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 Martin Sauters Initialzündungen
von Friedbert Morsch

„Hättest Du eventuell eine Idee für eine Sonderausstellung...?“ - Wenn Martin Sauter (70 plus) das Gespräch so beginnt, ist das ist immer die Initialzündung zu einer Sonderausstellung in „seinem“ Schramberger Museum, in welchem er ja mit über 200 Exponaten der „Platzhirsch“ ist.

Alltags ist Martin der Geschäftsführer einer der in Europa ältesten Fabriken für Feinwaagen und somit absolut ausgelastet. Doch die „Auto- und Uhrenwelt“ in der Schramberger Museumsmeile treibt ihn um. Nicht nur wegen der verwandtschaft
2014-maico-sonderausstellung 18lichen Beziehungen zu einstigen Uhrenproduzenten in Schramberg. Vielmehr ist ihm die gelungene Kombination von epochalen Fahrzeugentwicklungen in Abhängigkeit von den Lebensbedingungen der Kundschaft ein Anliegen. Filmwesen, Mode, Musik, Einkommensverhältnisse, Zeitgeist, gar politische Strömungen und andere Faktoren, die den Markt beeinflussen, sind in diesem Museum eingängig dargestellt. Eigentlich ist es dadurch viel mehr als eine aufgereihte Ansammlung nur technischer Kulturgüter – es ist wie ein Geschichtsbuch mit vielen Kapiteln aus dem realen Leben im Lande.

Messerschmitt KR 175Flankierende Sonderausstellungen sind für Martin Sauter ein belebendes Element. Es ist das Salz in der Suppe. So stand auch der VW-Käfer als ein Symbol des Wiederaufbaus und des beginnenden Wohlstandes als Sonderprojekt sinnvoll im Focus. Die Besucherresonanz war sehr gut. Ebenso bei der nachfolgenden Sonderausstellung „60 Jahre Messerschmitt Kabinenroller KR 175“ - dem einstigen „Düsenjäger“ des kleinen Mannes.

Patrick RichterHast Du eine Idee...?“ - Bei der nun aktuellen Sonderausstellung mit dem beziehungsreichen Titel „MAICO-Story“ hatte ich eine ziemlich konkrete Vorstellung. Gestützt auf einst viele persönlichen Gespräche mit Wilhelm Maisch (sen.) , auf die Freundschaft mit den Maisch-Junioren, zuvörderst mit Hans Maisch, durfte ich vor Jahren für ein Motorrad-Magazin eine Serie mit 16 Folgen verfassen. Titel: „Die MAICO-Story“. Martin Sauter war dabei. Der Kreis schließt sich. Dank des Macher-Teams mit Museumsleiter Harald Burger und seinen Helfern, mit dem guten Geist des Hauses, Anneliese Müller, mit den ehemaligen MAICO-Mitarbeitern Hans Hinn und Patrick Richter sowie dankenswert der zahlreichen Leihgebern konnte aus der Vision die inzwischen schon auch medial viel beachtete Wirklichkeit werden. Zweifach ausgestrahlt über SWR 3 -Fernsehen-, positive Berichte der schreibenden Zunft, einer folgt im Motorradmagazin -bmm-, Ausgabe Dezember 2014.

maico-logoEin genialer Bericht wurde hergestellt von Karl-Heinz Bendix im Online-Magazin www.classic-motorrad.de ("Die MAICO-Story") – Kurz: Martin Sauter darf zufrieden sein – seine Initialzündung wurde wieder zum Volltreffer!


 Text: Friedbert Morsch, Fotos: Roland Leger, Peter Frohnmeyer
 
 
 
 
 
 

 

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