BRUEDER – setzt’s Euch her da zu mir, ich erzaehl euch wieder ein Geschichterl.
Nein – nicht die Geschichte vom “Wildschuetz Jennerwein”, aber genau so tragisch, die Geschichte vom Allgaeuer Bua der in Speyer zum JUPO Lauf unterwegs war.
Es hat sich also zugetragen im Jahre Anno 19hundertundichhabsvergessen, im Jahr des “krummen Hundes”, da ist unser Bua mit seiner “500er Square Four” in die alte Kurfuersten (oder wars der Bischof) Residenz aufgebrochen um ENDLICH zu GROSSEN EHREN zu gelangen.
Unterwegs war er mit seinem Dodge Transporter und einem kurz zuvor billigst erstandenen kleinen 3.20 m Einachs-Wohnwagen Anhaenger.
Aufgesattelt hat der Bua alleine, die LAB stiss erst in Ulm zum Konvoi dazu.
Nachdem der Bua und seine LAB sich schon laengere Zeit nicht mehr gesehen hatten wurde an einer Autobahn Raststaette bei Stuttgart erstmal die Federung des Wohnwagens getestet.
Offensichtlich sehr erfolgreich wie an den Gesichtern der anderen ebenfalls Rastenden abzulesen war als der Bua und seine LAB den Wohnwagen verliessen.
Der Bua nebst LAB ist dann doch noch in Speyer angekommen, hat auch die Rennstrecke und das Fahrerlager gefunden, und ein nettes Stellplaetzchen ganz in der Naehe von Dreiradkuenstlern und in direkter Nachbarschaft eines Imbissstandes ergattert.
Die Nacht von Freitag auf Trainings-Samstag verlief ohne weitere groesseren Vorkommnisse.
Beim Freien Samstag Training wurden erstmals funkelnagelneue Goodyear aus der Schweiz eingesetzt.
So erfolgreich offensichtlich dass unser Bua nach dem Pflicht Training sich an 5ter Stelle in der FRONT ROW wieder fand.
ZUM ALLER ERSTEN MAL !!!
Freunde – wenn dass kein Grund zum Feiern war.
Das Mopped fuer den Sonntag nochmal hergerichtet, alles geputzt und inspiziert, dann selbst gewaschen und nebean an den Imbissstand.
In froehlicher Runde mit Gleichgesinnten – bis der Imbisstandbesitzer irgendwann vor Mitternacht seinen Stand abschloss, die Lichter loeschte, aber dummerweise seinen Kuehlschrank nur mit alten Fahrradschlauechen umwickelt vor ungewollter Benutzung sicherte.
Der Bua und seine Kollegen jedenfalls hatten noch gehoerig Durst und Hunger.
Weit nach Mitternacht war dann der Kuehlschrank des armen Imbissstand Besitzers endlich all seiner Waren beraubt, nicht bestohlen, denn der Bua und seine Kollegen hatten den geschaetzten Verzehr an Bier und (kalten) Wuersten notiert und durch Geld-Sammelaktion rueckerstattet (Geld in Plastiktuete im Kuehlschrank deponiert).
Kurzum – die Party war zu Ende und alle gingen schlafen, auch unser Bua und seine LAB.
Gerade mal eingeschlafen erwacht das Fahrerlager bereits wieder zum Leben.
Mit einem riesen Droehnschaedel, eine der zuletzt gegessenen Wuerste muss wohl schlecht gewesen sein, hat unser Bua dann erstmal einen neuen Stellplatz ergattert, weit enfernt vom vorherigen Imbissstand …...
Gestaerkt mit einigen Tassen Kaffee ist unser Bua dann zweimal um die Strecke gejoggt, um den boesen “Wurst-Virus” auszuschwitzen …!!
Endlich der Aufruf zum 500er Lauf – unser Bua macht sich fertig – an den Vorstart und dann an den Start gerollt.
Motor aus.
START – sch..Schiebestart – springt endlich an – im Mittelfeld unterwegs – nach 4 oder 5 Runden – bei Einfahrt in die 2te Schikane (in Richtung Fahrerlager) – liegt ein gestuerzter Kollege MITTEN auf der Fahrbahn – sein Mopped daneben – irgendwie und ohne zu bremsen zwischen diesen Hindernissen durch gekommen – nach Schikane zu spaet gebremst – ueber den Rasen auf die Zuschauer zu – im Crossslide a la Adolf Weil doch noch ums Eck rum – zurueck wieder auf die Strecke – laesst sich nach weiteren 2 Chaos-Runden ploetzlich das Getriebe nicht mehr schalten – 3ter Gang – nix mehr rauf und nix mehr runter …
Wieder mal –
Satz mit X – ausser Spesen ni
X gewesen …
Dass auf der Heimfahrt in’s Allgaeu keine Wohnwagen Federungstest mehr durchgefuehrt werden mussten das glaubt Ihr mir sicherlich.
Gewonnen hat (glaub ich) Rolf Aljes …
Uibr Charly