FörderFreunde PS.SPEICHER
02.02.2018 um 19:00 Uhr im PS.SPEICHER
LEAVINGHOMEFUNKTION - Auf dem Landweg nach New York
45.000 km - 2,5 Jahre - mit Ural Motorradgespannen
BRIDGE UNDER DESTRUCTION
Am 02. Februar 2018 um 19:00 Uhr gibt es einen Reisebericht der besonderen Art von Künstlern der ‚leavinghomefunktion‘ und wie sie es mit ihren Ural 650 Gespannen 40.000 km und zweieinhalb Jahre nach ihrem Aufbruch in Deutschland schafften, in New York einzurollen.

Leavinghomefunktion – und jetzt: Cominghomefunktion

Es scheint erst wenige Tage her zu sein, dass die Künstlergruppe leavinghomefunktion herausgeputzt auf ihren Ural 650 Gespannen durch die Straßen New Yorks knatterte. New York City – der Schmelztiegel der Kulturen – war ihr finales Ziel nach einem Wahnsinns-Ritt von mehr als 40.000 km auf einem Wahnsinns-Motorrad!

HEADED FOR SIBERIAN FORESTSBereits vor über zwei Jahren hatten die Künstler Komfortzone und Privatsphäre zurückgelassen und Haarbürste gegen Schraubenschlüssel getauscht. Die Beiwagen wurden zu mobilen Studios transformiert und so ging es auf und davon, sich die Welt mit eigenen Augen zu beschauen. Mit Hilfe ihrer rollenden Studios schufen die Künstler ein weitreichendes Netzwerk zwischen fernöstlicher Abgeschiedenheit und westlicher Entwicklung. Und so war es eine Kombination aus dem Schneckentempo und der unglaublichen Menge an Pannen, die ihnen Tür und Tor sowohl in sehr dicht besiedelten als auch stark isolierten Regionen öffneten.

Erfahrung und Routine zeigten den fünf Gereisten bald: Hat man also eine Panne, lösen sich die meisten Hemmungen und Kommunikationsbarrieren in Wohlgefallen auf. Die Beteiligten – ob einheimisch oder weltreisend – sind fast selbstverständlich an einer gemeinsamen Lösungsfindung interessiert.

Das betreffende Motorrad dicht umringend arbeiten alle Hand in Hand und sind involviert – Stereotypen greifen hier nicht mehr. Und so scheint allein das Gesamtpaket dieser Ural Motorräder herkömmliche Konventionen und Grenzen zu sprengen.

Im Herbst 2014 brachen die Abenteurer also aus Deutschland auf. Auf der Suche nach einem Landweg, der die Fünf in Richtung Osten bis in den Westen führen würde. Kompression, Zündzeitpunkt oder Ventilspiel waren bis dato alles Fremdworte im Umgang mit den alten Ural Motorrädern, die ab jetzt als Transportmittel und mobiles Studio dienen sollten. Nach 25 km gab’s bereits die erste große Panne und nach 5.000 km das erste Wintercamp – in Georgien.

RIDING TO THE CAUCASUS MOUNTAINSIm ständigen Kampf gegen Wind, Wetter und russische Technik überwunden sie Berge aus Bürokratie, um auf abenteuerliche Weise herauszufinden, was Entfernung wirklich bedeutet. Die folgenden 20.000 km waren die volle Dosis Erfahrung – es ging durch Kasachische Gewitter und durch die mongolische Wüste, entlang tausender Kilometer Wellblechpiste – pausenlos gejagt von sibirischen Tigermücken. Dort, wo Sibirien endet und der Ferne Osten Russlands beginnt, stellen sich die Fünf der nächsten großen Herausforderung: die ‚Old Road of Bones‘. Diese Straße als „unfahrbar“ zu beschreiben, würde die ganze Sache wohl am treffendsten beschreiben. 300 km Sumpf, Flüsse und Schlamm später war bereits absehbar, dass die Dinge auf dem Landweg nach New York City zunehmend mühevoller wurden – vor allem weiter nördlich, Richtung Beringstraße, wo die Reise zu Lande final zu Wasser fortgesetzt wurde.

NUN! Nach einer Winterpause in Kanada hatten die Reisenden ihr Ingenieurstalent entdeckt und den schwimmbaren Amphibien-Prototyp der Ural 650 entwickelt. Zudem waren die notwendigen finanziellen Mittel zusammengetragen, um in den Fernen Osten Russlands zurückkehren zu können. Hier wartete der absolute Gipfel dieser Reise: 1.600 km Flussfahrt auf dem entlegenen Kolyma mit einem Floß, das von den Teufelsmotoren der 650iger Ural Maschinen angetrieben wurde. Es ging hinauf bis zur Mündung in den Arktischen Ozean. Durch das Tschukotkische Outback ging es anschließend weiter nach Kamchatka auf die andere Seite.

ARRIVAL THE SHORES OF ARCTIC OCEANVon Anchorage führte der Weg durch die Weiten Alaskas – bis nach Kanada. Unzählige Pannen waren ein stetiger Begleiter, der ihnen oftmals in Kontakt mit wunderbaren Menschen und atemberaubenden Geschichten brachte. Mit kleineren und größeren Umwegen schließlich auf der Zielgeraden – entlang der Westküste bis nach Los Angeles – trudelten die Weltgereisten am 10.01.2017 um 15:04 Uhr mit Pauken und Trompeten in NEW YORK CITY ein. Gelbe Taxi-Schwärme und das Smartphone-Blitzlichtgewitter ungläubig starrender Fußgänger bereiten einen ungewohnten Empfang und den Auftakt zu einem großartigen Grande Finale… doch schauen Sie selbst!


Für FörderFreunde ist der Eintritt frei, alle anderen zahlen 10,- € an der Abendkasse. Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, in geselliger Runde bei Snacks und Getränken sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Anmeldung zur Veranstaltung und weitere Informationen unter Tel. 05561 92320270 bzw. per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Hinweis zu dem beigefügten Bildmaterial: © leavinghomefunktion.

 
CHANGING TARP FOR YURT
 
 Über den PS.SPEICHER:

Die Erlebnisausstellung PS.SPEICHER Einbeck erlebt seit ihrer Eröffnung im Sommer 2014 überregionale Aufmerksamkeit und ungebrochen starken Publikumszulauf. Grundlage der Ausstellung ist eine Sammlung historischer Fahrzeuge aus dem Besitz des Kaufmanns Karl-Heinz Rehkopf, die er der gemeinnützigen Kulturstiftung Kornhaus schenkte und damit der Allgemeinheit öffentlich zugänglich machte. Die Sammlung gilt als eine der größten ihrer Art weltweit. Insbesondere die hochprofessionelle und moderne Art der Präsentation der Sammlung hat große Beachtung beim Publikum und in den Medien gefunden. Weitere Informationen finden Sie auf www.ps-speicher.de sowie auf www.facebook.com/ps.speicher
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