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Peter F.

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Thursday, August 26th 2010, 4:08pm

Mercedes-Benz Museum feiert 125-jähriges Jubiläum des Reitwagens

Quelle: www.stuttgart.mercedes-benz.de

Am Sonntag, 29. August 2010, jährt sich die Patent-Anmeldung zur Erfindung des Daimler Reitwagens – dem ersten Motorrad der Welt – zum 125. Mal. Das Mercedes-Benz Museum greift das Jubiläum an diesem Tag zwischen 11 und 16 Uhr thematisch in verschiedenen Aktivitäten auf. Vormittags stellt Autor Gunter Haug die Biographie „Gottlieb Daimler – Der Traum vom Fahren“ vor.

„Der Daimler Reitwagen ist Vorreiter der individuellen Mobilität – es war das erste Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor überhaupt“, sagt Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Museum. „Die Wenigsten wissen, dass Gottlieb Daimler – kurz bevor er fast zeitgleich mit Carl Benz 1886 das Automobil erfand – den Reitwagen und damit das Motorrad zum Patent anmeldete. Wir möchten unseren Besuchern an diesem Tag zeigen, wie sich diese vermeintlich kleine Erfindung des Reitwagens bis heute weiterentwickelt hat.“
In Kooperation mit dem Deutschen Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm lädt das Mercedes-Benz Museum Fans und Besitzer historischer Motorräder ein, ihr Zweirad in einer Freiluftausstellung zu präsentieren. Noch bis zum 15. August 2010 werden Anmeldungen per E-Mail unter karsten.blum@neckarsulm.de angenommen. Auf dem Hügel vor dem Museum können Besucher am 29. August 2010 faszinierende Motorräder aus 125 Jahren erleben, wie zum Beispiel eine
De Dion Bouton 211 Kubikmeter von 1897.
Stargast ist ein Original-Nachbau des Filmfahrzeugs aus Easy Rider: Eine Harley Davidson aus dem Jahr 1987. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Mercedes-Benz Museum im Open Air Kino den Road Movie-Klassiker mit Dennis Hopper. Filmstart ist nach Sonnenuntergang gegen 21 Uhr. Das Ticket kostet 8 Euro und ist erhältlich im Mercedes-Benz Museum, online unter www.stuttgarter-sommerkino.de, an den Vorverkaufsstellen der Innenstadtkinos sowie nach Verfügbarkeit an der Abendkasse. Die Plätze sind nummeriert, Einlass ist ab 19 Uhr.

Dem Traum vom Fahren geht auch Gunter Haugs Biographie über Gottlieb Daimlers Leben nach. Der Autor präsentiert im großen Saal des Mercedes-Benz Museums erstmalig sein Werk „Gottlieb Daimler – Der Traum vom Fahren“. Die Lesung startet um 11 Uhr. Anschließend signiert Haug erste Exemplare. Der Eintritt ist frei.

Die Mercedes-Benz Lounge öffnet an diesem Tag bereits um 9 Uhr. Direkt auf dem Hügel vor dem Museum gibt es sommerliche Getränke und Speisen in entspannter Atmosphäre. Zwischen 13 und 21 Uhr können Besucher darüber hinaus kostenlose Probefahrten mit der neuen E-Klasse als Cabriolet oder T-Modell unternehmen.

Aufgrund eines VfB-Spiels ist die Mercedesstraße am Sonntag gesperrt. Besuchern wird eine Anreise über die Emil-Jellinek-Straße empfohlen. Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Während des Open Air Kinos ist die Ausstellung bis 21 Uhr geöffnet, ab 16.30 Uhr gilt mit dem Abendtarif der halbe Eintrittspreis.

Peter F.

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Friday, September 3rd 2010, 9:31pm

Mercedes-Benz Museum feierte 125-jähriges Jubiläum des Reitwagens

Eindrücke von der Jubiläumsaustellung
Text und Fotos: Karl-Heinz Bendix


Nun ist also das Motorrad 125 Jahre alt geworden, obwohl genau dieser Begriff ca. 10 Jahre jünger ist. Als Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach an ihrem Konzept des motorisierten Fahrzeugs für den Individualverkehr arbeiteten, machten sie wegen vieler anderer noch zu lösender Probleme am Fahrzeug, aus dem in der historischen Folge das Automobil hervorgehen sollte, einen kleinen Umweg und legten dabei gleich noch den Grundstein für eine weitere Kraftfahrzeug-Klasse:
das motorisierte Einspur-Fahrzeug.
Zwar verlief dann die technische Entwicklung des Motorrads bei weitem nicht so geradlinig wie die des Automobils, denn Daimler’s Reitwagen konnte nur wenige Details von seinem Konzept an die späteren Motorrad-Generationen weitergeben. Trotzdem war der 125. Jahrestag der Patentanmeldung des Reitwagens der Daimler AG Anlass genug, den Tag gebührend zu feiern und das Firmenmuseum, ein „Mekka“ für die Interessenten der KFZ-Historie zur Verfügung zu stellen.
Eine ausgezeichnete Idee, meint www.classic-motorrad.de !
Herzlichen Dank für die Ausrichtung der Veranstaltung!


Da steht er, der Reitwagen, vor dem Mercedes-Benz-Museum. Nirgendwo sonst (mit Ausnahme vielleicht vor dem Gartenhaus der Daimler’schen Villa in Bad Cannstadt) „parkt“ er mit größerer „historischer Berechtigung“!
Aufgrund der völlig unbekannten Fahrdynamik waren Daimler und Maybach gut beraten, zwei Stützräder vorzusehen.
Die Daimler AG hat rechtzeitig vor dem 100jährigen Jubiläum etliche Replica's gebaut, wobei man zum Beispiel beim im Konzern heute ungewöhnlichen Werkstoff Holz gern Hilfe von außen in Anspruch nahm. Ein Exemplar wurde aufwändig für den Straßenbetrieb vorbereitet, die anderen sind reine Ausstellungsstücke.
Der originale Reitwagen fiel übrigens bereits 1903 einem Feuer zum Opfer.


An dieser Stelle möchten wir einmal den avantgardistischen Neubau des Mercedes-Benz-Musems all denen zeigen, die ihn noch nicht selbst in Augenschein nehmen konnten. Die Architektur polarisiert, doch ist hier nicht der Ort, architektonische Stylistik zu diskutieren. Die Zeit wird zeigen, ob es ein Klassiker wird oder eine Kuriosität.
Für mich ist zudem der Inhalt viel wichtiger als die Hülle.


Zum Anlass des Reitwagen-Museums wurde gleich die Gelegenheit ergriffen, dass der urschwäbische Autor Gunter Haug seine gerade erschienene Roman-Biographie von Gottlieb Daimler vorstellen konnte,…


die er mit „Der Traum vom Fahren“ überschrieben hat. Das Buch steht in einer Reihe von ähnlichen Biografien über die großen Gründer-Persönlichkeiten der württembergischen Industrie-Geschichte wie zum Beispiel Robert Bosch, der „die Welt bewegte“. Der folgende Band wird sich allerdings mit Mercedes Jellinek beschäftigen, die „ohne eigenes Verdienst“ zur Namens-Patin der Daimler-Automobile wurde. Sie war keine Schwäbin, denn Ihr Vater Emil Jellinek war in Nizza lebender Kosmopolit mit österreichischem Pass.


Ein Jahrzehnt nach Daimlers Reitwagen kam Bewegung in die Entwicklung motorisierter Zweiräder. Hildebrand & Wolfmüller prägten den Begriff „Motorrad“ und ließen ihn sich schützen. Ihr technisches Konzept hatte sich radikal vom Reitwagen getrennt, konnte sich aber auch auf Dauer nicht durchsetzen. Immerhin gelang es, eine kleine Serie zu produzieren, und der „Durchsteige“-Rahmen wurde in den kommenden Jahrzehnten immer wieder aufgenommen, bis er sich nach dem Zweiten Weltkrieg bei den Scootern etablieren konnte. Somit ist die Hildebrand & Wolfmüller der Urahn aller Roller!
Wie man sieht, hat sie damit die Attraktivität der Roller für die Damen vererbt.
Die Veranstaltung wurde vom Neckarsulmer Motorrad-Museum (DAS Zweirad-Mekka in Deutschland überhaupt!) mit Rat und Tat kräftig unterstützt. Herzlichen Dank dafür an die Herren vom Neckarsulmer Museum, die im Hintergrund zu sehen sind.


In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gab es erneut eine Epoche, in der viele innovative Motorrad-Konzepte probiert wurden, von denen sich auch die meisten nicht auf Dauer durchsetzen konnten.
Die Megola ist gewiss das Motorrad, das die meisten ungewöhnlichen Details aufweisen konnte. Zum „Durchsteige“-Blechrahmen (heute würde man „Monocoque“ dazu sagen!) kam der ohne Schaltgetriebe und ohne Kupplung arbeitende Umlaufmotor im Vorderrad, der auf die Umlaufmotoren der Militär-Flugzeuge des Ersten Weltkriegs zurückgeführt werden kann.
Das Konzept war viel zu teuer, um zur Massenmotorisierung in den zwanziger Jahren beitragen zu können. Obwohl die Megola im Rennsport sofort erfolgreich war, gab es in den Jahren nach der Inflation viel zu wenige Kunden für das exotische Fahrzeug, so dass der Firma kein langes Leben beschieden war.
Es gab in der Zeit auch ähnliche Konstruktionen mit konventionellem Antrieb, zum Beispiel der Golem und der Lomos von DKW, die zudem noch in der Klasse der preiswerten Fahrzeuge platziert waren, doch auch sie bewirkten keinen Markterfolg.

Peter F.

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Friday, September 3rd 2010, 9:48pm

Parallel zur Buchvorstellung wurde auf dem Vorplatz des Museums ein Treffen für Motorräder bis Bj. 1980 organisiert. Eine großartige Idee! Kompliment an den/die, die sie erdachten und in die Realität umsetzten. Zudem herzlichen Dank an die Daimler AG, das Gelände dafür zur Verfügung zu stellen.
Einige der bei der Gelegenheit zu sehenden Motorräder möchten wir im Folgenden vorstellen:


Diese DeDion Bouton aus den 90er Jahren des vorvergangenen Jahrhunderts, die von Ewald Gall aus Ludwigsburg immer wieder einmal bei derartigen Veranstaltungen vorgeführt wird, ist von Zeit zu Zeit das älteste in Deutschland zugelassene motorisierte Zweirad. Manchmal wird sie halt abgemeldet…..
Hier ist schon deutlich zu sehen, dass sowohl die Reitwagen-Konzeption von Daimler und Maybach als auch die Hildebrand & Wolfmüller jeweils eine technische Sackgasse bedeuteten, so mutig und fortschrittlich sie auch waren. Die zukunftsträchtigen Konstruktionen waren Leichtbau-Konzepte wie diese DeDion, die auf Elementen des Niederrad-Fahrrades aufbauten. Damit wurde eine Konstruktionslinie begründet, die sich auf Dauer durchsetzte und direkt zum Motorrad der Moderne führte, wie wir es heute kennen. Allerdings lagen natürlich über 100 Jahre Entwicklungszeit dazwischen!


Norbert Riedel, der Entwickler der Imme, sah bereits, dass die Nachkriegsmotorisierung eine große Chance für „low budget“-Fahrzeuge bot. So achtete er bei seiner Imme darauf, dass wirklich nur die Elemente vorhanden waren, die unverzichtbar sind. Also spendierte er der Imme eine Monolever-Triebsatz-Schwinge für das Hinterrad, und eine Einholm-Trapezgabel vorn. Da die Federung nur unzulänglich mechanisch gedämpft wird, nimmt die Imme eigentlich die Fahreigenschaften vorweg, die einige Jahre später eine andere Riedel-Konstruktion „namentlich verewigte“, die „Swing“. Alles ist dauernd in Bewegung bei der Imme, wenn sie rollt, und das ganz besonders mit Sozia. Aber schaut euch an, welche Freude auf den Gesichtern aufleuchtet, wenn man (vermutlich) über 50 Jahre nach der damaligen ersten Mobilitäts-Erfahrung heute immer noch mit dem Ding unterwegs sein darf!


BMW war bei der Veranstaltung wie stets hier in unseren Landen überproportional vertreten, denn heute ist es kaum noch nachvollziehbar für die jüngeren Interessenten, welche Begehrlichkeit die Motorräder aus München bei der damaligen Jugend ausgelöst hatten. Fast stets bezieht sich dieses besondere Interesse auf die Boxer-Modelle, besonders auf die sportlichen Typen, doch wir wollen hier einmal ein ganz spezielles Modell aus der langen Kette der BMW-Einzylinder-Modelle zeigen:
die R4, den hubraumstärksten Einzylinder der BMW-Kardan-Geschichte. Wer nun meint, dass das ein ziemlich unsportlicher „Bock" sei, hat irgendwie schon recht, und trotzdem hat die R4 eine beachtliche Karriere im Sport aufzuweisen. Sie wurde nämlich in den 30er Jahren im damals sehr populären Zuverlässigkeits-Sport eingesetzt, und der heute noch populäre BMW-Superstar „Schorsch“ Meier begann z.B. seine Sport-Karriere auf der R4.


Großbritannien war in den 20er Jahren führend in der Kraftfahrzeug-Technik. Es gab auf zwei und vier Rädern etliche Marken mit großartigem Image, das in vielen Fällen auf den Rennsport-Erfolgen basierte. Aber kein Motorrad-Markenname strahlte damals so hell wie der von Sunbeam. Hier wurde höchste Qualität mit kompromissloser Sportlichkeit gepaart, so dass alle Sunbeam-Modelle grundsätzlich nur in den obersten Preis-Regionen angesiedelt waren. Die sv-Longstrokes waren schon damals legendär, aber höchste Anerkennung der Fans erlangten die ohv-Modelle 8 bzw. 80 sowie 9 bzw. 90.
Sie alle waren und sind, wie das hier gezeigte Exemplar: ein Traum!


Standard war seit der Aufnahme der Produktion in der Mitte der 20er Jahre die württembergische Nobelmarke schlechthin. 1929 übernahm Standard-Chef Wilhelm Gutbrod die Schweizer Marke Zehender und konnte durch die dort gefertigten Motoren den wichtigen Schritt vom Konfektionär zum Komplett-Anbieter durchführen. Mit den dort entwickelten Zweitakt-Motoren konnte Standard sein Programm von der Luxus-Klasse in die Mittelklasse ausweiten, und wegen des Markterfolgs musste Standard die Fabrikation erst von Ludwigsburg nach Feuerbach und dann nach Plochingen verlagern.
Das hier ist ein wunderbares Exemplar des Modells „Feuergeist“.


Daimler’s Reitwagen war ein visionärer Entwurf, doch natürlich hatte er Vorläufer. Sie alle gingen auf das Laufrad des badischen Freiherrn Karl von Drais zurück, das die Genealogie der Einspurfahrzeuge begründete. So war es nur folgerichtig, dass am Jubiläumstag des Reitwagens auch eine Laufrad-Replica zu sehen war.

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Sunday, September 5th 2010, 8:46pm

Der wunderschöne STANDARD "Feuergeist"

Hallo liebe Fans,



wer kann mir Info geben, aus welchem Baujahr stammt der abgebildete wunderschöne STANDARD "Feuergeist".....



Herzlichen Dank + viele Grüsse,

Nikola

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