Beiträge von Garibaldi

    Das Bild ist für mich ein Rätsel, weil ich nicht weiß, wer auf der Padgett Yamaha sitzt.

    Es ist angeblich eine TD1C, obwohl ich mir da nicht so sicher bin.

    Entstanden ist das Bild 1969 bei der TT auf der Isle of Man.

    Wer weiß denn mehr?

    Es ist m. E. der Stuart Graham wobei zu bemerken ist, dass das Motorrad mit Startnummer 11 eine weiße Nummerngrundfläche an der Stirn und eine schwarze auf der Seite hat.


    Graham hatte in dieser Farbe die Startnummer 15 beim Ulster GP 1967, wo er trotz zweimaligem Kerzenwechsel hinter Ivy und Read Dritter wurde .


    Bei der TT auf der Isle of Man im selben Jahr hatte der Stuart Graham auch auf weiß die Startnummer 2


    Die Startnummer 11 auf weißem Grund kenne ich nur von Yoshimi Katayama auf der 125er Suzuki bei der 1967er TT, der dort allerdings ausgefallen ist.


    Üblicherweise galt gem. FIM-Code für die 125er einheitlich weiße Ziffern auf schwarzem Grund. Auf der TT In UK und in Irland wurde aber davon abgewichen und alle Soloklassen hatten an der Stirnfläche schwarze Ziffern auf weißem Grund.


    Bliebe für mich als letzte Idee noch der GP Finnland in Imatra 1967, den der Stuart Graham mit der 125er Werks-Suzuki auch gewonnen hat.

    Seine dortige Startnummer kenne ich allerdings nicht.

    Ich habe gerade den Hinweis erhalten, es könnte sich um Ludwig Malchus aus Ingelheim handeln.

    Der Ludwig Malchus hatte. das weiß ich, sich eine Sportmax aus Teilen u. a. von Walter Reichert aus Ingelheim zusammengebaut. Für diesen Eigenbau hat er auch eine eigene schmale Verkleidung angefertigt, das könnte also auch hinkommen.

    Als einziger Punkt dabei bleibt für mich die Person auf meinem Foto, denn der Ludwig Malchus, der 2014 gestorben ist, ist mir so nichtmehr in Erinnerung.

    Ich hab mal wieder etwas für die Spezialisten. Weil ich nicht weiß um wen es sich handelt pack ich das für die Community in ein Rätsel.

    Es handelt sich natürlich unverkennbar um eine NSU-Sportmax, aber in der frühen Ausführung mit der schmalen Werksverkleidung.

    Maschinen in dieser Version waren sehr selten und nur 1954 im Einsatz.

    Weiß jemand mehr dazu?

    Ich bin mir nicht sicher, ob es der Claus ist. Der hatte wenn ich mich richtig erinnere eigentlich nur einen Längsstreifen auf dem Helm.

    Wenn er es aber tatsächlich ist würde mich das Datum der Aufnahme interessieren. Es müsste dann vor 1966 liegen.

    Aha.

    Und wer ist dann noch der Fahrer auf dem Motorrad in Hockenheim?


    PS.

    Meine beiden Fospaics besitze ich immer noch. 1964 hab ich sie für teuer Geld beim Walter Dillenberg in seinem Lädle erstanden, weil der Klacks so davon geschwärmt hat.

    Nur nützt mir das mittlerweile nichtsmehr weil eine Fernbrille Einzug gehalten hat.

    Er hat damit sicher nicht gewonnen, aber sich mit seinem Stil und dem schönen Motorrad auf jeden Fall meine Anerkennung verdient.


    Die Machart seiner
    Rennkombi sieht nach den Einteilern aus, die der Peter Eser aus Augsburg in den 60iger Jahren vertrieben hat.

    Da man am Heck die frei stehenden Stoßdämpfern erkennt ist es so auch kein Rahmen eines Schwingenmodells wie bei der R27.

    Der Fragesteller wird es wohl auflösen können, wenn er dann man will.

    Eine BMW R27 kann es m. E. nicht sein, weil das Motorrad erkennbar nicht deren gummigelagerten Motor hat.

    Für mich sieht das auch wegen der Telegabel wie ein sehr gelungener Eigenbau auf R25-Basis, deren Vorgänger, aus.

    Wer wohl der Fahrer ist, der mir mit Cromwell-TT-Helm samt Fospaic-Brille zeigt, dass er Stil hat.

    Ich hätte es wissen müssen, aber ich muss mich nochmal vor den Joseph Ehrlich stellen..


    Ihn als Person der Hochstapelei zu bezichtigen halte ich für ein wirklich starkes Stück. So eine Behauptung kann schnell zu einem Problem werden.


    Joseph Ehrlich war nicht freiwillig in England, er war Wiener und führte wie andere Österreicher einen Berufstitel.


    Ernst Degner hatte in Buenos Aires auch kein Lizenzproblem. Seine ostdeutsche FIM-Lizenz wurde ihm vom ADMV gleich nach seiner Flucht gesperrt.

    Die brauchte er als Westdeutscher sowieso nicht mehr, denn für Argentinien hatte er von der zuständigen FMN eine FIM-Lizenz der OMK erhalten.

    Auch Ernst Degner stand nach seiner Flucht mit "Dr. Jo" in Kontakt, um für den letzten Lauf in Argentinien eine Maschine zu bekommen...., daraus wurde aber nichts!


    Karl

    Doch daraus wurde schon etwas nur hat man verhindert, dass der Plan umgesetzt wurde.


    Wer ist "man" ?


    Honda hat den Start von Ernst Degner in Buenos Aires hintertrieben in dem sie erreichten, dass die ihm von Dr. Ehrlich für das WM-Finale zur Verfügung gestellte EMC nicht zusammen mit den Motorrädern des als Sammeltransport für den Grand Prix eingeflogenen Materials abgefertigt wurde.


    Dazu muss man wissen, dass Degner in Buenos Aires mutterseelenalleine war und von niemanden geholfen bekam.


    Bis die EMC wegen dieser eingefädelten Sonderbehandlung dann endlich um Tage verspätet durch den Zoll kam, war es für die Teilnahme am Grand Prix von Argentinien zu spät. Was Zweck der Übung war, denn damit verschaffte man Tom Phillis auf der 125er Honda den WM-Titel.


    Ich bin wahrscheinlich der Einzige hier, der Herrn Dr. Joseph Ehrlich persönlich kannte und wollte mich an der vom Zaun gebrochenen Diskussion über ihn nicht beteiligen. Wegen der tendenziösen Äußerungen bin ich aus Respekt vor ihm für einen Moment davon abgerückt.

    Und bin jetzt wieder still.

    Weil ich mich selbst nicht mehr so richtig erinnern kann habe ich heute einmal eine Frage und bau sie in ein Rätsel ein:


    Wer kennt noch oder weiß etwas vom Kurt Daub.


    Er war ein leutseliger Schwabe und fuhr in den 60iger Jahren als Ausweisfahrer im Junioren-Pokal u. a. auch eine 125er Ital-MZ.


    So ganz vage weiß ich noch, dass er 1965 oder 1966 mit uns in Kirchheim/Teck beim Bergrennen dabei war und in derselben Zeit beim JuPo in Hockenheim gestartet ist.


    Wer also noch aus der Zeit ein altes Programm hat, damit käme man der Antwort näher

    Die Tusl-Weslake 500 entstand 1983 und hatte mit allen gezogenen Registern seinerzeit wackere 70 PS bei etwas über 8000 U/min.


    Das ist jetzt 40 Jahre her, seit denen der Erfindungsreichtum der Motorentuner zwischenzeitlich nicht stillgestanden hat.


    Die von mir genannten heute mit 500ccm-Einzylindern erreichten 80 PS sind Realität und keineswegs übertrieben.


    Deshalb konnten dieses Jahr beim Goodwood Revival der Steve Plater auf der Matchless und der Michael Rutter auf der Norton auch mit der MV-Agusta von Michael Dunlop mithalten.



    O tempora, o mores (Marcus Tullius Cicero - 106 v. Chr. bis 43 v. Chr.)

    Zum Hubraum lässt sich nur so viel sagen, dass wenn Bohrung und Hub angegeben werden die Halblitergrenze eingehalten wird.


    Es gibt in der Szene halt keine anspruchsvolle technische Abnahme. Das ist auch nicht gewollt


    Zur Motorleistung weiß ich mehr. Ab und zu taucht ein Motor auf einem fremden Prüfstand auf, wenn er besonders gut läuft und sein Erbauer wissen will,

    was er erreicht hat.


    Da werden 80 PS locker erreicht.


    Das entspricht dem Leistungsniveau, das heute 500ccm-Einzylinder-Bahnmotoren mit energetisch minderwertigerem Methanol-Treibstoff und einer 34mm-Drossel im Vergasereinlass erreichen. Und die müssen dann sogar auch noch fahrbar sein, weil im Bahnsport Schaltgetriebe verboten sind.


    Das spielt in der Classic-Rennszene alles keine Rolle. Da gehts im wesentlichen um die erreichbare Spitzenleistung. Alles andere wie auch die Fahrbarkeit regelt man mit einem passenden Getriebe. Wenn das vier Gänge hätte entspräche es dem, was ursprünglich in die Einzylinder von Norton, AJS oder Matchless eingebaut war.

    Ist aber eine eher seltene Ausnahme geworden.


    Fünf Gänge sind eigentlich Pflicht, auch die OL Special 500 in Goodwood hat ein Fünfgang-Getriebe, das es in einer BMW RS54 nie gab.


    Aber seit Michael Schafleitners Zeiten weiß man auch, wie man in ein Albion-Gehäuse sogar sechs Gangpaare hinein bekommt, ohne dass man das von außen gleich sieht.


    Manus manum lavat (Seneca der Jüngere - 01 bis 65 n. Chr.)

    Die Leistungssteigerungen werden im Wesentlichen seit Nikolaus Otto durch höhere Drehzahlen und optimierte Verbrennungsabläufe erzielt, die mit den zugrunde liegenden Konstruktionen der alten Einzylinder und deren originalen Materialien unmöglich sind.


    Die heutigen Motorräder, bei denen zwar immer noch Norton am Tank steht, die aber jetzt z. B. Patrick Walker in Stratford-upon-Avon baut und unter seinem Label Works Racing Ltd vertreibt, sehen nur noch so aus wie die Apparate aus Joe Craigs Zeiten.


    Es ist nämlich nicht nur alles neu sondern auch alles anders. CDC-konstruierte leichtere und trotzdem steifere Kurbelgehäuse, einteilige Kurbelwelle, F1-Pleuel, Zweiring-Flachbodenkolben mit Gleitbeschichtung, Nikasil-Zylinder, engerer Ventilwinkel und -größen, geänderter Primärtrieb und Getriebe, leistungsgesteigerte Auspuffanlagen.


    Was noch so aussieht wie ein Lucas-Zündmagnet beherbergt eine elektronische Zündung mit Kennfeldsteuerung.


    Sogar die Ölpumpen sind geändert, weil bei den Originalpumpen wegen der erreichten irrsinnigen Pumpendrehzahlen die dabei auftretende Kavitation das Pumpengehäuse zerstören würde.


    Vom Treibstoff will ich gar nicht reden.


    Früher fuhr man um bei der Musik zu sein nicht Klingelwasser von der Tankstelle sondern AVGAS 100. Während der TT fuhren dafür während der Trainings- und Rennwoche täglich Stafetten mit Ziel Ronaldsway-Airport nach Castletown und haben den Airfield-Tankwarten ein willkommenes Zubrot beschert.

    Das hat sich auch erledigt, von VP oder Phillips 66 gibt es jetzt viel Potenteres. Auch wenn es leider das drei- bis vierfache kostet, denn AVGAS war auf der ganzen Welt steuerfrei.


    Tempora mutantur

    Das ist der Christian Bourgeois auf der Sonauto-Yamaha. Zu erkennen am Bayard-Helm, den er immer fuhr.

    Wenn man genau hinschaut erkennt man zum Teil seinen Namenszug unten am Helmrand.

    Das Bild müsste von 1972 stammen

    Das muss keineswegs mehr erstaunen, denn die Motorräder, die vorne fahren haben mit dem technischen Stand von 1966, wie es ja die Ausschreibung fordert, nichts mehr zu tun.


    Bestes Beispiel ist die OL-Spezial 500, die von BMW unterstützt wurde weil sie in entfernter Form einer RS54 ähnelt: 500ccm Ultrakurzhubkurbelwelle mit 74mm Hub und zusätzlichem Mittellager, mächtige Aluzylindern die wegen der Bodenfreiheit in 176 Grad V-Anordnung angehoben sind, Königswellen deshalb annähernd waagrecht verlaufend, komplett wälzgelagerter Ventiltrieb, geänderte Zylinderköpfe, größere Ventile, 5-Gang-Getriebe, Kröber-Doppelzündung.


    Das Motorrad ist bei allem was recht ist nicht auf einem Entwicklungsstand von 1966, denn da gab es das Motorrad noch gar nicht. Die OL-Special ist auf dem Stand 1984 so wie Kurt Liebmann mit ihr in dem Jahr in Daytona gewonnen hat.


    Von den Nortons und Matchless gar nicht zu reden: Geänderter Ventiltrieb, andere Kurbelwellen, geänderte Kolben, geänderter Primärtrieb mit Kupplung, andere Getriebe, kontaktlose Zündung und Auspuffanlagen mit allmächtig abstehenden Megaphonen, die keine FIM-Abnahme passiert hätten.


    Da die zwei Kay-MV-Agustas komplett neu gebaute Motorräder sind bringt sie dies ihrem Ursprungsmodell auch nicht näher, weil daran eben von vorne bis hinten alles neu ist.


    Da aber alle tricksen ist ein Gleichstand erreicht und die Nortons und Matchless sind jetzt in der Lage, endlich auch mal mit einer MV-Agusta gleich zu ziehen, wenn diese wie jetzt am Samstag in Goodwood keinen so guten Tag hat.


    Dem sportlichen Wert schadet es also offensichtlich nicht.

    Sammy Miller wird im November 90!

    Als Aktiver nur auf Einladung, aber selbst für einen schnöden Zuschauer ist das Wochenende nicht billig!

    So ist es und damit hält der Lord of Richmond in Goodwood den Laden sauber.


    Ich bin GRRC-Member und kenne den Grund, warum nur Eingeladene starten dürfen.

    So bleiben eben alle Anderen, die ansonsten nur zu gerne das Paddock bevölkern würden, draußen.

    Und dass es auch kein Startgeld gibt macht den Auftritt noch exklusiver.


    Damit ist nicht gesagt, dass kein Geld fließt. Das regelt Goodwood House diskret im Verborgenen.


    Von den eingeladenen Motorrad-Teams muss neben dem in der Regel gesetzteren Stammfahrer noch ein zweiter Starfahrer aufgeboten werden.

    Ob und was der für seinen Auftritt erhält ist verschwiegene Teamangelegenheit.

    Deshalb fahren in den Teams als zweite Fahrer Kaliber wie Michael Dunlop, Michael Rutter, John McGuiness, Steve Plater, Lee Johnston, Davey Todd, Eugene Laverty oder auch trotz seines Alters immer noch der 70jährige Steve Parrish mit.


    Der Dresscode tut ein Übriges an der gewünschten Außenwirkung. Er gilt aber nicht überall, sondern nur in den zentralen Bereichen des Paddock, halt genau da wo auch die Bildberichte entstehen. Aber dort wirklich für alle, auch die Mitglieder der Boxenmannschaften.


    Gentlemen: jacket and tie or period overall

    Ladies: smartly dressed, no shorts, midriffs must be covered

    Und für Alle: No Smoking! No Drinking!


    Deshalb hat nicht eine der an die Sieger ausgegebenen Zigarren gebrannt.


    Wer ohne die entsprechende Garderobe kommt kann sich dafür mit allem was benötigt wird bequem, wenn auch nicht ganz preiswert, vor Ort komplett ausstatten.


    Ist der Auftritt der vielen schrill aufgemachten Damen eigentlich aufgefallen?

    Also da hast Du sowas von recht. Obwohl ich ihn nicht näher kannte war Steve McQueen wohl eher der König aller Selbstdarsteller.

    Als wir 1964 nach Erfurt zu den Six Days fahren wollten, wo die USA ein Vier-Mann-Vasenteam u. a. mit ihm auf Triumphs stellten, bekamen wir als Reaktion auf den West-Boykott der OMK keine Visa für die Einreise in die Zone.

    Ein späterer Geländekumpel, damals noch in der Sowjetzone zu Hause, hat mir aber von seinem Auftritt dort erzählt.

    Es sei allen klar gewesen, dass McQueen die sechs Tage nicht überlebt, denn außer seiner auffälligen weil ständigen Zigarettenqualmerei, wirklich ständig ohne Pause vom Start bis ins Ziel und bei allen DKs und ZKs war mit ihm nichts los. Es dauerte bis zum dritten Fahrtag, dann war er platt.

    Bud Ekins, der McQueens Vorbild war und die bekannten Filmstunts für ihn fuhr, war in Erfurt nebst seinem Bruder Dave auch dabei und sei genauso ein begnadeter Qualmer gewesen. Der hielt die Rundfahrt durch den Thüringer Wald einen Tag länger durch.

    Was da qualmte war angeblich nicht so ganz klar.

    Alle 3 zeitlose Klassiker !

    Wer ? Wann ? W0 ?

    Wenn ich mich nicht irre ist das der Harvey Mushman mit Frau auf einer Triumph Bonneville in Los Angeles. Gott hab ihn seelig.

    Und seine Jacke kenn ich auch, denn ich kann sie riechen bis hier her: ein Barbour International Jacket.