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Peter F.

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Sunday, July 24th 2011, 10:49am

Glemseck 101

Pressemeldung:

„Glemseck 101“ – Runde 6 – 02. – 04. September 2011



Eine der größten marken- und typübergreifenden Motorrad Open Air Veranstaltungen in Deutschland, geht in die 6 Runde. traditionell, am ersten September Wochenende diesen Jahres.
Nach dem großen Erfolg von 2010 (ca. 50.000 Besucher), wird auch dieses Jahr das Glemseck und seine berühmte Start-Ziel Gerade der ehemaligen Solitude-Rennstrecke, in der Zeit vom 02. - 04. September 2011, Schauplatz eines in Deutschlands einzigartigen Motorradevents.
»Glemseck 101« - das marken- und typübergreifende Motorradtreffen bietet den Besuchern, bei freiem Eintritt, eine eindrucksvolle Vielfalt über sechs Jahrzehnte Motorradfahren, Typen, Charaktere und Szene, die alle Facetten des Themas Motorradfahren aufnimmt.
Drei Tage und zwei Nächte werden am Originalschauplatz der historischen Solitude Rennstrecke die Motoren brüllen und die Szene rocken. Dazu werden über das gesamte Wochenende, Teile der ehemaligen Rennstrecke gesperrt und nur für Zweiradfahrer geöffnet sein. Diese können mit ihren Motorrädern bis in das Zentrum der Veranstaltung vorfahren.
Schon traditionell liegt der Schwerpunkt des 101 Samstags auf dem Thema »Cafe Racer«. Ihren Fahrer/innen, ihren Motorrädern und ihrem Lebensgefühl. Diese Szene hat sich in den letzten Jahren mit ihren Umbauten und ihrem Style neu belebt und erfunden – und findet im Glemseck 101, einen in Deutschland einzigartigen Ort und Voraussetzungen dies nach außen darzustellen.
Einer der Höhepunkte ist am 101 Samstag der »101 Cafe Racer Sprint« auf der Start- und Zielgeraden des ehemaligen Solitude-Rings. 32 Fahrer, die im K.O.-System gegeneinander auf der 1/8 Meile antreten. Gestartet wird dieses Rennen, ganz klassisch, mit der Chequered-Flag. Der Sieger kommt eine Runde weiter. Zusätzlich wird es einen »Internationalen Cafe Racer Sprint« geben.
Am 101 Samstag Abend wird dann das gesamte Glemseck 101 zur Party-Meile, der »101 After the Cafe Race-Party«. Auf der 101 Bühne werden Live-Bands und DJ’s mit Rock’n’Roll und Rockabilly Musik und diesem vibrierendem Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre, dem Publikum einheizen und für eine lange Nacht sorgen. Dazu findet erstmals der 101 PinUp Contest statt, die Wahl der »Motorbiene 101«. Dazu Modeshows im Retro-Stil, Showacts und die Wahl des schönsten und besten Cafe Racers.
Neben diesem Bühnenprogramm lädt eine über zwei Kilometer lange, über das gesamte Wochenende verkaufsoffene Händlermeile zum flanieren und einkaufen ein. Besetzt mit renommierten Marken und namhaften Händlern und Clubs. Von den frühen Morgen- bis in die späten Abendstunden.
Hier findet unser Publikum alles mit Rang und Namen. Marken- und Szeneübergreifend. Anbieter von Bekleidung, klassisch bis ausgefallen, Zubehör- und Tuningspezialisten und aktuelle Topmodelle bekannter Marken sowie spektakulären Einzelanfertigungen und Konzeptbikes. Auf unserer Händler- und Flaniermeile ist jede Stil-Richtung und jede Motorradszene vertreten.
2011 steht der 101 Sonntag im Zeichen der jungen Fahrer. Traditionell unser Tag für Hard Rock von der Bühne, Schaufahrten von historischen Rennmaschinen und Einzelanfertigungen, Vorführungen von Sicherheitstechniken und Stuntshows, wird dieses Jahr der erste »101 Young Rider’s Sprint« auf der Start-Zielgerade ausgetragen. Es gelten identische Regeln wie bei unserem »101 Cafe Racer-Sprint«. K.O.-System, 32 Fahrer, bis 25 Jahre, auf Fahrzeugen bis 100ccm, jedes Tuning erlaubt. Dazu gibt es einen Design-wettbewerb der schönsten Rennfahrzeuge in dieser Klasse.
Zwischen den einzelnen Höhenpunkten des Glemseck 101 wird unsere Bühne immer wieder für Präsentationen anwesender Händler und Clubs genutzt. Dazu gehört auch die Vorstellung von Bikes und Fahrzeugen aus dem Bereich Elektromobilität. Diese stehen, wie auch viele sonstige Motorräder unserer Händler, an ausgewählten Standorten des 101 zu Probe- und Testfahrten bereit.
Unsere Aktionsfläche an der Start- und Zielgeraden, wird ebenfalls immer wieder Schaufahrten, Stunt- & Sicherheitsshows und Präsentationen für unser Publikum bieten. Einzelne Händler und Clubs werden, neben unserem Programm, ihre eigenen Acts am Stand oder auf von uns freigegebenen Plätzen durchführen.
Auch dieses Jahr wird die Academy-Fahrschule Held ihre beliebten und von erfahrenen Tourenführern begleitete Touren in das kurvenreiche Hinterland des Glemseck anbieten. Die Verkehrspolizei informiert über Sicherheit beim Motorradfahren und das DRK vermittelt Einblicke im Bereich der Ersten Hilfe.
Auf unserer 101 Behördenmeile, bestehend aus TÜV, einer Zulassungsstelle und dem Kennzeichenservice sowie Versicherungen, hat der Besucher die Möglichkeit, sein vor Ort gekauftes Motorrad vom TÜV durchsehen zu lassen und eine Zulassung mitsamt Kennzeichen zu bekommen. Motorradfahrer aus dem Landkreis Böblingen können ihre Maschine direkt zulassen.
Für Besucher aus dem Umland besteht die Möglichkeit mit einem Kurzzeitkennzeichen den Heimweg anzutreten. Dazu können sich Interessierte ausführlich über zulassungsrechtliche und weitere Amtsfragen zum Thema informieren.
Nicht nur Motorräder können zugelassen werden. Die Zulassungsstelle bietet während der gesamten 101 Veranstaltung den kompletten Zulassungsservice für alle Fahrzeuge. In die 101 Behördenmeile integriert ist der Stand der Stadt Leonberg, unser 101-Merchandise-Stand sowie der Schilderservice, eine Einrichtung der Werkstatt für Behinderte Leonberg.
Die Helmaufbewahrung (sowie Jacken, Handschuhe etc.), damit unsere Publikum frei von Ballast flanieren kann, wird wieder von den Country Riders Germany organisiert, und der Erlös aus dieser Dienstleistung wird, wie auch 2010, der DRF Flugrettung zur Verfügung gestellt werden.
Am Sonntag Vormittag findet vor der Bühne des 101 der traditionelle Motorradgottesdienst statt. Mit Bezirksjugendpfarrer Jürgen Schwarz und den Bandmitgliedern der Band des Evang. Jugendwerkes.
Weitere Informationen zur Veranstaltung Glemseck 101, finden Sie auf unserer Webseite: www.glemseck101.de.

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Sunday, July 24th 2011, 1:24pm

Das ist ja eine sensationelle Veranstaltung!!! :hutab: :hutab: :hutab:

Bist du auch dabei Peter??

Peter F.

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3

Sunday, July 24th 2011, 3:08pm

Bin an diesem Wochenende im Norden.
10. Hamburger Stadtpark-Revival - 03. bis 04. September 2011



http://www.motorevival.de

knattermax

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Monday, July 25th 2011, 12:35am

Glemseck 23.24.Juli also letztes Wochenende war der Hammer.Solitude Revival......
Viel Betrieb,eng war es(viele Blechdose) aber wer sich wie ich für beides interessiert :Das war Spitze!
Siehe bis vorhin ca 14 U-Tube Videos so wie dieses hier:
http://www.youtube.com/watch?v=HXrMLJzT-Ak

oder hier:
http://www.youtube.com/watch?v=5Wh_a6JfPHg&feature=related
oder dies:

http://www.youtube.com/watch?v=SrM954fAR-g&feature=related
oder das:
http://www.youtube.com/watch?v=1E0qjqLWhmM&feature=related

Knatterkompressor :musik:

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knattermax

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Monday, July 25th 2011, 10:38pm

Das Video vom "Schatten" auf der Solitude habe ich gerade gefunden.Schöne Naturtribühne,da sollen früher Zehntausende gewesen sein.Hier kann man schön die Schmiermaxen turnen sehen.
http://www.youtube.com/watch?v=PhysFxK4mlU&feature=related

KALEIDOIRGENDWAS von der SOLITUDE:
Bilder hierzu wird wohl Ad Berger noch einstellen....

Ich habe viele Leute getroffen die was zu meckern hatten,ein Zuschauer erzählte mir der extra am Sonntag morgen aus Bonn angereist war,das er in Leonberg ewig auf den Shuttlebus warten mußte.So konnte er die Motorräder nur 1x sehen,bzw nicht sehen weil die Ränge zu voll waren.Andere kehrten schon in Leonberg um weil sie nicht warten wollten,schade aber die wenigen Zuschauerplätze waren eh voll genug ,weil man dem Veranstalter viele Barrieren und Knüppel zwischen die Beine legte.Man hätte zumindest einen Motorradparkplatz machen können ab der Autobahnabfahrt,viele Biker die immer schön am Wochenende ihr Ausflugsziel aufs neue suchen haben ihr Rädchen lieber in der Nähe stehen als zu shutteln.Ich habe auch Teenies mit Kreidlers Zündappen und Herculessen weit vor dem Gelände abhängen gesehen,niemals hätte ich mein Mofa so weit alleine stehen lassen damals! Die stellen sich doch immer schön artig auf das oft ein Bürgersteig reicht,wäre nach meiner Einschätzung also drin gewesen mit einem Einweiser hinter dem VIP Parkplatz.Denkt an die Jugend und frische Entusiasten oder die es noch werden wollen so wie planlos umherirrende Biker,die noch nicht Oldtimer Zeitschriften lesen.

Für das Motorradfahrerlager gab es kaum bzw keinen Strom usw.Wer nur die großen Beton GP Strecken mit ihrer seit Jahrzehnten gewachsenen Infrastruktur gewohnt ist,der hat natürlich an den Gegebenheiten eines solchen Naturschutzgebietes zu knabbern.Wer heute mit zu hohen Kolben fährt und einen Externen E- Starter braucht,den stört das dann wenn keine 22o Volt vor Ort sind.Die hochgezüchteten 2 Takter der 70er,80er hatten dann wohl auch Husten bekommen,weil das Pacecar zeitweise doch etwas zu langsam fuhr nach Behördlicher Auflage der neuen Grün/roten Landesregierung.Bei der Fahrerbesprechung erfuhren wir das die Schlußgenehmigung erst wenige Tage vorher erteilt wurde,eben mit Speed Limit zwischen 50-80 km/h .Zum Glück ist die Solitude über 10 km lang,und weil mehrere Behörden maßgeblich sind mußte keiner mit Warmlaufkerzen fahren,habe mir aber ein paar in die Kombi gesteckt ebenfalls einen Kerzenschlüssel für den Fall des Falles.

Zeitplan stimmte nicht etc.Alles richtig aber so ein Event welches von Enthusiasten durch überwiegend privaten Einsatz durchgeführt wird braucht Ehrenamtliche Helfer,statt Nörgler so wie es jedes Wochenende bei den vom ADAC durchgeführten Rennveranstaltungen in Form der Marshals bzw Streckenposten und sonstigen Ehrenamtlichen Helfern nicht möglich wäre.So erzeugten einige Autofahrer selbst für einen Megastau,weil sie Kreuz und Quer fuhren was zb in der Frankfurter Innenstadt zu einem gleichen Chaos und obendrein deftige Bußgelder und fahrverbote(gegen die Einbahnstrasse) führen würde.Offenbar hatte der Veranstalter zu wenige Freiwillige,die mit Warnweste und Trillerpfeife den Ablauf im Gleichschritt kontrolliert.
Hier bei mir in der Heimat um den Nürburgring herum gibt es viele ADAC Ortsclubs,die schon Jahrzehnte bestehen,(mein Club seit 1927)und teilweise Erfahrungen bei eigenen Bergrennen Rallys oder auch nur Slaloms gesammelt haben.Ein Teil davon ist gut ausgebildet und gehört zum Marshalclub der über 1000 Mann Stark Veranstaltungen wie das 24h Rennen seit Jahrzehnten durchführen kann.
Solche Manpower fehlt offenbar rund um die Solitude,die bereits 1965 geschlossen wurde.Die über 100 jahre alte Motorsport Geschichte schreibt aber das nirgendwo ein Rennen ohne die vielen kleinen Helferlein ordentlich über die Bühne gehen kann.So sieht man die gleichen Leute in oranger Marshalmontour auf der Isle of Man wie auch in Donnington und in Goodwood,so jedenfalls meine Einschätzung.
Man sollte jedem diese Erfahrungen erst einmal zugestehen um sich verbessern zu können.

Große Aufregung bei den Bikern als wir Samstags am späten Nachmittag nach nur einer Runde abgewunken wurden.Das lag nicht daran,daß die AUTOS uns die Zeit gestohlen hätten,sondern weil ein MZ Fahrer verunglückte,der wie leblos vor mir mitten auf der Rennstrecke lag.Ich fuhr am Schluß des Pulks und so gab es bei dem Hauptfeld erst einmal großes Gemecker,einer reiste gleich ab.Der MZ Mann wurde sofort Erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht.Ich hoffe er ist wieder wohlauf und wünsche gute Besserung.Ich war schockiert weil er sich nicht mehr bewegte ,das sah wirklich zunächst schlimmer aus als es war.
Hier kann man dem Veranstalter nur attestieren das ausreichend Rettungspersonal vorhanden war.Der Unfall ereignete sich an einer Stelle ,an der Feuerwehr und Rotkreutz positioniert waren,außerdem waren die Pacecars entsprechend bestückt,von denen es mehrere gab.Trotz der langen Strecke war professionelle Hilfe also schnell vor Ort,das habe ich woanders schon viel negativer beobachtet,obwohl es bei solchen Geschwindigkeits kontrollierten Paraden doch fast keinen Unfall geben kann.Angeblich hatte der Motorradfahrer eine Schwächeanfall,ein "Rennunfall" wegen raserei war es jedenfalls nicht.
Wir hätten gerne mehr Runden gedreht mit unseren Motorrädern,aber es war wohl dann auch zu spät.
Wenn der ADAC als ehemaliger Ausrichter der Solituderennen dann noch das Eigentliche Fahrerlager blockiert und den Startziel Turm,muß es zwangsläufig zu Staus im improvisierten Revival Fahrerlager kommen ,die Teuren PORSCHE 917 und einige FORMEL 1 standen in einem Loch welches bei dem gemeldeten Dauerregen genau wie der Tross der Motorradfahrer auf der Glemseckwiese alle im Schlamm versunken wären,was zum Glück nicht eintraf.
Es kamen aber zu mir viel mehr Leute die sich unheimlich freuten an dieser Stelle nochmal die alten Rennfahrer von damals und einige Authentische Bikes.So mancher Großvater erzählte seinem Enkel stolz die alten Geschichten von Heiner Fleischmann und Werner Haas,dessen Maschinen ich von AUDI Tradition vorführte.Es gab viele ältere Leute die diese Maschinen zum ersten Mal nach über 50 Jahren wieder gesehen haben,während man woanders nur gelangweil daran vorbei geht.Es muß daran gelegen haben,das es an der Solitude,oder generell im Süddeutschen Raum zu wenig Oldtimer Veranstaltungen dieser Art gibt.
Für mich als Teilnehmer an den Parade Runden kann ich nur sagen das ich die Runden sehr genossen habe.Wie auf der Nordschleife oder am Teilstück des Hamburger Stadtpark ist es offenbar so das sich die Bikes zu freuen scheinen,und dann besonders schön laufen.
Da ich die Solitude Rennen nur aus Büchern und Erzählungen kenne,und vielen Oldtimer Events in Europa und eine in USA erlebt habe, kann ich nur sagen das diese Form der Präsentation Originaler Fahrzeuge mit Pacecar wohl die Beste ist.Hier wird das Material geschont,und die Zuschauer können die Maschinen hautnah erleben,hören,riechen und Fotografieren. Für die Fahrer die zwischen 70 und 80 sind sollte das auch entspannender sein,als eine Hatz wie früher auf modernen GP Kursen,wo einige bescheuerte Zuschauer sie auslachen würden wenn sie zu sehr bummeln.
Das diese Veranstaltung auf der Solitude sehr Autolastig war,störte mich kaum denn all die alten Formel und Sportwagen bis in die 70er Jahre,von denen ich einen Teil in meiner Jugend am Nürburgring erlebt habe haben mich nicht weniger begeistert als die Motorräder.Zudem wissen wir alle das wir immer mehr eine Minderheit werden,und Veranstaltungen ohne Autos oft nur vor Menschenleeren Rängen stattfinden.Mit Sicherheit könnte der Solitude Verein bei künftigen Revivals die Fahrzeugpalette noch präziser auf die Jahre bis 1965 festlegen,da es genügend Fahrzeuge aus dieses Epochen Europaweit gibt.Das moderne ja sogar Solarfahrzeuge dabei waren ist wohl unvermeidbar und zb beim weltgrößten Event dieser Art in Goodwood ebenfalls so praktiziert.Dort habe ich 3x teilgenommen,ohne Frage gibt es kein vergleichbares Event.Dort ist man aber bei 150000 Zuschauern ausverkauft oft auch knöcheltief im Schlamm versunken,und meist hört man die Fahrzeuge nur oder kann sie im Fahrerlager angucken weil die Zuschauerplätze überfüllt oder hinter großen Strohquadern schlecht einsehbar sind.Man kann dort natürlich zu 3-4 stelligen Summen einen Grandstand Platz incl. Schampus buchen.......Die Anreise ist ein Desaster,so soll es auch in Silverstone sein.Die nächste Autobahn geschätze 50 Milen entfernt,schmale Strassen auf denen man nur im Schritt Tempo vorwärts kommt.Nachdem ich einmal 2,5 Stunden vom Platz bis zur Straße ins dann noch 70km entfernte Hotel brauchte bin ich einmal auch mit dem Wohnwagen wie jetzt auf der Solitude angereist.Auch hier kein Wasser und Strom ,und wehe dem es hätte geregnet auf dieser schrägen Pferdekoppel des Earl of March was niemand davon abhält immer wieder zu kommen,ganz klar weil es das Mekka des Historischen Sports geworden ist!
Ich denke das viele der Auto und Motorradfahrer auf dem Solitudering sich Wiederholungen wünschen,mit ausbaufähigen Verbesserungen wie vor allem dem alten Fahrerlager und Boxengasse,Verkehrsübungsplatz als Paddock einigen mobilen Tribühnen usw.Ich würde den Machern jedenfalls als Lohn ihrer 10 Jährigen Vorbereitungsarbeit viel Glück und Rückenwind in Form von Unterstützung der großen deutschen Automobilwerke mit ihren Schätzen der Werksmuseen.
Die Auto Union neben den Mercedes Silberpfeilen und den BMW Rennwagen der 30er Jahre,die dann auch die Kompressor und RS Motorräder von Meier und Zeller mitbringen könnten,das wäre der Hit schlechthin.Porsche hatte viel Einsatz gezeigt,und zum Glück befinden sich auch tolle Fahrzeuge in Privater Hand,so das dieses mal auf der Solitude fast für jeden etwas dabei war.Das wäre die Chance eine der letzten Original erhaltenen alten Rennstrecken für die ständig wachsende Oldtimer Gemeinde zu erhalten.
Leider ist der Nürburgring durch den Abriss des alten Startziel Bereichs 1982 nur noch mit altem Fahrerlager und der Nordschleife präsent ,Seit Anfang der 70er war ich dort immer vor Ort als Zuschauer als sich die Oldtimer so langsam versammelten und fand es an der Originalen Betonschleife viel schöner als heute wo man ein Fernglas braucht,und schnelle Oldtimer aussehen als wenn sie kriechen.In Berlin an der AVUS gibt es seit Mitte der 60er keine Steilwand mehr,aber an der Soiltude wäre fast alles vorhanden was man zu einer wirklichen Historischen Strecke brauchen würde.Die Fernanreise über die nahen Autobahnen ist Ideal wie nirgendwo sonst,Hotel gibts in Hülle und Fülle. Es braucht aber funktionierende Park an Ride Parkplätze,aber man hat vielleicht nicht geglaubt das so viele Leute kommen wollten? Gut beworbener Kartenvorverkauf wäre eine Lösung?

Mit reduzierter Geschwindigkeit braucht man keinen FIA Sicherheitszaun,lediglich ein paar Schlaglöcher vom letzten Winter sollte man reparieren.Strohballen könnten etwas mehr vorhanden sein,sieht auch authentischer aus und verhindert das Mountainbiker und Wandertonis die Rennstrecke kreuzen.Bei der Lap of Honor auf der Isle of Man hatte ich zeitweise Angst die Schafe würden sich auf der Strecke austoben,denn dort ist gar nichts außer scharfkantige Steinmauern und die Superbikes fahren über 200 Schnitt.Hier kann man 2 geteilte Meinung sein,aber niemals hatte ich letztes Wochenende bedenken an der Solitude,das dort ein Unfall passieren kann wenn nicht gerade der Motor schlagartig festgeht und man sich an die Regeln hält.
Wenn ich sehe das alle Deutschen Hersteller mit riesigem Aufwand nicht nur ihre Oldtimer sondern auch große mobile Promotionhallen mit Ihren Neuwagen nach England zum Festival of Speed schleppen,stellt sich mir die Frage warum " wir "als Autoland vor deren Haustüre nicht Zustande bringen?
auch der Earl auf March in England hat mal klein angefangen.

Für mich bleibt abschließend nur zu sagen DANKE WOLFGANG MÜLLER UND BERND SCHÜPPEL für die Einladung,es war schön auf der Solitude!!

Knatterkompressor

Start Nummer 70
NSU Rennmax Blauwal 288ccm von H.P.Müller 1954 und Deutscher Meister dieser Klasse.Müller fuhr diese Maschine bei den ersten WM Läufen mit 250 ccm und wurde 3.Weltmeister hinter Werner Haas und Ruppert Hollaus ebenfalls auf NSU Rennmax.Beim Solitude Rennen 1954 gewann NSU die Klassen 125 und 250 überlegen mit den hier erstmals eingesetzten Blauwal Vollverkleidungen.Ruppert Hollaus konnte auf der Solitude seinen ersten und den 4. Weltmeister Titel für NSU gewinnen mit seiner 125er Rennfox .Die NSU Werke aus dem nahen Neckarsulm waren damals das größte Werkrennsteam und der größte Motorradherstellers der Welt.Daher vielen Dank an AUDI und dem Solitude Revival Team das ich diese Maschine als Restaurator dort fahren konnte.

Start Nummer 69
NSU Kompressor 500 Baujahr 1949 Heiner Fleischmann Sieger des Solitude Rennens 1950 in der 500er Klasse
Die aus 1938 zunächst als 350ccm entstandene Konstruktion ist International kein großer Erfolg vergönnt gewesen.Nach einem Achtungserfolg 1938 mit einem einzigen Vorkriegssieg konnte man national wie International wegen technischer Probleme keinen Blumentopf gewinnen.Der Einsatz von 4 Maschinen auf der TT in der 350er und 500er Klasse wurde ein Totalausfall,aber während des Krieges wurde weiter am Kompressormotor geforscht.Als 1945 die Versuchsabteilung mitsamt 3 Rennmaschinen als Reparationsleistungen nach USA abtransportiert wurden,schien kaum jemand an die Rückkehr zu glauben.Wilhelm Herz gelang es bei Aufräumarbeiten die einzige verbliebene Hinterradgefederte Kompressor aus den Trümmern zu ziehen mitsamt einigen Einzelteilen mit 2.Rahmen.Bereits 1947 konnte er an den Start gehen,aber mangels frischem Material in dieser schweren Zeit fiel er mit einem lapidaren Reifenschaden aus.1948 gewann er aber beinahe alle Rennen der 350er Klasse und hatte für die Solitude auch eine aufgebohrte Kompressor für die 500er Klasse fertig gestellt.Von der FIM international bis 1951 verbannt durften Deutsche Fahrer nur um die Nationale Meisterschaft kämpfen.International wurde die Aufladung verboten,und so konnten sich bald die ausländischen Staaten auf das Saugmotor Zeitalter vorbereiten als es in Deutschland noch nicht die DM gab und die Industrie nach Zerstörung und Demontage nur langsam vorran kam.Trotzdem war NSU 1949 wieder in der Lage in bescheidenem Maße eine Rennabteilung aufzubauen.Dazu bot man im Winter 1948/49 Wilhelm Herz einem Werksvertrag an,der auch beinhaltete das die von ihm privat gefahrenen ex Werksmaschinen wieder zurück gegeben wurden.
NSU prahlte in der Hauszeitschrift "NSU Revue" und beim 75.Werksjubiläum damit die schnellste Strassenrennmaschine der Welt zu besitzen ,was aber wegen des Kompressor Verbotes kaum jemand etwas nutzte.Schon früh hatte Wilhelm Herz erkannt das seine aufgebohrte 350er nicht mehr viel langsamer war als die vollverkleideten 500er BMW mit der Ernst Henne den Weltrekord seit 1937 hielt.So wurden 1949 nicht nur insgesamt 3 Kompressor Rennmaschinen,davon 1 Gespann neu aufgebaut,sondern ein Rekordfahrzeug nach den Plänen von Freiherr Koenig von Fachsenfeld angefertigt.Ein Sturz in Köln bei dem sich Wilhelm Herz den Arm kompliziert verletzte vereitelte den ersten Einsatz und dessen Rennkarriere bis 1951.Die 500er Solo Kompressor wurde nachdem Walter Zeller als Ersatzfahrer für Herz nach Probefahrten abwinkte dann im Jahr 1950 nur noch von Heiner Fleischmann gefahren.Er hatte den einzigen 500er Motorblock aus Elektron zur Verfügung,die beiden anderen 500er waren mit dem schwereren Silumin Gehäuse gegossen.Das hinderte das Gespannpaar Böhm/Fuchs nicht daran die Deutsche Meisterschaft und die Rekordrunden Weltweit für Gespanne aufgestellen und zu gewinnen.Fleischmann gewann 1950 mit der verwaisten 350er Kompressor zwar den Titel aber mußte sich in der 500er Klasse trotz zahlreicher Siege Schorsch Meier geschlagen geben.
Nach einem Sturz in Hockenheim mit getöteten Zuschauern war er kaum noch in der Lage die 22o Kilo Schwere Maschine alleine anzuschieben.Mit einer Geschindigkeit bei unverkleideten Tests auf der Autobahn war das Motorrad dennoch das schnellste Strassenmotorrad der Welt mit 270 km/h und 98 PS.im Marz 1951 stellte zum Beweiß NSU mehrer Klassenrekorde und den absoluten Weltrekord auf der Autobahn Ingolstadt München auf die Beine.Auch der Seitenwagen Meister Hermann Böhm konnte den Gespannrekord holen.dafür zerschnitt man 2 der ehemaligen Strassenrennmaschinen,und schweißte eine 400mm lange Verlägerung ein für die große Aluminium Stromlinien Verkleidung.Weil es zu gefährlich war auf Autobahnen kamen die Kompressor Motore 1956 auf dem Salzsee in Utah nochmals unter dem NSU Werk zum Einsatz,339km/h war dann der absolute Weltrekord,der bei der FIM bis in die 60er Jahre feststand.
Als dieser dann Wilhelm Herz und den damaligen NSU Werken,die ihre Motorradproduktion zugunsten des Automobils eingestellt hatten entrissen wurde, ging Wilhelm Herz 1965 als Privatmann auf Rekordjagt.Mit etwas Pech und Daueregen konnte er nur die Motore in einem verkleinerten Nachbau des Rosemeyer Rekordauto(auf Cooper Formel 3 Fahrgestell)seine Klassenweltrekorde von 350-500ccm aufstellen,die noch Jahrzehntelang bei ihm gutgeschrieben waren.Den letzten Rekordversuch mit diesen Motoren unternahm Herz im Alter von 60 Jahren in den 70ern.Ich habe den ex Fleischmann Solo Elektron Motor aus dem Rekordfahrzeug Delphin 3 wieder in das Strassenfahrwerk zurück gebaut,so wie Heiner Fleischmann 1950 auf der Solitude Schorsch Meier und die BMW´s geschlagen hat.
In sofern hätte es regnen oder schneien können,die Fahrt durch die Wälder der Solitude und der Donnerhall des 110PS starken Kopressormotors und der Geruch von Methanol und Rizinus an dieser Historischen Stätte werde ich so schnell nicht mehr vergessen. :imsohappy: :imsohappy: :imsohappy:

Knatterkompressor

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Tuesday, July 26th 2011, 12:58pm

Hier nun der komplette Fernsehbericht der so gesehen den Solitude Leuten eine Wunderbare Visitenkarte für die Zukunft beschert:













http://www.youtube.com/watch?v=1mKsUvZvYoI
:aok: :aok: :aok:

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Tuesday, July 26th 2011, 3:05pm

Hallo Knattermax,

deinen Ausführungen zum Solitude Revival kann ich im großen und ganzen zustimmen.

Ich möchte aber noch etwas aus der Sicht des Zuschauers dazugeben. Es war schon ganz schön ärgerlich als Motorradfahrer in Leonberg parken zu müssen. Meisens ist es üblich, dass Zwei- bzw. Dreiräder in vorderster Front parken können. Aber wir nahmens schließlich in Kauf. Im Bus erzählte uns der Fahrer, dass der Veranstalter nur zwei Busse gemietet hatte was natürlich bei weitem nicht aussreichte. Im Laufe des Tages wurden schließlich fünf Busse eingesetzt. Die Zufahrt zur Strecke war dennoch vollkommen mit Autos zugeparkt, so dass nur ein Bus durchfahren konnte. Wenn ein anderer entgegenkam ging nichts mehr. Was natürlich genau so ärgerlich war waren die Zuschauerplätze. Wenn man in zweiter oder gar dritter Linie stand sah man garnichts.

Ich denke der Veranstalter war total überfordert. Es waren zwar viele Helfer Vorort, aber die waren eher hilflos. Der Veranstalter hat es bestimmt gut gemeint, aber meiner Meinung nach war der Zeitplan mit der Anzahl von Fahrzeugen von Vorne herein zum scheitern verurteilt. Eigentlich wollten wir uns den zweiten Lauf der Motorräder am Samstag noch anschauen, aber in Anbetracht des enormen Zeitverzuges und der Tatsache, dass wir ja auch noch mit dem Bus wieder zurück nach Leonberg mussten, haben wir schweren Herzens darauf verzichtet.

Den Fahrer, den du erwähnst, der nach dem ersten Lauf abreiste kennen wir persönlich. Ich verstehe aber auch seine Haltung.

Von dem, was an Fahrzeugen aufgeboten wurde, war die Veranstaltung vom Allerfeinsten. Schade, dass die Motorräder etwas zu kurz kamen. Auch war es beeindruckend, was an Fahrerprominenz anwesend war. Da ein großes Lob an den Veranstalter.

Vor zwei Jahren waren wir auch schon beim Solitude Revival, damals auf verkürzter Strecke. Ich denke, mit der diesjährigen Veranstaltung ist der Veranstalter an seine Grenzen angelangt.

Dies jetzt nur aus der Sicht des Zuschauers, die Teilnehmer mögen es vielleicht anders sehen. So wie ich werden es sich bestimmt viele Zuschauer überlegen nocheinmal das Solitude Revival zu besuchen, wenn sich das nächste Mal nicht einiges verändert.



Gruß Tom

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Tuesday, July 26th 2011, 3:21pm

Hallo Tom,

so ähnlich habe ich mir das aus Sicht eines Zuschauers auch vorgestellt.Beim ersten Rock am Ring und den ersten Schumi Formel 1 Rennen war auch das reinste Chaos rund um den Nürburgring,die Veranstalter und Polizei haben sich derart gesteigert in ihrer Strategie was An und Abfahrt betrifft das es seit Jahren kaum noch ein Thema ist.Warten wir mal ab was die Zeit bringt und hoffentlich die Solitude weitere Revivals hat.Das ist sicher nicht nur mir aufgefallen welche einmalige Chancen dort möglich sind ein Dauerhaftes Vorzeige Event zu etablieren.

knattermax

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Tuesday, July 26th 2011, 3:37pm

Ja, es wäre zu schade, wenn es kein Solitude Revival mehr geben würde. Deshalb muss der Veranstalter auch alles unternehmen um Teilnehmer und Zuschauer zufrieden zustellen, dann kommen sie automatisch wieder.

Ein anderes Beispiel. Wir waren vor drei Jahren zum ersten Mal bei den Bikers Classics in Spa-Francorchamps. Es war sehr gut. Im letzten Jahr waren wir wieder. Die Veranstaltung war nochmal eine Steigerung zum Vorjahr. In diesem Jahr waren aber das letzte Mal dort. Der Veranstalter hat die Eintrittspreise erhöht, dafür aber weniger "Stars" geboten. Für´s Parken musste man jeden Tag bezahlen und nicht wie in den Vorjahren pauschal. Und die Gastronomen haben auch gleich mitgezogen und ihre Preise erhöht. Wir müssen ja nicht nach Belgien, es gibt in der Zwischenzeit genügend andere Veranstaltungen.

Ich hoffe, die Solitude lebt weiter.



Gruß Tom

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10

Tuesday, July 26th 2011, 3:55pm

sowas wie in Spa mit steigendem Wucher gibts am Nürburgring auch,soll unter anderem mit Bernie Eccelstein zu tun haben,der alle Jahre neue noch großere Boxen und so´n Schnickschnack verlangt.Na dann komm halt nach Schotten!

Gruß
Knattermax

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11

Wednesday, July 27th 2011, 8:08am

Schönes Video vom SOLITUDE REVIVAL, die Mopeds kommen mittendrin.Vor allem die Turnerei der Gespanne in der Heddersbachkurve,einfach Klasse!


http://www.oldtimer-tv.com/oldtimer/DE/n…x.php?Seite=685





knattermax

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Thursday, July 28th 2011, 2:36am


1949 Fachsenfeld Rekordstudie
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Thursday, July 28th 2011, 2:56am

Solitude 1950,

So sah das dann aus als die Kompressor endlich Standfest waren. Die Fahrgestelle der 350er 500er Solo und das Gespann waren identisch,bis auf ein 19er statt 20er Hinterrad beim Gespann.

Heiner Fleischmann,der Europameister auf DKW 350 von 1939

gewann mit der NSU-Wasserleiche von 1939(Bunkerfund von Wilhelm Herz) das 350er Rennen auf der Solitude am 18.8.1950.mit 67PS bei 8000U/min
-Durchschnitt 129,6 km/h (Luftfeuchte 60% ,trocken, Temperatur 23°)
-schnellste Runde 134,4km/h
-14 Runden Training und 10 Runden á 11,5 km = 280 km
-Verbrauch im Rennen 10 Runden 38 liter Gesamt "10 Runden mit warmfahren und Ehrenrunde 44 liter!!!!"
-Verbrauch auf 100km 33 Liter Methanol (Hauptdüse 3800 =3,8mm!!)
Nun wisst ihr warum die Dinger so einen unförmig großen Tank hatten

Klasse 600 Seitenwagen gefahren mit dem normalen 500er Kompressor Motor 98Ps bei 8000 U/min
Sieger Böhm/Fuchs

-13.8.1950 14 Uhr trocken 24°
-Schnitt 117,3 schnellste Runde 119,7 km/h
-Verbrauch auf 6 Runden = 69 km 34 liter Methanol!!! (Zusatztank im Boot)Hauptdüse 3900=3,9mm
-gefahren 10 Runden training,6 Runden Rennen

Klasse 500ccm Solo 98PS bei 8000U/min
Sieger Heiner Fleischmann vor Kraus ,BMW Kompressor und Zeller ,BMW ohne Kompressor
-13.8.1950 16Uhr Temp.25° trocken Luftfeuchte 50%
-Schnitt 133,4 km/h schnellste Runde 135,8 km/h
-Verbrauch auf 1 Runde a 11,5 km= 3,6 Liter !! im Rennen 10 Runden =115 km plus Ehrenrunde 38 Liter!!! Düse 3700 3,7mm
-Der Durchnittsverbrauch liegt (auch heute noch)mit 31,3 Liter unter dem der 30 PS schwächeren 350er,mit der er auch fast gleiche Zeiten gefahren ist.Daher kann man davon ausgehen das Fleischmann nicht von den BMW gejagt wurde.

Am 27 August 1950 konnte Fleischmann mit der 500er erneut Meier auf dem Sachsenring besiegen.Hier lag der Schnitt bei 146,55km/h
Auf dem Grenzlandring am 17 September trat BMW nach dem Gewinn des 500er Titels nicht mehr an,fuhr dort aber 1949 über 210 KM/h im Durchschnitt.Heiner Fleischmann schaffte mit der 350er bei starkem Wind und 60% Luftfeuchte die schnellste Runde mit 191 km/h und der Durchschnitt auf einer Distanz von 8 Runden /72 km 186,3 km/h. Siegfried Wünsche der mit einer aufgeladenen DKW fuhr erreichte nur 168km/h ,deshalb fuhr Fleischmann sicher nicht 100%.
In der 500er Klasse eilte Fleischmann locker zum Sieg bei Regen ab der 3. Runde und starkem Wind einen Schnitt von 187,2 km/h die schnellste Runde trocken lag bei 200,9Km/h .Der Verbrauch lag bei 33 Liter für die 81,o4km gefahrene Strecke.

Obwohl Fleischman auch am Norisring und auf der Eilenriede sowie dem Sachsenring gewann,konnte Schorsch Meier auf BMW den Titel nach München holen.Schauinsland,Schleiz ,Hamburger Stadtpark ergaben nur 2.bzw 3. Plätze und Fleischmann hatte am Nürburgring auf der 274km Distanz einen Kolbenschaden wurde nur 3. und stürzte zudem schwer in Hockenheim.
Beim Gewitter Rennen in Schotten konnte er nur 2er werden,ich fahre am liebsten dieses Monster bei Regen gar nicht weil im 4 Gang noch das Hinterrad blitzschnell weggeht.
Damit war das Kapitel Strassenrennen mit der Kompressor NSU abgeschlossen,und NSU arbeitete für die neue Saison 1951 an diesem in keinster Weise erfolgreichem Projekt:

hier die als einzige verbliebene der Glücklosen 4 Zylinder Maschine,die Gerd von Woedke 1951 gefahren hat.Heiner Fleischmann,der die 2. fuhr hing nach dem scheitern seinen Helm an den Nagel,und verstarb Anfang der 60er jahre an Krebs.

Am 8.3.1951 bei 90% Luftfeuchtigkeit und teilweise feuchter Strecke wurde auf der Autobahn Ingolstadt München inoffiziell die umgebauten Kompressor Strassenmotore mit langer Übersetzung im normalen Strassenrennfahrgestell getestet. Es wurden am Motor lediglich die Laderübersetzung und die Ventilfedern geändert.Der 500er leistete nun gut 110 Ps und derreichte mit 3 bar Luft(sonst 1,6) in den Reifen eine Geschwindigkeit von 271 km/h unverkleidet! die 350er immerhin noch 226 km/h.Gleichzeitig testete man einen 350er Motor im verlängerten Delphin Fahrgestell allerdings ebenfalls unverkleidet,dabei sprangen 260 km/h heraus.Hier machte sich der von Conti entwickelte im Durchmesser größere Rekordreifen und eine noch längere Übersetzung bemerkbar.Nur wenige Tage später,am 15.März ging es zum letzten Test auf die Autobahn Asberg-Ludwigsburg bei Geisingen.Herz testete das Rekord Fahrgestell Delpin 1 zuerst nur mit der unteren Schale der Verkleidung,zum Schluss komplett verkleidet aber nur im 1. und 2. Gang weil noch nicht alle Hebel korekt bedient werden konnten.Wenige Tage später unter den Augen der Presse und der offiziellen Zeitnahme der FIM fiel der alte Ernst Henne Rekord auf BMW von 1937 ,und NSU besaß neben mehreren Klassenrekorden den absoluten Weltrekord.

Hier noch das Ungetüm des Freiherren von Fachsenfeld in das die 350er und 500er Kompressor Motore zuerst eingebaut werden sollen für den Absoluten Weltrekord,dem man aber nicht so richtig traute.Für die Rekorde wurden die modifizierten Strassenfahrgestelle genommen.Im Nachhinein vielleicht ein Fehler,denn alle bis heutigen Rekordfahrzeuge die auf die 600km/h zugehen sind derartige Tiefsitzer.






hier waren nur noch die Gabel und die Hinterrad Federung vom Strassenfahrgestell,der Motor ist hinter dem Rücken des Tiefsitzers.Damit die Fuhre beim Anfahren nicht kippt,gibt es ausfahrbare Stützräder wie beim Flugzeug. :S
Restauriert von Knattermax für AUDI Tradition

Das ist das konventionelle Delphin3 Rekordfahrzeug von 1956 mit dem 500er Kompressor Motor In Utah.

Auf den Salt Flats 339km/h schnell.

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14

Thursday, July 28th 2011, 8:19am

Superinteressanter Bericht.!!! :hutab:

Damals kannte man eine "Energiekriese" noch nicht....Das waren ja abenteuerliche Verbräuche...und riesige Hauptdüsen...fast so dick wie ein Bleistift...... :hutab:

15

Thursday, July 28th 2011, 8:45am

Hallo Knattermax, vielen Dank für diese Hintergrundinformationen. Wird die Kompressor NSU noch immer mit reinem Methanol gefahren ?

16

Thursday, July 28th 2011, 8:49am

1929 ,Rumänische Werbung " Mobiloil - Gargoyle "
Weltrecord , 216,9 km/h , Ernst Henne , motorrad B.M.W.

..und andere...
1932 "Aktivitaet des Rumaenischen Motorrad-Clubs "
http://www.pro-bike.ro/forums/topic/7876…_80#entry434311
Korons has attached the following image:
  • Reclama 1929 Mobiloil Rumanien.jpg

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Thursday, July 28th 2011, 9:47am

Hallo Manx,

ja ich habe letztes Wochenende einen 30 Liter Kanister Methanol fast vollständig durchgeblasen.Vor allem wenn es warm ist kommt das ungemein der Innenkühlung zu gute,denn 2 Bar Ladedruck ist kein Pappenstiel.Dazu kommt das der Lader aufgrund seiner Konstruktion gekühlt werden muß und Gemisch Schmierung wie ein 2 Takter braucht.Dort gibt es anders als beim Roots Gebläse leider jede Menge Reibung durch 8 schmale Dichtleisten aus Pertinax,welche alle einzeln von Hand eingeschliffen wurden,damit kein Druck verloren geht.Als Wilhelm Herz während der Kriegsjahre die ständigen Ausfälle der Werksmaschinen bzw des aus England zugekauften Centric Laders bis 1939 analysierte,kam er auf die Idee Schwedenstahl Sägeblätter aus der Väterlichen Schreinerei zu Laderschaufeln passend zu schnitzen ,welche er dann an die gekürzten Original Schaufeln mit Nieten besfestigte.Man kann sich vorstellen was passiert wenn es im Lader Kleinholz gibt.Das in Handarbeit basteln der Herz´schen Laderflügel dauerte Nächtelang denn die Dinger lassen sich ja nicht einfach spanend bearbeiten in einer Privaten Bastelbude.Als NSU die Maschinen 1949 zurück kaufte fertigte man den Lader zunächst nach BMW Vorbild mit doppelt so vielen Schaufeln,was aber wiederum ständig zu Ausfällen führte,um mit aus dem vollen gefrästen 4 Flügeln mit Bombenmaterial aus dem Vollen nach dem Prinzip des Schreiner Gesellen Wilhelm Herz zurück kehrte.
Das würden die Ingineure heute niemals tun,bin ich mir sicher aus Eitelkeit.Die soll zunächst bei den ersten Rennen 1949 zum Leidwesen der Werksfahrer auch bestanden haben,bis die Herren vernünftig wurden.Ich möchte nicht das diese NSU´s heute wie bei der TT 1939 alle den Geist aufgeben,und kippe daher das rein was sich bewährt hat.


Hier die 350er mit Englischen Lader,beim ersten Rollout in Hockenheim 1938

Der Englische Chef der NSU Kontruktionsabteilung Walter Wiliam Moore importierte den Centric Lader aus dem Königreich,während BMW ihren streng geheim gehüteten Kompressor selbst fertigten.Kein Wunder denn dort wurden ja die erfolgreichen Flugmotoren hergestellt,was besonders viele schlaue Köpfe und Forschung benötigt.Zudem hatte BMW schon Ende der 20er Jahre mit Kompressor Rennmaschinen angefangen,und daher viel mehr Erfahrung als die Neckarsulmer,die jahrelang nur mit Eintöpfen frei saugend daher kamen.Schade für NSU .....

hier sieht man das Innenleben des NSU Laders und den Holzkasten mit den Stäbchen die wohl gerne in Alkohol und Rizinus eingelgt sind


unten die kleine Rutschkupplung in der Größe wie sie die 100ccm Fox hatte um beim blockieren des laders den Antrieb zu retten.



Hinter den beiden verippten Deckeln befindet sich nichts,hier hatte Hilhelm Herz anfangs einen "Teekessel(nicht wirklich)" hinter den alten Centric Lader gesetzt um die Pulsation der Ladeluft zu glätten.Bei Schorsch Meiers BMW reichten dazu die viel längeren Ansaugrohre beim Boxer Motor gegenüber dem NSU Twin.Viele fragen immer was da drin sei,ganz einfach nichts bis auf das Pop Up Valve oben,welches mir beim fahren die Schenkel mit Alkohol und ein bissl Öl tränkt.Also muß ich nach der Fahrt gleich immer die Kombi zum lüften ausziehen,und Penatencreme auf die gerötete Haut schmieren :roflmao: :roflmao: ...und dann fuhren die Kerle damals Rennen über 250km :pfeifen:
Gruß
Knattermax

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18

Thursday, July 28th 2011, 10:25am

Hallo Knattermax,

nochmals vielen Dank. Ich gehe wohl recht in der Annahme, daß Sie der Mitverfasser des hervorragenden NSU Buchs 'Der Weg zur Motorradweltmeisterschaft' sind (Sorry, ich bin Neuling auf diesem Forum), das nun leider Gottes für kleines Geld verramscht wird.

Das Buch gehört zu meinen Favoriten und unterscheidet sich wohltuend von den zusammengebastelten Sachen manch anderer(Warum muß ich gerade an Mick Walker denken)

Jezt habe ich noch eine Frage: Wissen Sie, was der Walter Moore nach seiner Rückkehr nach England gemacht hat ? Da wissen auch meine englischen Freunde nichts, der scheint damals irgendwie spurlos verschwunden zu sein....

Gruß

Manx

knattermax

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19

Thursday, July 28th 2011, 11:15am

Hallo Manx,du liegst richtig,deshalb mußt Du mich aber nicht gleich Sieezen.Ja das Buch ist auf meinem Mist gewachsen,aber als Schlosser traute ich mich nicht so richtig,und habe mir daher einen Erfahrenen dazu geholt,wir haben dann in meiner Werkstatt mit Besenstielen und Auspuffschellen Stative für die Spiegelreflex und jede Menge Baustrahler ein Fotostudio für die Detailfotos improvisiert.Das Buch wurde kein Renner,weil es nicht in Englisch übersetzt wurde.Viele aus dem Ausland fragten nach,denn nur Bilder angucken gefällt denen ja auch nicht.Zudem hat man mir hunderte Bilderund das Kompressor und Sportmax Thema gestrichen aus Kostengründen.Wäre dem Verlag zu teuer geworden,bzw hätte das Buch unverkäuflich gemacht hieß es.Da sitzt Du dann da bei dem Verleger und fragst Dich ob du alles hinschmeißen sollst,oder mit der kastrierten Version leben kannst.Ich bin froh das ich nicht als Autor meine Brötchen verdienen muß,das eben meine Erfahrung zu dem Thema.
Andererseits ist das ganz einfach das Prinzip der Marktwirtschaft mit wenig Papier und Farbe möglichst viel verdienen.
Das mein Buch kein Bestseller wird war jedem klar,jedoch hatte ich nach dem ich den Rennstall für AUDI restauriert hatte soviel neue Infos,das ich eben auf die Idee dazu kam.
Wer kennt oder interessiert sich noch für solch alten Kram? Ein paar Tausend wurden schon verkauft aber keine 10 oder 100tausend.Zum Selber drucken hatte ich zudem auch keine Lust,da muß man schon Mehrfacher Weltmeister gewesen sein,das man höhere Stückzahlen selbst vermarkten und los werden kann wie der Jim Redman .

Egal Spaß gemacht hat es trotzdem,die verramschten NSU Bücher werden in 300 Jahren vielleicht auch einen Wert bekommen. Wegen W.W.Moore fragst Du am besten den Heinz Herz (webseite www.wilhelm Herz ) Der mußte nach Kriegsausbruch als Britischer Bürger wieder in den Dienst der Königin treten und hat wohl in der Britischen Rüstungsindutrie geholfen den Feind in die Knie zu zwingen.Zumindest hat der Wechsel von NORTON zu NSU 1929 bewirkt,das mich Engländer schon mal gefragt haben,ob ich wüßte was NSU in GB heißt: " Norton Spares Used."
Die Anspielung auf die NSU SS 350 und 500 ist zwar nicht ganz abwegig,zeigt die Konstruktion und die gesamte OSL Serienpalette doch eindeutig die Handschrift des ex NORTON Konstrukteurs.Das Deutschland aber nach dem ersten Weltkrieg über lange Zeit nichts neu konstruieren durfte,oder mangels Geld und Demontage der Fabrik gar nicht konnte ,wollen sie nicht heute nicht mehr hören.Es ist ja oft genug geschrieben worden das die Weimarer Republik wegen der drastischen Sanktionen nach dem Versailler Vertrag Deutschland in die Kastastrophe des 3. Reichs geführt hat. Als Deutschland das mit den von den Siegermächten leer geräumten Fabriken die horenden Reparationszahlungen mitte der 20er nicht mehr begleichen konnte,besetzte man einfach das Ruhrgebiet.,aus meiner Heimat rund um den Nürburgring wurde über viele Jahre wertvollen Nutzholz umsonst abtransportiert Richtung Frankreich,weshalb wir heute kaum noch Eichen und Buchen sondern überwiegend billige Fichten in unseren Eifelwäldern haben.(Ja ich weiß unser letzter KAISER hat uns das selber eingebrockt....)
Mit solchen Vorraussetzungen konnte man in England natürlich die tollsten "unnahbaren" Rennmaschinen bauen,und die Sachen aus den leergeräumten Deutschen Hightech Fabriken wie z.B. die BMW Flugmotoren Werke die sich Rolls Royce 1919 unter den Nagel riss haben sicherlich dabei geholfen.

Mit den seitengesteuerten Vorkriegs Konstruktionen konnten auch die NSU Werke ab 1919 nicht mehr richtig auf die Beine kommen,geschweige denn Motorradrennen gewinnen.Wenn die Menschen nix mehr zu futtern haben und ein Pfund Butter 10 Millionen Reichsmark kostet machen sie dort Ihr Kreuz bei der Wahl wo es was zu arbeiten und essen gibt,leider.
Vor 1914 war der riesige Vorsprung in der Technik den England in den 20er und 30er Jahren hatte nämlich nicht vorhanden,denn NSU hatte schon einige Weltrekorde mit der großen V.Twin aufgestellt und bei den ersten TT´s ab 1907 fuhr man in der Einzylinderklasse regelmäßig in die Top 10,als NORTON (ja das waren Tolle Maschinen) noch Motore bei Peugeot in Frankreich kaufen mußte!
Ein anderer ältere Herr bemerkte auf der Isle of Man 2007 als ich mit 5 NSU Rennmaschinen von 1954-1955 dort auftauchte,die mit W.W.Moore aber auch gar nichts mehr zu tun haben: " was wollt ihr Deutschen denn mit NSU,die brauchten ja einen Engländer um überhaupt einen Motor bauen zu können....." OK das war ein Einzelfall,hat mich aber dennoch ein wenig gewurmt. :diablo:
Ich habe gelernt mit diesem Britischen Humor zu leben und mit zu schmunzeln,fand es aber unpassend als wir vom Mister Oberwichtig mit der dicken Zigarre und dem Rolls Royce,der wohl der Chef des DUNLOP Renndienstes war,mich mit dem Team aus dem Fahrerlager zu schmeißen,angeblich wegen der vergilbten CONTINAL Werbung auf den alten Rennanhängern die wir zur Deko dabei hatten.
Unsere Deutschland Fahne und die Schautafeln mit den 5 WM Titeln von NSU,und den 10 Vorkriegs Europameisterschaftstiteln von DKW die WM Siegen gleich kommen haben ihn sicher mehr gestört,oder war es der Krach den aufgeladenen DKW SS250 und 350.Vielleicht aber auch der DDR Aufkleber auf Heinz Rosners Helm und den beiden Werks MZ,die ja auch nicht leise sind und fürchterlich Qualmen.

im Hintergrund der DUNLOP Renndienst im Paddock der 2007er TT



Das war einigen wenigen wohl zu viel aus Germany?Das Internationale Publikum war begeistert,und wußte Mangels Erwähnung Im Programmheft,den Sonderzeitungen und 100 Jahre TT Bücher nicht das Deutschland überhaupt einmal ein Motorrad gebaut hat,geschweige denn auf der TT dabei war.Der 4 Fach Sieg mit Rekordzeit der 250er Klasse von 1954 wurde verschwiegen.Lediglich ein kleines Bild von 1953 als Haas nur 2er wurde als Newcomer hatte man in der Jubiläumsschrift eingefügt.
Man muß auch gönnen können,hüben wie drüben bin ich der Meinung.
Wahrscheinlich gibt es in England aber mehr NSU Fans als anderwo auf der Welt wegen der Erfolge von Sammy Miller,John Surtees ,Bill Lomas,Reg Armstrong,Tommy Rob die Hintons aus Neuseeland und Mike Hailwood ,denn nirgends wurden so viele SPORTMÄXE gefahren als dort.
Um den Britischen Markt für Serienmodelle zu bewerben,wurde der Export von Maschinen und Ersatzteilen sogar den heimischen Fahrern vorgezogen,was internen Werksunterlagen zu entnehmen ist. :sehrgut:

Gruß Knattermax

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20

Thursday, July 28th 2011, 1:07pm

Fachwissen pur

Die Beiträge von "Knattermax" sind einfach genial, ich liebe sie ^^ Fachwissen auf höchstem Niveau, locker und humorvoll erzählt. Genau wie sein Buch.....einfach Klasse!

bye,

Fred
1-Takt reicht nicht, 2-Takte sind mehr als genug und 4-Takte sind 2 zuviel.

21

Thursday, July 28th 2011, 1:16pm

Hallo Knattermax,

ich merke schon, Stoff für ein 2. Buch wäre reichlich vorhanden...

Soichiro Honda war ja auch NSU Fan ( ich weiß, von Mondial hat er sich ursprünglich auch inspirieren lassen), wenn man den Rennmax Motor und den CB72 Motor nebeneinander stellen würde...tja, NSU hätte das auch gekonnt, die wirtschaftlichen Gegenargumente kennen wir auch.



Hier eine 'englische' NSU im Hintergrund, über deren Lebenslauf man auch ein halbes Buch schreiben könnte

Gruß

Manx

knattermax

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22

Thursday, July 28th 2011, 3:29pm

ein 2. Buch wird es so schnell von mir nicht geben,es sei denn der Inhaber von NSU gibt mir den Auftrag,denn die haben einen Hausverlag bei dem sicherlich ein Autor besser aufgehoben ist. Für die wäre die Vermarktung im Ausland in mehreren Sprachen als "fast "größter Automobil Produzent und Inhaber des weltweit am meisten Besuchten Museums der Welt(Wolfsburg Autostadt) kein Thema.

Ich weiß nicht welche Geschichte der Englischen Rennmax Du meinst,ich kann Dir nur dieses dazu schreiben:
Die ex. Armstrong Rennmax welche leider in Privathände gelangt ist und nun schon Replika Rahmen (die ursprüngliche Form in Presstahl war lose dabei als John Kidson sie vor einiger Zeit versteigern ließ)davon neulich in Spa standen,sollte eigendlich nie wieder Rennen fahren, sondern war dem Nordirischen NSU-Importeur lediglich als Ausstellungsmaschine mit leerem Motor ausgegeben worden.
Offiziell hat der Vorstand von NSU beschlossen alle Teile die für Atrappenmotore verwendet werden müssen,solange Rohlinge nicht ausreichen müssen bis zur Unkenntlichkeit innen kaputt gefräst werden.Alles andere käme unter Verschluss bzw soll vernichtet werden.

Armstrong konnte die fehlenden Motorteile durch seine frühere Tätigkeit als NSU Werksfahrer zwar auf Umwege besorgen,weil er ja Lambrettas Quickly´s und Mäxe zahlreich an den Mann brachte,aber außer ein paar Erfolgen von Mr.Carter beim Ulster GP mit fehlender Internationalen Werksteams war bis Anfang der 60er Jahre die Ausbeute des ehemaligen Werksmotor eher Bescheiden.

Es handelte sich dabei um einen 1952/53er Motor von Albert Roder mit nur 4 Gängen und offenen Köpfen.Zwar wurde Haas mit dem weiterentwickten 53er Roder Motor 1953 Weltmeister ,aber als die Scuderia Duke den Motor in den von Ken Sprayson(wer Fehler findet soll sie behalten) gefertigten Rynoldsrahmen bauen wollten,entdeckten sie das der mit dem 1954er 6 Gang Rennmax Motor wenig gemeinsam hatte was die Performance anging.Geoff Duke hatte so eine Rennmax im Vorfeld der 1953er TT auf einem Militärflugplatz auf der Isle of Man getestet,durfte aber den im Training gestürzten NSU Werksfahrer Bill Lomas,der als Trainingsschnellster wegen eines gebrochenen Fingers nicht starten durfte, auf Beschluss der Rennleitung nicht ersetzen.
Offenbar wollte mein keine Deutsche Maschine wie 1938 und 1939 unter Kluge DKW und Meier BMW siegen sehen.
Die Offiziellen begründeten die Nichtzulassung von Duke,damit das er nicht ausreichend auf der TT Strecke trainiert hatte.Obwohl er doch bei den Großen klassen an den Start ging.Als letzter hätte man ihn doch starten lassen können,der wäre bestimmt nicht letzter geblieben.
Komisch nur das Werner Haas der Trainings Zweite auf Rennmax kurz vor dem Start heraus genommen wurde,weil die Stiefel einem Offiziellen zu kurz vorkamen,und plötzlicher aufkommender Nebel in den Mountains Haas im Glück dann eine Verschnaufpause verschaffte um sich längere Stiefel zu besorgen,das hatte doch alles ein bischen "Geschmäckle",oder?..

Nun Ende der 50er waren aber selbst die käuflichen Einzylinder NSU schneller als dieser anfällige veraltete Twin ,aber so sehr Duke sich den 6 Gang Rennmotor von 1954 wünschte,denn er bekam ja auch die Gilera Werksrenner für seine Scuderia geliehen,es war keiner zu haben bei NSU.
Dort träumte man intern von einem Comeback nachdem die Absatztkriese vorbei wäre,aber die Serienproduktion blieb bis auf die Mopeds und Roller weiter auf Halde stehen.
Deutschlands Motorrad Industrie versank bis auf wenige Ausnahmen so schnell wie sie Im Witrschaftswunder aufgestrebt war,zusammen.
NSU rettete sich mit der Wiederaufnahme des Automobilbaus,und die Werksrenner (von denen damals behauptet wurde sie wären verschrottet worden)wurden bald vergessen.
Die Guten Motore standen alle ausgebaut,konserviert und gut verpackt im Werk beim Technischen Versuch bis Anfang der 70er bis der neue Besitzer Volkswagen diesen entrümpelte. Zum Glück hat der ex Werksfahrer,mittlerweile Chef in Hockenheim ,Wilhelm Herz uns diese Maschinen erhalten.
Es war vorgesehen,so die neuen Herren der in Neckarsulm am Firmensitz der neugegründeten von 1969-1985 ansäßigen AUDI-NSU AUTO Union,by Volkswagen,den alten Schrott zu verwerten.
Die Verwerter hießen dann eben Wilhelm Herz & Söhne!! :zitat:

Zuvor ca. 1968/69 (ist im Werksarchiv abgelegt) schrieb Mr.Kidson den Chef von NSU persönlich an,um Teile für seine Englische Rennmax zu bekommen.Die Antwort war,das leider alles verschrottet sei,die Wahrheit ist das jede Schraube bis zum heutigen Tag noch da ist,und damals bei Richard Horch im Technischen Versuch schön archiviert in 70 Holzkästen verpackt stand.

Mr Kidson führte dann um 1999/2000 das Motorrad mit starken Veränderungen(damit es lief,Originalität hin oder her) zu einem stolzen Preis den AUDI Leuten und meiner Wenigkeit beim Donauring Revival vor,die von dem Zustand angesichts des Preises nicht überwältigt waren,und stattdessen nachdem die Wilhelm Herz Sammlung bereits gekauft war mit über einem Dutzend Rennmaschinen,darunter auch zwei Originale 53er Rennmäxe, lieber die Sammlung von Hermann Herz auch noch etwas später übernommen wurde.
Die von Britische Rennmax von Kidson wäre ja sofort von mir wieder Original mit Stand 1953 aufgebaut worden,so hat die Englische Rennmax mit ihrer eigenen Geschichte eben bis heute überlebt weil es nicht zum Kauf durch AUDI kam.

In der Sammlung Hermann Herz aus Lampertheim,dem Bruder von Wilhelm, war neben einer 54er Rennmax und einer Rennfox auch noch eine top Restauriertes 1953er Rennmax Modell mit Bananentank dabei,wie sie ja unweit vom Werk auch im Zweiradmuseum Neckarsulm steht.Dieser Tank fehlte bei der Kidson Max,denn der wurde ca 1956 auf einer selbst gebauten Sportmax in Assen gesehen.

Ohne Zweifel hat die Englische Rennmax auch eine interessante Geschichte,jedoch sollte man nicht alles was geschrieben,und abgeschriebene wurde unbesehen glauben.
Der lose dabei liegende mit Handgemachtem 25CrMo4 "Press" Rahmen wurde Anfang 53 von Lomas gefahren,aber dieser von der Lehrwerkstatt zu Austellungszwecke eingesetzte Motor mit seit Jahrzehnten als neuester Schrei bekannter Halbkugel im Brennraum, hatte keinen einzigen WM Punkt gewonnen,die Dokumentation der eingesetzten Motore ist bis auf das kleinste Detail im Werksarchiv abgelegt und zwischen den ersten Roder Rennmäxen mit nur 28PS bis zu den letzten in Reims 1954 befindet sich auf den Bremsprotokollen ein Leistungsunterschied von über 6 PS bei stetig verbessertem Drehmomentverlauf und Zuverlässigkeit.Und damals waren schon ein halbes PS mehr ,sicherlich Welten.

In Neckarsulm wurden Ende 1954 nach Schließung der Rennabteilung alle Rennmäxe die ausgestellt werden sollten,mit Motorattrappen versehen ,um das Werksgeheimniss( die Brennräume im Speziellen)der unschlagbaren Konstruktion von Ewald Praxl Preis zu geben.Die veröffentlichten Explosionszeichnung beinhalteten bewußt Fehler,trotzdem hat sich jemand schon vor kurzem daran gemacht mittels moderner Computer Technik diesen Motor zu fälschen. Bislang soll es aber nur Gehäuse Rohlinge geben.Irgendwann wird der auch laufen,denn das hat man bei 8 Zylinder Guzzis und 6 Zylinder HONDAS ja auch schon gesehen.Solche Fälschungen kann man aber nur unter der Hand als "Echte" verscherbeln,denn
es wird aber so lange ich lebe jeder von mir gesagt bekommen das es nur 6 Stück davon gab ,was ich hinreichend gespeichert habe weil die mal alle auf meiner Werksbank standen,4 komplette 1954er Maschinen besitzt AUDI Tradition und stehen im ex NSU Werk die beiden anderen sind natürlich auch bekannt.Ähnlich ist es bei den 53ern.
Alles andere sind Fakes die man auf schwere Strassenfahrgestellen auf einfachem dicken Blech von Lux und Max bei EBÄH günstig zu steigern bekommt,zum Glück gibt es das Werksarchiv in Neckarsulm.

Was mit den Produktion Racern SPORTMAX schon in den 50er und noch in den 60er Jahren schon gemacht wurde weil das Werk ja auch Einzelteile herausgab,also wie heute noch ständig SPORTMAX Repliken nachgebaut werden, fand ich nicht schlimm solange man nicht behauptet sie seien echt.
Für die Plagiate der Werksrenner kann ich aber kein Verständniss aufbringen,weil sie die Geschichte nur verfälscht.

Es konnten mit dem 1954er Motor Verdichtungsverhältnisse gefahren werden,die bei anderen Motoren nur zu Ausfällen beim vorgeschriebenen OZ 80 Kraftstoff geführt hätten.So ist NSU mit dem in der Kidson Maschine eingebauten Motor 1952 sehr oft,und auch 1953 noch oft mit Motorschäden ausgefallen.Zudem standen die Boranis Hochschulter hinten gegen Rennende voll Öl,und einige Werksfahrer legten sich bei diesem Auslaufmodell öfters wegen öligen Hinterreifen auf die Nase,was beim vollständig geschlossenen Praxl Motor keine Thema mehr war.24 Starts 24 Siege 1954 sprechen eine deutliche Sprache,und natürlich hätte es weitere WM Titel gegeben denn mit dem Super Benzin der späten 50er hatte der 250er Motor über 40 PS

Das nun die Rennmäxe auch schon gefaked werden hat in keinster Weise etwas mit mir zu tun, dazu bin zu viel Enthusiast denn Geschäftemacher.
Bei mir waren schon Leute die mir ganz stolz ihre neue Originale SPORTMAX vorführten,und Kreidebleich nach meiner Identifizierung als Vollfake wieder davon fuhren.Das ist in meinen Augen kriminell.Auf diese Art und Weise sind schon viele Leute auf den Leim gegangen, und haben statt einem Originalen Italienischen Werksrenner,nach einer Spektralanalyse der verwendetet Metalle ,doch glatt Legierungen die es erst seit den 80er Jahren gibt gefunden.Das kann heute jedes gute Werkstofflabor zerstörungsfrei prüfen und ausdrucken.Na dann bin ich mal gespannt was die nächsten Jahre alles an "wertvollen" Originalen NSU´s auftaucht,und die Autoren in den Internationalen Fachzeitschriften tolles darüber schreiben.Etwas anderes ist wenn man nur noch wenige echte Teile hat,und das dann komplettiert,denn wer hat vor 50-60 oder 70 Jahren daran gedacht die Maschinen für die Nachwelt aufzuheben,man wollte damals nur Rennen gewinnen.Als Bespiel nenne ich mal den halb aufgeschnittenen Auto Union Silberpfeil des Deutschen Museums in München,den man ehemals als Ausstellungstück für eine Vorkriegsmesse Präpariert hatte,und der dann wieder vollständig fahrfertig gemacht wurde.So gibt es viele Sportmäxe,bei denen Fehlteie von 1%-99% addiert wurden. Was davon nun eine viertel oder halbe originale ist,sollen andere entscheiden.Warum sollte man auch die Original Teile ungenutzt in der Ecke liegen lassen.
So wird dann hoffentlich irgendwann mal die 4 Zylinder NSU wieder laufen,bei der man über die Jahre das Getriebegehäuse und die Kupplung verloren hat,damit sie nicht immer nur dumm rumstehen muß auf ihrem Getriebelosen Bremsblock Untergestell.

Gruß
Knattermax

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23

Thursday, July 28th 2011, 5:02pm

Sportmax

Hallo Knattermax

Ich habe Ihnen kürzlich eine Mail betreffend meiner in England ersteigerten Sportmax (die mit dem Rennmax-Tank) geschickt. Können Sie mir vielleicht etwas zum Motor sagen?

Er hat die Nummer 786011R. Gemäss Heinz Herz wurde er 6 Nummern nach H.P. Müllers Weltmeistermotor gefertigt.

knattermax

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24

Thursday, July 28th 2011, 6:10pm

Von diesem Motor liegt mir nichts vor,was aber nicht heißen muß das es kein Originaler ist.Da die ersten Sportmäxe (734xxx war der allererste im Oktober 1953 vom Prototyp für K.Knopf in Barcelona)-735xxx und z.b. 743xxxer Nummer haben liegt der Verdacht nahe Ihrer einer der späteren ist,bzw .nach Reparatur im Werk einen späteren Block bekommen hat,der beim 3 Pumpenmotor im Werk speziell aus einem Rohhling der Serie bearbeitet wurde.
Die Motor Nummern der ersten verkauften Sportmäxe für Knopf,Kläger und Stein waren 7675xx fortlaufend.In der Regel gab es einen ersatzmotor dazu.Horst Kassner bekam zb .am 24.4.1954 nur einen Motor 767521R den er in ein Eigenbau Fahrgestell baute.Daran sieht man das wir die 11 am Schluß Ihres Motors nicht berücksichtigen können.Wenn Sie das genau wissen wollen,was Sie da gekauft haben müßten Sie den zerlegt vorlegen um eine Echtheit bescheinigt zu bekommen.Nummern hat man schnell vergeben,ich möchte den Heinz nicht kritisieren,der meinte wohl die fortlaufende 11,weil Müller und Balstiberger die Fahrgestelle 06 bis 08 hatten. Bei der Sportmax ist der Motorblock natürlich anlog zur Serie nummeriert worden und liegt bei Ihnen zwischen 1955-56 für die Ausführung 3 Zwischenrad Entlüfter Spezialmax.Bei den Werksmotoren ist das alles eindeutiger.Seien sie versichert das der Müller Motor anders war als ihrer,denn Sie würden in ihrem Motor den Quetschkantenkolben der exWerksfahrer(die bis 1956 bei NSU ein stilles Gehalt bezogen) im Kopf nicht unterbringen.Da gab es Unterschiede,den die normalen SPPORTMAX Kunden in Hockenheim beim Auftakt 1955 schmerzlich festellen mußten was im MOTORRAD noch nachzulesen ist.

Knattermax

25

Thursday, July 28th 2011, 7:00pm

Quoted

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Hallo Knattermax

Ich habe Ihnen kürzlich eine Mail betreffend meiner in England ersteigerten Sportmax (die mit dem Rennmax-Tank) geschickt. Können Sie mir vielleicht etwas zum Motor sagen?

Er hat die Nummer 786011R. Gemäss Heinz Herz wurde er 6 Nummern nach H.P. Müllers Weltmeistermotor gefertigt.
Wenn Sie wollen kann ich Ihnen vielleicht ein klein wenig weiter helfen.

Das Ding bei Bonhams stand bis zuletzt in der Donington Collection. Ist ein Hollaus Tank steht auch eingraviert drauf.

knattermax

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26

Thursday, July 28th 2011, 7:41pm

...der Hollaus fuhr zwar keine Sportmax,aber die Händeringend um Rennmaschinen bei NSU Bettelnden Impoteure bekamen Einzelteile die auch schon mal von den Rennmäxen stammten wie zum Bespiel so einen passenden Rennmax Tank,der dann 2 Benzinhahnen hatte.
Anfang der 60er präparierte die Firma Herz in Ludwigshafen auch Eigenbauten mit Hilfe von Werksteilen,und verkauften so auch Teile der Rennmax Attrappe von Hollaus Richtung England,die man im Ausstellungsraum des NSU Autohauses nicht mehr benötigte als die letzten NSU Zweiräder ,die Quickly Mopeds auch schon unter der moderneren Konkurenz von Kreidler Hercules und Zündapp zu leiden hatte.

Knattermax

knattermax

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27

Thursday, July 28th 2011, 9:29pm

Hier wieder was vom Glemseck beim SOLITUDE REVIVAL 2011 für die Ohren.......

http://www.youtube.com/watch?v=L0DUHlRi0bQ


Knattermax :musik: :musik: :musik:

28

Sunday, August 14th 2011, 9:08am

Hallo zusammen,

die Kidson Rennmax ist wieder da ( oder immer noch)

http://www.classic-auctions.com/privatesales/motorbike.aspx

29

Sunday, August 14th 2011, 3:05pm

Die Ken Sprayson Reynolds Rahmen gefallen mir richtig gut egal ob nun bei dem Rennmaxmotor dem Weslake Motor oder dem Ducati Twin von Surtees. Ich wette die fahren sich auch ganz gut. Den 250cc Ducati Twin mit der Kurzschwinge halte ich für eines der gelungensten Motorräder.

Quoted

die Kidson Rennmax ist wieder da ( oder immer noch)
immer noch in England... Die gekapselten Schraubenfedern sind sicher kein Fehler.


knattermax

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30

Sunday, August 14th 2011, 3:20pm

Ja das ist sie,die aus einer 1953er Ausstellungsmaschine des NSU Händlers Armstrong gebaute Rohrrahmen 250er der Scuderia Duke.
Zu sehen ist ein Motorrad mit einem abgeänderten ehemaligen Werksmotor von NSU ,in GB Mitte der 50er zusammengebaut aus einem 53er Magnesium Motorgehäuse .
Das lose von Hand aus dünnem Cromolybdänblech gefertigte Zentrahlrohr Fahrgestell, á la Serien Max ist bis auf den Tank (zumindest Anfang 2000 bei Herrn Kidson) noch dabei gewesen.Den Originalen Tank der R225301 habe ich selbst mal von einem Sportmaxfahrer bekommen,der wohl vom Werk an einen verzweifelten SPORTMAX Besteller gegangen ist,die am Schluss der limitierten Produktion-Racer SPORTMAX Produktion nur noch als Bausatz in begrenztem Umfang abgegenen wurden.Die haben dann auch schon mal Reste der Werksrennmäxe erhalten.
Auspuffanlage,Teile der Rastenanlage und die Original Rennmax Bremsnaben sind in der "Kidson Max" noch zu sehen,wenngleich auch abgeändert für den neuen Zweck.
Das Paket ist durchaus interessant um wieder eine Original Rennmax mit Fahrgestell 1 aus 1953 herzustellen,von denen es aber noch die restlichen 5 (von nur 6 gebauten) als Komplettmaschinen gibt.Wer die Erfolge der Privat gebauten Rohrrahmen Maschine mehr würdigt,kann sie ja so lassen.Ein NSU Fan in Irland hat sich auch schon das Fahrgestell als Replik vor ein paar Jahren gebaut,nach den Original Plänen von Ken Srayson,aber mit Einzylinder Max Motor.

und so sah diese Maschine Anfang 1953 aus der eben fotografierte Motor ist der Original Motor Nr 1 Silumin der mal in der Kidson Max drin war,und noch aus 1952 stammt.(hier die Schwestermaschine Nr2 )




Einige Dinge die da in der Verkaufsofferte stehen sind wieder einmal aus dem Reich der Fabeln.

Ich kann es nicht so stehen lassen,das die abgebildete Maschine vom NSU Werksteam bei ihren WM Siegen 1954 und 1953 eingesetzt haben.da waren nur die abgebildeten Radnaben und vielleicht ein paar Motorteile ,sowie die lose dazu angebotenen Fahrwerksteile dabei.

Wie es wirklich war steht im Werksarchiv,wo auf Blaupausen der Einsatz der Maschinen von 1952-1954 lückenlos aufgelistet ist,und zwar von der Rennabteilung und nicht irgendwelchen Schreiberlingen.

Nun mal im Detail zur Maschine 1,die also in den 50ern ohne jemals wieder an Rennen teilzunehmen sollen,nach Nordirland zu Reg Armstrong ging.
Dazu muß man wissen das die Ausbildungswerkstatt die Attrappen zusammenstellte,wobei peinlich darauf zu achten war das Werksgeheimnisse nicht an die Öffentlichkeit gelangen.
Es mußten die letzten 53er Rennmax 4 Gang Motore, die einen aus dem Vollem gefertigten Dural Aluminium Kopf mit Quetschkanten und besonderen Eiförmigen Kolbenböden hatten,geheim bleiben. Und somit haben diese Motore das Werk zu NSU Zeiten nie verlassen.
Hier das Original der Kidson Max Motor letzter Stand mit aus dem vollen gefrästen Köpfen.Versuche eine Bronze Kalotte einzugießen sind von der Firma Nüral leider ohne bleibenden Erfolg durchgeführt worden,so mußten die Mechaniker alles langwierig von Hand mit zahlreichen Plastilinabdrücken wie beim Zahnarzt fertigen.


Letztere genannte Motore befinden sich bis heute alle noch in Deutschland.sie wurden gegenüber den normalen Motoren,die man 1954 nicht mehr einsetzte mit einer 0 vor der nummer gekennzeichnet.Nachdem NSU 1952 jede Menge Ausfälle durch Kurbelwellenschäden hatte,konstruierte man schon gegen Saisonende zwei ander Motore,die auch an den ersten 1953er Fahrgestellen noch verwendet wurden. Vor allem versuchte man die Sache mit der Abkehr der verschraubten Hirth Welle zu einer voll gepressten ,sogenannten "NSU Welle" zu beheben.Dadurch bedingt gibt es zwei unterschiedliche Kurbelwellen Konstruktionen,um sie aus dem einteiligen Motor Mittelgehäuse aus und einbauen zu können.
Daher gab es auch verschiedene Motorblöcke dieses Modells,aber entscheident für die Standfestigkeit waren die Erkenntnisse mit Klopffesteren Brennräumen,bei gestiegener Verdichtung und Leistung die schließlich nach viel Arbeit und Forschungsgeld zum Weltmeister Titel führte.
Um einen Dummy für die IFMA oder Hauptverkaufsstellen und NSU Niederlassungen komplettieren zu können,ersetzte man die in Holzkisten konservierten WM Triebwerke durch ältere Gehäuse und in diesem Fall zB.durch ältere Köpfe aus Sandguß mit allerwelt Halbkugel Brennraum.Wenn diese nicht zur Verfügung standen(1954er Modelle) kamen Rohlinge ohne jegliche Bearbeitung zum Einsatz,oder man ließ durch die AZUBI´s der Lehrwerkstatt erste Übungen an der Fräsmaschine machen,das man nichts mehr erkennen konnte.
Der "Befehl" dazu ist im Werksarchiv zwischen Vorstand und Pressechef Arthur Westrupp zu finden,der die Attrappen für Ende 1954 unbedingt zu Promo Zwecken haben wollte: "...während DKW sich nicht geniert ihre wenig erfolgreichen Rennmaschinen auf fast jedem größeren Dorf auszustellen,stehen uns bisher zu wenige Austellungsmaschinen zur Verfügung...." Die Antwort des Vorstands legte die genaue Vorgehensweise fest,und verfügte außerdem das die beiden erfolgreichsten Maschinen fahrfertig aber abgeschirmt im Werk verbleiben müssen.Nachdem die Dummy Maschinen später infolge der Motorrad Absatzkriese nicht mehr ausgestellt wurden,ist ein Großteil der Werksmaschinen in das Ende der 50er neu eröffnete Zweiradmuseum gegangen.
Jedoch nicht fahrfertig,aber Mitte der 60er wurde mit Hilfe der Lehrwerkstatt der NSU Werke für das groß gefeierte Firmenjübiläum noch einmal unter NSU Regie ein Teil der Maschinen für eine Demofahrt durch Neckarsulm fahrfertig gemacht.Da sind dann auch einige Dinge schon durcheinander gekommen,wie zb die Schwestermaschine der Kidson Max,die mit einer Rennfox Blauwal Verkleidung und einem anderen Tank ausgerüstet wurde,um an die Blauwal Rennmax zu erinnern,die man nicht fahrfertig hatte.Fotos dieses Zwitters ohne Historie zieren heute noch einschlägige Fachbücher,was man an den Rohren am Heck schon von weitem erkennt. Diese R225302 wurde aber in den 90er Jahren schon wieder authentisch restauriert ,und kann man am Wochenende wieder richtig montiert in Schotten gesehen werden.

Wie Armstrong den leeren Motor dennoch zum laufen bekam,ist nicht von "oben" abgesegnet worden,sondern lief unter kleinem Dienstweg den ein erfolgreicher Importeur sich ja aufbauen kann. Privatmann Mr. Kidson hingegen bekam nur Absagen als er im Werk Ende der 60er schriflich beim NSU Chef nach Teilen fragte,obwohl sie bis 1972 alles noch vorrätig hatten.Somit befindet sich der Motor heute in einem nicht mehr in dem Weltmeisterlichen Zustand von 1953,was der neue Käufer zumindest mit einkalkulieren sollte .
Zündung am Einlass Nocken,Schraubenfedern ,wie es innen mit der Originalität aussieht (Tuning usw) weiß ja niemand.

Den urspünglichen Motor 1,aus Silumin statt Magnesium der in der Rennmax R225301 drin war ist so zB auch noch in Besitz von AUDI Tradition.
Zu den Einsätzen von Armstrong auf genau dieser Maschine sei gesagt,das er 1953 lediglich den beim Taining zur TT gestürzten NSU Werksfahrer Bill Lomas ab der letzten Juni Woche ersetzt hat.
Mit einem 3. Platz in Assen einem 4. in Monza und mit 2 Siege beim Ulster GP und in der Schweiz konnte er auf Rennmäxen (immer unterschiedliche)ein gutes WM Resultat erzielen,und zusammen mit Weltmeister Werner Haas die NSU Werke zum Markenweltmeister der 250ccm Klasse 1953 küren.Das waren aber die schnellen und letzten Produktions Nummern 4 ,5 und 6. die Maschinen 1-3 wurden unterschiedlich von den Youngster Werksfahrern Wolfgang Brand ,Walter Reichert,Stein oder dem Altmeister Otto Daiker und den Italienern Roberto Colombo und Umberto Masetti(Monza)eingesetzt.

Nun steht dort im Artikel,Armstrong hätte diese NSU auch noch in WM Läufen 1954 gefahren was völliger Käse ist.Zu Promotion Zwecken durfte er die TT auf der IOM die er als 3. beendete,und beim Ulster GP antreten,wo er mit Zündverteiler ausgeschieden ist.Dabei handelte es sich um einer der zwei Reserve 250er Rennmäxe mit 6 Gängen und einer Königswelle links die sonst in 1954 nur von den vier Vertrags Werksfahrern Baltisberger,Hollaus ,Haas und H.P.Müller gefahren wurde.

Richtig ist,das die Maschine 1954 noch am Start war,aber mit einem Motor (o1 Elektron)
der steht bei knattermax zur Revision hier:



letzter Stand beim Hockenheim Rennen am 9.Mai unter H.P.Müller und ebenfalls mit Müller beim GP von Fankreich in Reims,der damit 3. wurde.Hierzu muß man wissen,das NSU gezwungen war ihre Oldtimer beim ersten WM lauf am 30.Mai an den Start zu bringen,weil man beim Eifelrennen auf dem Nürburgring in Floreffe und in Hockenheim bei den neuen 54er Maschinen Ausfälle durch entscheidende Fehlkonstruktionen zu beklagen hatte.Dadurch das man immer noch ein altes Modell mit identischer Delphin Vollverkleidung dabei hatte ist das kaum jedem aufgefallen.

Die richtigen 6 Gang 1954er Rennmäxe sind dann erst zur TT am 14 Juni in Form von neuen verstärkten Fahrgestellen und verstärkten Motorblöcken fertig gewesen.Die "Kidson Max" war ab hier vollständig abgeschrieben,und wanderte zerlegt ins Lager.
Das soll nun in keinster Weise das Motorrad was nun zum Verkauf steht abwerten,aber die Geschichte kann man nicht einfach mit schlecht recherschierten Fakten einfach so schreiben wie sie einem gefällt,und dem Motorrad WM Punkte gutschreiben,die sie nicht eingefahren hat.
Wahrscheinlich liegt das daran,das in den 50er Jahren wie es in Rennabteilungen eben Usus ist wenig an Informationen nach außen gelangt ist.

Gruß
Knattermax

This post has been edited 2 times, last edit by "knattermax" (Aug 14th 2011, 4:16pm) with the following reason: Hallo tralala, klar haben die in den 50ern nicht daran gedacht eine Originale Werksrennmaschine im Original Zustand für später zu erhalten.ursprünglich wollte man ja den praxl Motor für das projekt,der nach meiner meinung noch WM Titel hätte einfahren können.Jedoch ist der Anblick der "Kidson Rennmax"(die ich am Donauring vor 10 Jahren live gesehen habe) A für mich so wie für einen Italiener,der einen Werksmotor von AGO´s MV in einem Rahmen von FritzW.Egli oder so ansehen müsste,oder die Engländer einen Porcupine AJS Motor in eben diesem Duke Reynolds Fahrgestell akzeptieren müßten. Das mit den Schraubenfedern aus heutiger Sicht technisch Sinn machen,wurde aber lt.Mr kidson gemacht weil die offenen Köpfe sich ja immer auch mit Öl einsauen.Deshalb ist dieser Typ von Albert Roder ja auch 1954 durch den Praxl Motor bei NSU ersetzt worden. Nicht schön ist aber die Alu- braterei an den Motorenteilen die man auf dem Bild erkennt. Aber Geschmack ist bekanntlich verschieden. knattermax


31

Monday, August 15th 2011, 9:59am

Hallo Knattermax, vielen Dank für Deinen Beitrag und den vielen Details

Gruß
Manx

knattermax

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32

Monday, August 15th 2011, 9:44pm

Wenn diese Firma den Käse hier über die Duke Reynolds Max schreibt,wieviel ist wohl wahr über die beiden anderen Maschinen auf dem selben Link.Zu schreiben das eine 6 Zylinder HONDA das beste ,teuerste,rareste und mit dem besten Klang der Welt ausgestattete Maschine wäre kann der Autor denken ,ob sich aber ein Käufer findet,der wirklich auch der Meinung ist das dieses Motorrad etwas wertvolleres wäre als ein Mercedes oder Auto Union Silberpfeil ist in meinen Augen etwas überzogen.Man kann ja auch nicht den
Kölner Dom mit dem Eiffelturm vergleichen,sollten die einmal bei einer derartigen Auktion an den meist bietenden versteigert werden.
http://www.classic-auctions.com/privatesales/motorbike.aspx :keeporder:


MOT ExpiryDate:




Used by the NSU works team in 1953 and 1954
The
Rennmax made its debut at the start of the 1952 World Championship
season and displayed from the outset the qualities required to compete
at the highest level. Although the Italian teams entered the 1953 season
as favourites to win the 250cc Championship ultimately it was Werner
Haas and NSU who secured it with 28 points following wins at the Dutch
TT and West German Grand Prix , 5 more than his nearest rival and fellow
NSU rider Reg Armstrong, mounted on the machine shown. The 1953 success
was followed by an even more impressive season in 1954 when Werner Haas
won every 250cc race that he entered to secure the Championship. Once
again he was supported by Reg Armstrong on the machine displayed here. :roflmao: :diablo:
Originally
to be used in 1953 by Bill Lomas but due to injury the bike was given
to new team member Reg Armstrong who finished in 2nd place in the 250
World Championship with wins in the Ulster and Swiss GPs.
He used the machine the following year and achieved 9th place overall. :roflmao: :schimpf:

Hier mal die richtige Maschine mit der Armstrong einmal 1954 ins Ziel kam als 3er bei der TT IoM ,und beim UlsterGP ausgefallen ist.6 Gang Rennmax Modell 1954 eine Konigswelle links.Ganz anderes Motorrad:


mal ohne Verkleidung vor dem Wechsel auf Delphin Verkleidung und silbernen Schwanz wie Armstrong die TT fuhr,und Haas genau auf der in Assen kurz darauf vorzeitig mit 4 Siegen in Folge Weltmeister wurde.Dort hatte man an die Delphin Verkleidung noch eine nase um das Vorderrad herumgebaut .Danach ,also ab der Solitude fuhr nur noch H.P.Müller damit
hier komplett verkleidet



ab Solitude wurde sie eine Blauwal.,
Hat aber nichts aber auch gar nichts mit dieser Maschine zu tun die oben abgebildet ist welche mal eine 4 Gang Maschine mit 2 Königswellen rechts war.
Der Support von Armstrong für Werner Haas zum Weltmeister in nur einem Rennen war wohl etwas schwach,also Käse was die da schreiben.
Dieses Assembly einiger erschlichener Werksteile aber als die Maschine anzupreisen,die das NSU Werksteam 1953/54 benutzt hätte ist schlicht eine Frechheit.Schön wäre gewesen,die originalen Zusatzteile mit abzulichten,in denen für mich als ganzes gesehen der wahre Wert liegt und das Motorrad zumindest für die Saison 1953 bis auf den fehlenden Tank,und was sonst alles zerstört worden oder weg gekommen ist einer Originalen Werksrennmaschine wieder sehr nahe kommt.es gibt Fotos von älteren engl.Zeitschriften als die Maschine noch bei Armstrong zusammen war.
:rtfm:
Knattermax

This post has been edited 3 times, last edit by "knattermax" (Aug 17th 2011, 10:30pm)


33

Monday, August 15th 2011, 11:10pm

Wenn diese Firma den Käse hier über die Duke Reynolds Max schreibt,wieviel ist wohl wahr über die beiden anderen Maschinen auf dem selben Link.Zu schreiben das eine 6 Zylinder HONDA das beste ,teuerste,rareste und mit dem besten Klang der Welt ausgestattete Maschine wäre kann der Autor denken ,ob sich aber ein Käufer findet,der wirklich auch der Meinung ist das dieses Motorrad etwas wertvolleres wäre als ein Mercedes oder Auto Union Silberpfeil ist in meinen Augen etwas überzogen.Man kann ja auch nicht den
Kölner Dom mit dem Eiffelturm vergleichen,sollten die einmal bei einer derartigen Auktion an den meist bietenden versteigert werden.
http://www.classic-auctions.com/privatesales/motorbike.aspx :keeporder:

Knattermax


Hallo Knattermax,

Vergleiche haben es eben an sich daß sie hinken. Die Frage nach dem schönsten und tollsten Motorrad aller Zeiten macht so wenig Sinn wie die Frage nach dem größten Fahrer aller Zeiten, wenn überhaupt kann man diese Fragen nur in bezug zu einer bestimmten Ära beantworten und auch dann ist es höchst subjektiv. Mit diesen Superlativen und dem Vergleich zu den Silberpfeilen und sonstigen Geräten mit Millionenwert soll dem staunenden Publikum wohl nur verdeutlicht werden, daß der Spaß nicht billig sein wird. Ausserdem wurde dieses Motorrad, soweit ich weiß, vor nicht allzulanger Zeit nicht als ex Hailwood angeboten, sondern als die Maschine vom Sammler Teruhisa `Teri' Murayama, das die Vorgabe für die Beale Replicas war. Das Orginal Hailwood Motorrad, soweit es so zusammenblieb, wie es im letzten Rennen Anfang '69 eingesetzt wurde, hat natürlich noch einen 'ideelen' Mehrwert, der den Preis noch weiter in die Höhe treibt.

Manx

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Wednesday, August 17th 2011, 5:36pm

Was meint ihr, was für diese Rennmax heute so ungefähr bezahlt wird? ?(

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