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Wednesday, March 10th 2010, 5:18pm

Ex-Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz: Nun bald auch nicht mehr „Mr. President“?

Dr. Walter Kafitz hatte Bedeutung. In Deutschland? - Na, wohl mehr in Rheinland-Pfalz. Er war Geschäftsführer einer Gesellschaft, die zu 90 Prozent diesem Land gehörte, 10 Prozent dem Kreis Ahrweiler. Er nannte sich Hauptgeschäftsführer. Und „regierte“ entsprechend.

Da er – mit dem richtigen Parteibuch ausgestattet – mit der Unterstützung „seiner“ Regierung rechnen konnte, hat er eine gewaltige Entwicklung in Gang gesetzt: „Nürburgring 2009“. – Und er fand Rückendeckung in den politischen Organen, die wohl selbst weder über Fachkenntnisse noch realistische Beratung durch die von ihnen beauftragten Sachwalter erhielten.

Leider hat Dr. Kafitz Grenzen überschritten. Er hat mit dem o.g. Projekt „zu dick aufgetragen“. Er wollte wohl da eine „Ganzjahres-Destination“ schaffen, wo das absolut nicht möglich ist: Nahe dem höchsten Punkt der Eifel, wo die Einheimischen mit durchschnittlich sechs Monaten Winter rechnen. – Aber Dr. Kafitz war „nicht von hier“. Inzwischen sind wohl in seinem Projekt, das dann auch Politiker zu „ihrem“ machten – „Nürburgring 2009“ – mehr als 350 Millionen Euro verbaut worden; es gab zwei Eröffnungen und noch immer ist nicht alles funktionsfähig. Aber es kostet!

Dr. Kafitz hat es geschafft, sich selbst – in Verbindung mit anderen Firmen – „seinen“ GmbH‘s – Kredite zu genehmigen, hat hier und dort wohl mal zu deutlich „getrickst“. So war eigentlich sein ein wenig abrupter Abschied aus der Region keine Überraschung. Dr. Kafitz ging nicht von, er ging „über Bord“. Es gibt eben Dinge, die selbst Parteigenossen nicht mehr akzeptieren können. Auch dann nicht, wenn sie von Aufsichtsräten nicht wahrgenommen worden waren. Oder nicht verstanden. Oder übersehen.

Dr. Walter Kafitz wurde bei der Nürburgring GmbH entlassen. Fristlos. Und das gleich zweifach. Aber auch nach seinem Ausscheiden nahm er z.B. einen Termin in Monte Carlo (FIA-Sitzung) wahr.

- Vielleicht als „President of Association Internationale des Circuits Permanents“? (Und wer zahlte die Reisekosten?)

Tatsächlich hatte Dr. Walter Kafitz auch die gerade genannte Position als „Mr. President“ inne. - Hatte das auch „politische Gründe“? - Genau betrachtet hatte er keine direkte Beziehung zu dem, was er eigentlich zu verantworten hatte. - Aber er hatte „Beziehungen“, solche, die er offensichtlich auch heute noch nutzen kann.

Er ist inzwischen nach Abu Dhabi abgedriftet, sitzt inzwischen schon wieder in einem „Direktoren-Sessel“. Nach letzten Informationen aber wohl nicht so fest, wie sich das – eine Reihe von Flugstunden entfernt – darstellt. Nach letzten Informationen, die uns aus den VAE (Vereinigten Arabischen Emiraten) erreichten, gilt eine Probezeit als vereinbart. Und man spricht in unseren Breiten nicht ohne Grund von den „Weisen aus dem Morgenland“, wenn man vom Können der dort heimischen Chefs berichtet: Die „Eifel-Periode“ des Herrn Dr. Kafitz wird dort gerade noch intensiv überprüft.

Derweil ist man in der Eifel, wo Dr. Kafitz als Hauptgeschäftsführer auch für den Nürburgring als Rennstrecke verantwortlich war, nicht über den Verlust traurig, ihn verloren zu haben. Wir haben keinen Verkaufsanstieg von Papiertaschentüchern registrieren können. Offensichtlich wurde er von seinen ehemaligen Mitarbeitern gerne in Richtung Wüste entlassen.

Neues Glück, einen neuen Anfang, glaubt Dr. Kafitz nun wohl in Abu Dhabi zu finden. Dort gibt es eine Rennstrecke (übrigens mit Baukosten insgesamt um 1 Milliarde die teuerste Rennstrecke der Welt!), die exakt von jenem Architekten konzipiert und gebaut wurde, der auch im Auftrag der Nürburgring GmbH das Projekt „Nürburgring 2009“ entwickelte: Hermann Tilke (55).

Mitarbeiter der Nürburgring GmbH vermuteten schon vor seinem Abgang, dass Dr. Kafitz wohl in Abu Dhabi als Berater landen würde. Das mit dem Beratervertrag wurde bisher offiziell nicht bestätigt. Aber Kafitz kam dort dann – ab 1. Februar 2010 – (auch?) gleich als „Director Track Operation“ in den richtigen Schreibtischsessel. Und fühlte sich offensichtlich gleich wohl, wenn er – wie berichtet wurde – sich dort mit einem Maserati zeigen konnte. (Er kann offensichtlich derzeit nicht die Bedeutung einer Probezeit einschätzen.) Am Nürburgring stand ihm übrigens nur ein BMW M 5 als Dienstwagen „sponsort by BMW“ zur Verfügung.

BMW hat unsere Anfrage vom 11. Dezember 2009 nach dem Verbleib dieses Fahrzeuges, trotz Erinnerung in diesem Jahr an eine Antwort, bis heute nicht beantworten können. Wir haben der Firma vor kurzer Zeit den Einsatz des Werkschutzes empfohlen. (Es wird übrigens kolportiert, dass Dr. Kafitz lt. Dienstvertrag schon ein „Dienstwagen“ zustand: und zwar ein Opel Astra.)

Verständlicherweise wird sein Ausscheiden aus der Funktion des Hauptgeschäftsführers der Nürburgring GmbH nicht überall als „normal“ empfunden. Da macht man sich dann auch z.B. bei der „Association Internationale des Circuits Permanents“ so seine Gedanken. In den ersten Märztagen wurde gerade eine E-mail versendet, in der so gewisse Vorbehalte deutlich werden, die man bei der aktuellen Abwicklung „des Falles“ Dr. Walter Kafitz empfindet.

Nun könnten wir aus dieser E-mail zitieren und schreiben, „...E-mail liegt der Redaktion vor“. Das klingt gut und ist auch überzeugend. Wir möchten noch eins drauf setzen und sagen: Hier folgt die Original-Wiedergabe der Mitteilung, die Hans Ernst, Vice President der o.g. Organisation, an die Mitglieder versandte. Natürlich ist das Papier geheim:

To the Members of Circuits International /
Association Internationale des Circuits Permanents

Zandvoort, 1st March 2010

Dear members,

As you probably already have heard, unfortunately, our President, Dr. Walter Kafitz, is no longer in charge/representative of the Nürburgring GmbH.
Therefore, according to the Statutes of our organisation, Dr. Walter Kafitz had to resign as President.
This was only known after the Annual General Meeting in Monaco in which the President invited all members for the Spring Meeting at the Nürburgring (19th March 2010).

Due to this extraordinary situation we decided to cancel the Spring Meeting at the Nürburgring.
The Committee will come together on the 9th of March in Amsterdam to discuss the future role of CI/AICP, the preparation of the Annual General Meeting of 2010, the election of the new President (to be proposed to the members during the Annual General Meeting) and any further items.

We will keep you informed on the outcome of the Extraordinary Committee Meeting and hope to see you all again at the Annual General Meeting 2010.

With best regards,

CI/AICP

Hans Ernst
Vice-President


Es handelt sich hier um eine interne Information, die „vertraulich“ behandelt werden sollte. Darum wird sie auch von uns nicht ins Deutsche übersetzt. Bitte behandeln Sie diese Information darum auch so wie gedacht. Aber nach dem Lesen – ein wenig Englisch versteht heute jeder (schon durch die Werbeeinblendungen im deutschen Fernsehen) - ist sicherlich auch Ihnen klar, dass nach dem „Extraordinary Committe Meeting“ am 9. März 2010 in Amsterdam Dr. Walter Kafitz sicherlich in Zukunft auf den Titel „President“ verzichten muss.

Und die Region um den Nürburgring wird in der Zeit um den 19. März auf die Belegung einer Reihe von Hotelzimmern verzichten müssen. - Alles wegen Dr. Kafitz. - Dabei gibt es hier inzwischen genug (freie) Hotelzimmer. Auch freie Ferienhäuser. (Eins davon wird aber jetzt – jeweils am Ende seiner Arbeitstage vom neuen Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Hans-Joachim Koch, be- und genutzt.)

Dr. Kafitz hat jetzt am „Yas Marina Circuit“ in Abus Dhabi sicherlich eine verantwortungsvolle neue Aufgabe übernommen. Übrigens bei einer Rennstrecke, die sich inzwischen zu 100 Prozent im Besitz des dortigen Staates befindet. (Während man hier gerade „anders herum“ denkt und zu handeln versucht.)

Es könnte auch sein, dass ihm einer seiner leitenden Mitarbeiter bei der Nürburgring GmbH vielleicht bald nachfolgt. Der war hier „am Ring“ für „ring°werk“ und „ring°racer“ verantwortlich. In Abu Dhabi wird er sich dann (wieder einmal) um die „Schnellste Achterbahn der Welt“ kümmern müssen. Das hatte er schon bei der Nürburgring GmbH getan. Leider ohne Erfolg. Bisher gab es da nur Verletzte. -

Wir haben – der guten Ordnung halber – Herrn Andreas Stickel (um den handelt es sich) unter seiner E-mail-Anschrift bei der Nürburgring GmbH am 3. März angeschrieben und um eine kurze Bestätigung unserer Informationen aus den arabischen Emiraten gebeten:

Sehr geehrter Herr Stickel,

nach letzten Informationen aus den Emiraten werden Sie dort bald erwartet. Werden Sie sich dort um die „schnellste Achterbahn der Welt“ bemühen, die ja - wie ich Ihnen berichten durfte - aus Rheinland-Pfalz kommt? Dort wurde sie gebaut.
Es wäre nett, wenn Sie diese Info - irgendwie - abnicken würden. - Danke im Voraus.
Herzliche Grüße


Wir haben bis zum Druckbeginn keine Antwort erhalten, was nach unserem Empfinden einer Bestätigung der entsprechenden Informationen gleich kommt. Andreas Stickel wird in Abu Dhabi zwar auch mit der Inbetriebnahme der „Schnellsten Achterbahn der Welt“ beschäftigt sein. Aber diese Achterbahn kommt – was die Fertigung betrifft – aus Rheinland-Pfalz! Die am Nürburgring wurde aus den USA geliefert, hat ein anderes Antriebssystem... - Na ja! - Möge Herrn Stickel das Glück in Abu Dhabi hold sein.

Dr. Kafitz ist derweil – wie aus Richtung Köln zu hören - wohl bemüht, sein Haus in Hahnwald, einer teuren, sehr guten Wohngegend, zu einem angemessenen Preis (immerhin weniger als eine Million!) zu verkaufen. Weil er seine Zukunft derzeit wohl mehr in Abu Dhabi sieht und in Deutschland kein Geld verlieren möchte, weil wohl schon Leute darüber nachdenken, ihn für irgendwelche Fehlleistungen haftbar zu machen. Da haben Bündis 90/DIE GRÜNEN mit einem Rechtsgutachten nachweisen lassen... - Also Leute gibt es... -

Dabei hatte man im Mainzer Landtag schon vor einiger Zeit in öffentlicher Sitzung festgestellt, dass der Geschäftsführer einer landeseigenen GmbH eigentlich keinerlei Verantwortung zu tragen habe. Keine jedenfalls, die das Gehalt rechtfertigte, das Dr. Kafitz für seine „damalige“ Tätigkeit erhalten hat. - Immerhin war er da auch noch „Mr. President“.

Und das mit der Probezeit in den VAE halten wir unter Beobachtung. - Versprochen!

Wilhelm Hahne




- Artikel aus Eifelzeitung 10. KW 2010 -


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Thursday, March 25th 2010, 4:02pm

Nach Nürburgring 2009 kommt Nürburgring 2010


Neue Betreiber und neues Konzept für Nürburgring in den Startlöchern








„Die Landesregierung steht vor dem Scheitern des großspurig angekündigten neuen Gesellschaftermodells am Nürburgring. Das Land wird über neue Betreiber und ein völlig neues Konzept nachdenken müssen“, erklärten der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Untersuchungsausschuss Nürburgring, Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf, und der wirtschaftspolitische Sprecher, Alexander Licht. Es erscheine mehr als sinnvoll, dass die Automobilverbände im Kerngeschäft „Motorsport“, in welcher Form auch immer, beteiligt werden. Motorsport und Freizeitpark haben nur getrennt eine Überlebenschance, dass zeige im Ergebnis ein nun veröffentlichter Brief des ADAC-Vorsitzenden.

Der ADAC-Vorsitzende Peter Meyer macht in seinem Brief an die Landesregierung deutlich, dass das geplante Geschäftsmodell erheblich zu Lasten des Motorsports geht. Der ADAC-Verbandschef kritisiert dies nicht nur im Schreiben, sondern darüber hinaus kündigt er an, wenn sich die Bedingungen am Nürburgring verschlechtern, eine EU-Vergaberechtsklage gegen das Gesellschaftermodell prüfen zu lassen. Millionenschwere Regressansprüche könnten auf die Landesregierung zukommen.

Baldauf: „Der Vertrag mit den beiden Teilhabern der Betreibergesellschaft ist noch nicht abgeschlossen, schon steht die Landesregierung vor einem neuen Scherbenhaufen. Wenn der Nürburgring aus den roten Zahlen kommen möchte, wird die Landesregierung ihre anvisierte Gesellschafterstruktur ändern müssen. Es zeigt sich, dass Motorsport, Freizeitindustrie, Ferienpark, Gastronomie und Hotel aus einer Hand nicht zukunftsträchtig und kaum mit den Absichten im Letter of Intent der Landesregierung vereinbar sind.“

Licht: „Unserer Ansicht nach wäre es ein großer Fehler, wenn der Nürburgring den ADAC als Partner verlieren würde. Die Motorsportverbände haben offensichtlich kein Vertrauen in eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den von der Landesregierung ausgewählten privaten Geschäftsinhabern. Die Unvereinbarkeit der Positionen wurde in dem Brief des ADAC-Verbandschefs überdeutlich. Deshalb möchten wir, dass die Zukunft des Betreibermodells und die Zusammenarbeit der Nürburgring GmbH mit dem ADAC Thema im nächsten Wirtschaftsausschuss werden.“

- Artikel aus Eifelzeitung 12. KW 2010 -

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Friday, March 26th 2010, 7:31pm

wie ich in dem anderen Beitrag vor zwei Stunden schrieb, wurde gestern Abend der Vertrag mit der Lindner-Gruppe unterschrieben,

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Wednesday, March 31st 2010, 2:28pm

http://www.swr.de/rp-aktuell/-/id=233240…0chk/index.html

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Wednesday, March 31st 2010, 3:38pm

Sicher ist jedenfalls, dass alle Beteiligten sich nicht mit Ruhm bekleckert haben.. :thumbdown:

Jetzt warten wir mal ab (was anderes bleibt uns ja sowiso nicht übrig) was daraus wird....... :huh:

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Thursday, April 1st 2010, 3:36pm

Hauptbahnhof Nürburgring

Zum Nürburgring bald im Rheinland-Pfalz-Takt

Adenau/Daun. Nachdem vergangene Woche bekannt geworden ist, dass das Land als Eigentümer sämtliche Immobilien am Nürburgring, also auch die Hotels und das Party-Dorf übernimmt, soll nun auch die Förderung des Personennahverkehrs einschließlich des Schienenpersonenverkehrs (SPNV) in der Vulkaneifel auf einem hohen Niveau gehalten werden. In einem nächsten Schritt will Minister Hendrik Hering die landeseigene Immobilie „Nürburgring“ in die Weiterentwicklung des Rheinland-Pfalz-Taktes der Bahn einbinden.

Hierzu haben die Zweckverbände Schienenpersonen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd sowie das Land das Angebot im SPNV (Schienenpersonennahverkehr) in Rheinland-Pfalz überarbeitet und für den Fahrplanwechsel im Dezember 2012 das Konzept „Nürburgring Takt 2013“ beschlossen.

Seit dem Anschluss der Eifel-Querverbindung an das IC-Netz Koblenz-Köln wurden in den Linienplänen der Bahn zwei neu zu errichtende Haltepunkte in der Vulkaneifel dargestellt. Bisher war nicht bekannt, wo genau diese Haltepunkte sein werden. Jetzt wurde das Geheimnis gelüftet. Nachdem man seitens der Stadt Gerolstein auf Renovierungs- und Ausbaupläne des eigenen Bahnhofs bisher verzichtet hatte, war die Kreisstadt Daun auf den Plan gekommen und hat für die Errichtung eines eigenen neuen Haltepunkts eine Planung erarbeitet und Landes- und Bundesmittel beantragt. Die Bürgermeister von Kelberg und Adenau – Karl Häfner und Hermann-Josef Romes haben sich Jenssen’s Planungen angeschlossen.

Jenssen, Häfner und Romes im Gespräch mit der Eifel-Zeitung: „Der Verfahrensweg war denkbar einfach. Im Auftrag der VG’s Adenau, Kelberg und der Stadt Daun wurden eine Machbarkeitsstudie und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung erstellt. Im Rahmen einer Fördervoranfrage wurde seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) die grundsätzliche Förderfähigkeit des Vorhabens bestätigt“. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung lag mit einem Wert von 3,77 über dem unteren Grenzwert von 1,0. Jeder in das Infrastrukturvorhaben investierte Euro erbrachte somit einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 3,77 Euro“.

Das MWVLW hatte bereits im Mai 2008 das Eisenbahnbundesamt (EBA) um Prüfung gebeten, ob der Neubau des Haltepunktes Daun, in der zweiten Stufe des Ausbaus die Strecke Daun-Nürburgring in das GVFG-Bundesprogrammvorhaben (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) aufgenommen werden kann. Die positive Antwort des EBA kam innerhalb von vier Wochen – so Jenssen. Die Bahn beteiligt sich am Ausbau der Bahnstrecke von Daun über Uesfeld bis Anschlussstelle Nürburg/Nordschleifen-Zufahrt, an der Ahrtalreaktivierung und am Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke „Rund um die Nordschleife“. Hierfür sollen die speziell für bergische Landschaften entwickelten Züge mit Neigetechnik das besondere „Nordschleifen-Feeling“ vermitteln. Die Gleisbauarbeiten entlang der 23 km langen Nordschleife beginnen bereits am 01.04.2010. Die zweite Bahn-Anschlussstelle zum Nürburgring wird über die Ahrtal-Anbindung realisiert. Somit erfährt auch der Bahnhof Adenau eine Renaissance. Zudem wird dem Hotel- und Gaststättengewerbe in Adenau eine bessere Ausgangslage für die Versorgung der Besucherströme aus Richtung NRW zugemessen.

Wie die Eifel-Zeitung erfahren hat, plant die Landesregierung den Nürburgring für alle Altersklassen zu erschließen. Im Rahmen des demografischen Wandels werden die aktiven Besucherströme (Nordschleifenfahrer) zum Nürburgring von Jahr zu Jahr stagnieren. Für die steigende Zahl der passiven Besucherströme (60plus) will man sogenannte „Huckepack-Höllentripps“ per Bahn rund um die Nordschleife anbieten. Es ist geplant, parallel zur Nordschleifen-Einfahrt eine vollautomatische Bahnverladestation für Autos und Motorräder, sowie eine Nordschleifenbahnstation zu errichten. So spart man Parkplätze. Montags bis freitags werden zwischen 09.00 und 18.00 Uhr Autoverladezüge mit Gesellschaftswagen und Bordrestaurant eingesetzt. Hier können die Fahrgäste bei Volksmusik und einem Glas Rotwein das Renngeschehen auf der Nordschleife aus nächster Nähe miterleben.

Im Race-ICE um den Ring

An den Wochenenden sollen moderne Hochgeschwindigkeitszüge mit modernster Neigetechnik zum Einsatz kommen, die Höchstgeschwindigkeiten bis zu 320 km/h erreichen. Ein Teil der Zugachsen wird mittels vierpoliger, fremdbelüfteter Drehstrom-Asynchronmotoren und gehäuselosem Stator angetrieben. Die Kraftübertragung auf die Treibachsen erfolgt mittels Kardan-Gelenkwellen mit Kegelrad-Getriebe, um den extremen Fliehkräften an Steigungen und Gefällstrecken rund um die Nordschleife gewachsen zu sein. Die beiden Stromrichterwagen werden darüber hinaus mit einer Hochspannungs-Dachleitung versorgt, sodass mit nur einem angehobenen Stromabnehmer gefahren werden kann. In den neu entwickelten „Race-Neige-ICE T7“ steht ein Audiosystem an allen Plätzen sowie ein Videosystem zur Verfügung. Sechs Audiokanäle sind vom Fahrgast über ein in den Sitzplatz integriertes Modul wählbar. Fünf weitere Kanäle stehen für den TV- und Videoempfang zur Verfügung. Auf Wunsch erlebt der Fahrgast das Gefühl, mitten im Renngeschehen zu sein. Hering: „Mit dem neuen Bahnangebot wird der Nürburgring zu einer Ganzjahres-Attraktion für alle Altersklassen.“

Zum ersten Spatenstich am Donnerstag, den 01.04.2010 um 17.00 Uhr in Breitscheid ist die Bevölkerung rund um den Nürburgring herzlich eingeladen. Neben Minister Hendrik Hering wird auch Boris Becker erwartet. Schließlich hat Becker, im Rahmen seines Engagements als Ring-Botschafter insgesamt noch drei bereits bezahlte Termine zu absolvieren. Angeblich will Landrat Pföhler an diesem Donnerstag nach dem Spatenstich mit Becker über die Stornierung der letzten beiden Auftritte verhandeln. Landrat Pföhler müsste als Aufsichtsrat über die großzügige Verpflichtung Beckers Bescheid gewusst haben. Jedenfalls ist geplant, die satte sechsstellige Rücküberweisung von Becker für ein angemessenes Büffet mit Eifeler Spezialitäten und Freibier anlässlich des ersten Spatenstichs einzusetzen.


- Artikel aus Eifelzeitung 13. KW 2010 -

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Thursday, April 1st 2010, 5:36pm

Aus informierten Kreisen habe ich vernommen, daß auch der Graf von Hochstaden zum ersten Spatenstich eingeladen worden ist, ab 19:00 gibt er Autogramm-Karten,


pur, der sich heute par nennt.
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Thursday, April 1st 2010, 6:28pm

Aus gutunterrichteten Kreisen wurde vernommen, dass ein gewisser Herr Dr. Kafitz zum 1. Spatenstich persöhnlich mit dem Jet der Emirate Aerlines vorbeikommt...Landung auf dem Flugplatz Mendig (Ehemaliger Heeresflieger-Standort) und von Mendig aus mit dem Taxi nach Breitscheid, um pünktlich dem 1. Spatenstich der ICE - Trasse als geladener Ehrengast beizuwohnen. Die Anreise des Herrn Kafitz wurde ausdrücklich durch das Land Rheinland Pfals gesponsort.

GT Karl

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Thursday, April 1st 2010, 6:34pm

Hallo Leute,
es freut mich, daß ihr noch soviel Zeit habt euch zum ersten April einen solchen Schei.... auszudenken :D !

Gruß

Karl

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Thursday, April 1st 2010, 8:07pm

Hey Kalle,

wieso Sch....e? Das sind nackte Tatsachen vom Beck, sozusagen "Ein Geniestreich, ein Tollfreffer, äh, Felltroffer, äh, Volltreffer..."


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Sunday, April 4th 2010, 4:46pm

Nachdem der 1.April nun gelaufen ist,die Auflösung der Geschichte :D

Bis zur Fertigstellung des Hauptbahnhof in Nürburg wird der Eifel ICE zwischengelagert. :D

An der Neigungstechnik ist noch einiges zu verbessern,für das Nordschleifenfeeling versteht sich. :D

Gruß aus der nassen Eifel
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Thursday, April 8th 2010, 3:35pm

Was sagt man denn dazu ???

Das Land RLP investiert am Nürburgring mehr als 350 Millionen Euro zur Belebung des Tourismus: Nicht zu verstehen: Bürgermeister entscheidet gegen Millionen-Investition

Am 13.Januar 1960 gründete Wolfgang Graf Berghe von Trips die „Scuderia Colonia e.V. im ADAC“. Das war vor nunmehr 50 Jahren. Ganz klar, dass die „Enkel“ des Grafen, der auf der Rennstrecke von Monza sein Leben lassen musste, nun dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, eine Veranstaltung, die nun schon zum 11. Male stattfindet, in einem besonderen Rahmen durchzuführen.

Die Veranstalter gaben dieser „11. Scuderia Colonia Classic“ den Obertitel „An zwei Tagen rund um die Nürburg“. Natürlich wird so eine Veranstaltung sorgfältig geplant. So hat man z.B. das „Historische Fahrerlager“ am Nürburgring angemietet, war auch rechtzeitig um die Reservierung von Hotelzimmern bemüht.
Bereits vor Ende des Jahres 2009 fragte man z.B. beim neuen „Lindner Congress & Motorsport Hotel Nürburgring“ um die Reservierung eines Zimmerkontingents nach. Bei Lindner nannte man einen „Sonderpreis“ von 238,- Euro pro Zimmer. - Immerhin war als Termin ja Pfingsten 2010 angedacht.

Im Januar 2010 hatte die Organisationsleitung der Scuderia Colonia dann allen Grund, noch einmal nach evtl. korrigierten Zimmerpreisen zu fragen. Dank der Bemühungen der FDP (Warum eigentlich?) war ab 1. Januar 2010 die Mehrwertsteuer für Hotelzimmer von bisher 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt worden. - Beim „Lindner Hotel“ bedauerte man: Leider sei keine Preissenkung möglich, da man durch die Steuersenkung gerade mal die eigentlich notwendigen Preiserhöhungen vermeiden könne.

So hat sich dann das Organisationsteam in einem kleineren Hotel (ohne „Vier Sterne“) in Nürburg eingemietet. Den Fahrern und den Begleitmannschaften bleibt überlassen, wo sie sich einmieten wollen. Aber einige der Oldtimer-Besitzer und -Fahrer kennen z.B. Teile der Lindner-Familie und werden sicherlich dann auch um Pfingsten 2010 dort absteigen. Andere werden sicherlich die günstigeren Preise der kleineren Hotels in und um Nürburg nutzen. - Wie auch das Orga-Team.

Bis zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung haben 79 Starter bei der Scuderia Colonia“ genannt, so dass dann insgesamt 210 Personen (einschl. Kinder und Helfer) in Nürburg und Umgebung übernachten werden. Denn die Veranstaltung geht über zwei Tage. Und manches Team wird vielleicht auch noch einen Tag anhängen.

Bei der „Scuderia Colonia“ plant man sauber und korrekt. So hat man inzwischen nicht nur längst die Fahrtroute ausgesucht, mit der man viele kleine Orte – zur Freude der dortigen Bürgermeister – anfährt, sondern hat auch für die Streckenführung eine Genehmigung beantragt. Denn selbst solche touristischen Ausfahrten (mit Oldtimern) müssen genehmigt werden. So sollten die schon im Minuten-Abstand starten, sollten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von um 30 km/h nicht überschreiten, sollten... - Wir leben eben in einem streng reglementierten Land.

So wurde dann auch die Verbandsgemeinde Kelberg um Genehmigung der Durchfahrt gebeten. Von der übergeordneten Behörde. Immerhin führen um 35 Kilometer der geplanten Fahrstrecke (von 205 km) an einem Samstag durch die Verbandsgemeinde Kelberg.

Deren Verbandsbürgermeister, Karl Häfner, ließ seiner vorgesetzten Behörde, der Kreisverwaltung in Daun dann auch am 18. März 2010 seine Stellungnahme zukommen.

„Vollzug der Straßenverkehrsordnung Oldtimerfahrt „Scuderia Colonia Classic“ am 22.05./23.05.2010

Ihr Schreiben (E-mail) vom 16.03.2010

Sehr geehrter Herr …..

wir vertreten die Auffassung, dass die Straßen in unserer Verbandsgemeinde durch Oldimterfahrten und ähnliche Veranstaltungen bereits mehr als genug belastet sind und dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen.

Wir bitten Sie daher, den Veranstalter zur entsprechenden Änderung des Streckenverlaufs aufzufordern.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Häfner
Bürgermeister“


Da der Redaktion dieser Brief in Kopie vorliegt, fügen wir ihn zusätzlich als Kopie ein, da dessen Inhalt und die Art der Argumentation sonst von unseren Lesern für einen Scherz gehalten werden könnte. Noch einmal zum Nachempfinden:

„...dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen.“

Brief bitte hier klicken!

Karl Häfner, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg ist übrigens der gleiche, der sich für den Bau des (bisher überwiegend leerstehenden) Feriendorfes in Drees einsetzte, in dessen Gemeinde auch jene Lavagrube liegt, die die Basis für einen Geschäftsbetrieb bildete, der im letzten Jahr zu einem deutlich überhöhten Preis von der Nürburgring GmbH (lt. Landesrechnungshof) übernommen wurde. Nachdem die Lavagrube einige Zeit vor Firmengründung von der Verwaltung des Bergamtes in die Verwaltung (und Verantwortung) der Gemeinde Kelberg übergeben worden war.

Eigentlich war vom Bergamt vorgesehen gewesen... - Eigentlich war auch von der Landespolitik vorgesehen... - Aber die „Vorsehung“ des Herrn Häfner ist von anderer Art. Und so werden die Bürgermeister von kleinen Eifel-Orten bei ihrem nächsten Treffen versuchen müssen, die „Meinung“ ihres Herrschers in die richtige Richtung zu beeinflussen.

Es könnte ja auch sein, dass Herr Kai Richter, der u.a. im Einzugsbereich der Verbandsgemeindeverwaltung von Kelberg wohnt (und dem außerhalb des Bebauungsgebietes seines Auch-Wohnortes – Kirsbach – der Bau eines Pferdestalles „im Außenbereich“ ohne Probleme durch „Häfner‘s Bauamt“ genehmigt wurde) sich nun als Gesellschafter der neuen Betreiberfirma am Nürburgring zu Wort meldet und den Herrn Bürgermeister Häfner zur Ordnung ruft.

Die „Eifel-Zeitung“ wird über die weitere Entwicklung berichten.

Wilhelm Hahne

Zeigt man jetzt sein wahres Gesicht?
350 Millionen Euro Steuergelder hat die Landesregierung in ihr „Touristisches Aushängeschild“ - das Projekt Nürburgring investiert. Damit soll nach Aussage der Landesregierung die strukturpolitische Bedeutung des Nürburgrings entscheidend und nachhaltig gestärkt werden. Dass ausgerechnet jetzt im Landkreis Vulkaneifel eine konterproduktive Entscheidung gegen das „Touristische Aushängeschild“ Nürburgring gefällt worden ist, lässt aufmerksame Betrachter zweifeln, ob man in Kelberg und in der Kreisstadt Daun mit seiner Resolution vor gut einem Jahr mehr „Schein als Sein“ vorgegaukelt hat. Zeigen die Herrschaften jetzt ihr wahres Gesicht?

Wir erinnern uns: Die Landräte Dr.Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler), Dr. Alexander Saftig (Kreis Mayen-Koblenz) und Heinz Onnertz (Kreis Vulkaneifel in Daun) sowie die Bürgermeister Hermann-Josef Romes (Verbandsgemeinde Adenau), Karl Häfner (VG Kelberg) und Gerd Heilmann (VG Vordereifel) bekräftigten vor gut einem Jahr in einer Erklärung/Resolution, „gemeinsam und im engen Schulterschluss alles dafür zu tun, dass das neue, ganzjährige Freizeit- und Businesszentrum ein Erfolg wird.“ In der Resolution vom 19.03.2009 des Verbandsgemeinderates von Kelberg zum Thema Nürburgring steht ua folgender Inhalt: „Wir stehen zum Projekt Nürburgring 2009, weil er als Wirtschaftsmotor No.1 und Garant moderner Arbeitsplätze für die Region unverzichtbar ist.“ Ähnliches hat man im Kreistag Vulkaneifel beschlossen.

So ist es eben in der Politik. Die Entscheidung gegen ein Teilstückchen Oldtimerrundfahrt durch den Landkreis Vulkaneifel klingt in diesem Zusammenhang geradezu heuchlerich. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Da fordert ausgerechnet der VG-Bürgermeister von Kelberg seine Kreisverwaltung Vulkaneifel auf, das Teilstückchen Oldtimerrundfahrt durch „Kelberger Hoheitsgebiet“ verlegen zu lassen. Im Schreiben heißt es: ...durch Oldtimerfahrten seien die Straßen in der Verbandsgemeinde bereits mehr als genug belastet und es sei nicht einsehbar, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern (in diesem Fall aus NRW) ihre Ausfahrten nach hierher verlegen.“ Die Kreisverwaltung Vulkaneifel kam der Aufforderung des Bürgermeisters tatsächlich nach und schickte ein ablehnendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler: „man möge die Strecke entsprechend ändern“. So funktioniert der Verwaltungsapparat in Rheinland-Pfalz. Diese Entscheidung ist mehr als konterproduktiv. Einerseits werden 350 Millionen am Ring investiert, anderseits lehnt man es ab, eine touristische Attraktion durch seinen Landkreis fahren zu lassen.

Ist das etwa die Art und Weise, wie man mit seinen NRW-Nachbarn umgeht? Diese Entscheidung ist beschämend für den Landkreis Vulkaneifel. Die Verantwortlichen sollten ihre Meinung überdenken. Woher kommen denn unsere Tagestouristen in der Mehrzahl?

- Artikel aus Eifelzeitung 14. KW 2010 -

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Thursday, April 8th 2010, 6:14pm

Gibt es denn sowas auch....????
Da fällt einem nichts passendes dazu ein..... :cursing:

pur

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Friday, April 9th 2010, 12:33am

damit der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg, Herr Karl Häfner Gelegenheit hat, sich selbst zu den Angaben der Eifelzeitung zu äussern, habe ich ihm folgende Mail mit der Bitte um Beantwortung zugeschickt:


z.Hd. Herrn Bürgermeister Karl Häfner,

Ist es richtig, wie die Eifelzeitung in ihrer Ausgabe von der 14. KW 2010 berichtet, daß Sie die Kreisverwaltung Vulkaneifel aufgefordert haben, das Teilstück Oldtimerrundfahrt der 11. Scuderia Colonia Classic durch „Kelberger Hoheitsgebiet“ verlegen zu lassen. In Ihrem Schreiben soll es heißen“...durch Oldtimerfahrten seien die Straßen in der Verbandsgemeinde bereits mehr als genug belastet und es sei nicht einsehbar, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern (in diesem Fall aus NRW) ihre Ausfahrten nach hierher verlegen.“?

Ist es richtig, daß die Landräte Dr.Jürgen Pföhler (Kreis Ahrweiler), Dr. Alexander Saftig (Kreis Mayen-Koblenz) und Heinz Onnertz (Kreis Vulkaneifel in Daun) sowie die Bürgermeister Hermann-Josef Romes (Verbandsgemeinde Adenau), Karl Häfner (VG Kelberg) und Gerd Heilmann (VG Vordereifel) vor gut einem Jahr in einer Erklärung/Resolution bekräftigten, „gemeinsam und im engen Schulterschluss alles dafür zu tun, dass das neue, ganzjährige Freizeit- und Businesszentrum ein Erfolg wird.“ In der Resolution vom 19.03.2009 des Verbandsgemeinderates von Kelberg zum Thema Nürburgring steht ua folgender Inhalt: „Wir stehen zum Projekt Nürburgring 2009, weil er als Wirtschaftsmotor No.1 und Garant moderner Arbeitsplätze für die Region unverzichtbar ist.“ Ähnliches hat man im Kreistag Vulkaneifel beschlossen.

Sehr geehrter Herr Häfner, ich bitte Sie um Stellungnahme zu diesem Widerspruch Ihrer Handlung. Diese Frage stellt Ihnen jemand aus Nordrhein-Westfalen, dem Teil Ihres Nachbarlandes, welches jahrhundertelang als Teil des Rheinlandes mit dem Teil von Rheinland-Pfalz eine politische Einheit war.

Ich erwarte Ihre Antwort,
mit nachbarlichem Gruß

Ihr
"Ich hatte eine sehr schwere Kindheit. Ich kam praktisch ohne Zähne zur Welt und war die ersten Jahre so gut wie infantil. Einiges davon habe ich bewahren und an kommende Generationen weitergeben können." TG

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Thursday, April 15th 2010, 5:23pm

Von Schadensbegrenzung und Halbwahrheiten

Kein Aprilscherz! Vergangene Woche verursachte ein Artikel der Eifel-Zeitung bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung unserer Online-Ausgabe für Unverständnis und jede Menge Kopfschütteln unter den Gewerbebetrieben – nicht nur rund um den Nürburgring! Auslöser dieser Aufregung war ein ablehnendes Schreiben von Verbandsbürgermeister Karl Häfner (CDU) infolge einer Genehmigungsanfrage für eine Oldtimerausfahrt durch das Kelberger Land des renommierten Automobilclubs „Scuderia Colonia“ aus Hürth.

Vor dem Hintergrund, dass das Land 350 Millionen Euro (Steuergeld) am Nürburgring investiert hat, um aus der legendärsten Rennstrecke der Welt eine touristische Ganzjahresattraktion zu machen und sich der Verbandsgemeinderat vor gut einem Jahr in einer Resolution für den touristischen Ausbau des Nürburgrings ausgesprochen hat, war die ablehnende Haltung des Kelberger Verbandsbürgermeisters nicht zu verstehen, zumal auch ein Bungalowdorf mit etwa 100 Häusern auf der Gemarkung Drees (VG Kelberg) gebaut worden ist.

Das ablehnende Schreiben aus Kelberg an die Kreisverwaltung Vulkaneifel hatte folgenden Wortlaut:

Zitat: “ ... wir vertreten die Auffassung, dass die Straßen in unserer Verbandsgemeinde durch Oldtimerfahrten und ähnliche Veranstaltungen bereits mehr als genug belastet sind und dass nicht einsehbar ist, dass Veranstalter aus anderen Bundesländern ihre Ausfahrten mit historischen Automobilen nach hierher verlegen. Wir bitten Sie daher, den Veranstalter zur entsprechenden Änderung des Streckenverlaufs aufzufordern.“

In Zeiten von Globalisierung, grenzenloser Zusammenarbeit und den touristischen Bemühungen um jeden Urlaubsgast, kann solch eine Ablehnung mehr Schaden anrichten, als es sich manch ein Verwaltungsmann vorstellen kann.

Die Eifel-Zeitung hatte vergangene Woche in ihrem Kommentar sinngemäß geschrieben, dass die Kreisverwaltung in Daun der Aufforderung des Bürgermeisters nachgekommen sei und ein ablehnendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler weiter geleitet hat, damit diese Genehmigungsbehörde dem Automobilclub die Ablehnung aus Kelberg mitteilen kann. Unsere Interpretation seinach Meinung der Kreisverwaltung Vulkaneifel-faktisch falsch. Legt man jedes Wort einzeln auf die Waagschale, mag das formaljuristisch so sein.

Richtigstellung nicht gewünscht

Die Kreisverwaltung erklärt uns, dass ihr Schreiben lediglich als Zwischeninformation bzw. als Zwischenbericht an die Genehmigungsbehörde in Ahrweiler zu verstehen sein sollte. Der VG-Bürgermeister sei sozusagen nicht autorisiert, seine Ablehnung durchzusetzen. Seine Aufforderung an die Kreisverwaltung sei also lediglich eine Empfehlung. Das EAZ-Angebot einer Richtigstellung wurde seitens der Kreisverwaltung nicht gewünscht.

Die ganze Wahrheit


Nach dem anschießenden Versuch der Kreisverwaltung Vulkaneifel, Schadensbegrenzung mit Halbwahrheiten über die Tageszeitung zu publizieren (Online- Artikel vom 09.04./gedruckt in der Samstagsausgabe 10.04.) und daraus resultierenden Anrufen – „was stimmt denn jetzt?“, sehen wir uns veranlasst, unseren Leserinnen und Lesern die ganze Wahrheit zu erzählen.

Der Versuch einer Tageszeitung, sozusagen als „Verwaltungss-prachrohr“ aufzutreten, diente offensichtlich nur der Verbreitung der halben Wahrheit. Ähnlich wie bei dem Versuch der gescheiterten Sparkassenfusion werden in der Berichterstattung der Tageszeitung gewisse Fakten einfach weggelassen. Dort äußert sich Landrat Onnertz:

„Ich begrüße solche Orientierungsfahrten, da sie ein interessantes Publikum in unsere interessante und liebenswerte Heimat bringen.“

Anm.d.Red.: Diese Meinung hat uns Landrat Onnertz am 08.04.2010 telefonisch auch mitgeteilt. Er hat uns auch mitgeteilt, dass noch die Stellungsnahme der Polizei und der Straßenverwaltung (LBM) aussteht. Kurze Zeit später folgte dann am Freitagnachmittag seine Meinung auf den Onlineseiten der Tageszeitung.

Zwischenbericht oder Absage?

Wovon in dem Artikel der Tageszeitung vom 09./10.04.2010 nicht die Rede ist, ist die Tatsache, dass die Kreisverwaltung Vulkaneifel überhaupt nicht auf die ausstehenden Stellungnahmen von Polizei und LBM gewartet hat. Was wir als so genannten Zwischenbericht verstehen sollten, muss wohl eher als finale Information nach Ahrweiler verstanden werden, nämlich der Oldtimerausfahrt durch Kelberger Land nicht zuzustimmen. Bereits mit Schreiben vom 25.03.2010 hat die Kreisverwaltung Vulkaneifel folgendes Schreiben an die Kreisverwaltung Ahrweiler geschickt, übrigens ohne die beiden Stellungnahmen von Polizei und LBM abzuwarten:

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel schreibt - Zitat: “...mit Schreiben vom 18.03.2010 teilte uns die VG Kelberg mit, dass sie mit der vorgesehenen Streckenführung durch ihr Zuständigkeitsgebiet nicht einverstanden ist und der Veranstaltung nicht zustimmt. Das Schreiben haben wir zur gefälligen Kenntnisnahme und weiteren Veranlassung in Kopie beigefügt.“

Aprilscherz?

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat daraufhin die „Ablehnung“ aus Kelberg mit Kurzmitteilung vom 29.03.2010 weitergeleitet an den Veranstalter „Scuderia Colonia“. Dieses Schreiben ist in Hürth am 01. April. 2010 angekommen. Die Eifel-Zeitung sprach mit den Verantwortlichen. Der Organisator der Oldtimer-Rundfahrt dachte zunächst an einen Aprilscherz und fragte entsprechend in Daun nach. Der Sachbearbeiter der Kreisverwaltung in Daun äußerte sich sinngemäß, dass dies kein Aprilscherz sei. Vielmehr fühle man sich an die Einschätzung aus Kelberg gebunden. Aus der Kelberger Verwaltung will man die Ablehnung mittlerweile als Missverständnis zu verstehen wissen. Davon ist im Artikel der Tageszeitung nichts zu lesen. Zufall?

Jonas musste retten


Glücklicherweise lenken die Beteiligten mittlerweile ein. Kelbergs Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas (Freie Wählergem.) versucht seit vergangenem Freitag mit vollem Einsatz zu retten, was zu retten ist. Er hat sich wirklich alle Mühen gegeben! Darüber sind nicht nur die Veranstalter aus Hürth sehr froh, sondern auch die Geschäftsleute in Kelberg. Die freuen sich natürlich genauso über die Oldtimer, wie die Bürgerinnen und Bürger und die Touristen. Außerdem wäre es unheimlich kompliziert, eine Streckenführung wieder umzuplanen. Häfners Ablehnung soll jetzt „Stand 12.04.2010) angeblich auf Missverständnissen basiert haben, die man nicht am besten nicht weiter kommentiert. Man plant jetzt in Kelberg auf Bitten von Jonas anstelle einer Vorbeifahrt sogar einen Zwischenstopp der Oldtimer auf dem schönen Marktplatz von Kelberg. Das ist doch wunderbar.

Ein Telefonat hätte genügt


Da kann man mal sehen, was ein unverständliches Ablehnungsschreiben auslösen kann. Da entstehen die tollsten Aussagen. Vielleicht sollte man mit Entscheidungen, die in irgendeiner Art und Weise der Region schaden könnten, in den Verwaltungen etwas sensibler umgehen. Manchmal genügt schon ein einfaches Telefonat von Verwaltung zu Verwaltung.


- Artikel aus Eifelzeitung 15. KW 2010 -

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Monday, April 19th 2010, 4:35pm

Heftige Kritik an Ex-Chef des Nürburgrings

Der Leiter des Controlling am Nürburgring, Michael Nuss-Kaltenborn, hat den Führungsstil des ehemaligen Geschäftsführers, Walter Kafitz, scharf kritisiert. Eigene Entscheidungen seien nicht zugelassen worden.

Stattdessen sei von ihm erwartet worden, Anweisungen befehlsmäßig auszuführen, sagte Nuss-Kaltenborn vor dem Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags. Zudem habe er auch Demütigungen einstecken müssen, so der Zeuge. Zum Beispiel habe Kafitz einmal in einer Sitzung mit beiden Fäusten auf den Tisch geschlagen und ihn als Idioten bezeichnet.

Kritische Vermerke zu den später spektakulär gescheiterten Bemühungen um eine Privatfinanzierung des neuen Freizeitparks am Nürburgring seien auf Betreiben von Kafitz nicht an den Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH und die Landesregierung "kommuniziert" worden, erklärte Nuss-Kaltenborn weiter. Der erwartete wirtschaftliche Erfolg für die Ringgesellschaft habe magnetisch gewirkt, sagte der Zeuge weiter. Er selbst habe aber schließlich erhebliche Zweifel bekommen. Ihm habe jedoch der Mut gefehlt, im Frühling 2009 den damaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister und Nürburgring-Aufsichtsratschef Ingolf Deubel (SPD) zu warnen.

Aschewolke verhindert Anreise von Kafitz
Der Ausschuss will heute auch noch den Hauptinvestor an der Eifel-Rennstrecke, Kai Richter, befragen. Vorgesehen war auch eine Befragung von Walter Kafitz. Er habe jedoch wegen der Vulkanasche-Wolke nicht mit dem Flugzeug anreisen können, teilte der Ausschussvorsitzende Carsten Pörksen (SPD) in der Sitzung in Mainz mit. Das gelte auch für den Geschäftsmann Normann Böhm, der ebenfalls Auskunft geben sollte. Ein dritter Zeuge, der Manager Michael Merten, entschuldigte sich wegen Krankheit.

Merten und Böhm, waren in die Privatfinanzierung des Ausbaus der Rennstrecke eingebunden.

Gruß
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Bericht von SWR.de

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Thursday, June 24th 2010, 11:38am

so eine Sch..... aber auch

Bei Nürburgring-Arena wurden die Toiletten vergessen :D

Die gefeuerten Macher am Nürburgring hatten in der Ringarena einfach die Toiletten vergessen.

Die Kartbahn muss deshalb nun verlegt werden, weil in der Veranstaltungsarena mit gut 5000 Plätzen WCs und Küche fehlen.

Für das Land bedeutet das: Es muss noch einmal sieben Millionen Euro investieren. ?(

Dafür muss der gesteckte Kreditrahmen von 330 Millionen Euro aber nicht erhöht werden, beruhigte Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD).

Der neue Chef der Betreibergesellschaft, Jörg Lindner, muss aber weiter mit Baustellen leben.

Wann die mehr als zehn Millionen Euro teure Achterbahn "Ringracer" einmal auf Touren kommt, ist auch noch ungewiss. :?: X( :!:

Auszug aus www.rz-online.de

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fourtreiber

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Thursday, June 24th 2010, 3:06pm

Nur noch Deletanten am Werk. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

119

Saturday, June 26th 2010, 12:04am

"Deletanten"?

Das sind wohl die User der Delete-Funktion?



Egal, das schreibt die Presse zum Thema:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1D…n~Scontent.html



So long

K.

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Thursday, July 1st 2010, 2:55pm

Bericht des SWR Fernsehen über die Machenschaften am Nürburgring

http://www.swr.de/-/id=116/did=6577702/p…6yce/index.html

Gruß
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