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Damals, in den 50er und 60er
Jahren, war die „Bonnie“, wie sie liebevoll von ihren Fans genannt
wurde, Triumphs Topseller.
Eine Supersport-Maschine, die
im gleichen Atemzug mit der berühmten 1000er Vincent Black Shadow, BSA
Super-Rocket, Norton 650 SS und BMW R69S genannt wurde.
Auch kein Wunder.
Ihren Beinamen „Bonneville“ hatte die T120, wie die offizielle
Modellbezeichnung lautete, einer spektakulären Rekordfahrt zu
verdanken. Mit einer frisierten 650er Triumph war am 6. September 1956
der Texaner Johnny Allen mit 345 km/h über den Bonneville Salzsee im US-Staat Utah gerast.
Zu Ehren dieses Erfolges brachte das Werk Ende 1958 die 42 PS starke
T120 Bonneville auf den Markt. Eine Maschine, die sich in den nächsten
30 Jahren über 250.000 Mal verkaufen ließ.
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Modell 1967
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Modell 1968
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Basismodell für
die neue Bonneville war die bekannte 650er T110 Tiger. Das modifizierte
zwei-Vergaser-Bonneville-Kraftaggregat wurde allerdings auch weiterhin
nach traditioneller „englischer Motorbaukunst“ gefertigt:
Motor mit separatem Primärkasten und eigenem Vierganggetriebe, sowie
angeblockter Lichtmaschine
und Zündanlage.
Auf Anhieb etablierte sich der Donnerbolzen zum Verkaufsschlager,
besonders in den USA, wohin das Werk einen Großteil der Produktion
lieferte. Bereits 1960
spendierte Triumph ihrem Paradepferd einen neuen Einrohrrahmen mit zwei
Unterzügen, sowie eine sportliche Frontpartie mit verchromtem
Rundscheinwerfer und darüber angeordnetem Tacho und Drehzahlmesser
Ab 1963 erhielt
die Bonnie einen neuen Blockmotor - die "unit construction".
Nun waren Kurbelwelle, Primärantrieb, Kupplung, Vierganggetriebe,
Lichtmaschine und Zündung gemeinsam in einem vertikal geteilten
Motorgehäuse untergebracht. Bis 1967 lief der 650-ohv-Parallel-Twin
ohne wesentliche technische Änderungen vom Band. Ab 1968 sorgten zwei
Amal Concentric-Vergaser für bessere Gemischaufbereitung, und die
Leistung stieg so auf 47 PS. Ebenfalls neu war die vordere
Duplex-Trommelbremse mit 203 mm Durchmesser, die für bessere Innenkühlung
mit einer Lufthutze ausgestattet war.
Die nächste entscheidende Modifikation musste die Bonnie 1971 über
sich ergehen lassen. Ein neuer Rahmen, der gleichzeitig als Öltank
diente, ließ die Sitzhöhe auf rund 900 mm wachsen. Aus der ehemaligen,
zierlich wirkenden Sportmaschine war ein dicker Brummer geworden.
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Modell 1975
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Peter Frohnmeyer - auf
dem Weg zur TT
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Neben der T120 Bonneville brachte das Werk 1973 die neue T140 Bonneville
mit 750 ccm auf den Markt. Die
T140V Bonneville war nun mit einem Fünfganggetriebe und erstmalig mit
einer Scheibenbremse am Vorderrad ausgestattet.
Anlässlich dem 25sten Regierungsjahr der englischen Königin
produzierten die Triumphleute 1977 die "Silver Jubilee". Diese
Bonnie wurde mit Zertifikat nur 1400 mal gebaut. Die
begeisterten Leser einer englischen Motorradzeitung wählten sie zum
Motorrad des Jahres 1979.
Für das kommende Jahr musste sich die Bonneville erneut einer gründlichen
Kur unterziehen. Mit elektrischem Anlasser, Aluminiumgussfelgen und
Hochlenker versehen, sollte sie die Gunst der Käufer finden.
Wirtschaftlich ging es Triumph inzwischen jedoch sehr schlecht. Auch das
nächste Modell mit Vierventil-Zylinderkopf, die "TSS", änderte
wenig an der Situation. Rechtzeitig zur Hochzeit von Prinz Charles mit
seiner Lady Diana Spencer am 29. Juli 1981 wurde die "Royal"
in limitierter Auflage präsentiert. Doch selbst mit diesem exklusiven
Modell war Triumph nicht mehr zu retten. Nur an drei Werktagen wurde
noch gearbeitet, die Firma stand vor dem Bankrott.
John Bloor, ein wohlhabender englischer Geschäftsmann, ersteigerte 1983
die Firma sowie die Namensrechte. Die Fertigungsanlagen überließ er Les Harris aus Newton Abbot, der ab 1984 die Bonneville in
"alter Form" in Lizenz weiterbauen durfte. Bis 1987 konnte Les
Harris etwa 1340 Motorräder fertigen. Aber dann kam auch für ihn das
endgültige "Aus". Das erste große Firmenkapitel
„Triumph-Motorräder“ war
damit endgültig zur Legende geworden.
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Technische Daten
Triumph T120
Bonneville von 1968
„Die
beste Bonnie, die es je gab“
Fahrtwindgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Motor, 649 ccm, 47 PS bei
6700/min. Vorne Duplex-Trommelbremse,
hinten Simplex-Trommelbremse,
180 kg, 180 km/h
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100
Jahre Triumph Startseite
Text: Winni Scheibe, Fotos: Scheibe, Werk
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