruder Helmut und Sohn Bernd). Zudem war er noch bis zum Ende der 90er Jahre für die Technik der Motorräder von etlichen Piloten in WM und EM verantwortlich.

    • 1957 – Deutscher 250-cm³-Meister auf NSU
    • 1959 – Deutscher 250-cm³-Meister auf NSU
    • 1959 – Deutscher 350-cm³-Meister auf Norton
    • 1961 – Deutscher 250-cm³-Meister auf NSU


    Mein herzliches Beileid gilt seiner Familie.

  • Text von Michael Sonnick


    Horst Kassner ist am Ostersonntag (21. April 2019) im Alter von 81 Jahren verstorben. Der erfolgreiche Motorradrennfahrer wurde am 12. Mai 1937 in Schwabhausen bei Dachau in der Nähe von München geboren. In der Viertelliterklasse holte Horst Kassner in den Jahren 1957, 1959 und 1961 drei deutsche Meistertitel auf einer NSU Sportmax 250 ccm. Zusätzlich errang der Bayer 1959 den DM-Titel in der 350 ccm Kategorie auf einer Norton. Horst Kassner ging auch in der Weltmeisterschaft an den Start und stand am 8. Juli 1956 beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps als Dritter in der 250 ccm Klasse einmal auf dem Podium. Bei diesem Rennen siegte der Italiener Carlo Ubbiali vor dem Schweizer Luigi Taveri (beide auf MV Agusta).
    In der Saison 1956 belegte der NSU-Pilot mit einem vierten Platz bei der legendären TT auf der Isle of Man/England sowie einem fünften Rang bei der Dutch TT in Assen/Niederlande als bester deutscher Fahrer mit neun WM-Punkten den fünften Gesamtrang in der 250 ccm WM.
    1958 wurde er mit vier Zählern WM-Zwölfter und belegte1959 mit zwei Punkten den 13. Gesamtrang.
    Horst Kassner war auch bei internationalen Rennen sehr erfolgreich und feierte Siege in Budapest/Ungarn, Chimay/Belgien, Tubbergen/Niederlande und Zeltweg/Österreich. Auch auf dem Straßenkurs in Brünn in der ehemaligen Tschechoslowakei siegte er 1955 nach einem spannenden Rennen nach neun Runden mit nur 0,1 Sekunden vor seinem NSU-Teamkollegen Hans Baltisberger. Auch 1956 gewann Horst Kassner dort in Brünn das 250 ccm Rennen, Hans Baltisberger stürzte in der letzten Runde in Führung liegend auf regennasser Piste und erlag seinen tödlichen Verletzungen.
    Zwei Jahre später feierte Horst Kassner am 24. August 1958 seinen dritten Erfolg in Brünn, diesmal allerdings als Beifahrer im BMW-Gespann des Schweizers Florian Camathias mit einem Sieg in der Seitenwagen-Klasse. In Hockenheim gewann Horst Kassner 1958 das Rhein-Pokal-Rennen in der 250 ccm Klasse. Auch auf dem Nürburgring war Horst Kassner erfolgreich, 1957 und 1961 siegte er beim Eifelrennen.


    Auch Bruder Helmut Kassner und Sohn Bernd Kassner waren im Motorradrennsport erfolgreich.

    Helmut wurde von 1974 bis 1977 viermal Deutscher Meister in der Halbliterklasse (500 ccm), zusätzlich holte er sich 1975 den Titel in der 250 ccm Klasse. Beim Großen Preis von Deutschland 1974 auf dem Nürburgring gewann Helmut die Rennen in der 250 und 350 ccm Klasse und belegte in der 500 ccm Kategorie hinter Edmund Czihak (München) den zweiten Platz. An diesem Renntag streikten allerdings die meisten Rennfahrer.
    Auch der Sohn von Horst Kassner wurde Rennfahrer, Bernd holte sich 1992 den DM-Titel auf einer Aprilia in der 250 ccm Klasse und ging auch einige Jahre in der Weltmeisterschaft an den Start. Er wurde dabei von seinem Vater Horst als Mechaniker betreut. Das beste WM-Resultat von Bernd Kassner war der zehnte Platz 1992 beim Deutschland-GP auf dem Nürburgring. Die beste Gesamtplatzierung von Bernd Kassner war 1994 mit neun Punkten der 25. WM-Gesamtrang in der 250 ccm Kategorie.


    Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof, Telefon 06236-8942

  • Ich durfte ihn 2014 bei Ried Ring Revival in Lorsch persönlich kennen lernen mit seiner liebenswerten Frau.


    Er war ein Meister der alten Schule, es war ein Erlebnis ihn im Kreise alter Fahrerkollegen zu erleben und teil zu haben an den alten Geschichten, ich werde das nicht vergessen.

    Ich wünsche seiner Familie unendlich viel Kraft in dieser schweren Zeit


    Sicherlich wird er nun im Himmel mit seinen Kollegen die Rennstrecken unsicher machen.


    Mein Herzliches Beileid ;(