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Mopeds im Keltenmuseum Hallein
Fotos + Text: Jochen Bangert

Seit mehr als 4 Jahrzehnten begeistert das Keltenmuseum im österreichischen Hallein mit sensationellen keltischen Funden aus einem der bedeutendsten archäologischen Fundorte Europas.

Und warum steht das hier in Classic-Motorrad?

Nun, die Macher des Museums haben eine tolle Sonderausstellung auf die Füße, bzw. Reifen gestellt. Seit Ende Mai heißt es in dem Museum „Die Halleiner kommen zurück – österreichische Fahrzeuggeschichte“. Neben KTM und Puch gab es in Österreich auch noch andere (vergessene?) Zweiradhersteller, darunter HMW, die Halleiner Motorenwerke.

Die Geschichte dieses Herstellers von überwiegend 50ccm Mopeds und Motorrollern wird über fast das gesamte Museum verteilt mit interessanten Informationen, Fotos, Dokumenten, Motoren und natürlich vielen Fahrzeugen detailliert dargestellt.

Der Gründer von HMW, der Ing. Anton Fuchs, arbeitete ab 1938 bei Victoria in Nürnberg. Dabei war er auch an der Konstruktion des von Albert Roder entwickelten Fahrradhilfsmotor FM 38 beteiligt. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt St. Pölten entstanden dort 1946 die ersten Prototypen von FM 50 Motoren. FM stand für Fuchs-Motor. Das Fuchs den Motor „aus dem Gedächtnis“ neu konstruiert hatte, nahm im wohl niemand so richtig ab und führte auch zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Victoria. Schadensersatz für bereits gefertigte Motoren und Lizenzgebühren waren das Ergebnis.

Nach etwa 200 in Rabenstein/Niederösterreich gefertigten Motoren und dem großen Kaufinteresse wurde dann 1948 die Produktion in Hallein aufgenommen und die Halleiner Motorenwerke entstanden. Als Anfang der 1950iger Jahre die 50ccm Motoren für Mopeds immer mehr an Bedeutung gewannen, war HMW mit dabei. Die 75ccm Motoren waren dagegen eher selten. Mit der Foxinette brachte HMW dann das erste komplette Moped auf den Markt. Es folgten noch etliche Mopeds und auch Rollermodelle. Und das man auch was von Marketing verstand, bewies der Roller Conny, dessen erstes Modell die Sängerin Conny Froboess werbewirksam zum 16.Geburtstag erhalten hatte. In den besten Jahren beschäftigte HMW 1250 Menschen.


Auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten wurde 1958 die Produktion nach Kottingbrunn in Niederösterreich verlagert, leider zu einem schlechten Zeitpunkt, da die Absätze einbrachen und die Produktion entsprechend angepasst werden mussten. Am 16. Mai 1962 verließ das 128.175ste Moped das Fließband und die Lichter gingen aus. HMW wurde zur Geschichte.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. August 2010. Begleitend erschien im Verlag des Keltenmuseums eine 66seitige reich bebilderte Broschüre.


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Weitere Infos: www.keltenmuseum.at

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