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 „Scharfe Kurven, heiße Reifen" - Die Ratisbona-Bergrennen in Kelheim
Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim
vom 20. Mai bis 8. November 2015

1963 Lutz Wolf kreidlerQuietschende Reifen, heulende Motoren, Tausende Zuschauer hautnah an der Rennstrecke: Das waren die legendären Ratisbona Bergrennen, die ab 1924 bis 1981 auf verschiedenen Strecken in und um Kelheim ausgetragen wurden, hauptsächlich aber auf der heute noch so genannten „Rennstrecke“ von Kelheim nach Ihrlerstein. Autos unterschiedlicher Klassen und Formeln, Motorräder und Seitenwagen wurden von weltberühmten Profi-Rennfahren wie Rudolf Caracciola, Hans Stuck, Bernd Rosemeyer, Sepp Greger oder Toni Mang pilotiert, aber auch von zahlreichen heimischen Fahrern und aus der näheren Umgebung. Unter anderen sind hier Jakob Eicher, Willi Mansdorfer, Rolf Huber, Max Fuchs, Heinz Liedl, Josef Koller und Max Schneider zu nennen.

Das Archäologische Museum gab in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv, ehemaligen Rennfahrern, Mechanikern und renn- und sammelbegeisterten Bürgern mächtig Gas und stellte eine vielseitige Sicht auf die Ratisbona Bergrennen zusammen – vom historischen Automobil bis zum Siegerkranz.

Auskunft über eines der bedeutendsten Bergrennen Deutschl
2015 ratisbona 03ands geben in der Ausstellung Exponate wie historische Fotos und Zeitungen, Plakate, Programmhefte, Filmmaterial, Tonaufnahmen, schriftliche Dokumente, Plaketten, Siegerpokale, Rennanzüge und Helme ehemaliger Ratisbona-Fahrer, Autos, Motorräder, technische Gerätschaften und vieles mehr. Sie zeichnen ein lebendiges Bild jenes spektakulären Motorrad- und Autorennens, das in den 20er/30er und 60er/70er Jahren immer wieder ganz Kelheim in Atem hielt und bei allen Beteiligten – Rennfahrern und Organisatoren, Helfern und Zuschauern – begeisternde Erinnerungen hinterließ.

Inszenierungen mit lebensgroßen Figuren in historischer Rennkleidung, Motoren, Slicks und Werkzeuge, Kanister und Fahnen lassen im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim die Rennatmosphäre von damals wieder aufleben.

Auch Kuriositäten sind den Ausstellungsmachern bei ih
2015 ratisbona 02ren Recherchen untergekommen. So stieß die Museumsleiterin Petra Neumann-Eisele auf einen Zeitungsartikel anlässlich des 24. und letzten Ratisbona-Bergrennens 1981. Darin ist beschrieben, dass Tausende Zuschauer an der Rennstrecke ungewollt Zeugen einer komischen Live-Reportage aus der guten Stube eines daheimgebliebenen Fans wurden. Dieser hatte heimlich die Kabel angezapft und dabei passierte dann die peinliche Panne, dass sein Empfangsgerät daheim auch zum Sender wurde und trautes Ehegeplauder an die Rennstrecke trug.


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Die Ausstellung ist von Di-So, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Montags ist geschlossen (außer an Feiertagen).
www.archaeologisches-museum-kelheim.de

Fotos: Archäologisches Museum der Stadt Kelheim, Archiv classic-motorrad.de
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