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Wednesday, September 2nd 2009, 1:03pm

Untersuchungsausschuss zum Nürburgring 2009: Opposition hat 50 Fragen

Der Untersuchungsausschuss zum Finanzdebakel am neuen Nürburgring 2009 soll morgen vom Landtag eingesetzt werden.

Regierungsfraktion und Opposition liefern sich zuvor ein Geplänkel um die Anträge.

Die Landtagsfraktionen von CDU und FDP haben gemeinsam einen eigenen Antrag für einen Untersuchungsausschuss (UA)zum "Nürburgring 2009" eingebracht. Der bereits vorliegende SPD-Antrag ist der Opposition zu unpräzise. "Wir verlangen lückenlose Aufklärung im Sinne des Steuerzahlers", sagte CDU-Fraktionschef Christian Baldauf bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der FDP-Fraktionsspitze. Baldauf schließt eine Zeugenvorladung von Ministerpräsident Kurt Beck und Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (beide SPD) nicht aus.

Den Anstoß für den "UA Nürburgring" liefert die geplatzte Privatfinanzierung für die Neubauten der zu 90 Prozent landeseigenen Nürburgring GmbH. Dabei geriet Deubel an möglicherweise kriminelle Geschäftspartner und trat zurück. Das Thema beschäftigt die Staatsanwaltschaft. "Die Version nach dem Motto ,wir sind Opfer" lassen wir der Landesregierung nicht durchgehen", sagte Baldauf.

Mit rund 50 Detailfragen zielt die Opposition auch darauf, ob das Gesamtkonzept für das neue Freizeit- und Geschäftszentrum auf seine Tragfähigkeit abgeklopft wurde und wie es kam, dass die von der Privatfirma "Mediinvest" mit ihrem Geschäftsführer Kai Richter verantworteten Hotels und Ferienhäuser inzwischen fast komplett durch stille Beteiligungen der Landestochter RIM mit 85,5 Millionen Euro abgesichert werden.

Das gesamte Firmengeflecht am Ring soll aufgedröselt, alle Verträge auf den Tisch gelegt und Verantwortlichkeiten hinterfragt werden: Warum hat sich der Bau des immer noch nicht komplett eingeweihten Komplexes so verzögert, warum sind die Kosten auf mehr als 300 Millionen Euro explodiert? Wurden Geschäfts- und Vertragspartner auf ihre Eignung und Bonität überprüft? Wer stellte die Kontakte zu dem möglicherweise betrügerischen Schweizer Finanzvermittler Urs Barandun her? Darüber habe die Landesregierung bisher nur lückenhaft und teilweise falsch informiert, kritisierte Baldauf.

Mit Deubels Rücktritt sei keineswegs alles erledigt. "Die politische Verantwortung hat Deubel übernommen", sagte Mertin. Aber vielleicht gebe es noch mehr Verantwortliche. Mertin verwies auf die Geschäftsführung der Ring GmbH unter Walter Kafitz, Landrat Jürgen Pföhler als Mitglied des Aufsichtsrats sowie dessen Ex-Mitglied und heutigen Finanzminister Carsten Kühl (SPD).

RZO

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Hier noch ein Link zum Thema

http://www.swr.de/rp-aktuell/-/id=233240…x9pd/index.html

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Friday, September 4th 2009, 12:35pm

Sehr treffender Kommentar des SWR Fernsehen

http://www.swr.de/rp-aktuell/-/id=233240…ho3v/index.html

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Tuesday, September 8th 2009, 10:10am

Verletzte am Nürburgring durch ring-racer

- 08.09.2009 -
Alexander Licht: Unfall muss lückenlos aufgeklärt werden



Der jüngste Unfall mit dem nach wie vor nicht funktionsfähigen „ring-racer“ in der Erlebniswelt Nürburgring muss lückenlos aufgeklärt werden. Das fordert der stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht. Seine Fraktion werde den „ring-racer“ zum Thema im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr machen.

Insbesondere müsse geklärt werden, wer die Verantwortung dafür trage, dass bei jüngsten Probeläufen insgesamt sieben Menschen verletzt wurden. Dies sei von der Geschäftsführung der Nürburgring GmbH zunächst verschwiegen worden. Sie sei mit der Umsetzung des Projekts offensichtlich hoffnungslos überfordert. Daraus müsse die Landesregierung nun endlich Konsequenzen ziehen, so Licht.

„Fast auf den Tag genau zwei Monate nach der pompösen Eröffnung des neuen Nürburgrings funktioniert die Hauptattraktion der Erlebniswelt, der „ring-racer“, immer noch nicht. Wann er in Betrieb gehen wird, steht nach dem jüngsten Zwischenfall in den Sternen. Hier muss ein klarer Zeitplan her. Jede weitere Verzögerung vergrößert die Verluste. Es ist vollkommen unglaublich, dass beim Testlauf nun schon zum zweiten Mal der gleiche Fehler auftritt und zu sieben Verletzten führt.

Ich hoffe sehr, dass die Betroffenen auf dem Weg der Besserung sind. Die vielen Pannen auf dem Nürburgring sind schon lange keine Verquickung unglücklicher Umstände mehr. Hier führt das Chaos Regie. Die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH ist das eigentliche Sicherheitsrisiko.“

Bericht aus Eifelzeitung

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Thursday, September 10th 2009, 11:44am

Zuviel Geld für Boris Becker?

Ex-Tennisstar als Werbeträger für den Freizeitpark am Nürburgring

Sendung SWR Fernsehen am heutigen Donnerstag, 10.09.2009, 20.15 bis 21.00 Uhr

Er soll den neuen Freizeitpark am Nürburgring ganz nach vorne bringen: "Ringbotschafter" Boris Becker.

Fast 500.000 Euro, rund ein Fünftel des PR-Etats der Eifel-Strecke soll er für seine Werbebesuche auf dem Ring bekommen: Steuermittel des Landes.

Doch was macht er eigentlich dafür?

Was bringt sein Einsatz für den neuen Freizeitpark an der Rennstrecke? Schließlich häufen sich die Negativschlagzeilen über Ring, Werbevertrag, Ring-Geschäftsführer und Engagement der Landesregierung.

Meike Gehlsen war am Nürburgring unterwegs.

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Wednesday, October 21st 2009, 9:23am

Hotels am "Nürburgring 2009" verschärfen Kampf um Gäste - Alteingesessene sauer
Rheinland-Pfalz Mit dem Ausbau des Nürburgrings sind seit diesem Sommer neue Hotels und Ferienhäuser mit rund 1000 Betten hinzugekommen.


Vier-Sterne-Con­gress-Hotel Lindner: Die neue Her­berge nebst Eifel­dorf-Hotel macht den Zim­mer­ver­mie­tern rund um den Ring neue Kon­kur­renz.

Die ortsansässige Gastronomie in der Region spürt es schon: Der Wind der Konkurrenz bläst schärfer. Doch auch die neuen Häuser kämpfen. Ist der Kuchen am Ende doch zu klein für alle?.

Alteingesessene Hoteliers rund um den Nürburgring sind sauer auf das Land. Gegen neue Hotels und Feriendörfer am Ring sei zwar im Prinzip nichts zu sagen, lautet der Tenor - aber: "Hier wird mit öffentlichen Mitteln den Privaten Konkurrenz geschaffen", schimpft nicht nur Thomas Henrichs, erster Vorsitzender der Bürgerinitiative "Rettet den Nürburgring".

Noch 2007 ließ sich die Verbandsgemeinde Adenau von der Nürburgring GmbH schriftlich versichern, dass neue Hotels "zu 100 Prozent von Dritten finanziert werden". Doch später hat das Land der Düsseldorfer Mediinvest mit stillen Beteiligungen von 85,5 Millionen Euro unter die Arme gegriffen. Das Vier-Sterne-Congress-Hotel mit 154 Zimmern, das Eifeldorf-Hotel mit 71 Zimmern und die 100 Häuser im Feriendorf bei Drees sind staatlich abgesichert.

Das verschärft den Unmut. Die von der Lindner-Gruppe betriebenen neuen Herbergen jagen den Ortsansässigen mit "Dumpingpreisen" die Gäste ab, so ist oft zu hören. Gerüchte wabern über Koppelgeschäfte, dass Rennveranstalter den Nürburgring teils nur noch mieten können, wenn sie gleichzeitig Betten in den neuen Hotels belegen. Sie halten sich hartnäckig, werden aber von der Nürburgring GmbH mit Empörung ins Reich der Fabel verwiesen.

Das "Hotel am Tiergarten" in Nürburg, wo seit Jahrzehnten internationale Rennsportgrößen ein und aus gehen, spürt jedenfalls die neue Konkurrenz. "Wir haben genauso viel Übernachtungen wie letztes Jahr. Aber ich musste teilweise zehn Prozent mit den Preisen runtergehen", sagt Chefin Ursula Schmitz. Montags und dienstags sei sogar das Vier-Sterne-Hotel billiger als sie. Im Moment sei aber noch "schwer zu unterscheiden: Ist es die Wirtschaftskrise oder sind es die Dumpingpreise?" Für ihr Haus ist sie weiter zuversichtlich. "Ich werde über die Runden kommen, meine Kollegen im Ort auch. Aber die Betriebe weiter weg werden Probleme haben."

Den Vorwurf der "Dumpingpreise" weist Siegfried Wenzelmann, Direktor von "Lindner Hotels & Ferienpark", zurück: "Wir sind in einem Wettbewerb, wir machen marktgerechte Preise und versuchen uns zu behaupten." Dies geschehe nicht mit starren Preisen, sondern, wie in der Branche üblich: sinkt die Nachfrage, gibt es günstigere Angebote. Wenzelmann räumt aber ein, dass Lindner mit der Auslastung am Ring "noch nicht so zufrieden" ist - genauer: Die maßgebliche Größe von Auslastung geteilt durch Übernachtungspreis entspricht noch nicht den Zielen, die jedoch Geschäftsgeheimnis sind.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten erwartet "ein Nullsummenspiel in der weiteren Region", sagt Roland Henn von der NGG-Region Mittelrhein. Die von der Nürburgring GmbH angepeilte Steigerung der Besucherzahlen um ein Viertel auf 2,5 Millionen pro Jahr hält er gerade in der Wirtschaftskrise für unrealistisch.

Henn verweist auf die nur 20 Autominuten vom Nürburgring entfernte Feriensiedlung "Sunparks Eifel" (früher: Center Park) bei Gunderath und den geplanten Ferienpark mit Jachthafen bei Zell an der Mosel mit bis zu 200 Häusern. Wenn der fertig ist, "dann hätte man drei touristische Anlaufstellen, die ein großes Volumen brauchen, im Umkreis von nur 50 bis 80 Kilometern."

Optimisten, die im "Nürburgring 2009" ein Chance sehen, sammeln sich in der Gruppe "young spirit" in Adenau. "Grundsätzlich ist es für uns in der Region toll, egal ob es funktioniert oder nicht", sagt Andrea Thelen. Sie hat 2005 die "Blaue Ecke" übernommen und so lange an ihrem Konzept gefeilt, bis sie Erfolg hatte. Die Motorsportleute "laufen uns nicht weg", meint Thelen. Selbst wenn der neue Ring scheitern sollte, bleibe noch das bisherige Potenzial.

Für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Hermann-Josef Romes, überwiegen ebenfalls die Chancen: Etliche Beherbergungsbetriebe im Adenauer Land hätten ihren Nachholbedarf erkannt. Rund zehn arbeiten auf eine Sterne-Klassifikation hin, weitere stünden in der Warteschleife. Zudem habe die Ring GmbH erstmals alle örtlichen Tourismusangebote vernetzt dargestellt. "Seitdem ist die Anfrage bei unserem Tourismusbüro deutlich gestiegen."

Dagegen glaubt der Nürburger Ortsbürgermeister Reinhold Schüssler nicht an wachsende Besucherströme. "Wenn keine Rennveranstaltung ist, sind keine Tausenden von Menschen da."

Einer hat "angesichts schleppender Geschäfte" bereits die Reißleine gezogen: Der Düsseldorfer Veranstaltungsgastronom Broich stieg aus dem Exklusivvertrag mit der Nürburgring GmbH aus. Wohl nur noch bis Ende Januar 2010 wird er Besucher der Ringwelt, Ringarena, Business Lounge und im Event Center kulinarisch verwöhnen.

"Hier oben ist kein Platz für zwei große Unternehmen, die parallel mit Veranstaltungen, Gruppen und Events gute Geschäfte machen", sagte Firmenchef Georg W. Broich einem Branchenblatt. Bei Vertragsschluss 2006 sei von einem Einstieg der Mediinvest mit dem Eifeldorf "Grüne Hölle" noch keine Rede gewesen. Dort würden Veranstaltungen weitaus günstiger angeboten, als Broich dies "als reiner Event-Caterer realisieren" kann.

Claudia Renner
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Thursday, October 22nd 2009, 4:18pm

Nürburgring: Angepeilte Besucherzahlen weit unter Plan

Nürburg. Noch im Frühjahr 2009 hatte die Geschäftsleitung der Nürburgring GmbH mit etwa 300.000 Besuchern für die neue Erlebniswelt „Ringwerk“ gerechnet. Eine Größe, die Kenner der Branche zwar aufhorchen ließ, aber mit viel Skepsis gelassen zur Kenntnis genommen wurde. Die Besucherresonanz für diese hoch gelobte Attraktionenhalle „Ringwerk“ scheint sich eher dramatisch in die falsche Richtung zu entwickeln. Seit der Eröffnung im August 2009 sollen im August und September, also in zwei guten Monaten, wo die besucherstarken „Rennveranstaltungs-Wochenenden“ stattfanden, erst 25.000 Besucher im neuen Motorsport-Museum mit Erlebnis- und Mitmach-Attraktionen gezählt worden sein. Das teilt jetzt Finanzminister Carsten Kühl (SPD) auf eine Anfrage der Landes-CDU in Mainz mit.

Wenn man der Besucherzahl von Finanzminister Carsten Kühl Glauben schenken mag, rechnet man mittlerweile nur noch mit insgesamt 100.000 Besuchern bis Ende des Jahres. Offensichtlich mussten die Verantwortlichen der überwiegendn landeseigene Nürburgring GmbH nach dem schwachen Start ihre Prognosen um schätzungsweise zwei Drittel reduzieren. Nach dem Ergebnis aus August und September 2009 ist sogar 100.000 eine Größe, die eher unrealistisch ist.

Geringe Besucherzahlen

Die erschreckend geringe Besucherzahl müsste eigentlich die Verantwortlichen eher aufschrecken lassen. War doch die Bevölkerung der Verbandsgemeinden rings um den Nürburgring Ring im August zum kostenlosen Besuch des Ringwerkes aufgerufen, die neue Attraktion kostenlos anzuschauen. Wieviele Besucher aus der Region kamen denn, die nichts bezahlen mussten? Wieviel Umsatz hat man mit den 25.000 Besuchern, die bisher insgesamt kamen, erzielen können? Weil die Achterbahn noch nicht funktioniert, wurde zumindest bis 25. September nur der halbe Eintrittspeis verlangt. Außerdem wurde allen zahlenden Besuchern eine weitere kostenlose Eintrittskarte geschenkt. Bis zum Ende der Herbstferien werden 49,– Euro für eine Familienkarte (2 Erw. plus 2 Kinder bis 12 J.) verlangt.

Zufall oder… ?


In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die alte Erlebniswelt, eine Attraktion ähnlich wie das neue „Ringwerk“, damals schon wegen mangelndem Besucherinteresse rote Zahlen schrieb, nach nicht einmal 10 Jahren Betriebszeit und damaligen Baukosten von etwa 50 Millionen DM im Rahmen des Neubauprojektes der Abrissbirne zum Opfer gefallen war. Wissen eigentlich die Beteiligten, woher die neuen Attraktionen im Ringwerk samt Achterbahn überwiegend stammen? Wer hat entschieden, was angeschafft wird. Wer steckt hinter der Firma, über die sie geliefert worden sind? Gab es überhaupt ein ordentliches Ausschreibungsverfahren, oder war es purer Zufall, dass ausgerechnet die Firma Design-Vision Dr. Wilke GmbH in Bremen bei etlichen Indoor-Attraktionen im Ringwerk zum Zuge kam. Wer hat die Millioneninvestition für die Indoor-Attraktionen überhaupt genehmigt. Die gleiche Firma Desig-Vision Dr. Wilke GmbH zeichnet übrigens auch verantwortlich für die Idee und Realisierung der Achterbahn am Nürburgring. Dr. Wolfgang Wilke ist kein Unbekannter, Er war sozusagen auch der Erfinder des Space-Parks und des Space-Centers in Bremen. Zwei „tolle“ Einrichtungen für rund 650 Millionen (übrigens auch mit Achterbahn), die bereits nach sieben Monaten wegen Besuchermangel geschlossen werden mussten. Damit wirbt Wilke sogar auf seiner Homepage.

Bei Space-Park-Beratern liegt der Hase im Pfeffer!

Eveline Lemke, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz sieht die Beratersituation am Ring genauso. Lemke rät dem Untersuchungsausschuss deshalb eindringlich, „sich die Ausschreibungsunterlagen für den Ringracer am Nürburgring genau anzusehen und wenn möglich mit denen vom Space Park zu vergleichen.“ Sie verwies darauf, dass der Ringracer von der Firma S + S Power hergestellt, der Galaxy Express im Bremer Space Park von der Firma Mack Rides GmbH gebaut wurde, ein Betrieb der Familie Mack – die zudem den Europapark Rust betreibt und seit 200 Jahren Hersteller von „fliegenden Geschäften“ ist. Außerdem sei Dr. Wilke einige Zeit auch im Vertrieb eben dieser US-Firma S&S beschäftigt gewesen. „Der Galaxy Express wurde letzten Endes demontiert und verschrottet. Es stellt sich die Frage, wieso das Nürburgring Management die Referenzen ihrer Berater, auch die des Herrn Dr. Wilke, nicht intensiv und besser überprüft haben“, so Lemke.

Für die Untersuchungsausschussmitglieder ist nach Ansicht Lemkes wichtig, neben Wilke auch auf die Beratungsaktivitäten von Andreas Bruckner einen Blick zu werfen: „Er hat neben dem organisatorischen Geschäftsführer Lippelt ebenfalls den Millionenverlust am Space Center mit zu verantworten.“ Aktuell soll Bruckner angeblich aus dem aktiven Geschäft am Nürburgring ausgeschieden zu sein, dennoch ist er laut Internetseite des Nürburgrings Projektleiter für die Videowand ring°wall. Als Vertriebsleiter für die Videowand wird Friedhelm Lange genannt.
Offiziell rechnet man angeblich mit einem Minus bei den Einnahmen des Ringwerks von 600.000 Euro bis Ende dieses Jahres. Vergangene Woche hat nun auch der Bund der Steuerzahler das Freizeitzentrum scharf kritisiert: „Es sei zu bezweifeln, dass die wenigen, oftmals nicht einmal neuen Attraktionen ausreichend Besucher anlocken werden, um den wirtschaftlichen Erfolg der Erlebnisregion zu gewährleisten“, heißt es im aktuellen „Schwarzbuch“ des Verbandes.

- Artikel aus Eifelzeitung 43. KW 2009 -
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GT Karl

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Thursday, October 22nd 2009, 4:43pm

Als hätte man es nicht vorausgesehen...Aber man braucht sich jetzt auch keine Sorgen zu machen, daß nicht irgendwer was dran verdient hat! Nur bezahlen tun's die Anderen....oder besser gesagt: wir Alle :( :thumbdown: :thumbdown:

Gruß

Karl

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Friday, October 23rd 2009, 6:13pm

Nur Zustimmen !!

Man kann es drehen und wenden wie man will, in unseren vorherigen Diskussionen , haben wir es "als sogenannte Insider"(mit viel "INPUT" von Herr Hahne)trotz nicht ! Studierter Qualifikation richtig eingeschätzt was da kommt, und das ist erst der Anfang.

Man kann sich dem Karl da nur Anschliessen. :thumbdown: Und bei NICHT Motorsport Anhängern kommen alle Motorsportler in ein noch schlechteres Licht.
Sidecar Classic-race manufacter! Georg Wendel Senior !! Umbau von CLASSIC Renngespannen , und auch SERIEN Gespannen.Reparatur , Neubau also REPLICAS von original alten Fahrwerken. KÖNIG SOLO [b]und Seitenwagen( Wasserwannen) Tanks ,Höcker (GFK.) ( Replika Renngespann Stand anfang 80er) mit Suzuki GSX R 750 Motor( Holland Classic Seitenwagen nur bis 750ccm) , zu verkaufen. :!: :D

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Friday, November 20th 2009, 2:09pm

Nürburgring: War die Mexikanische Drogenmafia im Spiel?

Christian Baldauf: Warnung vor Mexico- Connection wird Thema in Ausschüssen

Die angeblichen Verbindungen einer Partner-Firma der Nürburgring GmbH zu einem dubiosen Familienimperium in Mittelamerika werden Thema im Innen- und Rechtsausschuss. Das hat der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Nürburgring-Untersuchungsausschuss, Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf, mitgeteilt. Laut Bericht der Allgemeinen Zeitung Mainz soll die Landesregierung im September 2008 Hinweise erhalten haben, dass eine damalige Partnerin der Nürburgring-GmbH im Zusammenhang mit kriminellen Strukturen in Mexiko stehen könnte. Konkret sollen über die Firma „International Project Cooperation“ (IPC) direkte Linien zu einem mexikanischen Familienimperium gelaufen sein, dem eine Nähe zur Drogenmafia nachgesagt werde. Der damalige rheinland-pfälzische Finanzminister soll, so der Presseartikel, dem Geschäftsführer der IPC seinerzeit nahegelegt haben, IPC in Pinebeck umzutaufen.

„Es drängt sich zunehmend der Verdacht auf, dass Kurt Beck in Sachen Nürburgring entweder bereits frühzeitig vollkommen den Überblick verloren oder ganz bewusst nicht akzeptable Risiken in Kauf genommen hat. Beides ist schlimm. Kein Tag vergeht, an dem nicht neue Ungereimtheiten, Fragen oder gar Hiobsbotschaften auftauchen. Bislang wird versucht, alle Schuld beim früheren Finanzminister Deubel abzuladen. Dauerhaft wird sich Kurt Beck aber nicht wegducken können. Er trägt die Verantwortung. Wieder einmal stellt sich die Frage, was er wann gewusst und warum er nicht gehandelt hat“ – so Baldauf.


- Artikel aus Eifelzeitung 47. KW 2009 -

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Wednesday, December 2nd 2009, 4:44pm

Lindner-Gruppe soll Nürburgring übernehmen

Das Land Rheinland-Pfalz gibt den angeschlagenen Nürburgring an die private Lindner-Gruppe ab. Sie soll künftig den Freizeitkomplex federführend übernehmen. Die Lindner-Gruppe betreibt an der Rennstrecke in der Eifel bereits ein großes Hotel.

Wie Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium mitteilten, soll eine Betriebsgesellschaft unter Führung der Lindner-Gruppe den Nürburgring managen. Die Nürburgring GmbH wird sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und zusammen mit der MSR GmbH nur noch als reine Besitzgesellschaft vor allem für Grundstücke und Immobilien fungieren. Die Finanzierung soll die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) übernehmen.

Einheitliche Führung angestrebt
Ziel sei, die operativen Geschäftsbetriebe unter einheitlicher, wirtschaftlicher Koordination zusammenzuführen, Besitz und Betrieb aber klar zu trennen. An der neuen Betriebsgesellschaft werden die Lindner-Gruppe und die Firma Mediinvest als Gründungsgesellschafter zu gleichen Teilen beteiligt sein. Die Gesamtverantwortung für die Betriebsgesellschaft übernimmt Jörg Lindner. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) zeigten sich der Mitteilung zufolge sehr erfreut, dass sich mit der Lindner Gruppe ein anerkanntes mittelständisches Unternehmen am Nürburgring engagieren werde.

Zur Neuordnung sollen zwischen der Betriebs- und den Besitzgesellschaften Pachtverträge abgeschlossen werden. Die Finanzierung wird die ISB zu marktüblichen Konditionen übernehmen. Steuergelder würden dabei nicht eingesetzt, hieß es. Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young erwarten nach eingehender Prüfung, dass bis 2020 Zinsen und Abschreibungen der Besitzgesellschaften erwirtschaftet werden können.

Walter Kafitz abberufen

Der langjährige Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz ist nach Angaben des Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, Ernst Schwanhold, abberufen worden. Sein Nachfolger werde Hans-Jürgen Koch, bei der Nürburgring GmbH bisher unter anderem für die Finanzen zuständig. Koch sei ein Mann mit "Sanierungs- und Aufbauerfahrung", sagte Schwanhold.

Davon abgesehen gab es diese Woche einen erneuten Unfall im Ringwerk.Im Multimediakino fiel ein 6 meter langer Eisenträger von der decke in die Sitzreihen.
Gott sei dank waren die getroffenen Sitze nicht besetzt.Besucher wurden durch umherfliegende Teile verletzt.

Gruß
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Occupation: KfzMechMeister, ehemaliger Berufssoldat, Jetzt Pensionär.

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Hobbies: Motorräder..... was sonst....

81

Wednesday, December 2nd 2009, 6:22pm

Ich denke, wenn diese Meldung vor einem Jahr gekommen wäre, hätte man sehr viel Geld sparen können.. :thumbsup:



Aber in der Politik gehen die Uhren anders.. :thumbdown:

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Wednesday, December 9th 2009, 5:00pm

Kafitz offenbar vor fristloser Entlassung

Der von seinen Aufgaben als Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH bereits entbundene Walter Kafitz steht möglicherweise vor der fristlosen Entlassung. Nach Angaben von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) wird der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH voraussichtlich in dieser Woche darüber entscheiden.

Kafitz soll den Aufsichtsrat nicht über eine kritische Geschäftssituation der Nürburgring-Teilgesellschaft Cash Settlement & Ticketing GmbH (CST) informiert haben. Die CST ist an der Rennstrecke in der Eifel für das bargeldlose Bezahlsystem zuständig. Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) soll Kafitz 5,6 Millionen Euro angewiesen haben, um die CST vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.

Die Gesellschaft sei offenbar "am Rande der Insolvenz" gewesen, ohne dass der Aufsichtsrat informiert worden sei, hatte Ministerpräsident Beck gestern Abend erklärt. Die Nürburgring GmbH kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme an. Die Staatsanwaltschaft Koblenz erklärte auf Anfrage, sie ermittle derzeit nicht gegen Kafitz.

Die CST gehört je zur Hälfte der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH und der Düsseldorfer Firma Mediinvest. Dieser private Projektentwickler soll künftig zusammen mit der Hotelgruppe Lindner den Freizeitpark an der Rennstrecke betreiben. Die Nürburgring GmbH zieht sich den Plänen der Landesregierung zufolge aus dem operativen Geschäft zurück.

Kafitz war in der vergangenen Woche von seiner Position als Hauptgeschäftsführer entbunden worden. Sein Vertrag läuft aber noch mehr als vier Jahre. Mit einer fristlosen Kündigung wäre wohl auch die bislang diskutierte Möglichkeit eines Beratervertrages für Kafitz hinfällig.

Gruß
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Quelle SWR.de

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Friday, January 8th 2010, 1:42pm

:( Nürburgring: Rainer Mertel ist tot

Der frühere Hauptgeschäftsführer des Nürburgrings, Rainer Mertel (64), ist tot. Das bestätigte die Kreisverwaltung in Ahrweiler. Mertel war einer der Zeugen im Nürburgring-Untersuchungsausschuss. Mertel erlag am 29.12.2009 in der Mainzer Uniklinik den Folgen einer Herzattacke, die er am 18. Dezember 2009 unmittelbar nach seiner Aussage im Untersuchungsausschuss in Mainz erlitten hatte. Unmittelbar nach seiner Vernehmung klagte Mertel über Unwohlsein. Daraufhin wurde ein Notarzt gerufen. Aus dem Untersuchungsausschuss am 18. Dezember ist er ins Krankenhaus eingeliefert und sofort operiert worden.

Im Untersuchungsausschuss zur geplatzten Privatfinanzierung des wahrscheinlich 400 Millionen Euro teuren Freizeitprojekts war Mertel über seine Zeit als damaliger Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH befragt worden. In diesem Zusammenhang war Mertel unter anderem auch über seinen vor kurzem entlassenen Geschäftsführer-Nachfolger Walter Kafitz befragt worden. Mertel berichtete am 18.12.2009 von gravierenden Problemen, die er während der sechsmonatigen Einarbeitungszeit mit seinem Nachfolger gehabt hatte. Kafitz Agieren am Ring hätte nicht mit seinen Vorstellungen zusammengepasst, sagte Mertel. Nach Mertels Einschätzung sei damals die Berufung von Kafitz rein parteipolitisch motiviert gewesen.

Nach dem Regierungswechsel von CDU zur SPD sei für ihn „sonnenklar gewesen, dass hier die neue Landesregierung die Karten neu gemischt hat“, so CDU-Mann Mertel. Mertel hatte nach eigenen Angaben schon früh Bedenken gegen seinen vor kurzem entlassenen Nachfolger Walter Kafitz gehabt. Mertel sagte am 18.12.2009 auch, dass er den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst Eggers (FDP) in dieser Zeit dreimal über seine Kritik an den Leistungen Kafitz‘ informiert habe. Ähnliches berichtete am gleichen Tag auch der langjährige stellvertretende Ring-Geschäftsführer Volker Gredig. Die Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Kafitz seien es gewesen, die ihn 1995 dazu gebracht hätten, diese Position aufzugeben. Er habe danach als Koordinator für den Gewerbepark am Nürburgring gearbeitet, sagte Gredig.

Rainer Mertel hatte vor der Amtszeit von Kafitz rund zehn Jahre lang die Geschicke der überwiegend landeseigenen Nürburgring GmbH geleitet. Nach seinem Weggang Mitte der 90er Jahre begleitete er das Amt des Kurdirektors von Bad Neuenahr. Über fast 1 ½ Jahrzehnte hinweg hat Mertel an der Spitze der Kurverwaltung gestanden und die Stadt zu einem der renommiertesten Kur- und Heilbäder in Deutschland entwickelt. Seinem großen persönlichen Einsatz als Taktgeber sei es zu verdanken, dass Bad Neuenahr im Reigen der Heilbäder und Kurorte eine Spitzenstellung einnimmt, heißt es in Fachkreisen.

- Artikel aus Eifelzeitung 1. KW 2010 -

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Thursday, January 21st 2010, 10:44am

Nürburgring: SPD-Basis rebelliert gegen Beck

Adenau. Meuterei im SPD-Basis-Lager. Die SPD meutert gegen den eigenen Steuermann: Die Kritik an Kurt Beck aus den eigenen Reihen hat eine bisher nicht gekannte Dimension erreicht. Statt internem Gegrummel gibt es nun öffentliche Versagensvorwürfe wegen Becks Nürburgring-Politik. Keine Verantwortung für die Finanz-Affäre zu übernehmen und ansonsten aufs Beste zu hoffen scheint der SPD-Basis in den eigenen Reihen nicht mehr zu reichen. In einem ausführlichen Brief an die SPD-Landtagsfraktion, der sowohl dem SWR als auch der Eifel-Zeitung vorliegt, beschwert sich die SPD in Adenau über schlechtes Krisenmanagement am Nürburgring. Sie richtet sich dabei unter anderem auch direkt an Ministerpräsident Beck. Mit den bisherigen Statements der Landesregierung zum Thema Nürburgring könne man sich nicht mehr zufrieden geben. Es erscheine unerträglich, dass niemand in der Landesregierung bereit sei, die Verantwortung zu übernehmen.

Man dürfe mittlerweile getrost von einem Scheitern des Projekts sprechen, so heißt es im Brief. Weiter ist von einem Versagen die Rede, das dazu führen werde, „dass unwirtschaftlich operierende Unternehmen dauerhaft auf Staatskosten weiter betrieben werden und jeglichem gemeinwohlorientierten Interesse zum Trotz Mitarbeiter, Anrainer und insbesondere sämtliche lokal konkurrierenden Unternehmer ausgebeutet oder in sonstiger Weise ruiniert werden“.

An die Adresse von Ministerpräsident Beck gerichtet, heißt es im Schreiben, man hätte ihm gerne zugute gehalten, wenn er bei dem Zusammenbruch der geplanten Privatfinanzierung des Projekts klar Position bezogen hätte. Dies habe er jedoch nicht getan. Man erwarte keine Rücktritte, sondern „eine Landesregierung, die Fehler sucht und beseitigt“.

Die SPD-Vertreter aus der Region stoßen sich auch an dem neuen Betreibermodell, der geplanten Bewirtschaftung des Nürburgrings durch die Hotelkette Lindner und den Düsseldorfer Geschäftsmann Kai Richter mit seiner Firma Mediinvest. Private Anbieter würden nunmehr in einen Wettbewerb zur lokalen Wirtschaft treten. Man habe geglaubt, eine sozialdemokratische Führung werde so etwas nicht zulassen. Anscheinend würden sich die SPD und ihre Verantwortlichen „zum Ausgang schleichen“. „Man überlässt die Bühne des kommenden Wohlstands oder des kommenden Desasters einigen Privatiers. In wirtschaftlichen Ausdrücken lautet das Motto: ,Lieber das scheiternde Unternehmen verschenken als in verantwortlicher Position sein, wenn das Unternehmen scheitert.’“

Lesen Sie hier im Anschluss den Brief, den der SPD-Ortsverein Adenau letzte Woche an Ministerpräsident Kurt Beck und die SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz geschickt hat:

„Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Petra,
lieber Bernd,
lieber Kurt,

ich schreibe Euch heute im Namen des Ortsvereins Adenau – Adenau am Nürburgring! Wir beobachten mit großer Sorge die Entwicklungen am Nürburgring und sehen uns von Seiten der Bürger mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert. Die Informationen, die uns (fast ausschließlich über die Medien und die Presse, nicht aber über die Informationskanäle unserer Partei) zugänglich gemacht werden, sind gekennzeichnet durch Schlagwortgebrauch und Floskelhaftigkeit. Es ist die Rede von einem neuen Konzept für den Nürburgring. Das nirgends dokumentiert ist, und das nirgends dargestellt wird.

Was das‚ „alte“ Konzept war, liegt nach wie vor im Dunkeln. So ist es nicht verwunderlich, dass wir uns in Stammtischgesprächen und öffentlichen Diskussionen regelmäßig eine von oben vorgegebene Konzeptlosigkeit entgegen halten lassen müssen. Wenn uns vorgeworfen wird, seitens der Verantwortlichen bei Regierung und SPD werde desinformiert und verschleiert, ist die kompetenteste Antwort, die wir gegenwärtig aus vertretbaren Erwägungen geben können: den Leuten Recht geben.

Unsere Erwartungen in Puncto Information und Transparenz gehen seit langem – und insbesondere jetzt – über die von Euch gemachten Aussagen hinaus. Unsere Erwartungen – das heißt die der hiesigen Genossen als auch der hiesigen Bevölkerung – an eine Partei, der wir angehören und die wir vor Ort verkörpern, die Partei, welche die Landesregierung alleine stellt und damit die Bevölkerung und ihre Belange zu vertreten hat.

Das Thema Nürburgring ist lokal ein Dauerbrenner und in letzter Zeit auch landesweit in den Focus gekommen. Wir als Ansässige und als Vertreter der Bürger in den kommunalen Gremien stellen diesbezüglich ganz spezielle Fragen. Aufgrund dessen können wir uns nicht zufrieden geben mit den viel zu allgemein gehaltenen Statements der Landesregierung in den einschlägigen Medien.

Nachfolgend einige Fragen, die es dringend konkret zu beantworten gilt:

Ist es richtig, dass die Landesregierung die operativen Belange des Nürburgring vollkommen aus ihren Händen gibt? Welche Gegenleistung wird hierfür gegeben? Wie werden die Investitionen, welche aus öffentlichen Mitteln bereits geflossen sind, an das Gemeinwohl zurückgeführt? Kann dies nach der Abgabe des Nürburgrings an Privathand überhaupt gewährleistet werden?

Diesbezüglich erscheint besonders interessant, ob die angestrebte Gegenleistung des Übernehmers (Pacht oder was auch immer) den Kapitaldienst der übernommenen Verpflichtung decken wird oder eine durch Staatsmittel auszugleichende Unterdeckung verbleibt.

Wie werden die Belange der hiesigen Bürger geschützt?

Hier arbeiten tausende Menschen für und am Nürburgring. Hier leben noch mehr Menschen von ihrer Nähe zum Nürburgring, von Aufträgen von dort, von Gästen, Klienten und Kunden, die der Ring bringt. Die erwarten eine Antwort von uns.

Stimmt es, dass die Betreibergesellschaft des Nürburgrings ohne Gegenleistung an die neuen Betreiber gegeben wird? Falls nicht: Welche Gegenleistungen erhält die gegenwärtige Inhaberin, das dürfte ja wohl die Nürburgring GmbH sein, für die Nutzung des Nürburgrings? Zu welchen Konditionen erhalten die neuen Betreiber das Geschäftsgebiet, Betriebsgelände und die Immobilien?
Dürfen lokale Anbieter von Dienstleistungen und Werktätigkeiten weiterhin auf eine angemessene Beauftragung vertrauen, wenn plötzlich eine private Betreiberschaft am Nürburgring einzieht und ihre eigenen Netzwerke mitbringt? Wir möchten auch gerne wissen, wer die neuen Manager sind im Nürburgring 2010plus. Darf man auch ihre Gehälter erfahren? Hier noch am Rande die Frage: Wer von Euch hebt noch seine Hand, wenn er nach den Erfolgsaussichten des Nürburgring 2010plus (so nenne ich ihn jetzt mal) gefragt wird?

Speziell als Sozialdemokraten haben wir noch weitere dringliche Fragen zu stellen bzw. zu beantworten:

Inwieweit können Beschäftigte heute darauf vertrauen, dass sie auch weiterhin beschäftigt werden?

Werden geltende Tarife eingehalten? Was geschieht mit Neueinsteigern? Wird es Lehrstellen geben und werden Lehrlinge übernommen? Wie geht man mit zwangsläufig entstehenden Monopolstellungen am Ring um? Können die Formel 1 und andere wichtige Rennserien gehalten werden? Inwieweit werden die hier bestehenden Betriebe (Hoteliers, Catering-Unternehmen, Bäcker, Metzger, sonstige Handwerker sowie Anbieter von Werken und Dienstleistungen) in das (Tourismus-)Konzept der „neuen Gesellschaft“ eingebunden?

Wir haben hier Beraterfirmen kommen und gehen gesehen, die gepredigt haben, der „neue“ Ring werde allen Wohlstand bringen, sofern sie sich ‚nur‘ in geeigneter und richtiger Weise darauf einstellten. Wir haben sehr wohl den Unterton gehört: „Falls Ihr nicht erfolgreich seid, habt Ihr es eben nicht verstanden (richtig mitzumachen).“ Die Berater (nebst ihren Honoraren) sind jetzt weg.

Dem Bürgerempfinden nach, und dies können wir als SPD vor Ort gegenwärtig nicht widerlegen, gilt dasselbe für die Landesregierung. (Sind jetzt weg, bzw. versuchen sich davon zu stehlen.) Auch die SPD und ihre Verantwortlichen schleichen sich anscheinend zum Ausgang. Man überlässt die Bühne des kommenden Wohlstands oder des kommenden Desasters einigen Privatiers. In wirtschaftlichen Ausdrücken lautet das Motto: ‚Lieber das scheiternde Unternehmen verschenken als in verantwortlicher Position sein, wenn das Unternehmen scheitert.‘
Lieber Genossinnen
und Genossen,

es stellt sich hier eine Situation dar, welche man wohl bereits jetzt getrost „Scheitern“ nennen darf, was sich in der einen oder anderen Weise im Zustand des Projekts Nürburgring 2009 manifestiert:

• Ein ring°racer, der nicht funktioniert.
• Ein großer Boulevard, auf dem das Leben pulsieren soll, gähnt einigen wenigen Besuchern entgegen.
• Eine Eventhalle (Arena) bietet gelegentlich Events und vermag nicht so recht Besucher anzuziehen.
• Eine weitere große Halle unterhalb des Boulevards wird totgeschwiegen, weil man nicht so recht weiß wer da hin gehen soll.
• Ein Bezahlungskonzept (ring°
card) setzt sich nur im Dorf Grüne Hölle durch, am Boulevard wird aber bar bezahlt. (Selbst bei Einrichtungen, die dem Ring selbst gehören.)
• Technische Pannen im ring°werk, die leicht hätten Verletzte fordern können.
• Technische Pannen beim ring°racer, die bereits zu Unfällen geführt haben.

Jetzt müssten wir eigentlich froh sein, dass uns der Ring abgenommen wird. Aber wie stellt sich die Situation im Vergleich zu vorher dar? Wir fragen nicht: „Hätte es nicht immer so bleiben können wie es war?“ – Wir sind voll und ganz auf der Seite der Verantwortlichen, wenn es heißt: „Der Nürburgring muss voran gebracht werden“; „der Nürburgring darf nicht da stehen bleiben, wo er im letzten Jahrhundert war“.

Wir möchten aber die Kernfragen aufwerfen und einer Klärung zuführen. Insbesondere: „Wie schwer wiegt das regierungsseitige Missmanagement?“ Für uns erscheint es unerträglich, dass niemand in der Landesregierung bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen. Wir erwarten keine Rücktritte. Wir erwarten eine Landesregierung, die Fehler sucht und beseitigt.

Im Anschluss daran, dafür mag es vielleicht schon zu spät sein, erwarten wir ein von der Regierung auf die Füße gestelltes Management. Der Rückzieher der Regierung kann doch nur heißen: „‚Wir haben‘s vergeigt. Lasst jetzt mal die „echten Könner“ ran.“ Wir (da spreche ich für mich, die SPD in Adenau und wohl auch für die Mehrheit der Bürger im Adenauer/Nürburger Land) sind aber in keiner Weise überzeugt von diesen vermeintlichen Könnern. Wir haben vielmehr den Eindruck, dass viel politisches und wirtschaftliches Versagen kaschiert werden soll, indem das ganze Projekt nun „wohlfeil“ an Lindner und MediInvest v e r s c h e n k t wird.

Euer Versagen, ich kann es nicht anders nennen, wird dazu führen, dass der Nürburgring privaten Interessen geopfert wird, dass unwirtschaftlich operierende Unternehmen dauerhaft auf Staatskosten weiter betrieben werden und jeglichem gemeinwohlorientierten Interesse zum Trotz, Mitarbeiter, Anrainer, und insbesondere sämtliche lokal konkurrierenden Unternehmer ausgebeutet oder in sonstiger Weise ruiniert werden.

Versteht uns recht:
• Wir sind keine Gegner des Rings. Das können wir uns auch gar nicht leisten.
• Wir sind auch nie Gegner des Projekts 2009 gewesen. Wir stehen zu allem, was den Ring weiter bringen kann.
Aber:
• Wir waren überzeugt, dass unsere Leute (das seid Ihr) den Nürburgring voranbringen.
• Wir haben seinerzeit geglaubt, dass die Finanzierung steht. (Wenngleich das Alles schon recht merkwürdig erschien.)
• Wir haben geglaubt, dass das Projekt zur Eröffnung fertig wird. (Wenn auch bautechnisch Bewanderte ihre Zweifel hatten.)
• Wir haben geglaubt, dass eine sozialdemokratische Führung nicht zulassen wird, dass Private zu völlig jenseits des Marktes liegenden Konditionen in Wettbewerb zur lokalen Wirtschaft treten.
• Wir haben gehofft, dass das Projekt fertig wird und Erfolg hat.
• Wir hoffen das noch immer.
• Wir haben unsere Erwartungen bezüglich des Projekts zurück geschraubt, haben uns von Überzeugung zu Glauben und schließlich Hoffnung zurückgezogen.

Gegenüber der Landesregierung und der Landes-SPD können wir unsere Ansprüche und Erwartungen nicht reduzieren. Wir erwarten lückenlose Information und Aufklärung. Wir stehen nach wie vor hinter unserer SPD, obwohl uns zunehmend die Argumente ausgehen... Diese SPD ist jetzt in der Pflicht, uns zu begleiten, uns zu informieren, uns zu unterstützen. Diese SPD muss jetzt Farbe bekennen in der Frage, ob ein Projekt verschenkt wird, in das unser Land investiert hat.

Lieber Kurt, ein persönliches Wort an Dich:

Viele Menschen, die ich einer Richtung zuordnen kann, welche klar der Sozialdemokratie zugewandt ist, äußern die Meinung, dass Du alles unternimmst, um deinen Posten als Ministerpräsident zu halten. Ich verteidige Dich stets damit, dass Du in dieser Sache nicht allzu sehr in den Vordergrund getreten bist. (Das ist meine persönliche Ansicht, und kann sicher subjektiv auch anders gesehen werden.)

Ich würde gerne zu Deinen Gunsten halten, dass Du im Zeitpunkt der Krise (als die Finanzierung zusammen gebrochen ist) klar Position bezogen hättest. Hast Du aber nicht. Auch danach: Kein Wort von Verantwortung, nichts...! Wie reinigend hätte im Vorfeld ein Wort gewirkt, welches uns und dem Land klar gemacht hätte: ‚Die Landesregierung hat einen privaten Finanzierungsversuch unternommen. Dieser ist ein wenig seltsam. Falls das Geld nicht kommt, müssen wir Alles anders finanzieren, weil wir ja schon einige Investitionen in Auftrag gegeben haben.“

Eine Bank oder ein Investmentfonds wäre zu einer solchen Aufklärung verpflichtet gewesen.

Mit solidarischen Grüßen
für die SPD in Adenau und Umgebung



An dieser Stelle endet der Brief, der aus einem SPD-Ortsverein kommt, der von dem Projekt „Nürburgring 2009“ in vielerlei Hinsicht besonders betroffen ist. Die Betroffenheit ist verständlich. Wir haben – als eine journalistisch geführte Wochenzeitung – schon lange Zeit auf die sich abzeichnende Affäre aufmerksam gemacht. – Wir haben sie nicht verhindern können. Andere Mitbewerber, die das Thema eher totgeschwiegen haben, wurden fürstlich mit staatlich finanzierten Werbeanzeigen dafür belohnt. Die Veröffentlichung des obigen Briefes ist ein weiterer Beitrag unseres Blattes, die Weichen mit stellen zu helfen, damit nicht unbedingt alle hunderte Millionen Euro vergebens verbaut wurden. Ein offenes, ehrliches Wort aus Mainz könnte da wirklich entscheidend sein.

Peter Doeppes und Wilhelm Hahne



- Artikel aus Eifelzeitung 3. KW 2010 -

Gruß
Classic Race Museum
?(

TZ750-Heinz

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85

Thursday, January 21st 2010, 3:47pm

Besucht den Ring

Hallo
Die Investitionen sind getätigt und können nicht Rückgängig gemacht werden. :]
Unser Beitrag ist nun, die Anlagen zu nutzen. Nur so kann geholfen werden. Machen wir doch das Beste daraus.
Noch gibt es am Ring alte unberührte Stellen ( Breitscheid usw. ) Man kann sich jetzt eine grosse Bildbreite raussuchen.
Das mit der Ringcard ist gewöhnugsbedürftig ( habe schon 4 Stck. gesammelt. Überall wahrscheinlich ein paar Resteuros drauf....
Tipp: "Fahrt" mal im Museum mit dem "Bus". Ihr biegt euch vor Lachen. :D :D :D

PS: Natürlich muss geprüft werden, wie das mit den Lindnern aussehen soll. - Notfalls zahle ich immer EINEN Taler mehr. :thumbup:

Gruss TZ750 Heinz......seit 1972 Ringbesucher :P

fourtreiber

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86

Thursday, January 21st 2010, 4:20pm

Es ist schon traurig, was unsere Politiker alles so anstellen und von sich geben.

:thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

Leider werden es immer mehr.

GT Karl

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87

Thursday, January 21st 2010, 9:16pm

Herr Beck, den Letzten beißen die Hunde X( ! Da gibt's jetzt zwei Möglichkeiten. 1.: Dafür sorgen, daß noch einer hinterher kommt, also den Kram an einen privaten Investor verschenken....oder 2.: Dafür sorgen, daß die Hunde einen Maulkorb anhaben, das hat aber bisher auch nicht so richtig funktioniert, also lieber 1. ;)

Mal sehen, ich glaube ja immer noch an die göttliche Gerechtigkeit :rolleyes:

Gruß

Karl

TZ750-Heinz

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88

Friday, January 22nd 2010, 8:39am

Geschenke

Hallo Karl, ;)

was hälst Du davon wenn wir ( classic-motorrad.de u.a. ) uns als Investor bewerben ? Für Lau doch gar nicht schlecht ? :!:
Vieleicht gibts die Nordschleife als Zugabe.... :D :D
Den Antrieb der Achterbahn bau ich dann vom unberechenbaren Luftantrieb auf E-Motorantrieb um. :wacko:
Wer hier im Forum hat die besten Kontakte ??????????? :?: :?:

Gruss
TZ750 Heinz

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89

Friday, January 22nd 2010, 8:44am

Hallo Heinz

Da fällt mir spontan eine Person ein :thumbsup:

Die besten Kontakte hat sicher unser Wilhem Hahne ;)

Auf seiner Homepage www.motor-kritik.de hat er am 15.Januar wieder einige schöne Storys zum Thema Nürburgring 2009 eingestellt.

Schaut mal in "Ein Kessel Fehlfarbenes" usw.rein.

Gruß
Classic Race Museum
:thumbsup:

PS:ich bewerbe mich hiermit schon mal als Hausmeister :D :D :D natürlich muss der Hausmeister täglich mehrfach die Strecke befahren,um zu sehen ob das Gras usw........ :D :D :D

TZ750-Heinz

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90

Friday, January 22nd 2010, 9:19am

W. Hahne

Hallo,

stimmt W.H. hat die meisten Kenntnisse.
Hab ihm gleich ein Mail gemacht. :D
Was die Lindners können können wir auch..... Aber ringkennerorientierter :thumbup:

Gruss
TZ750 Heinz

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91

Friday, January 22nd 2010, 9:44am

Hallo Heinz

wir könnten neben Wilhem Hahne auch auf Peter Ludes zurückgreifen.

Ein Kenner der Szene mit Kontakten bis zum lieben G... :thumbup:

Ludes hat ja seinerzeit das Rennsport-Museum aufgebaut,wurde aber dann von Walter K ...... gekippt. :thumbdown:

Gruß
Classic Race Museum
:thumbsup:
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GT Karl

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Friday, January 22nd 2010, 4:46pm

RE: Geschenke

Mensch Heinz, das isses und ich reiß die Karten am Eingang ab und erzähl den Leuten noch was dazu :D , im Museum werd ich dann Ausstellungsstück irgendwann, dann brauch ich auch keine Rente! Dem Kafiz sein Salär brauch ich auch nicht, ich wär auch schon mit der Hälfte zufrieden ;)

Grüß mir die schwäbsche Alp

Karl

Hallo Karl, ;)

was hälst Du davon wenn wir ( classic-motorrad.de u.a. ) uns als Investor bewerben ? Für Lau doch gar nicht schlecht ? :!:
Vieleicht gibts die Nordschleife als Zugabe.... :D :D
Den Antrieb der Achterbahn bau ich dann vom unberechenbaren Luftantrieb auf E-Motorantrieb um. :wacko:
Wer hier im Forum hat die besten Kontakte ??????????? :?: :?:

Gruss
TZ750 Heinz

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93

Saturday, January 23rd 2010, 6:06pm

im Museum werd ich dann Ausstellungsstück irgendwann,


Hallo Karl

dann kommst Du aber nicht ins "Ringwerk" sondern in die "Körperwelten" :D sind momentan bei uns in Köln,könnte auf Wunsch vorab schon mal den Kontakt herstellen .... :D

Gruß
Classic Race Museum
:thumbsup:

PS:wärst dann die Sensation ;) es gibt noch keinen Motorradfahrer in der Ausstellung :S

pur

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94

Monday, January 25th 2010, 12:46pm

Ach Leute, was seid ihr doch recht blauäugig. Ich hatte die Gelegenheit, mal hier und mal da den Fürsten Beck aus der Pfalz näher kennenzulernen "Ich laß' mir nicht von Euch meinen Ring kaput machen" und konnte mir daher einen guten Eindruck dieses Herren verschaffen. Ja glaubt ihr denn ihr Wahlvolk das ihr seid, daß hier nicht ein klug eingefädeltes Spiel abläuft?


pur

PS: der gute Wilhelm Hahne hat mir damals eine CB 750 verkauft, welche eine der ersten Vier war, die in der BRD zugelassen wurden, aber das ist Schnee von Gestern und gehört eigentlich nicht zum Thema.

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95

Wednesday, February 24th 2010, 3:41pm

Draußen Mister Nürburgring, drinnen "Dr. Kann-Nix"

Rheinland-Pfalz Walter Kafitz ließ sich als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH gern feiern.

Selbstbewusst und anscheinend frei von Schuldgefühlen präsentierte sich Walter Kafitz bei seinem Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags am 22. Januar 2010. Doch er gilt als einer der Hauptverantwortlichen für das finanzielle Desaster am Nürburgring.
Recherchen unserer Zeitung ergaben allerdings ein ernüchterndes Bild von dem Mann, der dort 15 Jahre lang schalten und walten konnte, wie er wollte. Das System Kafitz: Teil zwei unserer Serie DAS RING-DRAMA.

Wenn seine Mitarbeiter nicht parierten , brüllte er sie nieder. Dann bebte seine Stimme, sein Gesicht wurde dunkelrot. Walter Kafitz (59) war 15 Jahre lang unangefochtener Nürburgring-Chef, und er führte sich in der Eifel auf wie ein autoritärer Provinzfürst. Kritik am Herrn des Rings gab es durchaus, doch sie blieb stets unter der Decke. Warum das Land als 90-prozentiger Gesellschafter der Ring GmbH so lange an Kafitz festhielt, ist eines der größten Rätsel der Nürburgring-Affäre.


Walter Kafitz umgab sich gern mit Prominenz. Als PR-Coup galt zunächst das Engagement von Tennislegende Boris Becker für den neuen Ring. Als aber bekannt wurde, dass Becker für wenige Auftritte 500 000 Euro kassierte, hagelte es Kritik. Später kam heraus, dass Kafitz das vom Aufsichtsrat genehmigte Becker-Honorar von 250 000 Euro eigenmächtig verdoppelt hatte.
Seine große Leidenschaft war das Geldausgeben. Und die lebte Kafitz am Ring voll aus. Ein Beispiel: Er hatte immer ein bescheidenes Büro im nüchternen Verwaltungsgebäude. Ausgerechnet in dem Moment, als es seinem Unternehmen so schlecht ging wie nie, sollte es etwas Großes sein. Im Projekt "Nürburgring 2009" hatte er für sich ein Pracht-Büro vorgesehen. Ein angemessener Sitz für einen Manager mit 300 000 Euro Jahresgehalt und einem 150 000 Euro teuren BMW M 5 als Dienstwagen. In bester Lage, über der Haupttribüne, mit Blick auf die Rennstrecke. Mit separatem Ruhebereich, Konferenzraum, Sekretariat, Empfangsbereich und üppigem Balkon inklusive Panoramablick auf die Formel-1-Strecke.

Erst Kafitz" Nachfolger Hans-Joachim Koch machte jetzt Schluss mit dem Prunkprojekt. Der neue Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung: "Ich habe das Bauvorhaben gestoppt." Das neue Büro der Geschäftsführung soll kleiner und maßvoller werden. Es kommt nicht auf das Dach der Haupttribüne, sondern in ein Gebäude abseits der Rennstrecke. Wo Kafitz eigentlich künftig residieren wollte, entstehen edle Logen für Ehrengäste und reiche Promis.

Die Folgen dieser großspurigen Grundhaltung von Walter Kafitz sind bis heute fatal: An der legendären Eifel-Rennstrecke droht eine der größten Millionenpleiten der rheinland-pfälzischen Geschichte. Die Baukosten für das Projekt "Nürburgring 2009" sind von 215 auf 350 Millionen Euro gestiegen. Bis 2020 könnte der Ring bis zu 250 Millionen Euro Verlust machen, wenn das Rettungspaket der SPD-Alleinregierung scheitert.

Kafitz" wichtigster Finanzier war all die Jahre die SPD-geführte Landesregierung im fernen Mainz. Der Ring-Manager schaffte es immer wieder, sie für seine Millionenprojekte zu begeistern. Noch bei der Eröffnung des längst in die Negativschlagzeilen geratenen neuen Nürburgrings am 9. Juli 2009 sieht Kafitz sich fest im Sattel sitzen. Sein Stuhl stehe zementiert wie in Beton, ruft er kritischen Fragern zu. Im Dezember 2009 aber wird er gefeuert.

Doch Kafitz fällt weich. Sein Stuhl steht jetzt am Persischen Golf. Während Staatsanwälte, Rechnungsprüfer und Politiker sich mühen, die Hintergründe der Ring-Affäre zu klären, hat Kafitz sich einen neuen Posten in Abu Dhabi gesichert. Dort soll er sich als Direktor um das Motorsportgeschäft auf der neuen Formel-1-Strecke "Yas Marina Circuit" kümmern. Dabei ist er im Maserati unterwegs. Nach Informationen unserer Zeitung kam er über den Stararchitekten Hermann Tilke (55) ins Geschäft mit Abu Dhabi. Tilke baut den eine Milliarde US-Dollar teuren Komplex für die Scheichs.

Kafitz und Tilke verbindet eine dicke Männerfreundschaft. Heute ist Tilke der Chef von Kafitz, früher war Kafitz Tilkes "Wohltäter". Jahrelang hat er an ihn alle Großaufträge am Ring vergeben, etwa für den Bau der Mercedes-Benz-Tribüne, den Neubau des Boxengebäudes oder den Umbau der Grand-Prix-Strecke. Seit 2005 war Tilke auch Generalplaner des Projekts "Nürburgring 2009". Ist der Vertrag für Kafitz im Emirat sein Dank für die gute Zusammenarbeit? Heute prüft der Aufsichtsrat Schadenersatzansprüche gegen Tilke wegen der Kostenexplosion.

Walter Kafitz, promovierter Betriebswirt aus Kaiserslautern, gilt als ein Hauptverantwortlicher für das Finanzdesaster. Wie sehr er sich als Herr des Rings fühlte, verdeutlicht folgendes Zitat: "Ich hatte seit 1994, seit ich hier bin, schon 100 Millionen Euro investiert", sagte er einmal. Nicht das Land. Nicht die Ring GmbH. Nein, Dr. Kafitz.

Seine Lust am Geldausgeben wurde ihm immer wieder vorgeworfen. Doch nennenswerte Folgen hatte das nie. Ein Beispiel: Der Landesrechnungshof rügte 2006, dass die Gehälter der Führungsriege in der Nürburgring GmbH zwischen 1999 und 2005 viel stärker gestiegen waren als in der freien Wirtschaft. 1999 erhielt ein Abteilungsleiter rund 50 000 Euro Jahresgehalt, 2005 waren es 91 000 Euro. Das ist ein Anstieg von 80 Prozent. Auch die Schieflage in den Tochterunternehmen wurde von den Prüfern angeprangert. Doch Kafitz konnte weitermachen. 2009 verdienten Mitarbeiter in den obersten Etagen durchschnittlich knapp 199 000 Euro pro Jahr.

Seine Mitarbeiter nannten ihn gern "Dr. Kann-Nix". Aber sie fürchteten ihn auch. Kafitz ist ein Choleriker, er kann von einer Sekunde zur nächsten ausrasten: "Seine häufigen Wutausbrüche waren am Ring gefürchtet", erzählt der Betriebsratsvorsitzende der Nürburgring GmbH, Manfred Strack (42). "Viele Mitarbeiter hatten Angst, wenn das Telefon klingelte und im Anruferfeld "Dr. Kafitz" stand. Häufig machte Kafitz seine Mitarbeiter auch vor Kunden zur Schnecke. Die sahen das und waren fassungslos." Kritische Meinungen von leitenden Angestellten wurden weggewischt, oder die Mitarbeiter flogen raus. Selbst Geschäftspartner hatten zu tun, was er sagte. Taten sie es nicht, gab er ihnen keine Aufträge mehr. Auch dies blieb alles folgenlos.

Menschen zu finden, die etwas Positives über Kafitz sagen, ist schwer. Auch Rainer Mertel, sein Vorgänger als Ring-Chef, sparte nicht mit Kritik. Vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages erinnerte er sich an die Zeit, als er Kafitz einarbeitete: "Ich war kreuzunglücklich. Ich kam mit meinem Nachfolger nicht parat." Vor allem habe Kafitz schlampig gearbeitet. Das ist ein Vorwurf, der später auch unter Nürburgring-Mitarbeitern kursierte. Immerhin räumt Betriebsratschef Strack ein: "Kafitz hat großes Verhandlungsgeschick. Er kann Gesprächspartner für seine Ideen gewinnen. Wenn er es heute nicht schafft, spricht er sie morgen erneut an."

Als Kafitz" größtes Verdienst gilt allgemein, dass er 1995 die Formel 1 nach zehn Jahren Abstinenz zurück an den Ring holte. Allerdings ist fraglich, ob dies auch tatsächlich so war. Denn Amtsvorgänger Mertel berichtete im Untersuchungsausschuss: Er habe die Grundlagen für die Formel-1-Rückkehr geschaffen und den jahrelangen Zwist mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone beigelegt.

Anfangs bringt die Formel 1 sogar satte Gewinne. Doch dann steigen die Preise für das Motorspektakel, seit Jahren verursacht die Formel 1 am Ring Millionenverluste - genauso wie Kafitz" Versuche, den Ring zum Freizeitzentrum für die ganze Familie zu machen: 1998 eröffnet er die "Erlebniswelt Nürburgring", 2004 die "Bike-World" - ein Motorradhandel, der unter anderem Fahrertraining auf der Nordschleife anbietet. Beide Projekte bringen Millionenverluste. Prominente Teilhaber haben sich rechtzeitig zurückgezogen. Die Miesen zahlt die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH.

2006 ist die Nürburgring GmbH faktisch pleite. Trotzdem startet mit dem Segen des Landes die Erweiterung der Rennstrecke zum ganzjährigen Freizeit- und Geschäftszentrum - für einen dreistelligen Millionenbetrag. "Kafitz war bis zum Schluss überzeugt vom Projekt ,Nürburgring 2009"", sagt der Betriebsratsvorsitzende Strack. "Mitarbeiter, die Zweifel äußerten, kamen sofort auf eine "rote Liste"."

Im Juli 2009 kommt es zum vorläufigen Höhepunkt des Ring-Dramas: Die private Finanzierung des Projekts "Nürburgring 2009" scheitert. Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) muss abtreten - Kafitz dagegen nicht. Das Land hält weiter an ihm fest.

Gestoppt wird Kafitz erst, als herauskommt, dass er der Cash-Settlement GmbH, die das bargeldlose Bezahlsystem am Ring betreibt, einen ungesicherten Gesellschafterkredit über 5,6 Millionen Euro gab - und zwar ohne die Zustimmung des Aufsichtsrates der Nürburgring GmbH. Am 10. Dezember 2009 wird der Ring-Chef fristlos entlassen.

Kafitz stand an der Spitze eines hoch komplizierten Firmennetzes. Neben seinem Posten als Ring-Chef war er Geschäftsführer von sieben weiteren Tochter-GmbHs. Sie betrieben unter anderem eine Motorsport-Akademie, ein Fahrsicherheitszentrum und einen Offfroad-Park. Selbst Mediinvest-Chef Kai Richter, der private Investor des Projekts "Ring 2009", dessen Engagement mit 85,5 Millionen Euro von Landesgesellschaften abgesichert wird, sagt, Kafitz habe zuletzt völlig den Überblick verloren. Mitarbeiter der Ring GmbH stimmen hinter vorgehaltener Hand zu: Die GmbH hatte einst 60 Mitarbeiter, 2009 waren es 200. Für diesen Großbetrieb fehlte Kafitz das Konzept.

Aber: Kafitz tut heute so, als sei er sich keiner Schuld bewusst. Er hält seine Kündigung für unangebracht und klagt am Landgericht Koblenz. Sein Vertrag lief bis 2014. Bekommt er recht, könnte er mehr als eine Million Euro Abfindung erhalten.

Vielleicht klagt Kafitz aber auch, weil ihn die Angst gepackt hat. Nach dem von unserer Zeitung veröffentlichten Gutachten der renommierten Wirtschaftsprüfer Ernst & Young kann die Ring GmbH knapp 300 000 Euro Schadenersatz verlangen. Die Grünen rechnen sogar vor, dass er bis zu 6,5 Millionen Euro Schadensersatz an die Ring GmbH zahlen muss. Das ist auch für einen Möchtegern-Provinzfürsten aus der Eifel richtig viel Geld.

RZO

Bericht aus Rhein Zeitung Online

Gruß
Classic Race Museum
:thumbsup:

Matthias F.

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96

Wednesday, February 24th 2010, 9:13pm

Da tritt sie nun zutage, die Verbindung Kafitz - Tilke.
War ja eigentlich sonnenklar.
Bleibt abzuwarten, wann die Scheichs wach werden und merken, welche großartigen Manager sie sich da geangelt haben.

Übrigens, dem Genius von Tilke haben wir es zu verdanken, daß immer mehr Grand Prix Strecken von den unsäglichen Formel 1 Schikanen verunstaltet werden.
Z.B. die Mercedes Arena ist nicht nur ein Graus zum Fahren, die Streckenführung hat schon oft genug für gefährliche Situationen und Rennunfälle gesorgt.

Gruß
Matthias

GT Karl

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Friday, February 26th 2010, 8:09pm

Wenn der gute Dr. K.... tatsächlich Schadenersatz zahlen sollte, dann ess ich öffentlich einen B...., das überleg ich mir noch :rolleyes: ! Ich wette er kriegt 'ne Abfindung, damit er den Mund hält über die Leichen die die Politik in dieser Angelegenheit im Keller hat ;) !

Gruß an alle Rechtsstaatgläubigen

Karl

gummiqu

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Friday, February 26th 2010, 9:34pm

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99

Friday, February 26th 2010, 10:45pm

Wenn der gute Dr. K.... tatsächlich Schadenersatz zahlen sollte, dann ess ich öffentlich einen B...., das überleg ich mir noch :rolleyes: ! Ich wette er kriegt 'ne Abfindung, damit er den Mund hält über die Leichen die die Politik in dieser Angelegenheit im Keller hat ;) !

Gruß an alle Rechtsstaatgläubigen

Karl



Genau so könnte ich mir das auch vorstellen....
Ich muss in dieser Situation gerade an die 5 Phasen der Planung denken, die hier wieder einmal zutreffen.!
1. Phase: Begeisterung
2. Phase: Ernüchterung
3. Phase: Suchen der Schuldigen
4. Phase: Bestrafung der unschuldigen
5. Phase: Auszeichnung der nicht beteiligten
;( ;(
Zur Zeit sind wir etwa bei Phase 3...... Die Phase 4 wird ja noch etwas auf sich warten lassen
Zur Phase 5 werden noch Vorschläge angenommen

GT Karl

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100

Saturday, February 27th 2010, 8:09pm

Gläubiger vom Rechtsstaat :S


Ja, Gläubiger hat unser Rechtsstaat auch jede Menge, inzwischen wohl mehr als Gläubige, frag mal den Winni! ;)

Gruß

Karl

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101

Wednesday, March 10th 2010, 5:18pm

Ex-Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz: Nun bald auch nicht mehr „Mr. President“?

Dr. Walter Kafitz hatte Bedeutung. In Deutschland? - Na, wohl mehr in Rheinland-Pfalz. Er war Geschäftsführer einer Gesellschaft, die zu 90 Prozent diesem Land gehörte, 10 Prozent dem Kreis Ahrweiler. Er nannte sich Hauptgeschäftsführer. Und „regierte“ entsprechend.

Da er – mit dem richtigen Parteibuch ausgestattet – mit der Unterstützung „seiner“ Regierung rechnen konnte, hat er eine gewaltige Entwicklung in Gang gesetzt: „Nürburgring 2009“. – Und er fand Rückendeckung in den politischen Organen, die wohl selbst weder über Fachkenntnisse noch realistische Beratung durch die von ihnen beauftragten Sachwalter erhielten.

Leider hat Dr. Kafitz Grenzen überschritten. Er hat mit dem o.g. Projekt „zu dick aufgetragen“. Er wollte wohl da eine „Ganzjahres-Destination“ schaffen, wo das absolut nicht möglich ist: Nahe dem höchsten Punkt der Eifel, wo die Einheimischen mit durchschnittlich sechs Monaten Winter rechnen. – Aber Dr. Kafitz war „nicht von hier“. Inzwischen sind wohl in seinem Projekt, das dann auch Politiker zu „ihrem“ machten – „Nürburgring 2009“ – mehr als 350 Millionen Euro verbaut worden; es gab zwei Eröffnungen und noch immer ist nicht alles funktionsfähig. Aber es kostet!

Dr. Kafitz hat es geschafft, sich selbst – in Verbindung mit anderen Firmen – „seinen“ GmbH‘s – Kredite zu genehmigen, hat hier und dort wohl mal zu deutlich „getrickst“. So war eigentlich sein ein wenig abrupter Abschied aus der Region keine Überraschung. Dr. Kafitz ging nicht von, er ging „über Bord“. Es gibt eben Dinge, die selbst Parteigenossen nicht mehr akzeptieren können. Auch dann nicht, wenn sie von Aufsichtsräten nicht wahrgenommen worden waren. Oder nicht verstanden. Oder übersehen.

Dr. Walter Kafitz wurde bei der Nürburgring GmbH entlassen. Fristlos. Und das gleich zweifach. Aber auch nach seinem Ausscheiden nahm er z.B. einen Termin in Monte Carlo (FIA-Sitzung) wahr.

- Vielleicht als „President of Association Internationale des Circuits Permanents“? (Und wer zahlte die Reisekosten?)

Tatsächlich hatte Dr. Walter Kafitz auch die gerade genannte Position als „Mr. President“ inne. - Hatte das auch „politische Gründe“? - Genau betrachtet hatte er keine direkte Beziehung zu dem, was er eigentlich zu verantworten hatte. - Aber er hatte „Beziehungen“, solche, die er offensichtlich auch heute noch nutzen kann.

Er ist inzwischen nach Abu Dhabi abgedriftet, sitzt inzwischen schon wieder in einem „Direktoren-Sessel“. Nach letzten Informationen aber wohl nicht so fest, wie sich das – eine Reihe von Flugstunden entfernt – darstellt. Nach letzten Informationen, die uns aus den VAE (Vereinigten Arabischen Emiraten) erreichten, gilt eine Probezeit als vereinbart. Und man spricht in unseren Breiten nicht ohne Grund von den „Weisen aus dem Morgenland“, wenn man vom Können der dort heimischen Chefs berichtet: Die „Eifel-Periode“ des Herrn Dr. Kafitz wird dort gerade noch intensiv überprüft.

Derweil ist man in der Eifel, wo Dr. Kafitz als Hauptgeschäftsführer auch für den Nürburgring als Rennstrecke verantwortlich war, nicht über den Verlust traurig, ihn verloren zu haben. Wir haben keinen Verkaufsanstieg von Papiertaschentüchern registrieren können. Offensichtlich wurde er von seinen ehemaligen Mitarbeitern gerne in Richtung Wüste entlassen.

Neues Glück, einen neuen Anfang, glaubt Dr. Kafitz nun wohl in Abu Dhabi zu finden. Dort gibt es eine Rennstrecke (übrigens mit Baukosten insgesamt um 1 Milliarde die teuerste Rennstrecke der Welt!), die exakt von jenem Architekten konzipiert und gebaut wurde, der auch im Auftrag der Nürburgring GmbH das Projekt „Nürburgring 2009“ entwickelte: Hermann Tilke (55).

Mitarbeiter der Nürburgring GmbH vermuteten schon vor seinem Abgang, dass Dr. Kafitz wohl in Abu Dhabi als Berater landen würde. Das mit dem Beratervertrag wurde bisher offiziell nicht bestätigt. Aber Kafitz kam dort dann – ab 1. Februar 2010 – (auch?) gleich als „Director Track Operation“ in den richtigen Schreibtischsessel. Und fühlte sich offensichtlich gleich wohl, wenn er – wie berichtet wurde – sich dort mit einem Maserati zeigen konnte. (Er kann offensichtlich derzeit nicht die Bedeutung einer Probezeit einschätzen.) Am Nürburgring stand ihm übrigens nur ein BMW M 5 als Dienstwagen „sponsort by BMW“ zur Verfügung.

BMW hat unsere Anfrage vom 11. Dezember 2009 nach dem Verbleib dieses Fahrzeuges, trotz Erinnerung in diesem Jahr an eine Antwort, bis heute nicht beantworten können. Wir haben der Firma vor kurzer Zeit den Einsatz des Werkschutzes empfohlen. (Es wird übrigens kolportiert, dass Dr. Kafitz lt. Dienstvertrag schon ein „Dienstwagen“ zustand: und zwar ein Opel Astra.)

Verständlicherweise wird sein Ausscheiden aus der Funktion des Hauptgeschäftsführers der Nürburgring GmbH nicht überall als „normal“ empfunden. Da macht man sich dann auch z.B. bei der „Association Internationale des Circuits Permanents“ so seine Gedanken. In den ersten Märztagen wurde gerade eine E-mail versendet, in der so gewisse Vorbehalte deutlich werden, die man bei der aktuellen Abwicklung „des Falles“ Dr. Walter Kafitz empfindet.

Nun könnten wir aus dieser E-mail zitieren und schreiben, „...E-mail liegt der Redaktion vor“. Das klingt gut und ist auch überzeugend. Wir möchten noch eins drauf setzen und sagen: Hier folgt die Original-Wiedergabe der Mitteilung, die Hans Ernst, Vice President der o.g. Organisation, an die Mitglieder versandte. Natürlich ist das Papier geheim:

To the Members of Circuits International /
Association Internationale des Circuits Permanents

Zandvoort, 1st March 2010

Dear members,

As you probably already have heard, unfortunately, our President, Dr. Walter Kafitz, is no longer in charge/representative of the Nürburgring GmbH.
Therefore, according to the Statutes of our organisation, Dr. Walter Kafitz had to resign as President.
This was only known after the Annual General Meeting in Monaco in which the President invited all members for the Spring Meeting at the Nürburgring (19th March 2010).

Due to this extraordinary situation we decided to cancel the Spring Meeting at the Nürburgring.
The Committee will come together on the 9th of March in Amsterdam to discuss the future role of CI/AICP, the preparation of the Annual General Meeting of 2010, the election of the new President (to be proposed to the members during the Annual General Meeting) and any further items.

We will keep you informed on the outcome of the Extraordinary Committee Meeting and hope to see you all again at the Annual General Meeting 2010.

With best regards,

CI/AICP

Hans Ernst
Vice-President


Es handelt sich hier um eine interne Information, die „vertraulich“ behandelt werden sollte. Darum wird sie auch von uns nicht ins Deutsche übersetzt. Bitte behandeln Sie diese Information darum auch so wie gedacht. Aber nach dem Lesen – ein wenig Englisch versteht heute jeder (schon durch die Werbeeinblendungen im deutschen Fernsehen) - ist sicherlich auch Ihnen klar, dass nach dem „Extraordinary Committe Meeting“ am 9. März 2010 in Amsterdam Dr. Walter Kafitz sicherlich in Zukunft auf den Titel „President“ verzichten muss.

Und die Region um den Nürburgring wird in der Zeit um den 19. März auf die Belegung einer Reihe von Hotelzimmern verzichten müssen. - Alles wegen Dr. Kafitz. - Dabei gibt es hier inzwischen genug (freie) Hotelzimmer. Auch freie Ferienhäuser. (Eins davon wird aber jetzt – jeweils am Ende seiner Arbeitstage vom neuen Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Hans-Joachim Koch, be- und genutzt.)

Dr. Kafitz hat jetzt am „Yas Marina Circuit“ in Abus Dhabi sicherlich eine verantwortungsvolle neue Aufgabe übernommen. Übrigens bei einer Rennstrecke, die sich inzwischen zu 100 Prozent im Besitz des dortigen Staates befindet. (Während man hier gerade „anders herum“ denkt und zu handeln versucht.)

Es könnte auch sein, dass ihm einer seiner leitenden Mitarbeiter bei der Nürburgring GmbH vielleicht bald nachfolgt. Der war hier „am Ring“ für „ring°werk“ und „ring°racer“ verantwortlich. In Abu Dhabi wird er sich dann (wieder einmal) um die „Schnellste Achterbahn der Welt“ kümmern müssen. Das hatte er schon bei der Nürburgring GmbH getan. Leider ohne Erfolg. Bisher gab es da nur Verletzte. -

Wir haben – der guten Ordnung halber – Herrn Andreas Stickel (um den handelt es sich) unter seiner E-mail-Anschrift bei der Nürburgring GmbH am 3. März angeschrieben und um eine kurze Bestätigung unserer Informationen aus den arabischen Emiraten gebeten:

Sehr geehrter Herr Stickel,

nach letzten Informationen aus den Emiraten werden Sie dort bald erwartet. Werden Sie sich dort um die „schnellste Achterbahn der Welt“ bemühen, die ja - wie ich Ihnen berichten durfte - aus Rheinland-Pfalz kommt? Dort wurde sie gebaut.
Es wäre nett, wenn Sie diese Info - irgendwie - abnicken würden. - Danke im Voraus.
Herzliche Grüße


Wir haben bis zum Druckbeginn keine Antwort erhalten, was nach unserem Empfinden einer Bestätigung der entsprechenden Informationen gleich kommt. Andreas Stickel wird in Abu Dhabi zwar auch mit der Inbetriebnahme der „Schnellsten Achterbahn der Welt“ beschäftigt sein. Aber diese Achterbahn kommt – was die Fertigung betrifft – aus Rheinland-Pfalz! Die am Nürburgring wurde aus den USA geliefert, hat ein anderes Antriebssystem... - Na ja! - Möge Herrn Stickel das Glück in Abu Dhabi hold sein.

Dr. Kafitz ist derweil – wie aus Richtung Köln zu hören - wohl bemüht, sein Haus in Hahnwald, einer teuren, sehr guten Wohngegend, zu einem angemessenen Preis (immerhin weniger als eine Million!) zu verkaufen. Weil er seine Zukunft derzeit wohl mehr in Abu Dhabi sieht und in Deutschland kein Geld verlieren möchte, weil wohl schon Leute darüber nachdenken, ihn für irgendwelche Fehlleistungen haftbar zu machen. Da haben Bündis 90/DIE GRÜNEN mit einem Rechtsgutachten nachweisen lassen... - Also Leute gibt es... -

Dabei hatte man im Mainzer Landtag schon vor einiger Zeit in öffentlicher Sitzung festgestellt, dass der Geschäftsführer einer landeseigenen GmbH eigentlich keinerlei Verantwortung zu tragen habe. Keine jedenfalls, die das Gehalt rechtfertigte, das Dr. Kafitz für seine „damalige“ Tätigkeit erhalten hat. - Immerhin war er da auch noch „Mr. President“.

Und das mit der Probezeit in den VAE halten wir unter Beobachtung. - Versprochen!

Wilhelm Hahne




- Artikel aus Eifelzeitung 10. KW 2010 -


Gruß
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102

Thursday, March 25th 2010, 4:02pm

Nach Nürburgring 2009 kommt Nürburgring 2010


Neue Betreiber und neues Konzept für Nürburgring in den Startlöchern








„Die Landesregierung steht vor dem Scheitern des großspurig angekündigten neuen Gesellschaftermodells am Nürburgring. Das Land wird über neue Betreiber und ein völlig neues Konzept nachdenken müssen“, erklärten der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Untersuchungsausschuss Nürburgring, Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf, und der wirtschaftspolitische Sprecher, Alexander Licht. Es erscheine mehr als sinnvoll, dass die Automobilverbände im Kerngeschäft „Motorsport“, in welcher Form auch immer, beteiligt werden. Motorsport und Freizeitpark haben nur getrennt eine Überlebenschance, dass zeige im Ergebnis ein nun veröffentlichter Brief des ADAC-Vorsitzenden.

Der ADAC-Vorsitzende Peter Meyer macht in seinem Brief an die Landesregierung deutlich, dass das geplante Geschäftsmodell erheblich zu Lasten des Motorsports geht. Der ADAC-Verbandschef kritisiert dies nicht nur im Schreiben, sondern darüber hinaus kündigt er an, wenn sich die Bedingungen am Nürburgring verschlechtern, eine EU-Vergaberechtsklage gegen das Gesellschaftermodell prüfen zu lassen. Millionenschwere Regressansprüche könnten auf die Landesregierung zukommen.

Baldauf: „Der Vertrag mit den beiden Teilhabern der Betreibergesellschaft ist noch nicht abgeschlossen, schon steht die Landesregierung vor einem neuen Scherbenhaufen. Wenn der Nürburgring aus den roten Zahlen kommen möchte, wird die Landesregierung ihre anvisierte Gesellschafterstruktur ändern müssen. Es zeigt sich, dass Motorsport, Freizeitindustrie, Ferienpark, Gastronomie und Hotel aus einer Hand nicht zukunftsträchtig und kaum mit den Absichten im Letter of Intent der Landesregierung vereinbar sind.“

Licht: „Unserer Ansicht nach wäre es ein großer Fehler, wenn der Nürburgring den ADAC als Partner verlieren würde. Die Motorsportverbände haben offensichtlich kein Vertrauen in eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den von der Landesregierung ausgewählten privaten Geschäftsinhabern. Die Unvereinbarkeit der Positionen wurde in dem Brief des ADAC-Verbandschefs überdeutlich. Deshalb möchten wir, dass die Zukunft des Betreibermodells und die Zusammenarbeit der Nürburgring GmbH mit dem ADAC Thema im nächsten Wirtschaftsausschuss werden.“

- Artikel aus Eifelzeitung 12. KW 2010 -

Gruß

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103

Friday, March 26th 2010, 7:31pm

wie ich in dem anderen Beitrag vor zwei Stunden schrieb, wurde gestern Abend der Vertrag mit der Lindner-Gruppe unterschrieben,

Gruß
pur

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104

Wednesday, March 31st 2010, 2:28pm

http://www.swr.de/rp-aktuell/-/id=233240…0chk/index.html

Ohne Worte ?(

Gruß
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Wednesday, March 31st 2010, 3:38pm

Sicher ist jedenfalls, dass alle Beteiligten sich nicht mit Ruhm bekleckert haben.. :thumbdown:

Jetzt warten wir mal ab (was anderes bleibt uns ja sowiso nicht übrig) was daraus wird....... :huh:

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Thursday, April 1st 2010, 3:36pm

Hauptbahnhof Nürburgring

Zum Nürburgring bald im Rheinland-Pfalz-Takt

Adenau/Daun. Nachdem vergangene Woche bekannt geworden ist, dass das Land als Eigentümer sämtliche Immobilien am Nürburgring, also auch die Hotels und das Party-Dorf übernimmt, soll nun auch die Förderung des Personennahverkehrs einschließlich des Schienenpersonenverkehrs (SPNV) in der Vulkaneifel auf einem hohen Niveau gehalten werden. In einem nächsten Schritt will Minister Hendrik Hering die landeseigene Immobilie „Nürburgring“ in die Weiterentwicklung des Rheinland-Pfalz-Taktes der Bahn einbinden.

Hierzu haben die Zweckverbände Schienenpersonen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd sowie das Land das Angebot im SPNV (Schienenpersonennahverkehr) in Rheinland-Pfalz überarbeitet und für den Fahrplanwechsel im Dezember 2012 das Konzept „Nürburgring Takt 2013“ beschlossen.

Seit dem Anschluss der Eifel-Querverbindung an das IC-Netz Koblenz-Köln wurden in den Linienplänen der Bahn zwei neu zu errichtende Haltepunkte in der Vulkaneifel dargestellt. Bisher war nicht bekannt, wo genau diese Haltepunkte sein werden. Jetzt wurde das Geheimnis gelüftet. Nachdem man seitens der Stadt Gerolstein auf Renovierungs- und Ausbaupläne des eigenen Bahnhofs bisher verzichtet hatte, war die Kreisstadt Daun auf den Plan gekommen und hat für die Errichtung eines eigenen neuen Haltepunkts eine Planung erarbeitet und Landes- und Bundesmittel beantragt. Die Bürgermeister von Kelberg und Adenau – Karl Häfner und Hermann-Josef Romes haben sich Jenssen’s Planungen angeschlossen.

Jenssen, Häfner und Romes im Gespräch mit der Eifel-Zeitung: „Der Verfahrensweg war denkbar einfach. Im Auftrag der VG’s Adenau, Kelberg und der Stadt Daun wurden eine Machbarkeitsstudie und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung erstellt. Im Rahmen einer Fördervoranfrage wurde seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) die grundsätzliche Förderfähigkeit des Vorhabens bestätigt“. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung lag mit einem Wert von 3,77 über dem unteren Grenzwert von 1,0. Jeder in das Infrastrukturvorhaben investierte Euro erbrachte somit einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 3,77 Euro“.

Das MWVLW hatte bereits im Mai 2008 das Eisenbahnbundesamt (EBA) um Prüfung gebeten, ob der Neubau des Haltepunktes Daun, in der zweiten Stufe des Ausbaus die Strecke Daun-Nürburgring in das GVFG-Bundesprogrammvorhaben (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) aufgenommen werden kann. Die positive Antwort des EBA kam innerhalb von vier Wochen – so Jenssen. Die Bahn beteiligt sich am Ausbau der Bahnstrecke von Daun über Uesfeld bis Anschlussstelle Nürburg/Nordschleifen-Zufahrt, an der Ahrtalreaktivierung und am Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke „Rund um die Nordschleife“. Hierfür sollen die speziell für bergische Landschaften entwickelten Züge mit Neigetechnik das besondere „Nordschleifen-Feeling“ vermitteln. Die Gleisbauarbeiten entlang der 23 km langen Nordschleife beginnen bereits am 01.04.2010. Die zweite Bahn-Anschlussstelle zum Nürburgring wird über die Ahrtal-Anbindung realisiert. Somit erfährt auch der Bahnhof Adenau eine Renaissance. Zudem wird dem Hotel- und Gaststättengewerbe in Adenau eine bessere Ausgangslage für die Versorgung der Besucherströme aus Richtung NRW zugemessen.

Wie die Eifel-Zeitung erfahren hat, plant die Landesregierung den Nürburgring für alle Altersklassen zu erschließen. Im Rahmen des demografischen Wandels werden die aktiven Besucherströme (Nordschleifenfahrer) zum Nürburgring von Jahr zu Jahr stagnieren. Für die steigende Zahl der passiven Besucherströme (60plus) will man sogenannte „Huckepack-Höllentripps“ per Bahn rund um die Nordschleife anbieten. Es ist geplant, parallel zur Nordschleifen-Einfahrt eine vollautomatische Bahnverladestation für Autos und Motorräder, sowie eine Nordschleifenbahnstation zu errichten. So spart man Parkplätze. Montags bis freitags werden zwischen 09.00 und 18.00 Uhr Autoverladezüge mit Gesellschaftswagen und Bordrestaurant eingesetzt. Hier können die Fahrgäste bei Volksmusik und einem Glas Rotwein das Renngeschehen auf der Nordschleife aus nächster Nähe miterleben.

Im Race-ICE um den Ring

An den Wochenenden sollen moderne Hochgeschwindigkeitszüge mit modernster Neigetechnik zum Einsatz kommen, die Höchstgeschwindigkeiten bis zu 320 km/h erreichen. Ein Teil der Zugachsen wird mittels vierpoliger, fremdbelüfteter Drehstrom-Asynchronmotoren und gehäuselosem Stator angetrieben. Die Kraftübertragung auf die Treibachsen erfolgt mittels Kardan-Gelenkwellen mit Kegelrad-Getriebe, um den extremen Fliehkräften an Steigungen und Gefällstrecken rund um die Nordschleife gewachsen zu sein. Die beiden Stromrichterwagen werden darüber hinaus mit einer Hochspannungs-Dachleitung versorgt, sodass mit nur einem angehobenen Stromabnehmer gefahren werden kann. In den neu entwickelten „Race-Neige-ICE T7“ steht ein Audiosystem an allen Plätzen sowie ein Videosystem zur Verfügung. Sechs Audiokanäle sind vom Fahrgast über ein in den Sitzplatz integriertes Modul wählbar. Fünf weitere Kanäle stehen für den TV- und Videoempfang zur Verfügung. Auf Wunsch erlebt der Fahrgast das Gefühl, mitten im Renngeschehen zu sein. Hering: „Mit dem neuen Bahnangebot wird der Nürburgring zu einer Ganzjahres-Attraktion für alle Altersklassen.“

Zum ersten Spatenstich am Donnerstag, den 01.04.2010 um 17.00 Uhr in Breitscheid ist die Bevölkerung rund um den Nürburgring herzlich eingeladen. Neben Minister Hendrik Hering wird auch Boris Becker erwartet. Schließlich hat Becker, im Rahmen seines Engagements als Ring-Botschafter insgesamt noch drei bereits bezahlte Termine zu absolvieren. Angeblich will Landrat Pföhler an diesem Donnerstag nach dem Spatenstich mit Becker über die Stornierung der letzten beiden Auftritte verhandeln. Landrat Pföhler müsste als Aufsichtsrat über die großzügige Verpflichtung Beckers Bescheid gewusst haben. Jedenfalls ist geplant, die satte sechsstellige Rücküberweisung von Becker für ein angemessenes Büffet mit Eifeler Spezialitäten und Freibier anlässlich des ersten Spatenstichs einzusetzen.


- Artikel aus Eifelzeitung 13. KW 2010 -

Gruß
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Thursday, April 1st 2010, 5:36pm

Aus informierten Kreisen habe ich vernommen, daß auch der Graf von Hochstaden zum ersten Spatenstich eingeladen worden ist, ab 19:00 gibt er Autogramm-Karten,


pur, der sich heute par nennt.

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Thursday, April 1st 2010, 6:28pm

Aus gutunterrichteten Kreisen wurde vernommen, dass ein gewisser Herr Dr. Kafitz zum 1. Spatenstich persöhnlich mit dem Jet der Emirate Aerlines vorbeikommt...Landung auf dem Flugplatz Mendig (Ehemaliger Heeresflieger-Standort) und von Mendig aus mit dem Taxi nach Breitscheid, um pünktlich dem 1. Spatenstich der ICE - Trasse als geladener Ehrengast beizuwohnen. Die Anreise des Herrn Kafitz wurde ausdrücklich durch das Land Rheinland Pfals gesponsort.

GT Karl

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Thursday, April 1st 2010, 6:34pm

Hallo Leute,
es freut mich, daß ihr noch soviel Zeit habt euch zum ersten April einen solchen Schei.... auszudenken :D !

Gruß

Karl

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Thursday, April 1st 2010, 8:07pm

Hey Kalle,

wieso Sch....e? Das sind nackte Tatsachen vom Beck, sozusagen "Ein Geniestreich, ein Tollfreffer, äh, Felltroffer, äh, Volltreffer..."


pur

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Sunday, April 4th 2010, 4:46pm

Nachdem der 1.April nun gelaufen ist,die Auflösung der Geschichte :D

Bis zur Fertigstellung des Hauptbahnhof in Nürburg wird der Eifel ICE zwischengelagert. :D

An der Neigungstechnik ist noch einiges zu verbessern,für das Nordschleifenfeeling versteht sich. :D

Gruß aus der nassen Eifel
Classic Race Museum
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Thursday, April 8th 2010, 3:35pm

Was sagt man denn dazu ???

Das Land RLP investiert am Nürburgring mehr als 350 Millionen Euro zur Belebung des Tourismus: Nicht zu verstehen: Bürgermeister entscheidet gegen Millionen-Investition

Am 13.Januar 1960 gründete Wolfgang Graf Berghe von Trips die „Scuderia Colonia e.V. im ADAC“. Das war vor nunmehr 50 Jahren. Ganz klar, dass die „Enkel“ des Grafen, der auf der Rennstrecke von Monza sein Leben lassen musste, nun dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, eine Veranstaltung, die nun schon zum 11. Male stattfindet, in einem besonderen Rahmen durchzuführen.

Die Veranstalter gaben dieser „11. Scuderia Colonia Classic“ den Obertitel „An zwei Tagen rund um die Nürburg“. Natürlich wird so eine Veranstaltung sorgfältig geplant. So hat man z.B. das „Historische Fahrerlager“ am Nürburgring angemietet, war auch rechtzeitig um die Reservierung von Hotelzimmern bemüht.
Bereits vor Ende des Jahres 2009 fragte man z.B. beim neuen „Lindner Congress & Motorsport Hotel Nürburgring“ um die Reservierung eines Zimmerkontingents nach. Bei Lindner nannte man einen „Sonderpreis“ von 238,- Euro pro Zimmer. - Immerhin war als Termin ja Pfingsten 2010 angedacht.

Im Januar 2010 hatte die Organisationsleitung der Scuderia Colonia dann allen Grund, noch einmal nach evtl. korrigierten Zimmerpreisen zu fragen. Dank der Bemühungen der FDP (Warum eigentlich?) war ab 1. Januar 2010 die Mehrwertsteuer für Hotelzimmer von bisher 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden. - Beim „Lindner Hotel“ bedauerte man: Leider sei keine Preissenkung möglich, da man durch die Steuersenkung gerade mal die eigentlich notwendigen Preiserhöhungen vermeiden könne.

So hat sich dann das Organisationsteam in einem kleineren Hotel (ohne „Vier Sterne“) in Nürburg eingemietet. Den Fahrern und den Begleitmannschaften bleibt überlassen, wo sie sich einmieten wollen. Aber einige der Oldtimer-Besitzer und -Fahrer kennen z.B. Teile der Lindner-Familie und werden sicherlich dann auch um Pfingsten 2010 dort absteigen. Andere werden sicherlich die günstigeren Preise der kleineren Hotels in und um Nürburg nutzen. - Wie auch das Orga-Team.

Bis zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung haben 79 Starter bei der Scuderia Colonia“ genannt, so dass dann insgesamt 210 Personen (einschl. Kinder und Helfer) in Nürburg und Umgebung übernachten werden. Denn die Veranstaltung geht über zwei Tage. Und manches Team wird vielleicht auch noch einen Tag anhängen.

Bei der „Scuderia Colonia“ plant man sauber und korrekt. So hat man inzwischen nicht nur längst die Fahrtroute ausgesucht, mit der man viele kleine Orte – zur Freude der dortigen Bürgermeister – anfährt, sondern hat auch für die Streckenführung eine Genehmigung beantragt. Denn selbst solche touristischen Ausfahrten (mit Oldtimern) müssen genehmigt werden. So sollten die schon im Minuten-Abstand starten, sollten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von um 30 km/h nicht überschreiten, sollten... - Wir leben eben in einem streng reglementierten Land.

So wurde dann auch die Verbandsgemeinde Kelberg um Genehmigung der Durchfahrt gebeten. Von der übergeordneten Behörde. Immerhin führen um 35 Kilometer der geplanten Fahrstrecke (von 205 km) an einem Samstag durch die Verbandsgemeinde Kelberg.

Deren Verbandsbürgermeister, Karl Häfner, ließ seiner vorgesetzten Behörde, der Kreisverwaltung in Daun dann auch am 18. März 2010 seine Stellungnahme zukommen.

„Vollzug der Straßenverkehrsordnung Oldtimerfahrt „Scuderia Colonia Classic“ am 22.05./23.05.2010

Ihr Schreiben (E-mail) vom 16.03.2010

Sehr geehrter Herr …..

wir vertreten die Auffassung, dass die Straßen in unserer Verbandsgemeinde durch Oldimterfahrten und ähnliche Veranstaltungen bereits mehr als genug belastet sind und dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen.

Wir bitten Sie daher, den Veranstalter zur entsprechenden Änderung des Streckenverlaufs aufzufordern.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Häfner
Bürgermeister“


Da der Redaktion dieser Brief in Kopie vorliegt, fügen wir ihn zusätzlich als Kopie ein, da dessen Inhalt und die Art der Argumentation sonst von unseren Lesern für einen Scherz gehalten werden könnte. Noch einmal zum Nachempfinden:

„...dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen.“

Brief bitte hier klicken!

Karl Häfner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg ist übrigens der gleiche, der sich für den Bau des (bisher überwiegend leerstehenden) Feriendorfes in Drees einsetzte, in dessen Gemeinde auch jene Lavagrube liegt, die die Basis für einen Geschäftsbetrieb bildete, der im letzten Jahr zu einem deutlich überhöhten Preis von der Nürburgring GmbH (lt. Landesrechnungshof) übernommen wurde. Nachdem die Lavagrube einige Zeit vor Firmengründung von der Verwaltung des Bergamtes in die Verwaltung (und Verantwortung) der Gemeinde Kelberg übergeben worden war.

Eigentlich war vom Bergamt vorgesehen gewesen... - Eigentlich war auch von der Landespolitik vorgesehen... - Aber die „Vorsehung“ des Herrn Häfner ist von anderer Art. Und so werden die Bürgermeister von kleinen Eifel-Orten bei ihrem nächsten Treffen versuchen müssen, die „Meinung“ ihres Herrschers in die richtige Richtung zu beeinflussen.

Es könnte ja auch sein, dass Herr Kai Richter, der u.a. im Einzugsbereich der Verbandsgemeindeverwaltung von Kelberg wohnt (und dem außerhalb des Bebauungsgebietes seines Auch-Wohnortes – Kirsbach – der Bau eines Pferdestalles „im Außenbereich“ ohne Probleme durch „Häfner‘s Bauamt“ genehmigt wurde) sich nun als Gesellschafter der neuen Betreiberfirma am Nürburgring zu Wort meldet und den Herrn Bürgermeister Häfner zur Ordnung ruft.

Die „Eifel-Zeitung“ wird über die weitere Entwicklung berichten.

Wilhelm Hahne

Zeigt man jetzt sein wahres Gesicht?
350 Millionen Euro Steuergelder hat die Landesregierung in ihr „Touristisches Aushängeschild“ - das Projekt Nürburgring investiert. Damit soll nach Aussage der Landesregierung die strukturpolitische Bedeutung des Nürburgrings entscheidend und nachhaltig gestärkt werden. Dass ausgerechnet jetzt im Landkreis Vulkaneifel eine konterproduktive Entscheidung gegen das „Touristische Aushängeschild“ Nürburgring gefällt worden ist, lässt aufmerksame Betrachter zweifeln, ob man in Kelberg und in der Kreisstadt Daun mit seiner Resolution vor gut einem Jahr mehr „Schein als Sein“ vorgegaukelt hat. Zeigen die Herrschaften jetzt ihr wahres Gesicht?

Wir erinnern uns: Die Landräte Dr.Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler), Dr. Alexander Saftig (Kreis Mayen-Koblenz) und Heinz Onnertz (Kreis Vulkaneifel in Daun) sowie die Bürgermeister Hermann-Josef Romes (Verbandsgemeinde Adenau), Karl Häfner (VG Kelberg) und Gerd Heilmann (VG Vordereifel) bekräftigten vor gut einem Jahr in einer Erklärung/Resolution, „gemeinsam und im engen Schulterschluss alles dafür zu tun, dass das neue, ganzjährige Freizeit- und Businesszentrum ein Erfolg wird.“ In der Resolution vom 19.03.2009 des Verbandsgemeinderates von Kelberg zum Thema Nürburgring steht ua folgender Inhalt: „Wir stehen zum Projekt Nürburgring 2009, weil er als Wirtschaftsmotor No.1 und Garant moderner Arbeitsplätze für die Region unverzichtbar ist.“ Ähnliches hat man im Kreistag Vulkaneifel beschlossen.

So ist es eben in der Politik. Die Entscheidung gegen ein Teilstückchen Oldtimerrundfahrt durch den Landkreis Vulkaneifel klingt in diesem Zusammenhang geradezu heuchlerich. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Da fordert ausgerechnet der VG-Bürgermeister von Kelberg seine Kreisverwaltung Vulkaneifel auf, das Teilstückchen Oldtimerrundfahrt durch „Kelberger Hoheitsgebiet“ verlegen zu lassen. Im Schreiben heißt es: ...durch Oldtimerfahrten seien die Straßen in der Verbandsgemeinde bereits mehr als genug belastet und es sei nicht einsehbar, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern (in diesem Fall aus NRW) ihre Ausfahrten nach hierher verlegen.“ Die Kreisverwaltung Vulkaneifel kam der Aufforderung des Bürgermeisters tatsächlich nach und schickte ein ablehnendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler: „man möge die Strecke entsprechend ändern“. So funktioniert der Verwaltungsapparat in Rheinland-Pfalz. Diese Entscheidung ist mehr als konterproduktiv. Einerseits werden 350 Millionen am Ring investiert, anderseits lehnt man es ab, eine touristische Attraktion durch seinen Landkreis fahren zu lassen.

Ist das etwa die Art und Weise, wie man mit seinen NRW-Nachbarn umgeht? Diese Entscheidung ist beschämend für den Landkreis Vulkaneifel. Die Verantwortlichen sollten ihre Meinung überdenken. Woher kommen denn unsere Tagestouristen in der Mehrzahl?

- Artikel aus Eifelzeitung 14. KW 2010 -

Gruß
Classic Race Museum
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113

Thursday, April 8th 2010, 6:14pm

Gibt es denn sowas auch....????
Da fällt einem nichts passendes dazu ein..... :cursing:

pur

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114

Friday, April 9th 2010, 12:33am

damit der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg, Herr Karl Häfner Gelegenheit hat, sich selbst zu den Angaben der Eifelzeitung zu äussern, habe ich ihm folgende Mail mit der Bitte um Beantwortung zugeschickt:


z.Hd. Herrn Bürgermeister Karl Häfner,

Ist es richtig, wie die Eifelzeitung in ihrer Ausgabe von der 14. KW 2010 berichtet, daß Sie die Kreisverwaltung Vulkaneifel aufgefordert haben, das Teilstück Oldtimerrundfahrt der 11. Scuderia Colonia Classic durch „Kelberger Hoheitsgebiet“ verlegen zu lassen. In Ihrem Schreiben soll es heißen“...durch Oldtimerfahrten seien die Straßen in der Verbandsgemeinde bereits mehr als genug belastet und es sei nicht einsehbar, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern (in diesem Fall aus NRW) ihre Ausfahrten nach hierher verlegen.“?

Ist es richtig, daß die Landräte Dr.Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler), Dr. Alexander Saftig (Kreis Mayen-Koblenz) und Heinz Onnertz (Kreis Vulkaneifel in Daun) sowie die Bürgermeister Hermann-Josef Romes (Verbandsgemeinde Adenau), Karl Häfner (VG Kelberg) und Gerd Heilmann (VG Vordereifel) vor gut einem Jahr in einer Erklärung/Resolution bekräftigten, „gemeinsam und im engen Schulterschluss alles dafür zu tun, dass das neue, ganzjährige Freizeit- und Businesszentrum ein Erfolg wird.“ In der Resolution vom 19.03.2009 des Verbandsgemeinderates von Kelberg zum Thema Nürburgring steht ua folgender Inhalt: „Wir stehen zum Projekt Nürburgring 2009, weil er als Wirtschaftsmotor No.1 und Garant moderner Arbeitsplätze für die Region unverzichtbar ist.“ Ähnliches hat man im Kreistag Vulkaneifel beschlossen.

Sehr geehrter Herr Häfner, ich bitte Sie um Stellungnahme zu diesem Widerspruch Ihrer Handlung. Diese Frage stellt Ihnen jemand aus Nordrhein-Westfalen, dem Teil Ihres Nachbarlandes, welches jahrhundertelang als Teil des Rheinlandes mit dem Teil von Rheinland-Pfalz eine politische Einheit war.

Ich erwarte Ihre Antwort,
mit nachbarlichem Gruß

Ihr

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115

Thursday, April 15th 2010, 5:23pm

Von Schadensbegrenzung und Halbwahrheiten

Kein Aprilscherz! Vergangene Woche verursachte ein Artikel der Eifel-Zeitung bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung unserer Online-Ausgabe für Unverständnis und jede Menge Kopfschütteln unter den Gewerbebetrieben – nicht nur rund um den Nürburgring! Auslöser dieser Aufregung war ein ablehnendes Schreiben von Verbandsbürgermeister Karl Häfner (CDU) infolge einer Genehmigungsanfrage für eine Oldtimerausfahrt durch das Kelberger Land des renommierten Automobilclubs „Scuderia Colonia“ aus Hürth.

Vor dem Hintergrund, dass das Land 350 Millionen Euro (Steuergeld) am Nürburgring investiert hat, um aus der legendärsten Rennstrecke der Welt eine touristische Ganzjahresattraktion zu machen und sich der Verbandsgemeinderat vor gut einem Jahr in einer Resolution für den touristischen Ausbau des Nürburgrings ausgesprochen hat, war die ablehnende Haltung des Kelberger Verbandsbürgermeisters nicht zu verstehen, zumal auch ein Bungalowdorf mit etwa 100 Häusern auf der Gemarkung Drees (VG Kelberg) gebaut worden ist.

Das ablehnende Schreiben aus Kelberg an die Kreisverwaltung Vulkaneifel hatte folgenden Wortlaut:

Zitat: “ ... wir vertreten die Auffassung, dass die Straßen in unserer Verbandsgemeinde durch Oldtimerfahrten und ähnliche Veranstaltungen bereits mehr als genug belastet sind und dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen. Wir bitten Sie daher, den Veranstalter zur entsprechenden Änderung des Streckenverlaufs aufzufordern.“

In Zeiten von Globalisierung, grenzenloser Zusammenarbeit und den touristischen Bemühungen um jeden Urlaubsgast, kann solch eine Ablehnung mehr Schaden anrichten, als es sich manch ein Verwaltungsmann vorstellen kann.

Die Eifel-Zeitung hatte vergangene Woche in ihrem Kommentar sinngemäß geschrieben, dass die Kreisverwaltung in Daun der Aufforderung des Bürgermeisters nachgekommen sei und ein ablehnendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler weiter geleitet hat, damit diese Genehmigungsbehörde dem Automobilclub die Ablehnung aus Kelberg mitteilen kann. Unsere Interpretation seinach Meinung der Kreisverwaltung Vulkaneifel-faktisch falsch. Legt man jedes Wort einzeln auf die Waagschale, mag das formaljuristisch so sein.

Richtigstellung nicht gewünscht

Die Kreisverwaltung erklärt uns, dass ihr Schreiben lediglich als Zwischeninformation bzw. als Zwischenbericht an die Genehmigungsbehörde in Ahrweiler zu verstehen sein sollte. Der VG-Bürgermeister sei sozusagen nicht autorisiert, seine Ablehnung durchzusetzen. Seine Aufforderung an die Kreisverwaltung sei also lediglich eine Empfehlung. Das EAZ-Angebot einer Richtigstellung wurde seitens der Kreisverwaltung nicht gewünscht.

Die ganze Wahrheit


Nach dem anschießenden Versuch der Kreisverwaltung Vulkaneifel, Schadensbegrenzung mit Halbwahrheiten über die Tageszeitung zu publizieren (Online- Artikel vom 09.04./gedruckt in der Samstagsausgabe 10.04.) und daraus resultierenden Anrufen – „was stimmt denn jetzt?“, sehen wir uns veranlasst, unseren Leserinnen und Lesern die ganze Wahrheit zu erzählen.

Der Versuch einer Tageszeitung, sozusagen als „Verwaltungss-prachrohr“ aufzutreten, diente offensichtlich nur der Verbreitung der halben Wahrheit. Ähnlich wie bei dem Versuch der gescheiterten Sparkassenfusion werden in der Berichterstattung der Tageszeitung gewisse Fakten einfach weggelassen. Dort äußert sich Landrat Onnertz:

„Ich begrüße solche Orientierungsfahrten, da sie ein interessantes Publikum in unsere interessante und liebenswerte Heimat bringen.“

Anm.d.Red.: Diese Meinung hat uns Landrat Onnertz am 08.04.2010 telefonisch auch mitgeteilt. Er hat uns auch mitgeteilt, dass noch die Stellungsnahme der Polizei und der Straßenverwaltung (LBM) aussteht. Kurze Zeit später folgte dann am Freitagnachmittag seine Meinung auf den Onlineseiten der Tageszeitung.

Zwischenbericht oder Absage?

Wovon in dem Artikel der Tageszeitung vom 09./10.04.2010 nicht die Rede ist, ist die Tatsache, dass die Kreisverwaltung Vulkaneifel überhaupt nicht auf die ausstehenden Stellungnahmen von Polizei und LBM gewartet hat. Was wir als so genannten Zwischenbericht verstehen sollten, muss wohl eher als finale Information nach Ahrweiler verstanden werden, nämlich der Oldtimerausfahrt durch Kelberger Land nicht zuzustimmen. Bereits mit Schreiben vom 25.03.2010 hat die Kreisverwaltung Vulkaneifel folgendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler geschickt, übrigens ohne die beiden Stellungnahmen von Polizei und LBM abzuwarten:

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel schreibt - Zitat: “...mit Schreiben vom 18.03.2010 teilte uns die VG Kelberg mit, dass sie mit der vorgesehenen Streckenführung durch ihr Zuständigkeitsgebiet nicht einverstanden ist und der Veranstaltung nicht zustimmt. Das Schreiben haben wir zur gefälligen Kenntnisnahme und weiteren Veranlassung in Kopie beigefügt.“

Aprilscherz?

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat daraufhin die „Ablehnung“ aus Kelberg mit Kurzmitteilung vom 29.03.2010 weitergeleitet an den Veranstalter „Scuderia Colonia“. Dieses Schreiben ist in Hürth am 01. April. 2010 angekommen. Die Eifel-Zeitung sprach mit den Verantwortlichen. Der Organisator der Oldtimer-Rundfahrt dachte zunächst an einen Aprilscherz und fragte entsprechend in Daun nach. Der Sachbearbeiter der Kreisverwaltung in Daun äußerte sich sinngemäß, dass dies kein Aprilscherz sei. Vielmehr fühle man sich an die Einschätzung aus Kelberg gebunden. Aus der Kelberger Verwaltung will man die Ablehnung mittlerweile als Missverständnis zu verstehen wissen. Davon ist im Artikel der Tageszeitung nichts zu lesen. Zufall?

Jonas musste retten


Glücklicherweise lenken die Beteiligten mittlerweile ein. Kelbergs Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas (Freie Wählergem.) versucht seit vergangenem Freitag mit vollem Einsatz zu retten, was zu retten ist. Er hat sich wirklich alle Mühen gegeben! Darüber sind nicht nur die Veranstalter aus Hürth sehr froh, sondern auch die Geschäftsleute in Kelberg. Die freuen sich natürlich genauso über die Oldtimer, wie die Bürgerinnen und Bürger und die Touristen. Außerdem wäre es unheimlich kompliziert, eine Streckenführung wieder umzuplanen. Häfners Ablehnung soll jetzt „Stand 12.04.2010) angeblich auf Missverständnissen basiert haben, die man nicht am besten nicht weiter kommentiert. Man plant jetzt in Kelberg auf Bitten von Jonas anstelle einer Vorbeifahrt sogar einen Zwischenstopp der Oldtimer auf dem schönen Marktplatz von Kelberg. Das ist doch wunderbar.

Ein Telefonat hätte genügt


Da kann man mal sehen, was ein unverständliches Ablehnungsschreiben auslösen kann. Da entstehen die tollsten Aussagen. Vielleicht sollte man mit Entscheidungen, die in irgendeiner Art und Weise der Region schaden könnten, in den Verwaltungen etwas sensibler umgehen. Manchmal genügt schon ein einfaches Telefonat von Verwaltung zu Verwaltung.


- Artikel aus Eifelzeitung 15. KW 2010 -

Gruß
Classic Race Museum
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116

Monday, April 19th 2010, 4:35pm

Heftige Kritik an Ex-Chef des Nürburgrings

Der Leiter des Controlling am Nürburgring, Michael Nuss-Kaltenborn, hat den Führungsstil des ehemaligen Geschäftsführers, Walter Kafitz, scharf kritisiert. Eigene Entscheidungen seien nicht zugelassen worden.

Stattdessen sei von ihm erwartet worden, Anweisungen befehlsmäßig auszuführen, sagte Nuss-Kaltenborn vor dem Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. Zudem habe er auch Demütigungen einstecken müssen, so der Zeuge. Zum Beispiel habe Kafitz einmal in einer Sitzung mit beiden Fäusten auf den Tisch geschlagen und ihn als Idioten bezeichnet.

Kritische Vermerke zu den später spektakulär gescheiterten Bemühungen um eine Privatfinanzierung des neuen Freizeitparks am Nürburgring seien auf Betreiben von Kafitz nicht an den Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH und die Landesregierung "kommuniziert" worden, erklärte Nuss-Kaltenborn weiter. Der erwartete wirtschaftliche Erfolg für die Ringgesellschaft habe magnetisch gewirkt, sagte der Zeuge weiter. Er selbst habe aber schließlich erhebliche Zweifel bekommen. Ihm habe jedoch der Mut gefehlt, im Frühling 2009 den damaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister und Nürburgring-Aufsichtsratschef Ingolf Deubel (SPD) zu warnen.

Aschewolke verhindert Anreise von Kafitz
Der Ausschuss will heute auch noch den Hauptinvestor an der Eifel-Rennstrecke, Kai Richter, befragen. Vorgesehen war auch eine Befragung von Walter Kafitz. Er habe jedoch wegen der Vulkanasche-Wolke nicht mit dem Flugzeug anreisen können, teilte der Ausschussvorsitzende Carsten Pörksen (SPD) in der Sitzung in Mainz mit. Das gelte auch für den Geschäftsmann Normann Böhm, der ebenfalls Auskunft geben sollte. Ein dritter Zeuge, der Manager Michael Merten, entschuldigte sich wegen Krankheit.

Merten und Böhm, waren in die Privatfinanzierung des Ausbaus der Rennstrecke eingebunden.

Gruß
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;(

Bericht von SWR.de

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117

Thursday, June 24th 2010, 11:38am

so eine Sch..... aber auch

Bei Nürburgring-Arena wurden die Toiletten vergessen :D

Die gefeuerten Macher am Nürburgring hatten in der Ringarena einfach die Toiletten vergessen.

Die Kartbahn muss deshalb nun verlegt werden, weil in der Veranstaltungsarena mit gut 5000 Plätzen WCs und Küche fehlen.

Für das Land bedeutet das: Es muss noch einmal sieben Millionen Euro investieren. ?(

Dafür muss der gesteckte Kreditrahmen von 330 Millionen Euro aber nicht erhöht werden, beruhigte Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD).

Der neue Chef der Betreibergesellschaft, Jörg Lindner, muss aber weiter mit Baustellen leben.

Wann die mehr als zehn Millionen Euro teure Achterbahn "Ringracer" einmal auf Touren kommt, ist auch noch ungewiss. :?: X( :!:

Auszug aus www.rz-online.de

Gruß
Classic Race Museum
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fourtreiber

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Thursday, June 24th 2010, 3:06pm

Nur noch Deletanten am Werk. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

Kalle

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119

Saturday, June 26th 2010, 12:04am

"Deletanten"?

Das sind wohl die User der Delete-Funktion?



Egal, das schreibt die Presse zum Thema:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1D…n~Scontent.html



So long

K.

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120

Thursday, July 1st 2010, 2:55pm

Bericht des SWR Fernsehen über die Machenschaften am Nürburgring

http://www.swr.de/-/id=116/did=6577702/p…6yce/index.html

Gruß
Classic Race Museum
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