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Klassik Zweitakt-Trophy 2014 - Zwei Takte zum Erfolg

Reichlich Zuwachs an Fahrern gab es in allen Klassen der Zweitakt-Trophy. Während im internationalen Rennsport die Zweitakter nicht mehr erlaubt sind, erleben sie in der Klassik-Trophy einen neuen Höhenflug.

Chris MeyerSo holte sich in der kleinsten Kategorie bei den 125ern Chris Meyer mit seiner wunderschön hergerichteten Morbidelli sicher den Gesamtsieg. Heiß her ging es dagegen bei den Einzylindern neueren Baujahres. Erst im letzten Lauf gelang es dem Cuxhavener Ole Wulf die Trophäe mit 9 Siegen nach Norddeutschland zu holen. Härtester Widersacher war die Berufsfotografin aus Calw, Anne Höss. Sie stand fast bei allen Läufen auf dem Treppchen.

Frank EismannStark besetzt war die 250 cm³ S1-Klasse der älteren Ein- und Zweizylinder-Maschinen. Frank Eismann brachte seine hervorragend vorbereitete Suzuki T 250 bei allen 16 Rennen ins Ziel, immer mit einem Podestplatz. Der Gesamtsieg war dem Zweiradmechaniker daher nicht zu nehmen, obwohl er mit Markus Zieger auf der Yamaha TD 2 einen starken Gegner hatte. Berufsbedingt musste der Wahl-Schwabe einige Läufe pausieren. Sigi Klar (Yamaha RD 250) trat verletzungsbedingt zum Finale nicht mehr an, doch Platz 3 konnte ihm der Österreicher Ernst Hegny (Suzuki TR 250) nicht mehr streitig machen.

Wie schon im Vorjahr verteidigte Peter Marquardt auf der Ex-Martin-Wimmer-Yamaha die Trophäe in der 250 S2 bis Jahrgang 1984 vor Michael Wild. Der Bonner brachte wieder seinen Fior-Nachbaurahmen mit Rotax-Motor zum Einsatz und konnte Peter Schenk (Yamaha TZ / Maico MD 250) mit einem Punkt auf Rang drei verweisen.

Stefan TennstädtDie gleiche Platzierung wie im letzten Jahr gab es bei den 250er S 3 bis Baujahr 1990. Seit mehr als 30 Jahren auf der Rennstrecke kämpfen Stefan Tennstädt (Bakker-Rotax) und Thomas Wittig (Yamaha TZ 250 W) als ehemaligen Konkurrenten aus vergangenen DDR-Meisterschaftsrennen in aller Freundschaft um den Sieg. Die beiden lassen dabei längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden und freuen sich besonders auf die Rennen im Osten Deutschlands, wo die Erinnerung nach so langer Zeit wieder lebendig wird. Stefan Tennstädt (DDR-Meister 1985) holte sich die Trophy vor Thomas Wittig (DDR-Meister 1983). Gerd Schumacher (Yamaha TZ 250 A) bestach durch seine Beständigkeit, die dem in Darmstadt wohnenden gebürtigen Eifelaners Gesamtrang drei einbrachte.

Moser NorbertIm letzten Jahr verlor Norbert Moser im letzten Lauf den schon sicher geglaubten Geamtsieg im letzten Rennen, doch dieses Jahr wurde er für seine Beständigkeit belohnt. Der Österreicher punktete in allen Rennen, während Bernd Cohnen einen Ausfall zu beklagen hatte. Ganze 12 Punkte trennten am Schluss die beiden. Sohn Achim stellte im letzten Rennen Gesamtrang 3 sicher, nachdem Neueinsteiger Bernd Döllinger einen kapitalen Motorschaden im letzten Lauf zu beklagen hatte.

Silvio Reinprecht GP OpenNach einem Jahr Pause kehrte Silvio Reinprecht mit einer bestens vorbereiteten Suzuki RG 500 in die Open-Klasse zurück. Gegen den Österreicher hatte Thomas Schneider mit seiner speziell gebauten auf 360 cm³ Hubraum erweiterten Yamaha keine Chance und musste sich mit Platz 2 zufrieden geben. Platz 3 holte sich der Böblinger Gerhard Mitter, der den Motor einer 400er Yamaha in das Fahrwerk einer Suzuki verpflanzt hatte. Damit fand der großgewachsene Schwabe endlich genügend Platz auf dem Motorrad.


Infos zur Saison  unter  www.klassik-motorsport.com


Die Gewinner der Jahres-Trophy:

GP 125 S1 (Ein- und Zweizylinder bis 1987) Cris Meyer (Morbidelli) 296 Punkte

GP 125 S2 (Einzylinder ab 1988) Ole Wulf (Honda RS 125) 325 Punkte

GP 250 S1 (Ein- und Zweizylinder bis 1973) Frank Eismann (Suzuki T 250) 348 Punkte

GP 250 S2 (Bis 1985, Rohrrahmen, Parallel-Twins) Peter Marquardt (Yamaha TZ 250) 216 Punkte

GP 250 S3 (1985 – 1990, Fahrwerk frei, 17 Zoll) Stefan Tennstädt (Bakker-Rotax) 320 Punkte

GP 350 (bis zum Ende der Klasse) Norbert Moser (Yamaha TZ 350) 200 Punkte

GP Open (bis 750 cm³ und neue 250er V-Motor) Silvio Reinprecht /Suzuki RGV 500) 250 Punkte


 Ole Wulf GP125S2
2014-endstand-s1-s2
 2014-endstand-s2s-s3
 2014-endstand-gp350-open
 Text: Manfred John, Fotos: Thomas Hattwig
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