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Rückblick Zweitakt-Trophy 2015

Starke Lebenszeichen

 Das Interesse an den Zweitaktern ist weiterhin ungebrochen. International vom Rennsport verbannt, erleben sie in der Klassik Trophy einen Höhenflug mit Teilnehmerzuwächsen in allen Klassen mit steigender internationaler Beteiligung.

Fest in Dänischer Hand war die GP 350, nachdem Titelverteidiger Norbert Moser aus Österreich beim Sturz vom Fahrrad ab Mitte der Saison pausieren musste. Dennoch reichten 10 Busk3die bis dato gesammelten Punkte für Rang drei in der Schlusstabelle. Alf Busk auf einer luftgekühlten Suzuki T 500, der Motor hängt in einem Bakker-Fahrwerk, sammelte beständig Punkte und lag am Ende vor seinem Landsmann Claus Schram . Zusammen mit Leif A. Nielsen lieferten sich die Skandinavier sehenswerte Positionskämpfe auf der Rennstrecke. Allerdings hatten sie zum Ende der Saison gegen die Engländer Luke Notton, Richard Peers-Jones und auch Peter Howarth enorme Konkurrenz erhalten. Aber die Leute von der Insel waren nicht zur Jahreswertung eingeschrieben, was sich aber in der kommenden Saison ändern wird. Unser nieder-ländischer Dauergast Johan ten Napel nahm nur vereinzelt an einigen Rennen teil, dort aber holte er sich meistens den Sieg. Bester deutscher war übrigens Günter Hinze auf Platz fünf. Fast überflüssig zu sagen, dass das gesamte restliche Feld mit Yamaha-Motoren in Fahrwerken unterschiedlicher Rahmenbauer fuhr oder auf Original-TZ vertraute.

09a Peter LodaStark besetzt war die neugeschaffene Klasse Open 250, in der die Maschinen bis zum Ende der Klasse 2009 starten. Hans-Peter Loda auf einer 2007er Yamaha TZ 250 musste zwar nach seinem Sturz mit Schlüsselbeinbruch 3 Rennen pausieren, aber die anschließenden Laufsiege katapultierten ihn wieder an die Spitze der Tabelle. Zumal die Honda RS 250 von Thomas Schneider ihn so manches Mal im Stich ließ. Moritz Holder mit einer bestens vorbereiteten Suzuki RGV sammelte eifrig Punkte und holte sich Rang 3 vor Rainer Marschallek (Yamaha TZ 250) und Peter Haas (Honda RS 250).

Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Verteidigung musste Stefan Tennstädt nach einem Sturz bei einem Rennen in England mit Verletzungspause vorzeitig begraben. Da auch Thomas Wittig einige Läufe wegen Motorproblemen nicht mitfuhr, war der Weg frei für Gerd Schumacher.08 Schumacher3 Der Hobby-Musiker brachte das Kunststück fertig in allen gefahrenen Läufen zu punkten und nahm damit den verdienten Lohn als Trophy-Sieger der 250 S3 (1986 bis 1989) nach Hause. Frank Eismann, der die Klasse gewechselt hatte, lag bis zu seinem Sturz noch in aussichtsreicher Position um den Sieg, aber die Zwangspause vereitelte eine bessere Platzierung. Erfreulich, dass mit dem ehemaligen deutschen Meister Harald Merkl ein weiterer ehemaliger Spitzenfahrer ab Ende der Saison die Klasse bereicherte.

Die Familie Marquardt teilte den Gesamtsieg in der GP 250 S 2 (1973 – 1985) unter sich auf, nachdem sich die Mitstreiter schon vorzeitig durch Maschinenschäden oder Sturzverletzungen verabschiedet hatten. Peter holte schließlich erneut den Gesamtsieg auf seiner Ex-Wimmer-Yamaha vor seiner Nichte Mandy und Peter Schenk, der nächstes Jahr darauf hofft, die SMZ über Winter fahrbereit zu machen.

Fest in alpenländischer Hand war die GP 250 S1 (bis 1973). Der Eidgenosse Heinz W. Schmid fuhr seine Yamaha TD 2 zum Gesamtsieg vor dem Österreicher Ernst Hegny (Suzuki TR 250), der allerdings den letzten Lauf krankheitsbedingt auslassen musste. Gerhard Stolz konnte Rang 3 auf seiner luftgekühlten Yamaha TD3 gegen seinen Landsmann Heinz Meidinger auf Yamaha TD2, erfolgreich behaupten.

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Die große offene Zweitaktklasse war eine sichere Angelegenheit von Karl-Heinz Schröder, der seine Suzuki RG 500 nach jahrelanger Rennpause wieder erfolgreich für den Renneinsatz aktivierte. Die Markenkollegen Stefan Täuber und Ralf Punzet fuhren nur gelegentlich einige Läufe mit und landeten trotz bester Platzierung auf den nächsten Rängen. Gerhard Mitter auf seiner speziell aufgebauten 430er Yamaha mit Suzuki RG Rahmen rangiert schließlich auf Rang drei der Tabelle.

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                    Chris Meyer                                                        Moritz Klaus

Weitere Infos unter  www.klassik-motorsport.com


 Text: Manfred John, Fotos: Archiv Klassik Motorsport
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