Moto Aktiv O-Fahrt 1991
Schöne Strapaze mit 30 Buchstaben?
Von Thomas Claar, Wiesbaden

Was kann das jetzt schon wieder sein? "Bange macht 'ne Schlange mit solchem Klange". Peter und ich sitzen in einem halbwegs gemütlichen, ziemlich dunklen Cafe in Vetschau bei Cottbus und müssen ein Kreuzworträtsel 'Um die Ecke gedacht' lösen. Nur langsam und mühsam füllen sich die Kästchen.

Die anderen vier unserer kleinen Gruppe sind in die ortsansässige Bibliothek spaziert und versuchen, die Bezeichnungen von 20 Tieren und Pflanzen herauszufinden, die in unseren Roadbooks abgebildet sind. Hilfe erhalten sie von der netten Bibliotheksangestellten Kerstin, die wir schon gestern bemüht haben, als wir das verflixte Lied von „City“ und seinem Sänger herausfinden mussten.

Draußen regnet es, daher ist es nicht ganz so schlimm, dass wir nicht weiterfahren. Denn viel lieber würden wir uns mit den Menschen hier auf dem Gebiet der ehemaligen DDR unterhalten und das Land, das ja jetzt auch „unser“ Land ist, kennen lernen. Man hat noch keine rechte Beziehung dazu und wir wissen auch noch wenig darüber. Aber wir haben bereits so viele Eindrücke während der vier Tage bekommen, die unsere Reise schon dauert, dass wir ganz hungrig sind und mehr erfahren wollen.

Stattdessen lösen wir Kreuzworträtsel. „Wasserwanderers Untersatz“ mit 3 Buchstaben?

Was überhaupt los ist? Wir sind Teilnehmer der Langstrecken-Orientierungsfahrt von MOTO AKTIV, die in diesem Jahr 8 Tage lang im Gebiet der ehemaligen DDR und 2 Tage in Polen veranstaltet wird. Es geht darum, sich nach Bildern oder Zeichen („Chinesen“ oder Fischgräten“) zu orientieren und so die Streckenführung zu ermitteln. Einen Kompass sollten wir auch mitbringen, mir schwant schon Schlimmes …

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Von den 2500 km insgesamt sollen 70 % der Straßen gut sein, hieß es – da denkt man als Motorradfahrer ja mit zuerst dran. Also hatte ich keine Bedenken, mit meiner VFR mitzufahren. Ich sollte mein Fett noch bekommen. Das Maschinenfeld ist genauso bunt gewürfelt wie die 21 Teilnehmer, die aus ganz (West-)Deutschland nach Marburg, dem Startort (und Sitz von MOTO AKTIV) angereist sind. Nur einen richtigen Bayer haben wir nicht dabei, eigentlich komisch, und auch keine einzige BMW. Aber sonst: VFR und CBR, XJ 900, Le Mans, einige Eintopf-Enduros - sie werden ihre Freude noch haben - ein Twin aus Africa, Guzzi- und Emmi-Gespann, eine Bimota-Suzuki (! – armer Lutz!) – wirklich schön bunt. ­

Marburg, Naturfreundehaus, Freitagabend, Anreise, erstes Kennenlernen. Zum Teil kennt man sich schon untereinander oder von anderen Veranstaltungen, über das gemeinsame Hobby kommt man ja eh´ schnell zusammen. Als es dunkel wird, gibt es die erste Lagerfeuerromantik des Jahres hier am Waldrand, Mitte Mai ist es noch gar nicht so warm.

Am Samstagmorgen haben die Veranstalter Markus und Ron drei kleine Trial-Sek­tionen vor die erste Reiseetappe gesetzt. Es hagelt erste Strafpunkte, Hoffnung und Ehrgeiz wird wach. Für einige eine neue Erfahrung, die noch nie auf einer Trialmaschine gesessen, äh, ge­standen haben
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Aber dann kann es endlich losgehen. Kleine Gruppen haben sich gebildet - gemeinsam tüfteln ist besser. Bildersuchfahrt ist angesagt. Im Roadbook sind Bilder von Häusern, Straßenschildern oder der Landschaft abgedruckt, außerdem Entfernungsangaben. Danach sucht man sich die Fahr­troute zusammen. Zur Kontrolle muss der Standort eingetragen werden. ­

Bei Tann in der Rhön geht es über die ehemalige Grenze. Der einsetzende Regen ist praktisch, wenn ab und zu Eintragungen in das Roadbook vorzunehmen sind. Es ist eine Geländeetappe an der Grenze eingebaut, ein Stück über die Fahrspur der NVA über Betonplatten am 'Todesstreifen' entlang. Ein unbehagliches Gefühl. Auch die ersten Kilometer in Thüringen sind ungewohnt. Die Straßen sind schlechter, die Häuser zum Teil heruntergekommen, alles ist 'undressierter' als bei uns. Aber die Landschaft am 'Rennsteig' ist schön, waldreich und hügelig mit Kurven. ­­­­

Wir übernachten in Jugendherbergen. Zum ersten Mal betreten viele von uns ein Haus in der ehemaligen DDR. Merkwürdig sind im Speisesaal die vielen kleinen runden Löcher in der Decke. Ob die Stasi da vielleicht mal Schießübungen ...? Komisch, auf welche Gedanken man kommt! Es gibt viel zu erzählen, was jeder erlebt hat. Alle sind ermattet und etwas durchgefroren, ein, zwei Bierchen lassen uns tief schlafen.

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'Chinesisch' geht es am nächsten Tag weiter. Nach im Roadbook verzeichneten Symbolen ('Chinesen') mit Entfernungsangaben orientieren wir uns. Sie stellen den Streckenverlauf dar. Fast unbemerkt werden wir eine Runde um die sehr gut ausgebaute und schön zu fahrende Renn­strecke 'Schleizer Dreieck' geschickt, die außerhalb der Rennveranstaltungen öffentliche Straße ist. Der große Start- und Zielturm in exzellentem Zustand und die lange Boxengasse mit den vielen Reklameschildern sind Fremdkörper auf DDR-Straßen.

Welch ein Gegensatz zu Plauen: düster, schmutzig, fast schwarz von der Kohle sind die Häuser. Und immer wieder dieses grobe Kopfsteinpflaster. Auch das MZ-Werk in Zschopau ist verfallen, ein Autohändler mit westlichen Marken hat sich auf einem Teil des Geländes niedergelassen.

Schon beim Frühstück heißt es, heute Abend werden wir richtig nobel übernachten. Als wir Schloss Augustusburg anfahren, ahnen wir noch nicht, dass in seinem Innern eine schöne Jugendherberge untergebracht ist. Rallye fertig für heute? Denkste! Es folgt noch eine Einzelaudienz bei Markus – Klugscheißerpokal genannt: Welchen Motor („ bekanntesten deutschen 1-Zylinder-Viertakter“) siehst Du auf diesem Bild? Wie heißt der Fahrer auf diesem Foto, der neunzehnhundertirgendwann die WM in der Dingsbumsklasse gewonnen hat?

Das Schloss beherbergt auch ein Motorradmuseum. Insbesondere die Geschichte von MZ bzw. früher DKW ist anschaulich dargestellt, auch die letzten MZ-Werksrenner sind vorhanden.

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Am nächsten Tag fahren wir nordwärts an Chemnitz und Dresden vorbei über Meissen und Elsterwerde in die Niederlausitz. Flaches Gelände, kaum Bäume, gerade Straßen, weitläufiges Land. Kasernen sowjetischer Soldaten, sanierungsbedürftig, flaues Gefühl im Magen.

In Vetschau kurz vor dem Übernachtungsort Burg / Spreewald fragen wir an einer Tankstelle nach der Möglichkeit eines Ölwechsels an Peters Africa Twin. Nein, das gehe nicht! Punkt. Huch, da ist er wieder, der alte Kommandoton, den ich von früheren Transitüberquerungen noch im Ohr habe. Gelegentlich trifft man ihn wieder. Aber meist sind die Menschen freundlich, hilfsbereit und neugierig. Gelegentlich auch Skepsis, Unverständnis unserer Fahrt gegenüber. Logisch, die Menschen haben andere Probleme. Wie verunsichert müssen sie sein in ihrer Situation? Überrollt von westlichen Waren, Gebräuchen und Wertvorstellungen, 40 Jahre Ost-Leben einfach auf den Müll? In Gesprächen, die bereitwillig zustande kommen, spürt man etwas von der Unsicherheit. Selbst fühlen kann man das nicht. ­­­­

Und wir sitzen im Cafe und lösen immer noch Kreuzworträtsel. „Höhere Laufbahn in Deutschlands Mitte“ mit neun Buchstaben? (Lösung steht weiter oben im Bericht.) Heute Abend ist allgemeines Treffen in Frankfurt an der Oder, Grenzübergang Slubice nach Polen. Wir werden die 170 km nach Posen im Konvoi zurücklegen, mit Dolmetscher (Marek, wie sonst?) auf GPZ dabei. Der legt aber ein derartiges Tempo vor, dass sich das in der Gruppe fahren nach 2 Minuten erledigt hat. Erst nach und nach werden wir im Hotel eintrudeln. Unterwegs macht er noch einen Zwischenstopp an einem Imbisswagen. Es könnte sein, dass dessen Betreiber und Marek sich kennen: Marek sammelt von uns das Geld ein und übergibt es dem Würstchenmann an der Rückseite das Wagens.

Der Ausflug nach Polen wird hinterher bei den Teilnehmern der O-Fahrt nicht so gut wegkommen. Wir sehen zu wenig von Polen und bekommen zu wenig von den Menschen mit. Sinn des Abstechers ist überwiegend die Inspektion der ziemlich neuen Rennstrecke in Posen. MOTO AKTIV überlegt, ob ein Rennen dort stattfinden soll. Seit einigen Jahren hat der Verein eine Trophy für Serienmaschinen im Programm. Wir sind die Tester.

Immerhin ist der Kurs exklusiv für uns zwei Stunden gemietet und wir können uns ein bisschen austoben. Nach den teilweise sehr schlechten Straßen in Ostdeutschland mit Kopfsteinpflaster und kleineren Schottereinlagen ist das eine richtige Erholung.

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Für die Wertung in der Orientierungsfahrt schließt sich eine Gleichmäßigkeitsprüfung an. Zweimal fünf Runden sind um den Kurs zu fahren, bei der zweiten „Sitzung“ ist möglichst die gleiche Zeit zu erreichen wie bei der ersten. Einfach? Ja, ja, denkste! Ron hat alle Uhren eingesammelt. Es ist nicht ganz einfach, das Tempo und die Runden im Gefühl zu behalten. Vier Teilnehmer verzählen sich und fahren beim zweiten Turn eine Runde zu früh in die Boxen. Der Beste hat eine Abweichung von weniger als 5 Sekunden. Sein Rezept: Er probiert aus, welches Tempo er an der langsamsten Stelle der Strecke fahren kann und fährt dann stur zwei Mal fünf Runden mit Tempo siebzig um den Kurs. Spaßig war es aber nicht, hat er hinterher zugegeben.

Anschließend noch ein paar Geschicklichkeitsübungen, die uns sicher im Straßenverkehr nützen: Slalom, Langsamfahrübung und Beschleunigungs- und Bremsprüfung. Da purzeln die Punkte und Minuspunkte, aber Gott sei dank fast keiner vom Motorrad (nur ein kleiner Blinker und ein klitzekleiner Spiegel sind als Schwund zu registrieren).

Am nächsten Morgen, wieder in Frankfurt zurück, beginnt eine "Wassersuchfahrt", "nasse" Begriffe werden notiert: Ich hätte nie gedacht, dass man einen Ort auch "Regenmantel" nennen kann. Die Strecke führt durch die märkische Schweiz, nördlich um Berlin herum, mitten durch das riesige Schiffshebewerk bei Niederfinow in ein Gebiet mit Hunderten von Seen bei Rheinsberg. Strandbäder und Campingplätze, ein wunderschönes Urlaubs- und Erholungsgebiet in unberührter Natur. Genau die richtige Gegend für einen Ruhetag.­­

Den verbringen wir in der schön gelegenen Jugendherberge Prebelow / Zechlinerhütte. Es ist ein warmer, sonniger Frühsommertag. Es ist Zeit zum spazieren, Postkarten schreiben oder Kette spannen. Wir sitzen im Hof der JH an Gartentischen unter Sonnenschirmen, schließen Bekanntschaft mit den vier jungen Hunden und zwei neugierigen Kindern der Herbergseltern, die alles über die Motorräder wissen wollen. Am direkt hinter dem Haus gelegenen See können wir Ruderboote ausleihen und manche können es auch heute nicht lassen und erkunden die Gegend auf den zwei Rädern. Es lohnt sich auch wirklich. Jetzt und hier eine Woche Zeit!

Mein Friseurbesuch war eine gute Idee: Friseure haben überall eine Menge zu erzählen und tun dies bereitwillig. Er erzählt vom Chemiewerk, in dem bis vor einem Jahr 300 Arbeiter ein medizinisches Salz mit einem Portionslöffel in 5-Gramm-Wachsbeutel abgefüllt haben, die dann mit einem Bügeleisen zugeklebt wurden. Das Werk ist jetzt geschlossen. Das nahe gelegene Atomkraftwerk hat seinen Betrieb eingestellt und beschäftigt seither statt 650 nur noch 100 Mitarbeiter. Fast 30 % der Menschen hier sind arbeitslos.

Der Männerhaarschnitt hat sich seit der „Wende“ von 2,50 Mark auf 6,50 Mark verteuert. Früher hatte er an einem Tag bis zu 60 Haarschnitte, heutzutage nur noch ein Drittel davon. „Die Leute haben ja nichts“, sagt er. Für ihn lohnt es sich wegen der höheren Preise trotzdem wieder. Der Laden ist ihm von einem Westkonzern neu eingerichtet worden. Er zahlt ab.

Das umherwabernde Gerücht, morgen sei die Kompassrallye dran, bestätigt sich. Die Buben mit den Magnettankrucksäcken müssen immer absteigen, um die Himmelsrichtung zu ermitteln. Sie ist im Roadbook zusammen mit den notwendigen Kilometern angegeben. Der Hinweis im Roadbook hilft enorm: „Wenn die ersten Eisberge auftauchen, seid ihr falsch!“ (Danke, Ron!)

Aber der Tag hat es in sich: Die Anteile Kopfsteinpflaster, Schotter und Sand sind eindeutig zu hoch. Die Enduristen denken anders darüber. Es holpert und scheppert, die Antriebskette rasselt ("Bange macht 'ne Schlange mit sol­chem Klange"). Das Motorrad tut dir leid. Das Fahren strengt an und du bist so konzentriert, dass du nur wenig von der Gegend siehst. Dabei ist sie ganz interessant: flach, etwas kahl, viele kleine Ortschaften mit unbefestigten Straßen und Wegen, alles ein bisschen am Rande der Welt. Es geht an der Kyritz-Ruppiner Heide entlang nach Tangermünde, durch die Havelsche Mark, an Magdeburg vorbei bis nach Nordhausen. Mit etwas über 400 km ist die Etappe heute bei den Bedingungen eindeutig zu lange geraten.
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Bei der Anstrengung ist es kein Wunder, wenn der 'Haussegen' in unserer Gruppe heute nicht so ganz im Lot ist. Und dass wir uns am Vormittag einen Verfahrer geleistet haben, bessert die Laune auch nicht. Wir sind be­stimmt die Letzten. Es wird 21.30 Uhr, als wir in der Jugendher­berge Nordhausen eintreffen. Wir sind ziemlich fertig! Überra­schung: Wir sind als zweite Gruppe angekommen, wir können es kaum glauben. Der Verfahrer einer anderen Gruppe war größer, sie kommt als Letzte um 1.30 Uhr an.

Der letzte Tag ist angebrochen, wirklich – schon?

Schildersuchfahrt heißt, sich die Strecke zunächst auf der Landkarte zusammenzudenken. Im „Gebetbuch“ sind Kombinationen von Schildern mit Ortsnamen eingezeichnet. Die stehen auch in der Wirklichkeit – bloß wo? Man muss kombinieren: Wenn es nach Bad Frankenhausen links abgehen soll und noch 7 km sind und zum Kyffhäuser rechts ab und noch 11 km, dann müssten diese Schilder in Steinthaleben stehen. Also fahren wir da erst mal hin.

Kulturelle Abwechselung am letzten Tag: Besuch der 'Gedenkstätte deutscher Bauernkrieg' in Mühlhausen. Informativ und ansprechend gemacht, mein Wissensdefizit über den Prediger und Bauernführer im Bauernkrieg am Kyffhäuser Thomas Müntzer wird verringert.

Auch die Strecke wird wieder interessanter, heute gibt's auch wieder Kurven. Über Creuzburg und Eisenach hangeln wir uns bei Bad Salzungen am Rande des Thürin­ger Walds entlang. Bei Mansbach treffen wir wieder in Hessen ein. Bis Marburg ko­sten wir die ach so schön ebene B 62 mit ihren weiten Kurven richtig aus. Welch eine Wohltat !

Am Ziel in Marburg wieder angekommen, ist der verlangte Pahlstek auch kein großes Problem mehr (Schlaufe bilden, einmal rum, von hinten durch nach oben wieder zurück), und den bereit stehenden Viertakteintopf bekommt man mit höchstens 5 Tritten auf den Kickstarter wohl auch zum erwachen.

Fazit: Es war interessant und spannend. Es war anstrengend, aber schön, das Motorrad klappert und hat eine Generalreinigung dringend nötig. Zwei Tage nach der Reise rufe ich Peter an. Sein erster Satz: „Bist Du auch schon am glorifizieren?“

Schöne Strapaze mit 30 Buchstaben? Langstreckenorientierungsfahrt.

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Der Autor im Einsatz
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Infos zum Artikel:

Die Veranstaltung fand im Mai 1991 statt, nur etwa 1 ½ Jahre nach der Grenzöffnung. Der Zustand von Straßen, Gebäuden und Verkehrsmitteln ist mit heute (fast 20 Jahre sind vergangen) nicht zu vergleichen; Wir sahen uns ein paar Jahrzehnte zurückversetzt.
Das Erstaunen der Menschen über unsere merkwürdige Veranstaltung („Wie, ihr fahrt hier einfach nur so herum und löst Rätsel dabei? Wofür denn?“) war genauso groß wie ihr Interesse an uns, unserer Herkunft und den Motorrädern. Uns ging es genauso.
Auch wenn die Übernachtungen fast nur in Jugendherbergen stattfanden, waren die Kosten der 8-tägigen Veranstaltung mit 9 Übernachtungen mit umgerechnet 200 € lächerlich gering. Immerhin war Halbpension, ebenfalls vom Veranstalter zubereitet, inbegriffen, außerdem ein Gepäckbus, in dem sich Ron fortbewegte. Markus bevorzugte ein Enduro-Gespann mit Einzylinder-Viertakt-Bummbumm.
Das Roadbook …. ist noch vorhanden! Damit auch die nachvollziehbare Strecke. Jeden Morgen gab es einen neuen Teil. 

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