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Rückblick 2015
Viertakt Trophy,
Klassik Youngtimer, Seitenwagen Trophy


Viertakt Trophy - Kleine und große Twins


In der Klassik Trophy haben die Twins ihre eigene Klasse: aufgeteilt in Top Twins für luftgekühlte Motoren bis 990 cm³ oder wassergekühlt bis 650 cm³ und in Big Twins mit luftgekühlten Motoren über 990 cm³ ohne Jahresbeschränkung. Der dumpfe Sound der bulligen Zweizylinderfraktion sorgt bei den Besuchern immer wieder für Begeisterung.

Die von Moto Officina Chef Thomas Frankenberger vorbereiteten und gemeldeten Ducatis beherrschten die große Twin-Klasse. Sohn Fabio legte eine fast mak12a Fabio Frankenbergerellose Serie mit Siegen hin, die Teamkollege Marco Lummel im letzten Rennen unterbrach. Da die beiden zum Finale nicht mehr antraten, holte sich Vorjahressieger Hans-Jürgen Adler, der dieses Jahr aus privaten Gründen nur sporadisch antrat, auf der TRX-Yamaha den Sieg. Platz drei in der Tabelle ging allerdings an Achim Knebel, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Sein Freund und Markenkollege Huby Schulze-Welberg (beide als TRX-Treiber gefürchtet) gab seinem besten Kunden den Vortritt und landete auf Rang vier vor Frank Kehlenbeck auf der bildschönen Over-Ducati. Der aus dem nördlichsten Zipfel stammende ehemalige Bahnsportler verletzte sich bei einem Gastrennen, ist aber mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

11 Zimmermann3Wieder genesen von seinen luftigen Abstürzen, beherrschte Uwe Zimmermann mit seiner Suzuki SV 650 klar die kleine Zweizylinderklasse vor seinem Markenkollegen Heinz Schorn. Mit unterlegenem Material rettete Rainer Hilpert als Dritter die Ehre der luftgekühlten Ducati-Piloten auf einer TT 750. Rang 4 ging an Stephan Hochlenert (750 SS) vor den beiden Piloten der Zeugen Bimotas. Michael Hoheisel (DB 4) verwies im letzten Rennen noch Glaubensbruder Jürgen Luther (DB 2) auf Rang sechs, der einen Ausfall zu beklagen hatte, vor der Meute der Ducatisti auf den verschiedensten Modellen.



Klassik Youngtimer - Ein- und Aufsteiger

Die ersten Piloten sind der Junior 400 entwachsen und starten jetzt bei den Senioren mit gleichem Maschinenmaterial. Sah es zu Beginn der Saison noch nach einem Zweikampf zwischen Kai Bamberger925 Bamberger3 und Roland Kohlberg aus, musste letzterer verletzungsbedingt die letzten Läufe pausieren. Somit war der Weg frei für Bamberger, der sich allerdings dem ZXR 400 Urgestein Axel Jöst erwehren musste. Rainer Nagel als Doppelstarter holte sich noch Rang drei im Gesamtklassement. Fast überflüssig zu erwähnen, dass alle Kawasakis Mini-Superbike ZXR 400 aus den 90er Jahren fuhren.

805 kunz3Sicher dagegen war der Gesamtsieg von Philipp Kunz bei den Junioren. Eine lückenlose Serie, ausschließlich mit Siegen, reichten dem Hessen sich sicher vor dem Bayern Franz Streicher zu platzieren. Lucas Kaminski wurde schließlich Dritter vor den beiden Mädels im Feld. Jennifer Küther, die in Zolder gebührend ihren 16. Geburtstag feierte, konnte sich vor Charlotte Antkowiak platzieren. Valentino Frankenberger auf der Ducati 620 SS pausierte den letzten Lauf und fiel auf Rang 6 zurück.



Seitenwagen Trophy - Drei Räder sind genug

Im zweiten Jahr dabei sind mittlerweile die Seitenwagenklassen bei der Klassik Trophy. Dass sich die Dreirad-Artisten wohl fühlen, bringen sie durch ihre geselligen Fahrerlagerparties mit Verbrüderungsfeier zum Ausdruck, bei den auch Solisten mitfeiern dürfen.

01 Preisinger7In der SC 2 (Frontausstieg, Motoren bis 1978) ließen sich die Preisinger-Brüder den Gesamtsieg nicht nehmen. Peter, der ältere, übernahm als Fahrer den Lenker und setzte den kleinen Bruder Markus ins Boot. Die beiden brachten ihr von Fahrwerksspezialist Schmid gebautes und mit einem Suzuki-Motor ausgerüstetes Gespann bei fast allen Läufen ins Ziel. Da halfen auch die 6 Laufsiege von Nils Köster mit Co Christian Albrecht nicht weiter. Die Nordlichter mussten sich mit Rang 2 begnügen. Peter Konrad mit Katharina Wiedemann (Köster-BMW 1000) reihten sich hinter den Erbauern ihres Gespannes, aber noch vor Detlev Böhmke und Detlef Felske ein, die ein mit dem Guzzi-Motor angetriebenes Sitzer-Gespann fuhren.

In der SC 3 (Heckausstieg, Motoren bis 1978) waren einzig Achim Kindermann mit Beifahrer Stephan Kokkot eingeschrieben und gewannen natürlich die Wertung.

Anders dagegen bei den modernen Gespannen der SC 4. Selbst sieben Veranstaltungen und 14 Rennen brachten am Ende Klarheit. Punktgleichheit war angesagt, jedoch hatten 03 Matthias7Heino Matthias mit Anja Wulf im Boot am Ende mehr Siege auf ihrem Konto und verwiesen somit Hans Engels und Herta Friemberger auf Rang zwei. Beide fuhren mit den 600er Honda- bzw. Yamaha-Motoren, Harry Barbutzki und Alois Gornick mit dem 1000er Yamaha-Gespann hatten keine Chance gegen die wendigen Kurzgespanne, ebenso wie Günter und Vincent Schacherbauer mit dem 1000er LCR-Suzuki-Gefährt, die Gesamtrang vier der Tabelle belegten.

 Text: Manfred John, Fotos: Archiv Klassik Motorsport
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