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„Triple-Power-Pack“ |
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Ende der Sechziger brachte Triumph die T150
„Trident“ auf den Markt. Mit diesem 750er Dreizylinder-Bike wollte
man retten, was noch zu retten war. Doch vergeblich, wie wir heute
wissen. Längst schwebte der Pleitegeier über Englands Nobelmarke.
Doch so neu war die Konstruktion allerdings nun auch
wieder nicht. Im Prinzip basierte das Trident-Aggregat auf „altbewährter“
Technik. Im Triebwerk, das aus immerhin 32 Gehäuseteilen (!)
zusammengesetzt war, rotierte eine 120 Grad Kurbelwelle, die
Einlassnockenwelle lag hinter und die Auslassnockenwelle vor dem
Zylinderfuß. Über kurze Stößel, Stoßstangen und Kipphebel wurden
jeweils zwei Ventile pro Zylinder betätigt. Für die
Gemischaufbereitung waren drei 27er Amal-Concentric-Vergaser zuständig,
die Abgase wurden über eine „3-in-4-in-2“-Anlage entsorgt. Via
Vierganggetriebe und Kette gelangten die 58 PS ans Hinterrad. Wie damals
„üblich“, wurde das Triebwerk stilecht per Kickstarter gestartet.
E-Starter, obenliegende Nockenwelle und Scheibenbremse suchte der
Triumph-Fan vergeblich - technische Schmankerln, die die fast zeitgleich
vorgestellte Honda CB750 Four bereits serienmäßig hatte. Und so war, nüchtern
betrachtet, die neue „Trident“ eigentlich schon bei ihrer Markteinführung
veraltet...
Hektischer Modellwechsel war bei Triumph unbekannt. So lief die zunächst 6300 Mark teure T150 bis 1970
unverändert vom Band. Erst für das Modelljahr 1971 musste sie sich
einige Änderungen gefallen lassen. Anstelle der
Vollnaben-Duplex-Trommelbremsen im Vorderrad und der
Halbnaben-Trommelbremse im Hinterrad sorgten nun vorn und hinten
konische Halbnaben-Trommelbremsen für die Verzögerung. Die Vorderradführung
übernahm jetzt eine verbesserte Telegabel, bei der die
Aluminium-Tauchrohre poliert waren. Neue Lackierungen, verchromter
Scheinwerfer und „Megaphon“-Schalldämpfer werteten die Maschinen
optisch auf. Ab 1972 erhielt sie ein Fünfganggetriebe, und die
Modellbezeichnung änderte sich von T150 in
T150V. Das „V“ stand für fünf Gänge. Ab dem nachfolgenden
Jahr wurde die T150V mit einer neu entwickelten Lockheed-Scheibenbremse
mit 254 mm Durchmesser am Vorderrad ausgestattet. Das Jahr 1974 stand für Triumph unter einem ungünstigen
Stern. Umfangreiche Streikaktionen legten monatelang die Produktion
still. Resultat: Nur wenige Maschinen konnten ausgeliefert werden. Erst
im folgenden Jahr gab es wieder ein Dreizylinder-Modell: die T160V. Nur
knapp ein dreiviertel Jahr wurde die 6900 Mark teure T160V gebaut,
danach stellte Triumph die Produktion der „Trident“ ein. Schon damals war das Ende der Traditionsmarke
abzusehen. John Bloor, ein wohlhabender englischer Geschäftsmann,
ersteigerte 1983 die Rechte an dem Namen Triumph. Die Fertigungsanlagen
übernahm jedoch zunächst Les Harris und ließ sie
vom ehemaligen Stammsitz in Meriden nach Newton Abbot
verfrachten. Von 1984 bis 1987 wurde in „alter Form“ die Tiger und
Bonneville in Lizenz gebaut, dann kam endgültig das „Aus“. Bis zur
IFMA 1990. Bei der weltgrößten Motorradmesse präsentierte
Triumph-Boss John Bloor schließlich vollkommen neue Triumph-Modelle. Eine davon war die
Dreizylinder Trident, nun aber mit obenliegenden Nockenwellen,
Vierventiltechnik, E-Starter und Scheibenbremsanlage...
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