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"Auf dem Highway ist die Hölle los"
Thomas Trapp trat auf seiner 98 Jahre alten Harley-Davidson F
beim amerikanischen „Cannonball Run“ an

  • 6.338 Kilometer, 16 Tage, 115 historische Bikes

  • Thomas Trapp rollt auf „sweet little Frankfurter“, Baujahr 1916, ins Ziel

2014-Cannonball-Run

Vom Atlantik zum Pazifik. Mehr als 6.000 Kilometer quer durch die USA. Auf einsamen Wegen, durch glühende Wüsten und über frostige 4.000er. Erwin „Cannonball“ Baker brauchte dazu auf seinem Motorrad elfeinhalb Tage. Aus dieser Rekordfahrt des Jahres 1914 entwickelte sich der „Cannonball Run“, der Hollywood zu diversen Kinostreifen inspirierte. 96 Jahre später belebten die Amis ihr heimliches Lieblingsrennen unter dem Namen „Motorcycle Cannonball Endurance Run“ neu – mit 100 Jahre alten Motorrädern. Nur zehn Teilnehmer schafften die Distanz ohne Ausfälle.

Maschinen bis Baujahr 1936 erlaubte das 2014er-Reglement des Mega-Lang­streckenevents – und einer der 115 Teilnehmer hieß Thomas Trapp. Der Chef der Harley-Factory, Frankfurt, passionierter Fan, Fahrer und Sammler von Milwaukee-Irons, erfüllte sich mit dem „Cannonball Run“ einen Traum und trat auf dem zweitältesten Bike des Starterfelds an. Anders als die meisten seiner Konkurrenten hatte er sein 1916er F Model kaum modifiziert. So original wie möglich sollte ihn die „sweet little Frankfurter“ getaufte eiserne Lady von der Ost- an die Westküste tragen. Am 5. September startete der Hesse seinen historischen V-Twin am Strand von Daytona Beach. 16 Tage und 3.938 Meilen lagen vor ihm. Von Florida führte die Route über Georgia, Tennessee, Missouri, Kansas, Colorado, Utah, Nevada und Idaho nach Washington. Und vom Start weg ernteten Thomas und die „sweet little Frankfurter“ mächtig Respekt, denn sie führten im Nu ihre eigene Klasse an und schoben sich unter die Top 3 des Gesamtklassements. Während zur Event-Halbzeit bereits die Hälfte des Teil­nehmerfelds ausgefallen war, verlangte Thomas’ F Model lediglich nach Zuwen­dung an Zündmagnet und Kickstarterfeder. „How cool is that?!“, jubelte Bill Davidson, Urenkel eines der Harley Firmengründer, per Mail.

Wohlbehalten trug die „sweet little Frankfurter“ ihren Besitzer durch eisigen Wind, strömenden Regen und dichten Nebel, die dünne Luft der Rockies und die Gluthitze der Bonneville Salt Flats. Abend für Abend konnte Thomas „full Scoring“ vermelden. Die Arbeit an einem defekten Kondensator brachte den Deutschen schließlich drei Tage vor Veranstaltungsende um den Sieg.

Thomas nimmt’s sportlich – dabei sein ist schließlich alles, und angekommen ist er natürlich trotzdem: Ganz nach Plan bollerte er auf seinem treuen F Model am Tag Nummer 16 zum Puget Sound in Tacoma, Washington. Well done, „sweet little Frankfurter“, und Congratulations, Thomas!

harley-logoWer Ross und Reiter kennenlernen und aus erster Hand die vielen Storys vom Unterwegssein hören möchte, stattet der Harley-Factory in der Wächtersbacher Straße 83 in Frankfurt am Main einen Besuch ab oder schaut auf der Messe „Custombike“ vorbei, die vom 5. bis 7. Dezember in Bad Salzuflen steigt. Weitere Infos gibt’s unter www.motorcyclecannonball.com und natürlich auf www.harleyfactory.de.


 Text: Harley-Davidson, Foto: Harley-Factory
 
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