Beiträge von jochen

    Mit großer Bestürzung habe ich gerade diese traurige Mitteilung gelesen. Heiner habe ich vor 12 Jahren bei einem Treffen ehemaliger Rennfahrer in Hechingen kennen gelernt und dann über die Jahre immer wieder in Schotten, St. Wendel und meist am Hockenheim, sei es bei der IDM oder den Classics getroffen. Er war jemand, der Motorradrennsport gelebt hat und bis heute verfolgte. Er kannte sich nicht nur wie wenige in der Szene von einst aus, sondern war top informiert, was und wer heute sich auf zwei oder drei Rädern bewegt, national wie international. An seiner Seite stets seine Monika. Ihr und seinem Sohn Patrick wünsche ich viel Kraft, diese für sie schwierige Zeit zu bewältigen. Heiner, Du wirst mir nicht nur an den Rennstrecken fehlen, vielmehr werde ich auch die oft langen Telefongesprächemit Dir vermissen. Ruhe in Frieden.

    Jochen

    Über 35 Jahre konnte ich "Mr. Superbike" bei Rennen und Classic-Veranstaltungen bewundern. Oftmals war ich und meine Kameras zu langsam, um seine Wheelis auf Foto und Speicherkarte zu bannen. Egal ob 1986 bei der TT auf der Isle of Man oder in den letzten Jahren bei vielen anderen Veranstaltungen stets ergab sich ein lockeres Gespräch und kein Autogrammwunsch blieb unerfüllt. Peter, du wirst uns fehlen. Ruhe in Frieden.

    Jochen Bangert

    Lieber Rolf, ruhe in Frieden. Gerne denke ich an unsere persönliche Begegnungen, die gegenseitige Besuche und das von dir organisisierte Rennfahrertreffen 2006 in Hechingen zurück. Die langen Telefonate, die stets mit "was gibt es Neues" angefangen haben, werden mir fehlen. Stets habe ich dieses immense Wissen über den Motorradrennsport und vor allem die Fahrer bewundert. Deine Homepage http://www.eggersdofer.info genauso wie deine Beiträge hier unter sring vermissen wir schon länger, nunmehr müssen wir für immer Abschied nehmen.

    In tiefer Trauer

    Jochen Bangert

    Zuerst die IDM, jetzt das Fischereihafenrennen - der DMSB hat sich für mich zum Totengräber des deutschen Motorradrennsports entwickelt. Wenn ich bei Rennen die "Weißhemden" mit blauem Schriftzug am Kragen oder gar ihren Präsidenten bei Hochpreis-Oldtimerrallyes wie der Alpenrallye in Kitzbühel flanieren sehe, kriege ich jedes Mal einen dicken Hals. Bremerhaven war für Pfingsten schon fest eingeplant, jetzt werden wir das Quartier stornieren und hoffen, dass es nicht das endgültige Aus für diese Veranstaltung ist.

    Auerberg Klassik - Begeisterung pur. Das war ein Wochenende wie ich es mir nicht besser vorstellen kann.

    Hut ab, was ein kleines Team mit viel örtlicher und lokaler Unterstützung da so auf die Beine stellen kann und wie Teilnehmer und Besucher mitgegangen sind.

    Bericht und Bilder folgen in Kürze - auch um dem Herren in fernen Siam mal zu zeigen, zu was die Allgäuer heute noch fähig sind.

    Jochen:thumbup:

    Mit Claude Lambert ist in diesem Jahr leider erneut einer der Motorrad-Rennsportidole verstorben. Vor 10 Jahren hatte ich die Gelegenheit ihn bei einem Treffen ehemaliger Rennfahrer hier in Hechingen kennen zu lernen. Dabei konnte man erkennen, das er dem Motorradrennsport immer noch sehr verbunden war und vor allem die Seitenwagen-Szene rege verfolgte. Kein Wunder, war er doch damals immer noch mit einem Sidebike-Zeus-Gespann unterwegs. Eine Bericht über den Schweizer mit französischer Wahlheimat findet der Interessierte bei Rolf Eggersdorfer unter www.eggersdorfer.info
    Mein Beileid an seine Frau und Familie. Ruhe in Frieden.

    Hallo Sring, (verwende einfach mal diesen Namen, obwohl die meisten von uns wohl wissen welcher fundierte Kenner der Motorradrenngeschichte sich tatsächlich dahinter verbirgt)


    bitte einfach mal um Aufklärung. Geburtstag und zwar den 78igste hat heute Horst Kassner. Aber mir ist nicht bewusst, das er auch Seitenwagen gefahren ist oder mal Schmiermaxe war. Bitte einfach mal um Aufklärung. Danke.


    Gruß


    Jochen


    PS: wo habe ich wohl den Geburtstag auf Anhieb gefunden? Bei www.eggersdorfer.info

    Die email-Adresse sagt doch schon alles: (geistiger) Kolbenklemmer!!!!!


    Peter lass Dich nicht entmutigen. Hatte in der Vergangenheit ab und zu Bücher eingestellt, die ich doppelt hatte und es waren alles prima Kontakte die es mit den Interessierten gab. Danke für Deine Mühe.


    Jochen

    Wie immer muss einer mal anfangen. Bin dieses Jahr auch im Odenwald unterwegs gewesen und da unter der Woche auch ehemalige Bergrennstrecken abgefahren, die ich nur aus meinen alten MOTORRAD-Heften und einer Diskussion hier im Forum kannte. Denke, dass das Zotzenbach sein könnte.

    Als ich mich für Motorräder und Motorradrennsport zu interessieren begann, war die Zeit als die Zschopauer-Maschinen noch Erfolge erzielen konnten, schon fast vorbei und gegenüber den 250iger Strassenmodellen der vier Japaner und der Maico MD 250 vom Styling und der Leistung einfach uninteressant. MZ Motorräder sah ich dann immer wieder auf den Parkplätzen vor den Unis und Fachhochschulen, also eher mit dem Image des Studentenmopeds oder "keine Kohle-Bock". Die Fahrer trugen auch meist Parka und keine Lederjacke. In der Winterfahrerszene tauchten dann immer mehr MZ-Gespanne auf, klar bei einem Preis von 4000 DM, zunächst bei Neckermann und dann bei Gericke. Überrascht war ich auch über die Erfolge bei den Geländeveranstaltungen und bei Veranstaltungen wie der Sechstagefahrt im Siegerland 1979 musste ich dann auch feststellen, das die Fahrer aus dem Osten echt gut waren und die Dinger auch durchhielten. Nach der Wende war ich aus verschiedenen Gründen immer wieder in der Gegend um Zschopau. Besuche auf der Augustusburg weckten mein Interesse für den motorsportlichen Hintergrund der Marke, ob bei Straßenrennen oder im Geländesport und wenn man das MZ-Werk selbst sah, konnte ich nur den Hut abnehmen, was trotz aller Widrigkeiten dort entstanden ist. Die Betonköpfe müssen aber auch nach der Wende noch dagewesen sein. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie man die Produktion von Ersatzteilen für die vielen 2-Takt-Modelle so schnell aus der Hand geben konnte. Auch der Auftritt im Motorrad-GP-Sport unter dem Motto "hoppla jetzt kommen wir und zeigen wo die Latte hängt" konnte nur so enden, wie er endete. Geld war keines da, aber Flug und Hotel immer nur in der ersten Klasse gebucht. Bei einem Elefantentreffen standen dann die ersten MZ mit Rotax-Viertakt-Motor. Sie weckten viel Interesse, aber auch Kopfschütteln über die Präsentation mit z.B. lieblos befestigten Gepäckträgern mit zu langen Schrauben. Auf die Frage ob auch wieder Gespanne geplant seien, kam die Antwort: Nuu, Gespanne sind uninteressant, die Zukunft liegt bei den Supersportlern. Haben ja alle auch nur auf MZ gewartet....gewartet hat man dann ja auf die MZ 1000 nach der ersten Präsentation auch noch jahrelang...da hatte sich tatsächlich wohl nichts geändert. Auch Enduro sei völlig uninteressant, siehe vorherige Einschätzung zum Markt. Komisch, KTM hat das wohl etwas anders gesehen. Und im Geländesport hätte MZ einen Namen und auch Erfahrungen gehabt. Bei der Präsentation der MZ-Modelle mit Yamaha-Motoren habe ich mir nach einer Probefahrt auf Nachfrage erlaubt, darauf hinzuweisen, dass die Skorpion doch noch einiger Abstimmungsarbeit bedürfe. Peng, Fragebogen zerknüllt und mich stehen lassen. ???? Marktforschung nach altem Stil? Und bei Ausstellungen immer wieder der Hinweis auf den bald kommenden Supersportler. Hinweise das Augenmerk auf Nischen wie Enduros (in allen Varianten, also Sport, Hard oder Soft) und Gespanne zu einem vernünftigen Preis zu richten ernteten nur Kopfschütteln. Und dann immer wieder diese Dolchstoß-Legenden wie "BMW wollte keinen zweiten starken Motorradhersteller in Deutschland neben sich" und "die Politik hat versagt", was bei letzterem zutrifft, aber nur im Hinblick darauf, dass zu viele Millionen Steuergelder für wenige Arbeitsplätze geflossen sind. Aber wie immer ist es einfacher, andere für eigene Fehler und Einschätzungen verantwortlich zu machen. Hat eigentlich jemand wirklich geglaubt, dass M. Wimmer die Marke und Arbeitsplätze noch retten kann, zumal mit der Produktpalette? Ich kenne niemanden. Persönlich tut mir es leid um die Marke MZ und die bis zuletzt dort noch Beschäftigten.

    Hallo, anhand meiner Programme der von mir besuchten Rennen eine kleine Hilfestellung
    Speyer 1988: Michael Galinski
    St. Wendel 1988 Andreas Hofmann
    St. Wendel 1989 Andreas Hofmann


    St. Wendel 1990: nach meinen Unterlagen gab es nur einen Lauf, der dreimal gestartet werden musste. Sieger ar Andreas "Andy" Hofmann gewann. Das Rennen der Superbikes zählte nicht zur Deutschen Meisterschaft Superbike. Genaueres müsste da Bernd "Bulli" Boullion wissen. Dagegen fehlt in der Aufstellung der Endlauf am 20. Oktober 1990 in Hockenheim.
    Hockenheim 1990 1. Lauf Andreas Hofmann 2. Lauf Andreas Hofmann


    Beim Stöbern habe ich mich wieder festgelesen und musste faststellen, dass damals sogar die Tageszeitungen über Motorradrennen zur Deutschen Mesiterschaft berichtet haben. Heute: Fehlanzeige. Sogar die Berichte zur Moto GP Läufen sind jetzt kürzer als damals Berichterstattung zu DM-Rennen.

    Als ich in der Nacht auf Sonntag auf Speedweek die Meldung über den tödlichen Unfall las, war ich mehr als bestürzt. Enrico Becker werde sicherlich nicht nur ich als im Fahrerlager offenen Menschen und gleichzeitig einer der besten Beifahrer in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden.
    Für Kurt Hock werde ich wie bei den Rennen die Daumen drücken, dass er sich von seinen schweren Verletzungen erholt. Alles Gute.



    Wie seitens der Veranstalter mit dem Unfall umgegangen wurde, ist nach meiner Ansicht eine Schande. Sie und auch G. Wiesinger mit seinem Kommentar über die Seitenwagenszene haben sich für mich als völlig inkompetent erwiesen. Aber es ist ja auch bei den Übertragungen viel wichtiger zu erwähnen, wer sich so alles an VIPs im Fahrerlager sehen lässt.

    Münch Mammut - das war für mich immer "das Motorrad" schlechthin. In meiner Schulzeit gab es einmal eine gewisse Zeit immer zum Pausengetränk Sammelkarten - bis ich die von der Mammut hatte, musste ich meine ganzen Hondas hergeben. Später beim Motorrad-Quartettspielen war klar - wer die Münch-Karte hatte, war fast unschlagbar. Die Daten auf der Karte kannte ich natürlich auswendig. Mit 14 Jahren leistete ich mir "DAS MOTORRAD" vom Taschengeld und die Hefte wo was über Münch drin war, hatten die größten Lesespuren vom vielen anschauen. Und dann stand auf dem Parkplatz beim Moto-Cross in Reutlingen tatsächlich eine Münch. Die Rennen wurde beinahe zur Nebensache, bin fast in das Motorrad hineingeschlüpft. Groß war die Enttäuschung als nach dem Rennen das Motorrad schon weg war. Dafür sah ich einige Tage später Motorrad und Fahrer an der Ampel stehend und lauschte ehrfurchtsvoll dem Ton - immer wieder Gasstöße und dann der Sound beim Wegfahren. Irgendwann war man selbst motorisiert - über Mofa und Kreidler Florett zur Yamaha RD 250. Der Fahrer der Reutlinger Münch war mit dem Auto tödlich verunglückt - eine Münch in freier Wildbahn zu erspähen war kaum noch möglich. Die Begeisterung blieb - Motorradhefte mit (viel zu seltenen) Berichten über Münch waren immer noch die Lieblingslektüre. Artikel aus anderen Zeitschriften über den Konstrukteur Friedel Münch und seine Motorräder und deren Fahrer wurden gesammelt. Höhepunkt war ein echter Münch-Prospekt. Und dann immer wieder diese Begegnungen mit diesem Motorrad: z.B. am Nürburgring beim Motorrad-GP 1978 als eine der Henke-Münch vor dem alten Fahrerlager stand. Oder als wir im Herbst 1979 nach einer Motorrad-Tour über den Uracher Marktplatz fuhren und ich aus dem Augenwinkel 2 Münchs und 1 Van Veen OCR entdeckte, die dort parkten . Meine Yamaha XS 650 war schnell gewendet und bis ich dann ins dortige Schützenhaus kam, hatten die Kumpels schon fast eine Vermisstenanzeige aufgegeben, waren bereits beim zweiten Glas Bier und das Essen stand schon auf dem Tisch. Auch meine Freundin und heutige familiäre Rennleitung hatte schon bald - egal ob in einem Museum wie Neckarsulm und Marxzell oder auf der Isle of Man bzw. einem anderen Rennen oder Veranstaltung erkannt: wenn da eine Münch steht, nicht stören und in Geduld fassen. Und das gilt heute noch so, obwohl gefühlsmässig ich mehr auf Münch-Motorräder stoße als früher. Persönliche Höhepunkte waren dann das Münch-Treffens in den 1990iger Jahren in der Nähe des Blautopfs bei Blaubeuren, die Besuche bei Friedel Münch in seinem Motorenmuseum (da ließ ich mir auch das Buch von Winnie Scheibe signieren), die Präsentation der Münch 2000 in Schotten und ein Tag der offenen Tür im Münch-Museum im Walldorf. Die Verlagerung der Motorräder von dort nach Speyer führten dazu, einmal ein Wochenende in Speyer zu verbringen und einen ganzen Tag durch das Museum zu schlendern um genügend Zeit zu haben auch die ausgestellten Münchs zu bewundern. In meiner Sammlung von Modellmotorrädern ist zudem natürlich in einer Vitrine eine Etage nur der Münch gewidmet, mit Modellen, Autogrammkarte, Pins usw. Die Begeisterung für diese Motorräder wird weiter anhalten (spiegelt sich auch in den vielen Bildern, die ich gemacht habe) und auch der Respekt vor einem Mann, der allen Widrigkeiten, ob wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art, ein echtes Lebenswerk geschaffen hat. Nicht nur in meiner persönlichen Hall of Fame wird Friedel Münch ganz oben einen Platz haben. RIP Friedel Münch.

    Egal ob bei Oldtimertreffen, Motorradrennsportveranstaltungen, bei kurzen Tourenpausen auf den Passhöhen oder an Motorradfahrertreffpunkten - immer die gleiche Beobachtung: Motorradfahrer werden immer älter.
    Auch bei Motorradtreffen abends am Lagerfeuer stellen wir immer mehr fest: der Nachwuchs bleibt aus. Auch die Motorradzeitschriften und Oldtimer-Magazine stimmen in die Klage ein - verbunden mit der Sorge wer den einmal die hochpreisigen Fahrzeuge kaufen soll.
    Während den Weihachtsfeiertagen und über Dreikönig war das Automuseum Engstingen auf der Schwäbischen Alb mit einer Sonderausstellung geöffnet: neben altem Spielzeug wurden Arbeiten von Schülern und Schülerinnen zum Thema "60 Jahre Baden-Württemberg" bzw. "Glücklich in Baden-Württemberg" gezeigt.
    Und was entdecke ich da zum letzten Thema: der Schüler Felix Riekert hat eine Fotocollage mit mehreren Schwarzweißfotos die sein Hercules-Moped zeigen, erstellt. Es gibt sie also doch noch: Jungs, die sich neben PC und Smartphone auch an Fahrzeugen mit 2 Rädern erfreuen.


    Ja wo soll ich den sonst hinschauen ..... zwar tut mir das arme Mädchen im Vordergrund schon leid weil es ja anscheinend kein Geld für Bekleidung hat ... aber das ist keine Rechtfertigung dafür das die MV verdeckt wird. Immer dieser Eifelaner. Wenn die so weitermachen, muss Peter als Betreiber der Homepage noch einen Warnhinweis einbauen, damit sich keine Jugendlichen auf diese Seiten verirren. Wer gerade auf diese Seite ist , sollte, wenn die bessere Hälfte über die Schulter schaut, schnell ausblenden oder glaubt ihr wirklich, das die Ausrede "bin gerade auf classic-motorrad.de und das ist wegen den vielen tollen Beiträgen über alte Motorräder sehr interessant" dann noch zieht? :tot:
    Also da oben in der kalten Eifel, auch wenn am Nürburgring die Achterbahn jetzt läuft, nicht übermütig werden.


    Genug gelästert, freue mich schon auf den nächsten Besuch im classic-race (unser Oldimermuseum in HCH ist dank dem Karlheinz seinen Motorrädern auch schön.)

    Das ist keine Schmuddelwerbung sondern Kunst :!:


    Es ist sehr interessant wo die Blicke so hingerichtet werden; da sind im direkten Vergleich 2 MV Agusta 750 aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen und die in der Eifel entdecken die Hintergrundgestaltungen. Komme mir vor, wie wenn ich mit bestimmten Motorradfreunden auf Ausstellungen wie der Retro-Classic bin und deren Interesse eher dem Fahrwerk des weiblichen Standpersonals gilt, als dem einer Egli oder Bimota. Da gilt auch immer mein Motto: "weiter geht´s, wir sind wegen den Motorrädern und Oldies da. Ablenkungen sind tabu."


    Gruß aus HCH, dem Standort des Oldtimermuseums Zollernalb

    bei dem trüben Wetter mal was zum Schmunzeln:


    Warum stellt ein österreichischer Sammler das Moped in den Bücherschrank? Ist doch klar, steht ja ""Puch" drauf.


    Unterhalten sich drei Blondinnen: Erste: "Mein Freund hat mir ein Buch geschenkt, dabei kann ich doch gar nicht lesen". Die Zweite: "und mein Freund hat mir ein Schreibset geschenkt und ich kann doch gar nicht schreiben". Dritte: "Und mein Freund hat mir einen Deoroller geschenkt, dabei habe ich gar keinen Führerschein".

    Nachdem ich viele Jahre nicht mehr bei WM-Läufen, egal ob GP oder Superbike, war, sondern Veranstaltungen wie z.B. IDM, Bremerhaven, Frohburg oder mit historischem Hintergrund den Vorzug gegeben hatte, habe ich am vergangenen Wochenende den Superbike-WM-Lauf am Nürburgring besucht. Natürlich war ich auch gespannt, wie es jetzt am Ring so aussieht. Um es vorweg zu nehmen, meine Eindrücke sind sowohl von dem Superbike-WM-Zirkus, als auch dem neuen Nürburgring, sehr zwiespältig. Auf der einen Seite, spannende Rennen in der Superbike- und Supersport-WM, wie auch bei den Superstocklassen. Aber die habe ich mir teuer erkauft, weniger vom reinen Eintritt her, sondern bei den Preisen für den Fahrerlagerbesuch am Samstag mit weiteren 15,00 Euro, um dann doch vom Pitwalk ausgeschlossen zu sein, der nochmals extra kostet. Da haben wohl selbst die vielen Sicherheitskräfte kaum noch durchgeblickt, auf dreimalige Nachfrage habe ich genauso viele unterschiedlichen Auskünfte erhalten. Auch 10,00 Euro für das Programm sind für mich ein stolzer Preis - rührt der daher, dass die Verkäufer offensichtlich nicht aus der Gegend waren, sondern englisch sprachen? Nett, das Nolan, Suzuki und BMW Autogrammstunden anboten und auch Max Neukirchner war immer wieder auf dem Boulevard anzutreffen. Am Sonntag musste ich dann feststellen, das sich für mich das Publikum (war allerdings ja auch nicht besonders viel los - ca. 25.000 Besucher lt. Speedweek). verändert hat. Viele erscheinen nur zu den Superbike-Läufe auf der Tribüne, bedienen neben absolut spannenden Fights das Smartphone und interessieren sich nur bei Stürzen für das Renngeschehen. Der Strom an Fußgängern ins Fahrerlager hält auch während den Läufen an, wohl um bei den ach so wichtigen Pressekonferenzen im Zelt dabei zu sein. Die sorgen anderseits wieder dafür, das, wer wie ich auf der Tribüne bleibt, sich über längere Zeiträume langweilt, da es auf der Strecke an jediglicher Aktivität fehlt, abgesehen von der Musikberieselung. So hat der Boulevard dann vielleicht doch seine Berechtigung, vielleicht zählt heute das Drumherum mehr als die Rennen. Aber ob der angepriesene Vortrag von Jürgen Fuchs zu Fahrwerkseinstellungen, so der Renner war? Bei vielen Veranstaltungen der zweiten oder dritten Liga, wird da für den Besucher viel mehr getan. Vielleicht rühren die wenigen Zuschauer bei den Veranstaltungen auch daher.


    Da ich über das ganze Wochenende am Ring war, habe ich natürlich auch mal den Rest vom Ring in Augenschein genommen. Wie gesagt, der Boulevard entspricht vielleicht doch dem was das Rennpublikum heute erwartet, da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Beim Ringwerk würde ich mir als Betreiber, wie überhaupt bei den Eintrittspreisen, mal meine Gedanken machen. Jeder den ich reinlaufen sah, der kam auch gleich wieder raus. Vielleicht könnte die Formel ja generell mal lauten: niedrigere Eintrittspreise - mehr Besucher = doch höherer Umsatz und Gewinn. Interessant das alte Fahrerlager, zumal dort parallel am Samstag eine Veranstaltung zur Rundstrecken-Challenge (Tourenwagen) stattfand. Da war ein Hauch von Rennsport, wie ich mir ihn vorstelle, spürbar.


    Auch das Eifeldorf hat sicherlich seine Berechtigung, aber stimmt die Dimension oder ist es nicht wie vieles am Ring zu großspurig angelegt? Meine Pensionswirtin, 9 KM vom Ring weg, meinte, das es ihr keinen Abbruch getan hätte. Tja, wenn eben das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.....


    Für einen Besuch im Classic-Race habe ich auch das Training am Samstagmorgen beschnitten .... und das hat sich auch nach dem dritten Besuch dort, wie immer gelohnt


    Wie sieht jetzt mein persönliches Fazit aus: die An- und Abreise mit dem Motorrad auf Landstraßen über die Pfalz, den Hunsrück, Mosel und Eifel wie immer genial. Auch meine kleinen Touren am Freitag- und Samstagabend rund um die Nürburg super wie immer; hat Lust gemacht, mal wieder in die Eifel zu kommen. Wer immer den Ring zukünftig betreibt, muss sich aber dann kräftig in die Riemen legen und zwischen Preisen und Angebot ein besseres Verhältnis herstellen - vielleicht auch eine Rückbesinnung mit mehr Rennsportprogramm und weniger unnötigem Beiwerk. Das gilt erst recht für die Serienbetreiber. Egal ob MotoGP, Superbike oder IDM - nur gut besetzte Fahrerfelder sind ein Garant für spannende Rennen und wieder steigendes Zuschauerinteresse. Läufe wie das Abschlussrennen der Nationen mit sage und schreibe 7 Startern auf Supersportmaschinen - ein Trauerspiel.


    Bitte erschlagt mich jetzt nicht gleich, wenn jemand anderer Meinung ist; es sind nur meine ganz persönlichen Eindrücke und Überlegungen, für die sich im Übrigen im Management des Motorsports sowieso niemand interessieren wird.


    Gruß


    Jochen

    Fischereihafenrennen Bremerhaven
    Es hätte ein toller Renntag werden können. Das Wetter hat gehalten und offensichtlich hatte der Veranstalter bei der Fahrerbesprechung deutliche Worte gefunden, auf jedem Fall gingen die Rennen am Vormittag ohne durch Stürze verursachte Verzögerungen über die Bühne. Am Nachmittag kam es dann allerdings in der Supersport-Klasse in der letzten Runde zu einem schweren Sturz. Die Veranstaltung wurde über eine Stunde unterbrochen und dann ganz abgesagt.
    Gruß
    Jochen

    Viele Grüße aus Bremerhaven. Das Fischereihafenrennen wird seinem neuen Motto - Laut.Roh.Echt. - mehr als gerecht. Für die Zuschauer ist in allen Klassen viel geboten und eigentlich kommen alle auf ihe Kosten, ob Fan der Classic-Klassen, der Gespanne oder der aktuellen Modelle vor allem in der Supersportklasse. Und so nah an der Strecke steht man kaum noch irgendwo. Das Training heute am Pfingstsonntag ging bei trockenem aber kühlem Wetter über die Bühne. Allerdings kam es durch Stürze in fast allen Klassen immer wieder zu Unterbrechungen und der Zeitplan schwer durcheinander. Hoffentlich haben der Veranstalter, die Fahrer und auch wir Zuschauer morgen nochmal Glück mit dem Wetter, dann wird es sicherlich ein spannender Pfingstmontag.
    Gruß
    Jochen

    Wieso nerven?
    Derzeit verschmutzt beim Motorradfahren mein Helmvisier wenigstens nicht durch Mücken. Auch beim Zelten hat es den Vorteil, dass man das Moskitonetz nicht braucht.
    Nur die Zulassungsstelle hat ein Problem wenn ich ein Saisonkennzeichen mit 01-12 Aufprägung möchte; schließlich ist für mich das ganze Jahr Saison.
    Gruß
    Jochen


    Hans Pesl verstorben


    Am 14. Dezember 2012 ist Hans Pesl, Deutscher Meister in der 350cc Klasse im Jahr 1960, verstorben. Hans Pesl war nach einem Sturz 1961 in Clermont Ferrand querschnittsgelähmt, blieb aber immer dem Motorsport, vor allem im AMC München, stark verbunden. Hinter ihm stand, ähnlich wie bei Reinhold Roth, immer seine Ehefrau Trudl. Insbesondere ihr, aber auch den Verwandten und zahlreichen Freunden, möchte ich an dieser Stelle, unser Beileid übermitteln.
    Rolf Eggersdorfer hat 2008 anlässlich des 70igsten Geburtstages von Hans Pesl einen Bericht, nachzulesen auf seiner Homepage www.eggersdorfer.info, verfasst. Besser kann Hans Pesl garnicht gewürdigt werden.

    Nee Nee Karl,


    der Platz auf meiner Yamaha XS 650 war immer viel gefragter als der auf dem Wasserbüffel meines Kumpels. Eigentlich dachte ich ja immer es liegt an mir, aber nachdem ihr dieses Thema aufgemacht habt, kommen mir da doch Zweifel. :walklike:

    Eigene Begegnungen und Erlebnise halten die Erinnerungen wach. Bei Cees van Dongen werden ich mich immer daran erinnern, wie er vor einigen Jahren in Spa mir schelmisch zulächelte und mit einem kurzen Nicken signalisierte, dass ich mich zum fotografieren ruhig durch seine Box in die Boxengasse schummeln kann und das, nachdem die Securitys mich wieder hinaus gebeten hatten, auch mehrfach. Letztes Jahr in St. Wendel war er am Samstagabend einer der letzten, die sich zur Nachtruhe begaben und das nachdem er zuvor heftig das Tanzbein geschwungen hatte. Als die Nachricht, das er schwer erkrankt sei, auch hier durchs Forum ging, konnte ich mir das einfach nicht vorstellen, genauso wie jetzt diese traurige Nachricht kurz vor Weihnachten. Er wird bei den Veranstaltungen in den nächsten Jahren mir und sicherlich vielen anderen fehlen. Ruhe in Frieden.

    Bewußt habe ich mich unter "Simoncelli verstorben" zu den unerfreulichen Beiträgen nicht gemeldet, aber jetzt kann ich doch nicht anders. Die letzten Monate hier im Forum waren geprägt durch ganz tolle Beiträge, aber kaum wird es Herbst, geht es leider los wie in den vergangenen Jahren. Es steht doch jedem frei, welche Beiträge er liest und welche nicht. Natürlich kann man sich auch mit manchem Beitrag kritisch auseinandersetzen, aber doch nicht in dieser Art und Weise. Oder meint ihr, dass dem Peter Frohnmeyer solche Entgleisungen noch Spass machen und ihn ermuntern die Homepage weiter zu führen?

    wie sich doch die Geschichten ähneln:
    Herbst 1976 - nach 18 Monaten und weit über 20.000 Kilometer hatte ich mich, 2 Monate vor dem 18. Geburtstag, von meiner Kreidler Florett RS schweren Herzen getrennt, da sie unbedingt einer aus dem Nachbarort wollte und auch bereit war einen guten Preis zu bezahlen. Dazu sparte ich das Geld, dass ich ansonsten zum Auspuff der Kreidler raus geblasen hätte und hatte auch Zeit für das Lernen auf die theoretische Prüfung und Berufsausbildung gewonnen. Zur ersten Fahrstunde erschien unser Fahrlehrer, warf mir den Autoschlüssel zu und setzte sich auf den Beifahrersitz. Er nannte mir als Ziel das Landratsamt in der nahen Kreisstadt und vertiefte sich dann in die Lektüre der "Blöd-Zeitung". Da schon mein Bruder und einige andere unserer Clique bei ihm die Fahrschule besucht hatten, ging er richtig in der Annahme, dass auch ich des Autolenkens nicht unkundig war (erworben durch viele Fahrten auf den Feldwegen rund um unser Dorf und im Hof der Firma meiner Eltern, z.B. mit einer zum Schneepflug umgebauten BMW Isetta, VW Bus, VW Käfer, Opel Rekord Caravan und vielem anderen was sich so im Fuhrpark der Firma und Familie befand). Beim Landratsamt erhielt der Fahrlehrer auch die Nachricht, dass am folgenden Montag noch ein Prüfungstermin frei sei, den er auch gleich mit mir belegte. Also am nächsten Tag Theorieprüfung und dann zwei Tage meistens auf der Rückbank und vollem Genuß der Fahrkünste anderer verbracht, zwischendrin die Verbindungsfahrten und freien Zeiten zum Üben von Einparken (noch heute keine absolute Stärke von mir) und dem Kennenlernen der typischen und beliebten Fallen von Einbahnstraßen genutzt. Dazu kombiniert die vorgeschriebenen Nacht- und Autobahnfahrten. Montags zur Prüfung angetreten. Bis ich dran war, hatte keine/r der Prüflinge bestanden - lag es auch daran, dass der Prüfer Besuch von der Verwandschaft aus der DDR hatte? Wie auch immer, ich bestand, wenn auch knapp, die praktische Prüfung kurz vor Mittag. Im ganzen Trubel war aber die Motorradprüfung etwas untergegangen. In der Mittagspause ging es dann zur Fahrschule - doch welcher Schreck - anstelle der erwarteten gelb-schwarzen Hercules K 125 T stand dort ein alter Heinkel-Roller. "Hercules... wie ... die ist bei der Reperatur ... Sturzschäden..." Da hilft alles nichts .... fahrschuleigene Halbschale auf und Heinkel-Roller zur Prüfungsstrecke überführt, im Stadtpark dreimal rauf und runter gefahren, Bremsen und Schulterblick geübt und schon stand der Prüfer wieder da. Knurrige Anweisung, hochgefahren, Schulterblick, gewendet und wieder zurück. Ich war noch ein gutes Stück weg, da winkt der schon, ich lass das Gas noch ein bißchen stehen und bremse dann. Paßt, nur warum blickt der so grimmig drein und zuckt mit dem Fuß zurück? "Wenn ich winke, bremsen sie gefälligst" Also gut...........hoch, Schulterblick, wenden, zurück und bremsen wenn er winkt.... "Warum stehen sie jetzt so weit weg?" Manchen Leuten kann man es einfach nicht richtig machen, aber, auch wegen den verdrehten Augen meines Fahrlehrers verkneife ich mir einen Kommentar, fahre noch mal hoch, Schulterblick, wenden, beschleunigen, Winken, ganz gemächlich bremsen und endlich ist er zufrieden. Auch die anschließende Prüfungsfahrt absolviere ich wohl noch zu seiner Zufriedenheit, habe auch nie zuvor und nie mehr danach soooo die Hand rausgestreckt beim Abbiegen (nur so nebenbei für Youngsters: der Heinkel hatte keine Blinker) und mir fast den Hals verrenkt vor umfassendem Schulterblick. Gratulation des Fahrlehrers, verbunden mit dem Hinweis, dass er mir, wenn auch nicht tatsächlich gefahren, neben der Prüfung auch eine Fahrstunde fürs Motorrad verrechnen müsse. Da kam der Schwabe in mir raus: was ich zahle, fahr ich auch. Ihm war es egal, der Roller mußte sowieso wieder zurück. Und dann erwischte ich auch noch eine Fahrschülerin im Auto vor mir, die das Gaspedal im Audi nur ganz zart berührte und entweder hoppel-hoppel anfuhr oder abwürgte. Um ihr den Feierabendverkehr zu ersparen ging es dann auf Nebenstrecken. Da ich eigentlich ja die Prüfung bestanden hatte, ließ ich ihr einen Vorsprung und dann ließ ich den Heinkel fliegen....nur stand dann der Audi mit Warnblinklichtanlage am Straßenrand und mein Fahrschullehr spielt HB-Männchen..."wenn ich im Rückspiegel noch mal Funken von den Trittbrettern sehe, ist aber was los"... Spaßverderber. Da der liebe Hergott kleine Sünden manchmal gleich bestraft. setzte auf der weiteren Fahrt über die Alb Schneeregen ein und mit Anorak, Halbschale und Jeans wurde es auch ungemütlich und als ich den Roller dann abstellte, war ich nicht richtig böse und murmelte nur: ich zahle aber nur eine Stunde. So war es dann auch. Übrigens die Rechnung habe ich noch: komplett mit allen Fahrstunden und Prüfungsgebühren 639,20 DM. Fragt mich lieber nicht was wir die letzten Jahre für die Führerscheine meiner Söhne für 125iger, Auto und Motorrad ausgegeben haben. Bis zum Frühjahr bewegte ich dann nur Autos, ich selbst hatte (erwähne ich jetzt nur um Knattermax eine Freude zu machen) 2 NSU 1200 C (wenn schon keine Münch, dann wenigstens so was mit deren Motor) und ab da gab es bis heute gab es keine motorradlose Zeit mehr. Und wenn ich mal ein paar Tage nicht motorradgefahren bin, bekomme ich es als Therapie von meiner Rennleitung zuhause verschrieben, da ich danach schon beim Einbiegen in der Hofeinfahrt singe, die Stirnrunzeln etwas geglättet sind und ich wieder ausgeglichener wirke. :P Freiheit auf 2 Rädern - für mich nicht nur ein Werbespruch der 1970iger Jahre, sondern eher eine Lebenseinstellung.

    ein Motorrad aus dem Land mit Jahres-Vignettli und drastischen Bußgeldern schon bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen und dann noch nicht einmal in Euro zu bezahlen?
    Ach hätte ich mir doch vor einigen Jahren des Buch "Töffland Schweiz" geleistet, dann wäre das Rätsel wohl leicht zu lösen gewesen. Mit dem Tragatsch komme ich auch nicht so richtig weiter. Also Motosacoche eher nicht, da passen die Motoren eigentlich nicht, dann bleibt für mich nur Condor. Dazu passt auch der Hinweis, dass die Firma noch existiert, da noch lange nach Ende der Motorradproduktion Fahrräder produziert wurden und man heute Zuliefer für die Flugzeugindustrie ist. Es war einer der Firmen, die sich vor kurzem auch darüber beklagte, dass der hohe Wechselkurs des Franken den Export erschwert.
    PS: Bin ein Fan von der Condor 350 mit dem schönen Ducati-Single.