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 Das Ende der Vorfreude - Altes Elefantentreffen 2014
Was gibt es schöneres als nach ausgiebigem Genuss der Vorfreunde den Motor zu starten und zum Alten Elefantentreffen zum Nürburgring zu fahren? Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Nichts.

2014-elefantentreffen 02Der Freitag stand im Zeichen der Anreise, das Organisationsteam des Alten Elefantentreffens - kurz E-Team - hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet, rechtzeitig war der Campingplatz am Nürburgring bereit zum Event.

Nur an der Autosperre fehlte etwas, Harry war nicht dabei. Jahrelang war er das freundliche Gesicht gewesen, das dafür gesorgt hatte, dass in den inneren Bereich des Treffens auch wirklich nun das vordringen konnte, was auch dort hin gehört. Harry ist im November 2013 im Alter von 66 Jahre verstorben.

Hinter der Autosperre zeigte sich das Gelände von seiner besten Seite. Viele Zelte, Unterstände
und Eigenbauten boten Schutz vor dem regnerischen Wetter, die Lagerfeuer sorgten für die typische Atmosphäre.

Die Wege waren - wie die Zeltflächen auch - zunächst noch ganz ansehnlich, aber das würde sich noch änd
ern...

Am Samst
2014-elefantentreffen 03ag kamen zu den "richtigen" Teilnehmern viele Tagesgäste dazu. Es gab einiges zu tun: Der Brennholztransport, die Wettkämpfe, die campingplatzeigene Crossstrecke, der Einkauf am Stand des Orgateams und immer wieder das Cruisen über den Platz gaben reichlich Gelegenheit, alte Bekannte zu treffen und neue Bekanntschaften zu machen. Das Wetter spielte - zumindest für Nürburgringverhältnisse - mit.
Bei Temperaturen bis zu 10 Grad und wolkenverhangenem Himmel hatte der Matsch auf den Wegen keine Chance zum Abtrocknen, die Wiesenflächen verloren ihr Gesicht. Mensch und Material konnte man es deutlich ansehen, auf die gute Laue hatte das keinen Einfluss.

Recht interessant war auch zu beobachten, wie die Menschen im Zeitalter des allgegenwärtigen Internets
auch direkt miteinander kommunizierten. Es brauchte kein Soziales Netzwerk um an einer Engstelle zwei Gespanne aneinander vorbei zubringen, da reichte ein Blick. Wenn der Brennholzbestand zur Neige ging, dann ging es ohne Smartphone-App, es reichte im rechten Moment am rechten Ort zu sein und Lagerfeuer zu teilen.

2014-elefantentreffen 04Das Abendprogramm begann mit einer Feuerschlucker-Show, als nächstes waren die Preisverleihungen an der Reihe.

Mit fast 2000km hatte eine Gruppe Spanier die weiteste Anfahrt, der älteste Teilnehmer war Jahrgang 38, und das Publikum stimmte spontan passende Lieder an, der Vollmond leuchtete die Szene aus.

Als es dann mit dem Verlesen der Liste der Verstorbenen weiter ging, wurde es ganz still, selbst der Win
2014-elefantentreffen 05d verstummte.
Nach der anschließenden Schweigeminute wurde zum Start der Motoren aufgerufen, es war Zeit für die Fackelfahrt: Gesctzt 200 Motorräder und Gespanne fuhren über das Gelände, die Beifahrer hielten die Fackeln. Die übrigen Teilnehmer standen am Wegrand und man konnte ganz deutlich spüren, wie wohl sich die Teilnehmer fühlten und wie froh sie waren, unter so vielen gleichgesinnten, ganz normalen Menschen zu sein.

Den Ausklang des Abends erlebte man dann an einem der vielen Lagerfeuer. Die kurzen Schauer blieben weitgehend unbeachtet.

2014-elefantentreffenIn der Nacht gab es nochmal reichlich Regen, am Morgen hatten die Wiesenflächen und Wege dann endgültig aufgegeben und sich in Matsch verwandelt.

Nach dem Frühstück hieß es packen, verabreden für das Treffen vom 20. bis 22. Februar 2015, verabschieden und - schweren Herzens - aufbrechen.

Würde man das Benzin, das bei diesem herrlichen Wintertreffen gequatscht wurde, abfüllen, so könnte man sicher...

 Infos: Altes Elefantentreffen
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