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 Die Bremen Classic Motorshow zeigt elegante italienische Motorräder

2015-bremen-850Sprichwörtliches italienisches Temperament, schwungvoller Auftritt und Ausdruck spiegeln sich in vielen Motorrädern wieder, die auf Zeichentischen und in Werkshallen südlich der Alpen entstanden. Mit der Sonderschau „Design und Rennen“ bietet die Bremen Classic Motorshow von Freitag bis Sonntag, 6. Februar bis 8. Februar 2015, in der Messe Bremen eine reizvolle Gegenüberstellung von besonderen Designerstücken aus dem Motorradbau mit spektakulären Rennmaschinen. Diese Zweiräder mögen zwar dem Streben nach Leistung und Geschwindigkeit untergeordnet gewesen sein, zeigten aber doch eine erstaunliche Vielfalt an Erscheinungsformen.

Stromlinie war angesagt – der deutsche Begriff fand in den 1930er-Jahren Verbreitung –, als sich fließende Linien und Tropfenformen vermehrt bei Automobilen, Flugzeugen und zaghaft an Motorrädern zeigten. Konsequent ging die Firma Miller in Mailand vor: Zunächst wurde ein Leichtmotorrad durch tief geschwungene Kotflügel und eine komplett verkleidete Antriebseinheit aufgewertet. Dann ließ Firmenchef Ernesto Balsamo 1939 einen Paukenschlag folgen: Sein 200-Kubikzentimer-Motor war nun in einer selbsttragenden Blechkarosserie montiert, die Wetterschutz und modernste Stromlinien-Formgebung verband. Als die Miller-Balsamo nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Produktion ging, feierte 1948 die noch wesentlich extravagantere Moto Major und damit eine neue Konkurrenz ihren viel bewunderten Auftritt.

Konstrukteur Salvatore Maiorca und der Flugzeugsparte von Fiat gelang es, auffallende Eleganz und zahlreiche technische Neuerungen zu vereinen – doch ließen sie es bei nur zwei Prototypen bewenden. Die Konkurrenten in der Flugzeugbranche hingegen waren erfolgreicher: Neben dem Vespa-Roller von Piaggio wandte sich auch Aermacchi den Zweirädern zu und ließ eigenen Motorrollern 1955 die Chimera folgen – abermals ein Motorrad mit aufwendigen Verkleidungsblechen im aktuellen Stil von US-Automobilen, Zweifarben-Lackierung und viel Chrom.

Die Firma Ducati befand sich zwar lange Zeit unter staatlicher Verwaltung in Bologna, genoss aber trotzdem immer wieder gewisse Freiheiten. Sie setzte auf sportliche Motorräder und ging dabei eigene Wege in der Formgebung einzelner Komponenten und auffälligen Lackierungen. Auf der Sonderschau ist die Marke mit sehr unterschiedlichen Beispielen aus diesen Jahren vertreten: angefangen vom Einzylinder Elite 200, mit der für Ducati lange Zeit typischen Königswellen-ohc-Ventilsteuerung, über den V-Zweizylinder in der 750 GT von 1971, hier in Form der allerersten fertiggestellten Serienversion, bis hin zum gefeierten Schritt in die Neuzeit mit der Ducati 916 von 1994. Diese stellte die unbestrittene Meisterleistung des kürzlich verstorbenen Motorraddesigners Massimo Tamburini (Mitbegründer der Marke Bimota) dar.

Zu den seit den 1920er-Jahren erfolMoto Guzzi Gambalunghino von 1948greichen Rennmaschinen von Moto Guzzi mit dem charakteristisch liegenden Zylinder gab es 1947 mit der Parilla einen neuen Konkurrenten – diesmal mit stehendem Zylinder nach englischem Muster. Als „schnell wie die Feuerwehr“  bezeichneten die Briten ehrfürchtig die dominierenden Vierzylinder-Werksrennmaschinen von Gilera und MV Agusta. Beide wiesen rote Benzintanks auf und waren ein ebenso kostspieliges Hobby wie ein Prestigeduell der beiden Firmeninhaber Giuseppe Gilera und Domenico Agusta.

Stellvertretend auf der Messe zu sehen sind eine MV Agusta 350 aus den Jahren 1956 bis 1960, von John Surtees zu drei Weltmeistertiteln gefahren, und eine Gilera 500 von 1957, die 1963 für ein Comeback mit den Fahrer Phil Read, John Hartle und Derek Minter nochmals eingesetzt wurde. Hinzu kommen mit der Linto 500 (liegender Zweizylindermotor), einer Paton (stehender Zweizylinder) und der Ducati 500 GP (V-Zweizylinder) komplett unterschiedliche Konzepte als weitere Beispiele für italienischen Einfallsreichtum und Rennsportpassion.


 Mehr Infos auch unter www.classicmotorshow.de.
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