Das Video vom "Schatten" auf der Solitude habe ich gerade gefunden.Schöne Naturtribühne,da sollen früher Zehntausende gewesen sein.Hier kann man schön die Schmiermaxen turnen sehen.
http://www.youtube.com/watch?v=PhysFxK4mlU&feature=related
KALEIDOIRGENDWAS von der SOLITUDE:
Bilder hierzu wird wohl Ad Berger noch einstellen....
Ich habe viele Leute getroffen die was zu meckern hatten,ein Zuschauer erzählte mir der extra am Sonntag morgen aus Bonn angereist war,das er in Leonberg ewig auf den Shuttlebus warten mußte.So konnte er die Motorräder nur 1x sehen,bzw nicht sehen weil die Ränge zu voll waren.Andere kehrten schon in Leonberg um weil sie nicht warten wollten,schade aber die wenigen Zuschauerplätze waren eh voll genug ,weil man dem Veranstalter viele Barrieren und Knüppel zwischen die Beine legte.Man hätte zumindest einen Motorradparkplatz machen können ab der Autobahnabfahrt,viele Biker die immer schön am Wochenende ihr Ausflugsziel aufs neue suchen haben ihr Rädchen lieber in der Nähe stehen als zu shutteln.Ich habe auch Teenies mit Kreidlers Zündappen und Herculessen weit vor dem Gelände abhängen gesehen,niemals hätte ich mein Mofa so weit alleine stehen lassen damals! Die stellen sich doch immer schön artig auf das oft ein Bürgersteig reicht,wäre nach meiner Einschätzung also drin gewesen mit einem Einweiser hinter dem VIP Parkplatz.Denkt an die Jugend und frische Entusiasten oder die es noch werden wollen so wie planlos umherirrende Biker,die noch nicht Oldtimer Zeitschriften lesen.
Für das Motorradfahrerlager gab es kaum bzw keinen Strom usw.Wer nur die großen Beton GP Strecken mit ihrer seit Jahrzehnten gewachsenen Infrastruktur gewohnt ist,der hat natürlich an den Gegebenheiten eines solchen Naturschutzgebietes zu knabbern.Wer heute mit zu hohen Kolben fährt und einen Externen E- Starter braucht,den stört das dann wenn keine 22o Volt vor Ort sind.Die hochgezüchteten 2 Takter der 70er,80er hatten dann wohl auch Husten bekommen,weil das Pacecar zeitweise doch etwas zu langsam fuhr nach Behördlicher Auflage der neuen Grün/roten Landesregierung.Bei der Fahrerbesprechung erfuhren wir das die Schlußgenehmigung erst wenige Tage vorher erteilt wurde,eben mit Speed Limit zwischen 50-80 km/h .Zum Glück ist die Solitude über 10 km lang,und weil mehrere Behörden maßgeblich sind mußte keiner mit Warmlaufkerzen fahren,habe mir aber ein paar in die Kombi gesteckt ebenfalls einen Kerzenschlüssel für den Fall des Falles.
Zeitplan stimmte nicht etc.Alles richtig aber so ein Event welches von Enthusiasten durch überwiegend privaten Einsatz durchgeführt wird braucht Ehrenamtliche Helfer,statt Nörgler so wie es jedes Wochenende bei den vom ADAC durchgeführten Rennveranstaltungen in Form der Marshals bzw Streckenposten und sonstigen Ehrenamtlichen Helfern nicht möglich wäre.So erzeugten einige Autofahrer selbst für einen Megastau,weil sie Kreuz und Quer fuhren was zb in der Frankfurter Innenstadt zu einem gleichen Chaos und obendrein deftige Bußgelder und fahrverbote(gegen die Einbahnstrasse) führen würde.Offenbar hatte der Veranstalter zu wenige Freiwillige,die mit Warnweste und Trillerpfeife den Ablauf im Gleichschritt kontrolliert.
Hier bei mir in der Heimat um den Nürburgring herum gibt es viele ADAC Ortsclubs,die schon Jahrzehnte bestehen,(mein Club seit 1927)und teilweise Erfahrungen bei eigenen Bergrennen Rallys oder auch nur Slaloms gesammelt haben.Ein Teil davon ist gut ausgebildet und gehört zum Marshalclub der über 1000 Mann Stark Veranstaltungen wie das 24h Rennen seit Jahrzehnten durchführen kann.
Solche Manpower fehlt offenbar rund um die Solitude,die bereits 1965 geschlossen wurde.Die über 100 jahre alte Motorsport Geschichte schreibt aber das nirgendwo ein Rennen ohne die vielen kleinen Helferlein ordentlich über die Bühne gehen kann.So sieht man die gleichen Leute in oranger Marshalmontour auf der Isle of Man wie auch in Donnington und in Goodwood,so jedenfalls meine Einschätzung.
Man sollte jedem diese Erfahrungen erst einmal zugestehen um sich verbessern zu können.
Große Aufregung bei den Bikern als wir Samstags am späten Nachmittag nach nur einer Runde abgewunken wurden.Das lag nicht daran,daß die AUTOS uns die Zeit gestohlen hätten,sondern weil ein MZ Fahrer verunglückte,der wie leblos vor mir mitten auf der Rennstrecke lag.Ich fuhr am Schluß des Pulks und so gab es bei dem Hauptfeld erst einmal großes Gemecker,einer reiste gleich ab.Der MZ Mann wurde sofort Erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht.Ich hoffe er ist wieder wohlauf und wünsche gute Besserung.Ich war schockiert weil er sich nicht mehr bewegte ,das sah wirklich zunächst schlimmer aus als es war.
Hier kann man dem Veranstalter nur attestieren das ausreichend Rettungspersonal vorhanden war.Der Unfall ereignete sich an einer Stelle ,an der Feuerwehr und Rotkreutz positioniert waren,außerdem waren die Pacecars entsprechend bestückt,von denen es mehrere gab.Trotz der langen Strecke war professionelle Hilfe also schnell vor Ort,das habe ich woanders schon viel negativer beobachtet,obwohl es bei solchen Geschwindigkeits kontrollierten Paraden doch fast keinen Unfall geben kann.Angeblich hatte der Motorradfahrer eine Schwächeanfall,ein "Rennunfall" wegen raserei war es jedenfalls nicht.
Wir hätten gerne mehr Runden gedreht mit unseren Motorrädern,aber es war wohl dann auch zu spät.
Wenn der ADAC als ehemaliger Ausrichter der Solituderennen dann noch das Eigentliche Fahrerlager blockiert und den Startziel Turm,muß es zwangsläufig zu Staus im improvisierten Revival Fahrerlager kommen ,die Teuren PORSCHE 917 und einige FORMEL 1 standen in einem Loch welches bei dem gemeldeten Dauerregen genau wie der Tross der Motorradfahrer auf der Glemseckwiese alle im Schlamm versunken wären,was zum Glück nicht eintraf.
Es kamen aber zu mir viel mehr Leute die sich unheimlich freuten an dieser Stelle nochmal die alten Rennfahrer von damals und einige Authentische Bikes.So mancher Großvater erzählte seinem Enkel stolz die alten Geschichten von Heiner Fleischmann und Werner Haas,dessen Maschinen ich von AUDI Tradition vorführte.Es gab viele ältere Leute die diese Maschinen zum ersten Mal nach über 50 Jahren wieder gesehen haben,während man woanders nur gelangweil daran vorbei geht.Es muß daran gelegen haben,das es an der Solitude,oder generell im Süddeutschen Raum zu wenig Oldtimer Veranstaltungen dieser Art gibt.
Für mich als Teilnehmer an den Parade Runden kann ich nur sagen das ich die Runden sehr genossen habe.Wie auf der Nordschleife oder am Teilstück des Hamburger Stadtpark ist es offenbar so das sich die Bikes zu freuen scheinen,und dann besonders schön laufen.
Da ich die Solitude Rennen nur aus Büchern und Erzählungen kenne,und vielen Oldtimer Events in Europa und eine in USA erlebt habe, kann ich nur sagen das diese Form der Präsentation Originaler Fahrzeuge mit Pacecar wohl die Beste ist.Hier wird das Material geschont,und die Zuschauer können die Maschinen hautnah erleben,hören,riechen und Fotografieren. Für die Fahrer die zwischen 70 und 80 sind sollte das auch entspannender sein,als eine Hatz wie früher auf modernen GP Kursen,wo einige bescheuerte Zuschauer sie auslachen würden wenn sie zu sehr bummeln.
Das diese Veranstaltung auf der Solitude sehr Autolastig war,störte mich kaum denn all die alten Formel und Sportwagen bis in die 70er Jahre,von denen ich einen Teil in meiner Jugend am Nürburgring erlebt habe haben mich nicht weniger begeistert als die Motorräder.Zudem wissen wir alle das wir immer mehr eine Minderheit werden,und Veranstaltungen ohne Autos oft nur vor Menschenleeren Rängen stattfinden.Mit Sicherheit könnte der Solitude Verein bei künftigen Revivals die Fahrzeugpalette noch präziser auf die Jahre bis 1965 festlegen,da es genügend Fahrzeuge aus dieses Epochen Europaweit gibt.Das moderne ja sogar Solarfahrzeuge dabei waren ist wohl unvermeidbar und zb beim weltgrößten Event dieser Art in Goodwood ebenfalls so praktiziert.Dort habe ich 3x teilgenommen,ohne Frage gibt es kein vergleichbares Event.Dort ist man aber bei 150000 Zuschauern ausverkauft oft auch knöcheltief im Schlamm versunken,und meist hört man die Fahrzeuge nur oder kann sie im Fahrerlager angucken weil die Zuschauerplätze überfüllt oder hinter großen Strohquadern schlecht einsehbar sind.Man kann dort natürlich zu 3-4 stelligen Summen einen Grandstand Platz incl. Schampus buchen.......Die Anreise ist ein Desaster,so soll es auch in Silverstone sein.Die nächste Autobahn geschätze 50 Milen entfernt,schmale Strassen auf denen man nur im Schritt Tempo vorwärts kommt.Nachdem ich einmal 2,5 Stunden vom Platz bis zur Straße ins dann noch 70km entfernte Hotel brauchte bin ich einmal auch mit dem Wohnwagen wie jetzt auf der Solitude angereist.Auch hier kein Wasser und Strom ,und wehe dem es hätte geregnet auf dieser schrägen Pferdekoppel des Earl of March was niemand davon abhält immer wieder zu kommen,ganz klar weil es das Mekka des Historischen Sports geworden ist!
Ich denke das viele der Auto und Motorradfahrer auf dem Solitudering sich Wiederholungen wünschen,mit ausbaufähigen Verbesserungen wie vor allem dem alten Fahrerlager und Boxengasse,Verkehrsübungsplatz als Paddock einigen mobilen Tribühnen usw.Ich würde den Machern jedenfalls als Lohn ihrer 10 Jährigen Vorbereitungsarbeit viel Glück und Rückenwind in Form von Unterstützung der großen deutschen Automobilwerke mit ihren Schätzen der Werksmuseen.
Die Auto Union neben den Mercedes Silberpfeilen und den BMW Rennwagen der 30er Jahre,die dann auch die Kompressor und RS Motorräder von Meier und Zeller mitbringen könnten,das wäre der Hit schlechthin.Porsche hatte viel Einsatz gezeigt,und zum Glück befinden sich auch tolle Fahrzeuge in Privater Hand,so das dieses mal auf der Solitude fast für jeden etwas dabei war.Das wäre die Chance eine der letzten Original erhaltenen alten Rennstrecken für die ständig wachsende Oldtimer Gemeinde zu erhalten.
Leider ist der Nürburgring durch den Abriss des alten Startziel Bereichs 1982 nur noch mit altem Fahrerlager und der Nordschleife präsent ,Seit Anfang der 70er war ich dort immer vor Ort als Zuschauer als sich die Oldtimer so langsam versammelten und fand es an der Originalen Betonschleife viel schöner als heute wo man ein Fernglas braucht,und schnelle Oldtimer aussehen als wenn sie kriechen.In Berlin an der AVUS gibt es seit Mitte der 60er keine Steilwand mehr,aber an der Soiltude wäre fast alles vorhanden was man zu einer wirklichen Historischen Strecke brauchen würde.Die Fernanreise über die nahen Autobahnen ist Ideal wie nirgendwo sonst,Hotel gibts in Hülle und Fülle. Es braucht aber funktionierende Park an Ride Parkplätze,aber man hat vielleicht nicht geglaubt das so viele Leute kommen wollten? Gut beworbener Kartenvorverkauf wäre eine Lösung?
Mit reduzierter Geschwindigkeit braucht man keinen FIA Sicherheitszaun,lediglich ein paar Schlaglöcher vom letzten Winter sollte man reparieren.Strohballen könnten etwas mehr vorhanden sein,sieht auch authentischer aus und verhindert das Mountainbiker und Wandertonis die Rennstrecke kreuzen.Bei der Lap of Honor auf der Isle of Man hatte ich zeitweise Angst die Schafe würden sich auf der Strecke austoben,denn dort ist gar nichts außer scharfkantige Steinmauern und die Superbikes fahren über 200 Schnitt.Hier kann man 2 geteilte Meinung sein,aber niemals hatte ich letztes Wochenende bedenken an der Solitude,das dort ein Unfall passieren kann wenn nicht gerade der Motor schlagartig festgeht und man sich an die Regeln hält.
Wenn ich sehe das alle Deutschen Hersteller mit riesigem Aufwand nicht nur ihre Oldtimer sondern auch große mobile Promotionhallen mit Ihren Neuwagen nach England zum Festival of Speed schleppen,stellt sich mir die Frage warum " wir "als Autoland vor deren Haustüre nicht Zustande bringen?
auch der Earl auf March in England hat mal klein angefangen.
Für mich bleibt abschließend nur zu sagen DANKE WOLFGANG MÜLLER UND BERND SCHÜPPEL für die Einladung,es war schön auf der Solitude!!
Knatterkompressor
Start Nummer 70
NSU Rennmax Blauwal 288ccm von H.P.Müller 1954 und Deutscher Meister dieser Klasse.Müller fuhr diese Maschine bei den ersten WM Läufen mit 250 ccm und wurde 3.Weltmeister hinter Werner Haas und Ruppert Hollaus ebenfalls auf NSU Rennmax.Beim Solitude Rennen 1954 gewann NSU die Klassen 125 und 250 überlegen mit den hier erstmals eingesetzten Blauwal Vollverkleidungen.Ruppert Hollaus konnte auf der Solitude seinen ersten und den 4. Weltmeister Titel für NSU gewinnen mit seiner 125er Rennfox .Die NSU Werke aus dem nahen Neckarsulm waren damals das größte Werkrennsteam und der größte Motorradherstellers der Welt.Daher vielen Dank an AUDI und dem Solitude Revival Team das ich diese Maschine als Restaurator dort fahren konnte.
Start Nummer 69
NSU Kompressor 500 Baujahr 1949 Heiner Fleischmann Sieger des Solitude Rennens 1950 in der 500er Klasse
Die aus 1938 zunächst als 350ccm entstandene Konstruktion ist International kein großer Erfolg vergönnt gewesen.Nach einem Achtungserfolg 1938 mit einem einzigen Vorkriegssieg konnte man national wie International wegen technischer Probleme keinen Blumentopf gewinnen.Der Einsatz von 4 Maschinen auf der TT in der 350er und 500er Klasse wurde ein Totalausfall,aber während des Krieges wurde weiter am Kompressormotor geforscht.Als 1945 die Versuchsabteilung mitsamt 3 Rennmaschinen als Reparationsleistungen nach USA abtransportiert wurden,schien kaum jemand an die Rückkehr zu glauben.Wilhelm Herz gelang es bei Aufräumarbeiten die einzige verbliebene Hinterradgefederte Kompressor aus den Trümmern zu ziehen mitsamt einigen Einzelteilen mit 2.Rahmen.Bereits 1947 konnte er an den Start gehen,aber mangels frischem Material in dieser schweren Zeit fiel er mit einem lapidaren Reifenschaden aus.1948 gewann er aber beinahe alle Rennen der 350er Klasse und hatte für die Solitude auch eine aufgebohrte Kompressor für die 500er Klasse fertig gestellt.Von der FIM international bis 1951 verbannt durften Deutsche Fahrer nur um die Nationale Meisterschaft kämpfen.International wurde die Aufladung verboten,und so konnten sich bald die ausländischen Staaten auf das Saugmotor Zeitalter vorbereiten als es in Deutschland noch nicht die DM gab und die Industrie nach Zerstörung und Demontage nur langsam vorran kam.Trotzdem war NSU 1949 wieder in der Lage in bescheidenem Maße eine Rennabteilung aufzubauen.Dazu bot man im Winter 1948/49 Wilhelm Herz einem Werksvertrag an,der auch beinhaltete das die von ihm privat gefahrenen ex Werksmaschinen wieder zurück gegeben wurden.
NSU prahlte in der Hauszeitschrift "NSU Revue" und beim 75.Werksjubiläum damit die schnellste Strassenrennmaschine der Welt zu besitzen ,was aber wegen des Kompressor Verbotes kaum jemand etwas nutzte.Schon früh hatte Wilhelm Herz erkannt das seine aufgebohrte 350er nicht mehr viel langsamer war als die vollverkleideten 500er BMW mit der Ernst Henne den Weltrekord seit 1937 hielt.So wurden 1949 nicht nur insgesamt 3 Kompressor Rennmaschinen,davon 1 Gespann neu aufgebaut,sondern ein Rekordfahrzeug nach den Plänen von Freiherr Koenig von Fachsenfeld angefertigt.Ein Sturz in Köln bei dem sich Wilhelm Herz den Arm kompliziert verletzte vereitelte den ersten Einsatz und dessen Rennkarriere bis 1951.Die 500er Solo Kompressor wurde nachdem Walter Zeller als Ersatzfahrer für Herz nach Probefahrten abwinkte dann im Jahr 1950 nur noch von Heiner Fleischmann gefahren.Er hatte den einzigen 500er Motorblock aus Elektron zur Verfügung,die beiden anderen 500er waren mit dem schwereren Silumin Gehäuse gegossen.Das hinderte das Gespannpaar Böhm/Fuchs nicht daran die Deutsche Meisterschaft und die Rekordrunden Weltweit für Gespanne aufgestellen und zu gewinnen.Fleischmann gewann 1950 mit der verwaisten 350er Kompressor zwar den Titel aber mußte sich in der 500er Klasse trotz zahlreicher Siege Schorsch Meier geschlagen geben.
Nach einem Sturz in Hockenheim mit getöteten Zuschauern war er kaum noch in der Lage die 22o Kilo Schwere Maschine alleine anzuschieben.Mit einer Geschindigkeit bei unverkleideten Tests auf der Autobahn war das Motorrad dennoch das schnellste Strassenmotorrad der Welt mit 270 km/h und 98 PS.im Marz 1951 stellte zum Beweiß NSU mehrer Klassenrekorde und den absoluten Weltrekord auf der Autobahn Ingolstadt München auf die Beine.Auch der Seitenwagen Meister Hermann Böhm konnte den Gespannrekord holen.dafür zerschnitt man 2 der ehemaligen Strassenrennmaschinen,und schweißte eine 400mm lange Verlägerung ein für die große Aluminium Stromlinien Verkleidung.Weil es zu gefährlich war auf Autobahnen kamen die Kompressor Motore 1956 auf dem Salzsee in Utah nochmals unter dem NSU Werk zum Einsatz,339km/h war dann der absolute Weltrekord,der bei der FIM bis in die 60er Jahre feststand.
Als dieser dann Wilhelm Herz und den damaligen NSU Werken,die ihre Motorradproduktion zugunsten des Automobils eingestellt hatten entrissen wurde, ging Wilhelm Herz 1965 als Privatmann auf Rekordjagt.Mit etwas Pech und Daueregen konnte er nur die Motore in einem verkleinerten Nachbau des Rosemeyer Rekordauto(auf Cooper Formel 3 Fahrgestell)seine Klassenweltrekorde von 350-500ccm aufstellen,die noch Jahrzehntelang bei ihm gutgeschrieben waren.Den letzten Rekordversuch mit diesen Motoren unternahm Herz im Alter von 60 Jahren in den 70ern.Ich habe den ex Fleischmann Solo Elektron Motor aus dem Rekordfahrzeug Delphin 3 wieder in das Strassenfahrwerk zurück gebaut,so wie Heiner Fleischmann 1950 auf der Solitude Schorsch Meier und die BMW´s geschlagen hat.
In sofern hätte es regnen oder schneien können,die Fahrt durch die Wälder der Solitude und der Donnerhall des 110PS starken Kopressormotors und der Geruch von Methanol und Rizinus an dieser Historischen Stätte werde ich so schnell nicht mehr vergessen.
Knatterkompressor