„Mr. Daniel Düsentrieb“
In
den Siebzigern hielten RAF & Co die Bundesrepublik in Atem. Wer aus
der Reihe tanzte, wurde als Terrorist verdächtigt. Genau in dieser Zeit
bastelte sich Hartwig Heine ein Motorrad zusammen. Zum Glück nicht mit
Wankel-Motor, sonst wäre er garantiert im Knast gelandet...
Der
Einsatz war gut vorbereitet. Die zwanzig Mann starke Anti-Terror-Einheit
wusste genau, worauf es ankam. Ungefährlich war der Job allerdings
nicht, schließlich galt es ein Nest mutmaßlicher Bombenbastler
dingfest zu machen. Deshalb wurde auch nicht lange gefackelt. Die Tür
wurde eingetreten und mit vorgehaltenen MGs in die Wohnung gestürmt.
Ohne Gnade zielten die Mündungsläufe auf einen langhaarigen, bärtigen
Mann, der sich gerade mit dem Lötkolben über ein Gewirr von Kabeln hermachte. Der Mann war
alleine, trotzdem, der Einsatzleiter konnte zufrieden sein - die Razzia
war ein voller Erfolg! Das Zimmer glich einem Versorgungsdepot für eine
illegale Untergrundarmee. Im wilden Chaos lagen Gehäuseteile, Blechstücke,
Hebel, Stangen, Rohre, Schrauben, Muttern, Werkzeug, Kabel, Trafos,
Elektrogeräte, Öl, Rostlöser, Klebstoff und wer weiß was sonst noch
verstreut auf dem Boden. Nichts durfte berührt werden, jeden Augenblick
hätte die Bombe ja in die Luft fliegen können. Längst waren aus der
Nachbarschaft Schaulustige herbeigelaufen. Sie drängelten und
schubsten, jeder wollte als erster wissen, was los war. Einige Kinder
kletterten mutig auf den Mauervorsprung und lugten neugierig durchs
Fenster.
Überhaupt
keinen Spaß machte der
abendliche Besuch dem Wohnungsbesitzer. Immer wieder versuchte er den
Beamten klarzumachen, dass er weder Terrorist noch Bombenbauer sei. Er käme
aus Kohlgrund bei Arolsen und würde hier in Gelsenkirchen zum
Betriebsschlosser umschulen, versicherte der junge Mann, und was da auf
dem Boden läge, wäre technisches Anschauungsmaterial. Doch das konnte
schließlich jeder behaupten. Es dauerte eine Ewigkeit, bis die
Sprengstoff-Experten anrückten. Der Chef,
ein total cooler Typ, schaute sich im Zimmer um und bekam einen
Lachanfall. Ob man ihn verarschen wollte und ob von den Herren Kollegen
noch nie einer einen Wankel-Motor von innen gesehen habe, brüllte er in
den Raum. Die anderen Sachen identifizierte der Spezialist als
harmlose Motorradteile.
Rund
drei Stunden hatte der Spuk im Sommer 1977 gedauert. Für Hartwig Heine,
von seinen Freunden nur kurz Hatti genannt, bleibt der Anti-Terror-
Einsatz ein unvergessenes Erlebnis. Aber damals war es eben so: Wer
lange Haare trug, einen Bart hatte, einen alten, klapprigen Renault R4
fuhr, zu unterschiedlichen Zeiten aus dem Haus ging, unregelmäßig
heimkam und dabei
vielleicht auch noch schweres Material in die Wohnung schleppte, war todsicher ein Terrorist. Und weil den wachsamen Nachbarn
dieser Kerl schon seit einiger Zeit aufgefallen war, hatten sie eben die
Polizei benachrichtigt - der Rest ist bekannt.
Seine Umschulung zum Betriebsschlosser durfte der Kohlgrunder
jedenfalls beenden, und Probleme mit der Polizei hatte er seither auch
nie wieder. Den zerlegten Wankel-Motor gibt es bis heute noch, und die
Motorradteile sind längst an seine „Heine“ geschraubt.
Während der Umschulung in Gelsenkirchen
hatte ihm sein Ausbildungsleiter die Nutzung der Lehrwerkstatt
nach Feierabend erlaubt. Hier konnte Hatti ungestört drehen, fräsen,
bohren, schweißen oder was immer er wollte. Zu Haus, auf dem
elterlichen Bauernhof in Kohlgrund, gab es diese Möglichkeiten nämlich
nicht. Und dennoch, bevor er 1976 die Umschulung im Ruhrpott begann,
hatte er sich bereits ein
eigenes Motorrad zusammengebastelt. Eine Maschine mit wassergekühltem
Vierzylinder-Viertakt-Boxermotor und 900 ccm!
Doch schön der Reihe nach.
Hattis
Bikerkarriere begann unspektakulär. Mit 18 Jahren hatte er den Führerschein
gemacht, 1972 war die erste Maschine eine BMW R25. Zu etwas Größerem
reichte das Geld damals nicht. Und wenn er nicht günstig zu einer
unfallbeschädigten BMW R75/5 gekommen wäre, würde er bestimmt noch
immer mit der 250er rumkutschieren. Die R75/5 brachte er für die Saison
1974 auf Vordermann, und der Plan für einen ausgiebigen Sommerurlaub
war auch bald ausgeheckt. Als Ziel guckte sich der nordhessische
Junglandwirt die Türkei aus. Nur ein Problem gab es vorher noch zu lösen.
Hatti traute dem Boxermotor die thermische Belastung nicht zu. Eine zusätzliche
Ölkühlung musste also her. Er besorgte
sich vom Schrottplatz einen VW Käfer-Ölkühler und eine Ölpumpe.
Den Antrieb realisierte er einfach: Aus Weißblech formte er zwei kleine
Propeller, die, je nach Fahrgeschwindigkeit, die Ölpumpe auf Trab
brachten. Der Ölkreislauf war ebenso simpel. Förder- und Rückleitung
steckte Hatti einfach in die Öffnung vom Ölmessstab, die Ölpumpe
montierte er über dem linken Zylinder, der Ölkühler bekam seinen
Platz über dem rechten Zylinder. Dass die sechswöchige Urlaubsfahrt
ohne technischen Defekt und Probleme über die Bühne ging, braucht
nicht extra betont zu werden. Nach dem Ausflug war schleunigst ein neuer
Vorderreifen fällig. Bei der Probefahrt passierte es dann aber: In
einer langgezogenen Kurve schmierte die BMW übers Vorderrad weg, Mensch
und Maschine rutschten in eine Baustellengrube. Der Reiter überstand
den Abflug Gott sei Dank ohne Blessur, dafür war das Stahlross
schrottreif. Aus der Traum vom Big Bike.
Doch
nicht für Hatti. Schon seit einiger Zeit beschäftigte er sich mit dem
Gedanken, ein eigenes Motorrad zu bauen. Die Idee hierfür kam ihm 1973
beim Elefantentreffen auf dem Nürburgring. Tief beeindruckt war er von
den exotischen Eigenbauten, den sogenannten „tollen Vögeln“. In
einem Gespann entdeckte er einen Dreizylinder-DKW-Motor, in einem
anderen den Boxer-Motor vom VW-Käfer, und ein anderes Dreirad wurde von
einem Ford-V-4-Triebwerk angefeuert. Es waren ganz individuelle Motorräder,
von Serienfertigung keine Rede, Maschinen mit gewaltigem Drehmoment und mächtig Bums aus dem Keller. Hatti
entschied sich für den Ford V-4 Motor, einen Lieferanten
wusste er auch schon. Den Schrotthändler im Nachbarort Marsberg kannte Hatti bereits, und es dauerte nicht lange, bis er sich solch ein Triebwerk
abholen konnte. Doch aus der geplanten Aktion wurde nichts. Der Motor
war unserem jungen Konstrukteur viel
zu wuchtig und dazu auch noch viel zu schwer. Das wurmte ihn allerdings
gewaltig, denn im Geiste hatte er seine Maschine schon längst fertig.
Um Hatti besser verstehen zu können, sei an dieser Stelle eine
Anmerkung erlaubt. Hartwig
Heine hatte zwar Landwirt gelernt, doch wenn es um technische Dinge
ging, war er in seinem Element. Wenn es im landwirtschaftlichen Fuhrpark
etwas zu reparieren gab, brauchte sein Vater keinen Schlosser holen.
Hatti bekam jede Maschine wieder zum Laufen. Dazu brauchte er nur ein
paar Schlüssel, Spezialwerkzeuge waren nicht erforderlich. Er ließ
sich immer wieder einen Trick einfallen, um Probleme zu lösen, gemäß
dem Motto „geht nicht, gibt es nicht“. Für Außenstehende mag unter
diesen Umständen das Vorhaben, sich selbst ein Motorrad zu bauen,
ziemlich blauäugig erscheinen, doch nicht für Hatti. Die wichtigsten
Werkzeuge, die er brauchte, hatte er schließlich, und das waren seine
Phantasie und seine Hände. Jemand sagte mal über ihn, gib ihm ein paar
Blechdosen und er baut dir eine Flugmaschine...
Eine
Alternative zum Ford-Triebling hatte der pfiffige Nordhesse bald
gefunden. Es war ein Lloyd
Arabella Motor. Dieses Triebwerk war für das Vorhaben geradezu prädestiniert:
leicht, schmal, quadratisch, praktisch, und dazu noch mit vier Zylindern
und 900 ccm. Der Clou war aber zweifellos die Wasserkühlung. Welches
Motorrad hatte 1974 schon so einen Antrieb, Hondas GL1000 Gold Wing
wurde ja erst im Herbst '74 auf der IFMA vorgestellt.
Für Hartwig gab es nun kein Zurück mehr. Da das BMW-Fahrwerk nach dem
Crash krumm und schief war, wurden die Rahmenrohre kurzerhand mit einer
Bügelsäge zersägt. Er hatte ausgerechnet, dass der Rahmen rund 12
Zentimeter länger werden müsste, wollte er den Arabella-Motor
einbauen. Bevor es aber an die Schweißarbeit ging, fragte er
sicherheitshalber bei der TÜV-Prüfstelle in Marsberg nach, auf was er zu
achten habe. Dort konnte man ihm jedoch nichts sagen, verwies ihn aber
an den Motorradspezialisten Köster beim TÜV in Hannover. Per Telefon
erhielt er den Rat, die Arbeit von einem Schweißspezialisten ausführen
zu lassen, denn der wüsste schon, worauf es ankommen würde. Und wenn
er den Rahmen fertig habe, solle er
nach Hannover kommen, dann würde man schon weitersehen. So einfach war
das. Der Schweißer war schnell gefunden. Die unteren Rahmenrohre wurden
um 120 mm verlängert, und anstelle des oberen original BMW-Rahmenrohres
wurde ein neues 120 mm längeres Ovalrohr eingesetzt, das jedoch gut 70
mm tiefer mit den beiden gekürzten hinteren Rahmenrohren über der
Schwingenlagerung verschweißt wurde. Ohne die Rohre zu lackieren,
schließlich sollte der TÜV-Mann ja die Schweißnähte begutachten können,
packte Hatti die Konstruktion in seinen R4 und düste nach Hannover.
Erst hier erfuhr er, dass Köster der Leiter der TÜV-Prüfstelle war.
Mit dem Rahmen unter dem Arm marschierte er schnurstracks am Empfang
vorbei, durch etliche Geschäftszimmer, bis er vor der Bürotür des
Dienststellenleiters stand. Er war richtig. Im Büro des TÜV-Chefs
hingen Motorradfotos an den Wänden, auf dem Regal standen etliche
Pokale. Man kam gleich zur Sache, Köster begutachtete die Schweißnähte,
sah sich den Rahmen fachkundig von allen Seiten an, stellte ihn auf den
Kopf und gab ihn anschließend an Hatti zurück. „Ohne einen Blick auf
das Schweißerzeugnis meines Bekannten zu werfen, das ich extra
mitgebracht hatte, drückte Köster mir die Hand, gratulierte zur
gelungenen Ausführung und wünschte mir für die weitere Arbeit viel Glück“,
erinnert sich Hatti an den damaligen TÜV-Besuch. Die erste Hürde war
genommen.
Ähnlich
wie später der Wankel-Motor - wir
erinnern uns an den Anti-Terror-Einsatz - wurde das Arabella-Triebwerk
in der Wohnung bis zur letzten Schraube zerlegt und inspiziert.
Abgesehen von der Kurbelwelle waren Kolben, Zylinderlaufbahnen und
Zylinderköpfe picobello in Schuss. Die Kurbelwelle schickte Hatti zur
Instandsetzung zur Firma Höckle. Der Spaß sollte ihn 900 Mark kosten. Damit die Sache derweil daheim weitergehen konnte, steckte er den
Motorblock ohne Innereien wieder zusammen und zerbrach sich den Kopf,
wie er nun das BMW-Getriebe an den Arabella-Motor bekommen könnte. Überlegungen,
die Schaltbox mit Abstandshülsen oder stabilen Haltestreben am Motor zu
befestigen, wurden schnell wieder verworfen. Was er brauchte, war ein
Distanzring. Und hierfür hatte er auch eine Lösung: er wollte den Ring
selbst gießen. Hätte ich seinen „Hochofen“ nicht selbst gesehen
und den Abguss damals mit meiner „Klick-und-Klack-Kamera“ nicht
fotografiert, ich würde die Geschichte nie und nimmer glauben. Im
Garten hatte er sich einen kleinen Ofen gemauert, Mutters Staubsauger
blies „rückwärts“ Luft in die Glut. Es dauerte nicht lange und die
Alu-Brocken schwappten als brodelnde Soße im Stahlbottich. Wie man Alu
gießt, wusste er von einem Metallgussfachmann. Dieser verriet ihm auch,
er solle kurz vorm Abschütten eine Handvoll Küchensalz in das flüssige
Aluminium streuen. Mit diesem Trick ließen sich beim Abgießen die
Lunker vermeiden. Die Sache funktionierte tatsächlich, der massive
Ring-Rohling brauchte nun nur noch bearbeitet zu werden. Und das kostete
Schweiß. Via Bohrmaschine und einem Vorrat selbst angeschliffener
Bohrer wurde der Rohling wie ein Schweizer Käse auf „Maß“
gebracht. Spitzen und Kanten schrubbte Hatti mit einer Feile ab. Erst
als nur noch ein dünner Ring übriggeblieben war, der aber immer noch
viel zu breit war, brachte Hatti das Bauteil zu einem Bekannten, der
eine Drehbank besaß. Im Nu war der Alu-Ring auf 20 mm Stärke
abgedreht. Beim gleichen Kumpel wurde die BMW Schwungscheibe an den
Arabella-Kurbelwellenstumpf angepasst und alle erforderlichen Löcher
gebohrt. Das BMW-Getriebe passte jetzt perfekt an den
Vierzylinder-Boxermotor, lediglich die Kupplungsausdruckbetätigung musste
unser agiler Konstrukteur um 20 mm verlängern. Irgendwann, mitten in
der Nacht, kam Hatti mit seinem Werk nach Hause. „Es ließ mir natürlich
keine Ruhe und ich musste das Triebwerk sofort provisorisch ins Fahrwerk
hängen. Es war tief im Winter und mir wären fast die Hände
abgefroren, doch als Motor und Getriebe im Rahmen saßen, war es ein
Augenblick wie Weihnachten und Neujahr auf einmal“, schwärmt Hatti
noch heute von dieser Nacht- und Nebel- Aktion.
Das
nächste Problem war, wohin mit der Lichtmaschine. Direkt über dem
Motor, da wo sie normalerweise beim Lloyd saß, war durch das obere
Rahmenrohr leider kein Platz mehr. Alle Ideen hier aufzuzählen, würde
zu weit führen, also machen wir es kurz, Hatti verschraubte den
Generator auf dem
BMW-Getriebe. Beim Kumpel mit der Drehbank ließ er in die
Schwungscheibe für die Keilriemenführung eine Nut einstechen, und der
erforderliche Schlitz, zur Durchführung des Riemens, wurde ins obere
Motorgehäuse gesägt. Im Nachhinein hört sich diese Lösung einfach
an, doch bis Hatti soweit
war, vergingen Wochen. Längst nicht so viel Gehirnschmalz benötigte er
für die Montage der anderen Nebenaggregate. Für die
Gemischaufbereitung sorgten zunächst Bing-Gleichdruckvergaser vom
BMW-Boxermotor, den Wasserkühler holte er sich aus dem Motorraum einer
verschrotteten Lloyd Arabella. Über ein Jahr lang hat er in jeder freie Minute an seinem
Motorrad getüftelt und geschraubt. Hat die Auspuffkrümmer selbst
gebogen, die Sitzbank selbst zusammengebastelt und alle Kabel für die
elektrische Anlage gezogen. Einfach irgendwelche Sachen kaufen und ans
Bike schrauben, kam für ihn nicht in Frage. Erstens hatte er für
diesen Spaß kein Geld, und zweitens wollte er sich sein Motorrad ja
schließlich selbst bauen. Viele gebrauchte Teile bekam er von Freunden
geschenkt, was nicht passte, wurde so lange in die Mache genommen, bis
es passte. Dass er dabei nicht sonderlich auf Perfektionismus achtete,
sondern die Funktionalität im Vordergrund stand, ist für ihn wichtig,
hier erwähnt zu werden. Ende
1975 erfolgte das erste „roll-out“. Der Motor lief im Vergleich zum
BMW-Boxer wesentlich geschmeidiger und brachte erheblich mehr Schmackes aus dem Keller. Aber auch das
Fahrverhalten fühlte sich spürbar anders an. Durch die Verlängerung
des Radstandes hatte die jetzt nur noch 207 kg schwere Maschine zwar
etwas an Handlichkeit verloren, dafür glaubte man auf einer Ducati 750
SS zu sitzen. Die Sitzposition lag
im Vergleich zur R75/5 gut 80 mm tiefer, man saß richtig im
Motorrad drin, und weil der Arabella-Motor zum BMW-Boxer sogar etwas schmäler
gebaut war, gab es hinsichtlich der Schräglagefreiheit keinen Nachteil.
Da
es sich nun um einen Eigenbau handelte, verlangte der TÜV vor der
eigentlichen Einzelabnahme der „Heine“ eine Leistungs- und
Phonmessung sowie die Ermittlung der Höchstgeschwindigkeit. Die
Bescheinigung über 45 PS, 84 db A und 157 km/h Spitze ebneten den Weg
zur TÜV-Abnahme in Hannover, die zur reinen Formsache wurde. Für diese
Aktion wurde Hatti rund 2000 Mark los. Alle anderen Kosten lassen sich dagegen kaum beziffern,
einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul.
Fast 25 Jahre ist die „Heine“ nun in Betrieb. In dieser Zeit wurden
zahlreiche Modifikationen durchgeführt. Nach den Bing-Vergasern
experimentierte Hatti mit VW-Fallstrom-Vergasern, und seit 1990
verrichten 29er Dellortos ihren Dienst. Ebenfalls aus Italien von Ducati stammt der jetzt montierte Tank,
die Instrumentengehäuse sind selbst gemacht, die Innereien stammen von
Fiat und VDO. Made in Japan sind Gabel,
Vorderrad und Scheibenbremse, die „Heine“ 4-in-1-Anlage musste
schon vor zehn Jahren den BMW-Tüten weichen. Beruflich hat sich bei
Hatti auch einiges geändert. Seit 1981 ist er selbständig und erledigt
in seinem metallverarbeitendem Betrieb Aufträge für die Industrie.
Auch die Hobbys sind vielseitiger geworden. Neben Singen, Klavier und
Gitarre spielen, malt er seit zwei Jahren. Aus dem Kopf und ab, seine
Mona Lisa könnte er, wenn er wollte, für echt verkaufen...

www.classic-motorrad.de
|