Klassik Trophy, Saison 2017
Rückblick - GP Zweitakt -
"Zwei Takte sind genug"

Zu den seligen Grand-Prix-Zeiten war sie die Paradeklasse der deutschen Piloten: Die 250 cm³ Klasse. Anton Mang als fünffacher Weltmeister, Martin Wimmer, Helmut Bradl, Reinhold Roth, Manfred Herweh und viele andere waren in den Top-Ten dieser Klasse zu finden. Ein Hauch von Grand Prix-Luft ist bei den Rennen der neueren Zweitakter in der Klassik Trophy hängen geblieben. Yamaha´s, Honda´s und einige Rotax in verschiedenen Fahrwerken liefern sich sehenswerte Positionskämpfe.

S04 05 Merkl Harald 3Erfolgreich verlief die Titelverteidigung von Harald Merkl auf der von Zweitaktspezialist Adolf Schneider vorbereiteten Yamaha. Der ehemalige Deutsche Meister von 1977 zeigte, dass er nichts von seinem Fahrkönnen eingebüßt hat. Die Zweikämpfe mit Stefan Tennstädt, dem ehemaligen Meister der DDR von 1985 waren sehenswert. Doch Rotax-Pilot Tennstädt hatte bis Mitte der Saison noch unter seiner Unfallverletzung zu leiden und lief erst zu Ende der Saison zu seiner gewohnten Form auf, es reichte nur zu Platz fünf in der Tabelle. Eine makellose Serie ohne Ausfälle legte als zweitplatzierter Wilfried Bartsch mit der leistungsmäßig unterlegenen Suzuki RGV hin. Gerhard Schumacher hatte einige Ausfälle zu beklagen. Somit reichte es nur für Platz 3 vor Thomas Wittig, die3 beide die Reverse-Yamaha an der Start brachten.

70 HolderIn der offenen 250er Klasse für die Viertelliter-Rennmaschinen nach 1990 überraschte Moritz Holder vom Böblinger Garagenteam mit seiner Suzuki RGV 250. Der Schwabe schnappte den Siegerpokal in der Gesamtwertung dem Dänen Kenny Mathiesen weg, der eine der letzten Yamaha Production Racer mit V-Motoren fuhr. Die beiden Honda-Piloten Thomas Schneider und Roland Rieser folgten auf den nächsten Plätzen.

Kenny Matthiesen2International stark besetzt war das Feld der 350er Klasse.Hier konnte Mathiesen mit 1 Punkt Vorsprung den Gesamtsieg vor dem Österreicher Norbert Moser für sich verbuchen. Platz 3 und 4 ging an zwei weitere Dänen, die mittlerweile Stammgäste der Klassik Trophy sind: Poul Erik Pedersen vor Leif A. Nielsen hieß die Reihenfolge. Neueinsteiger Stefan Horwege aus dem Norden Deutschlands brachte erfolgreich mit Platz fünf seine erste Saison in dieser Klasse hinter sich vor unserem tschechischen Freund Viteszlav Hatan. Er fuhr noch eine der letzten luftgekühlten Yamaha´s mit Trommelbremse, weitestgehend im Originalzustand.

S04 05 Mitter Gerhard 2Mit Gerhard Mitter in der offenen Klasse über 250 cm³, wo überwiegend die Halbliter-Maschinen am Start sind, verteidigte ein weiterer Pilot seinen Titel aus dem letzten Jahr. Der Fahrer, des Böblinger Garagenteam, hatte seine Suzuki RG 500 im Griff und konnte seinen Markenkollegen Berthold Gudermann in Schach halten. Hans Gugenhan und Matthias Blawid folgten auf den weiteren Plätzen, alle auf den Vierzylinder Suzukis startend.

Ergebnis

Wer mehr über die Klassik Trophy wissen möchte, der schaut einfach auf der Homepage unter www.klassik-motorsport.com nach. Dort findet er weitere Informationen dazu.

 Text: Manfred John, Fotos: Archiv Klassik Motorsport
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