Der dreifache Meister Heiner Butz ist gestorben
2009 butz hamburgAm 11. März 2016 ist der Motorradrennfahrer Heiner Butz aus Aspisheim bei Mainz am Rhein nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verstorben.
Der dreifache de utsche Meister wurde am 10. Januar 1936 geboren und besuchte mit seinem Vater nach dem Kriege die Motorradrennen. Als Heiner Butz genug Geld gespart hatte kaufte er sich eine NSU-Fox mit 98 ccm Hubraum.
Im Alter von nur 23 Jahren wurde er 1959 bereits Vizemeister in der 250 ccm Klasse. Ein Jahr später 1960 errang er auf einer NSU Sportmax den deutschen Meistertitel in der 250 ccm Kla sse. 1962 wurde er Vizemeister auf einer Norton Manx in der 350 ccm Kategorie. 1963 gelang ihm der zweite DM-Titel auf der NSU Sportmax 250 ccm und 1964 feierte er seinen dritten DM-Titel auf seiner Norton Manx 350 ccm.
Bis 1968 nahm Heiner Butz an mehr als 100 nationalen und internationalen Rennen teil und beendete dann seine Karriere. In seinem Heimatort Aspisheim führte der Kfz-Meister ein Autohaus. Leider reichte es für Heiner Butz nicht zu WM-Punkten, dies gelang dann aber seinem Sohn.
Hans-Jörg Butz (Honda) belegte 1990 in der 500 ccm mit drei WM-Punkten den 34. Endrang. Beim Heim-GP auf dem Nürburgring belegte er den 14. Rang und in Jerez/Spanien den 15. Platz.
Von 1986 bis 1991 ging er zusammen mit seinem Sohn Hans-Jörg Butz auf einer Dreizylinder Honda NSR500 ccm in der Halbliterklasse der deutschen Meisterschaft, sowie der Europameisterschaft an den Start.
Ab 2003 startete Heiner Butz bei Klassik-Veranstaltungen für das Team von Willi Marewski. Heiner Butz war bei den Klassik-Veranstaltungen in Hamburg, Hockenheim, Solitude, St. Wendel, Villingen-Schwenningen, usw. ein gern gesehener Gast und startete dort mit seiner Norton Manx 350 ccm bzw. der Zweizylinder Bianchi 500 ccm. Zum saarländischen St. Wendel hatte er eine besondere Beziehung, Heiner war der letzte Sieger 1964 in der 500 ccm Klasse auf dem alten Stadtkurs. Er lieferte sich dort im Rennen mit Lokalmatador Karl Recktenwald ein mitreißendes Duell. Heiner Butz war als Ehrenmitglied bei allen Klassik-Veranstaltungen von den MCW-Motorsporthistorikern in St. Wendel dabei.

2008 Kalender August
Text: Michael Sonnik, Foto: Ad Berger

Die "Unvollendete"
von Peter Frohnmeyer

normal DSC9807 A4 Heiner Butz Bianchi 500 1965 Kopie2010 habe ich von Wolfgang Schneider Fotos und Texte über Heiner Butz erhalten. Nachdem ich alles für einen Beitrag in der Motorrad + Rennfahrer Datenbank zusammengestellt hatte, hat Heiner einen Ausdruck davon bekommen. Er wollte alles lesen und evtl. korrigieren und ergänzen. Das hat er dann wohl aus den Augen verloren - er hatte ja immer viel zu tun, und vielleicht war's ihm auch nicht so wichtig.
Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, den Beitrag doch noch zu veröffentlichen. Heiner würde hoffentlich damit einverstanden sein.
Vielen Dank an Wolfgang Schneider für die Fotos und informativen Texte.


Motorrad + Rennfahrer Datenbank
Name: Heiner Butz
Beruf: Kfz-Meister
Geburtstag: 10.01.1936, verstorben am 11.03.2016
Welche Kategorie?  Straßenrennen
Wie kamst du
zum Motorsport?
durch meinen Vater, mit dem ich sämtliche Rennen nach dem Krieg angesehen habe.
Teilnahme
an folgenden 
Veranstaltungen: 
nationale und internationale Rennen und WM-Läufe
1959   nationale Lizenz
          Vize-Meister 250er in der Deutschen Meisterschaft
          Ende 1959 internationale Lizenz
1960   Deutscher Meister 250ccm mit NSU Sportmax
1962   Vize-Meister 350ccm mit Norton
1963   Deutscher Meister 250ccm mit NSU
1964   Deutscher Meister 350ccm mit Norton
1966   Nürburgring: 4. Platz mit Bianchi
          Norisring: Aufstellen eines neuen Rundenrekords mit Bianchi (die Bestzeit
          von Walter Zeller hatte 10 Jahre bestanden)
1968   Laufbahn beendet
Motorräder 
damals: 
Fox
Puch 125ccm 3Gang
NSU 250ccm Max
Motorräder 
heute:
Bianchi 500 Bicilindrica
zwei Honda NSR 500ccm 3-Zylinder
250ccm Yamaha von 1976
Norton 350 von 1961 
Was machst 
du heute?
seit 2003 Oldtimer-Veranstaltungen, Bernd Schüppel, der Organisator der "110 Jahre Solitude" war Schuld, Teilnahme mit der originalen 350er Norton

Werdegang eines 3fachen Deutschen Meisters Heiner Butz
von Wolfgang Schneider
Das war der Beginn seiner Karriere!
NSU Fox, 98ccm, 6PS, 4 Gänge, 4 Takte, 85 kg, 80 km/h (je nach Fahrergewicht),
für jedermann in schlichtem Schwarz mit Gold- Linierung ab 1100 DM zu haben.
Lange kann die neue 98er Fox nicht serienmäßig ausgesehen haben, die er zu Fuß nach Mainz beim Haupthändler Trapp vor lauter Ungeduld abgeholt und schwarz durch die Weinberge heimgefahren hat.....Ob er bei Earles in England (brav wie BMW) eine Lizenz für seine Eigenbau Hydraulik-Gabel eingeholt hat, darf bezweifelt werden.



So haben viele angefangen, Sandbahn oder wie hier mit straßenzugelassenen Maschinen bei einer sogenannten Fuchsjagd (Orientierungsfahrt) - der Fuchs war übrigens ein BMW Gespann, wer gewonnen hat? (ein 16 Jähriger).
Dreimal dürft ihr raten.....

Heiner So sahen Ende der 50er die Ausweisfahrer Maschinen aus: Lampe ab, Nummerntafel drauf und los geht's.

Heiner Butz Das Föxchen ist noch zugelassen, zeigt aber schon erste rennmäßige Verbesserungen. Heiner- Spezial Federbeine, Rennheck aus Alu wie die Werksmaschinen von 1953 und Rennbank Marke Eigenbau. Stolz trägt einer seiner Kameraden wie einst Schorsch Meier das BMW Emblem auf seiner Brust. Ob auch er einmal zu Meisterehren gekommen ist, weiß man nicht.

Von dieser Einstellung sieht die ehemals 6 PS starke Serienfox fast schon wie Werner Haas´ erste WM Maschine aus, zur Berufschule kann er nun nicht mehr damit fahren. Alles in Handarbeit gefertigt... Serienfox

Butz Amateur Straßenrennen, zwar gab es mal die Fox vom Werk als Nachwuchsmaschine, aber Heiner modifizierte dafür seinen zivilen fahrbaren Untersatz.

Max 250 Hier hat er nun eine serienmäßige Max mit 250ccm, mit der die Leute zur damaligen Zeit normalerweise zur Arbeit oder in die Ferien fahren. Heiner nimmt an Amateursportveranstaltungen teil, nachdem ihm das 98er Föxchen zu langsam geworden ist. Dies ist nicht, wie man meinen sollte, eine Supermax. Die Alu Federbeine einer echten Renn/Sportmax hinten hat Heiner im Werk aufgetrieben und selbst montiert.

1958 Ausweiszeit 1958: Zur Kirche und ins Kino kann Heiner nun nicht mehr mit seiner Straßenmax fahren....

Ausweiszeit 1958 Ausweiszeit 1958, NSU Max von Heiner Butz: 
Shit happens, der frisierte Serienmotor muss auch schon mal an der Strecke seziert werden.

Lizenz 1958, Heiner Butz bewirbt sich um die Lizenz:
Der im Nachbarort Ingelheim beheimatete ehemalige NSU Werksfahrer Walter Reichert leiht Heiner eine 305er Sportmax, mit der er wertvolle Punkte für die Lizenz holen soll.

Nürburgring 1958 Nürburgring 1958, Ausweisklasse bis 350ccm: Heiner Butz schiebt die einst unter Helmut Hallmeier zu Meisterehren gekommene 305er Version der Sportmax an. Die Maschine gehört dem ehemaligen Werksfahrer Walter Reichert, der bis zu seinem Sturz in Dieburg 1955 so manchen Doppelsieg mit seinen beiden Sportmäxen verbuchen konnte. Die Ausweisfahrer durften damals keinerlei Verkleidungen fahren.

1959 Lizenz 1959, erstes nationales Lizenzjahr: Vizemeister auf selbstgebauter NSU. Hier ist die Max schon weit fortgeschritten, an die ehemalige Serienmaschine kann immer mehr Werksmaterial von der seltenen "echten" Sportmax gebaut werden. Hier sieht man die leichte Werksgabel und die Magnesium-Bremse mit 250mm von der Rennmax. Den Tank baute Heiner in Vaters Schmiede selbst. Sicherlich bereitete es ihm mehr Arbeit die serienmäßigen 17 PS hoch zu treiben, als dem ADLER Fahrer neben ihm ( 2 Takte 3 Teile ) Die Zahnräder für eine sportliche Getriebeabstufung wurden auf der Nachtschicht nebenbei im nahen OPEL Werk gefertigt. (Zahlungsmittel unbekannt, vielleicht ein Fässchen Wein ?)

Meister Geschafft: Der erste Deutsche Straßenmeister Titel in der 250ccm Klasse ist in der Tasche. 
Der kleine Ort Aspisheim bei Mainz am Rhein steht Kopf und bereitet Heiner einen festlichen Empfang.

Startaufstellung am Nürburgring Startaufstellung am Nürburgring, Klasse bis 250ccm: Nummer 107 Heiner Butz, eingekeilt zwischen zwei MZ Werksmaschinen. Die Sportmax ist nun in Eigenregie auf dem Stand wie die werksseitig hergestellten Maschinen, von denen es viel zu wenig gab. Hier erkennt man die BMW RS 54 Vorderbremse, die Heiner nachgerüstet hat, um das Leistungsdefizit der bereits sechs Jahre alten Konstruktion durch späteres Bremsen auszugleichen.

Nr. 107 Heiner Butz Nr. 107 Heiner Butz
Selbstgehämmerte Aluverkleidungen, nach FIM Regeln ab 1958 mit freiem Vorderrad. Mit der Nummer 103 Michael Schneider Augsburg, der durch Beziehungen (3facher Weltmeister auf NSU Werner Haas) Sportmax Teile einzeln bekommen hat und genau wie Heiner Butz einen Eigenbau fuhr.

NSU SPORTMAX Heiner Butz NSU SPORTMAX Heiner Butz:
Als Rennverkleidungen noch nicht aus GFK oder Karbon waren. Mit "Messer-Griessheim" (Azetylen und Sauerstoff), Zusatzpulver und in Streifen geschnittenen Alublech geht das........

Einer der erfolgreichsten deutschen Fahrer mit der NSU Sportmax: 1960 und 1963 hatte er die Nase vorne. Günther Beer auf Adler und Honda und Horst Kassner, ebenfalls auf NSU und 3facher Meister, waren seine stärksten Konkurrenten um den Titel. Zweimal wurde er Vize-Meister. NSU Sportmax

1963-eifelrennen.jpg (66894 Byte)  1963 - Hilfe, die Hondas kommen!

Heiners Sportmax Nr. 123 ist von weitem kaum noch als das Motorrad zu erkennen, wie er es seit vier Jahren fährt. Horex Telegabel, Wespentaille Verkleidung nach italienischem Vorbild und BMW Bremse lassen dieses Motorrad nur noch für Insider als eine NSU Sportmax durchgehen.
Während NSU die Produktion der Max im Jahr 1963 endgültig eingestellt hat, und im Versuch an 4-rädrigen Erlkönigen mit wundersamen geheimen Motoren experimentiert wird, müssen sich die verbliebenen Motorradrennfahrer auf NSU selber mit der Weiterentwicklung helfen.
Nur noch durch Beziehungen können die letzten Verschleißteile ergattert werden, das Motorrad ist bei NSU für immer und ewig abgeschrieben.
Roller und Mopeds werden noch eine Weile verkauft, aber die letzte Motorrad-Konstruktion, die NSU Maxi mit 175ccm, kann den am Boden liegenden Motorradverkauf auch nicht mehr abwenden. Mitsamt den Fertigungseinrichtungen wird sie ins kommunistische Jugoslawien (Pretis Sarajewo) verkauft, um Platz für die Bänder der neuen Autotypen zu schaffen.
Bei der Sportlerehrung, die NSU immer im Spätjahr durchführte, gab es bereits die Deutschen Tourenwagen Meister Siegfried Spiess und Karl Heinz Panowitz auf NSU Autos, in denen anfangs der Rodersche Max Motor in doppelter Ausführung werkelte. Dieser wurde ab 1964 durch einen nicht minder erfolgreichen 4 Zylinder Motor ersetzt, den auch Friedl MÜNCH für seine Mammut Legende verwendet hat.
Jean Behra gewann 1963 seine Klasse bei der Rallye Monte Carlo auf NSU Prinz!
Auch die Tour d´Europe mit Erich Bitter (der die heißen Opels gebaut hat) sowie das längste Rennen der Welt in Argentinien und viele weitere Erfolge konnten Prinz-Fahrer in ihrer Klasse für sich in Heiners letztem NSU Jahr entscheiden.
Neben Heiner Butz als Deutschem Straßenmeister rundeten ´63 Erwin Schmieder auf Geländemax zum 6. Mal in Folge und der Gespannfahrer Josef Kelle als Seitenwagenmeister im Gelände die Meisterfeier ab.
Die Ära einer der erfolgreichsten deutschen Serien- und Rennmaschine geht zu Ende.

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Siegerpodest Nürburgring:
Unter diesem ADAC-Schild standen viele berühmte Rennfahrer, es hängt jetzt in Monschau im NSU Museum....
Eifelrennen Nürburgring:
Heiner ist nicht sauer, sondern er ist total unterkühlt. Man sieht, was los ist, wenn man den dicken Mantel des Kanadiers Mike Duff sieht. Beim Eifelrennen Ende April gab es so manches Mal Schnee, als das Ozonloch noch etwas kleiner war.

1959-salzburg.jpg (72906 Byte) In Salzburg kann das Wetter manchmal grausam sein. Das ist heute noch manchmal so, obwohl nicht mehr wie hier auf der Autobahn, sondern beim Fuschl See gefahren wird. Ich drücke den Stropeks für den 18./20.Juli 2008 alle Daumen!
Heiners Max hat die neue Aluverkleidung, wie sie Mike Hailwood erstmals 1958 an seinen NSU's verwendet hat.

1958-fahrerlager.jpg (86639 Byte) Impressionen aus dem Fahrerlager Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre:
hier auf dem Bild der Ingelheimer Ludwig Malchus. Eine Anekdote, nicht von da oben aber in Schleiz in der damaligen DDR, spielte sich wie folgt ab:
Die Freundschaft zwischen den NSU Fahrern ging so weit, dass Heiner nach einem Motorschaden im Training und erfolgloser Reparatur um Mitternacht Ludwig aus seiner Ruhestätte weckte und den Ersatzmotor geliehen bekam. Als Dank überholte Heiner den Leihgeber im Rennen, schließlich hat dieser Sport für jeden Einzelnen das Ziel, der Schnellere zu sein.

1960: Heiner Butz beim Anlauf zum ersten Deutschen Meistertitel.
Er selbst nennt diese von vielen NSU Fahrern verwendete Verkleidungsform "die Unvollendete".
Die untere Verschalung hätte den Motor zu stark aufgeheizt. Nach dem Verbot der Walverkleidung ab 1958, die das Vorderrad vollkommen umschlossen hatte, und mit denen der 250er Einzylinder in Hockenheim mit über 210 kmh
(H.P.Müllers) gestoppt wurde, wollte man einen möglichst gleichwertigen Ersatz.
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Heiners Sportmax ist fast nicht mehr als eine solche zu erkennen.
Nach einem Sturz war die handgefertigte leichte Renngabel aus 42CrMo4 nicht mehr zu gebrauchen.
Ersatz wurde keiner mehr geliefert, nachdem Ende 1956 bereits die Rennabteilung ihre Pforten schloss, um die dringend benötigen Fachkräfte und Spezialisten für neue Aufgaben, den Wiedereinstieg (1906 - 1928 war NSU Autoproduzent) in den Automobilbau, einzusetzen.
Die neue modernere Aluverkleidung an Heiners Maschine wurde in dieser Form an einer NSU zum ersten Mal 1958 von Mike Hailwood verwendet, der damit noch Vierter in der Weltmeisterschaft werden konnte.
Häufig wurden auch bei Straßenmäxen von Bastlern Telegabeln nachgerüstet. Die hier eingebaute Horex Gabel erschien Heiner als die beste Lösung, zumal der Steuerkopfwinkel mit den Horex Brücken optimal blieb. Die von einer 500er BMW RS 54 Rennmaschine stammende Duplexbremse wurde an die Horex Gabel passend gemacht.

Eifelrennen Nürburgring, Ende April in Deutschlands Sibirien, meine Heimat, die Eifel!
Heiner zittert sich warm.....
Links sein Cousin, der ständige Begleiter und Helfer in jenen Jahren.
Er war es auch, der sich um Bilder für die Nachwelt kümmerte.
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Bergrekord am Schauinsland: Freiburg war damals ein Lauf zur Deutschen Straßenmeisterschaft, heute darf man dort nur noch mit Elektrorollern Wettrennen fahren... schauinsland.jpg (76486 Byte)

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Bergrekord Schauinsland Freiburg: Lauf zur Deutschen Straßenmeisterschaft.
Beinahe wäre das Rennen wegen einem Fahrerboykott nicht ausgetragen worden. Weil auf der mehrere Kilometer langen Strecke zu wenig Streckenposten vorhanden waren, verunglückte ein BMW Fahrer am Trainingstag unbemerkt und kam zu Tode.
Weil er mit dem Motorrad in einer Kurve aufsetzte, kam er von der Fahrbahn ab und stürzte an einem bewaldeten Abhang herunter. Erst abends nach dem Training wurde der allein Angereiste vermisst, und erst dann hat man mit der Suche begonnen, was viele Fahrer in Aufruhr versetzte.
Makaber, aber Realität im Rennsport vor fast 50 Jahren.

1964-manx-neu.jpg (60875 Byte) Heiners nagelneue NORTON MANX ist da: Die Kumpels aus dem Dorf sichern die Landstraße um Aspisheim für die erste Probefahrt ab.
Man kann die Freude in den Gesichtern sehen, das ist eine tolle Maschine und Heiner steigt in die höhere Kubik-Klasse auf.

Auf zum dritten Titel 1964 mit der 350er NORTON MANX, die Heiner bis heute in Erstbesitz hat. Die Gläser Verkleidung ist nach Vorbild der britischen Peel Verkleidung aus GFK hergestellt. Gläser rüstete lange Zeit die deutschen Polizei BMW´s mit seinen Wetterschutz-Verkleidungen aus Glasfiber aus.
Der NSU Fan ließ, solange er mit dieser Halbschale fuhr, das NSU Emblem auf dem Helm, daran kann man ihn immer auf Bildern mit der Norton unter 20 erkennen.
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Heiner auf gewohntem Gerät an gewohnter Strecke: Anfahrt zur Buchhübel Kurve in Schleiz auf der Sportmax 2005.
Seine Sportmax verkaufte er 1964, und schaffte sich danach eine 500er Norton Manx, sowie etwas später eine Werks Bianchi 500 an. Die Aussicht, die zunächst bestand, eine der begehrten 250er Hondas zu ergattern, machte ihm Günter Beer zunichte. Heiner blieb daher von nun an in der 350er und der 500er Klasse präsent, in der letzteren bis 1991 auf HONDA RS Dreizylinder.
Seit Heiner meine Sportmax in den Händen hatte, an der er zu meinem anfänglichen Entsetzen vieles zu bemängeln hatte:
"Federn zu weich, Dämpferöl zu dünn, Vergaser Schieber falsch, Nadel zu niedrig" usw.usw.usw.
läuft sie erst richtig. DANKE HEINER!!!
Das Foto und die Tatsache, dass der neu verchromte Auspuffkrümmer fast durchgeschliffen war, zeigt, dass dieser Mann nach 40 Jahren Pause eine Sportmax immer noch meisterlich fahren und abstimmen kann.

heiner-wird-70.jpg (94660 Byte) Heiner wird 70!

Party mit vielen Freunden, und natürlich mit seinen Rennmaschinen:
Hinten rechts seine treue Norton Manx und mittig die Bianchi 500 Werksmaschine, die ihn leider sehr oft im Stich gelassen hat.
Etwas weiter rechts vorne eine der beiden Honda RS 500 von 1986, mit denen sein Sohn und er in der Europameisterschaft bis 1991 unterwegs waren. Hans Jörg Butz konnte sogar in der WM punkten.
Als Erinnerung an den Anfang seiner Karriere lieh meine Tochter ihre 98er FOX für dieses Fest aus, ebenso waren zwei Sportmäxe ausgestellt.

2005-german-tt.jpg (96646 Byte) 2005, German TT Sonderlauf 50 Jahre H.P.Müller Weltmeister auf SPORTMAX:
Links Heinz Herz, hinter der Sportmax Mitte Heiner Butz:
Heiner als 70jähriger in seiner Lederkombi von 1960 in Schleiz, wo er und dieser Anhänger und die Sportmax seines Kumpels Walter Reichert wieder an alter Stätte aufeinander trafen.
Schleiz_Sportmax_2005_081.jpg (74986 Byte) Heiner bei einem Event mit seinen Freunden,
dem Club der Ü 70:
links der NSU Werksfahrer Wolfgang Brand aus Hannover, Mitte der 2fache Deutsche Meister Lothar John aus Schriessheim.



Ohne_Titel_1