Beiträge von HeinzH

    Lieber NSU Max,


    die Schwierigkeiten mit den Superseal Stecker kenne ich. Ich hab am Ende bei der Steckermontage kapituliert (wer leistet sich schon eine Zange für 300 Euro). Aber wenn Geld keine Rolle spielt kaufst Du z.B. hier: http://www.kabelschuhe-shop.de…seal-Kontakten::5109.html


    Ich hab das Problem übrigens mit einem anderen System gelöst (Deutsch Steckverbinder). http://www.steckerladen.de/meh…-Stecker-DT:::25_380.html . Diese Stecker sind ebenfalls 100% wasserdicht und den Superseal System der einfacheren Montage wegen überlegen. Weil aber auch hier die Gummi-Dichtung den Kontakt umgibt, existiert das selbe Problem wenn man die Quetschkontakte verwendet.


    Bei diesem System existiert aber eine Alternative zum Quetschen. Die alternativ angebotenen runden Stift-Kontakte (das sind am Kabelende kleine Röhrchen), eignen sich gut zum Löten (dann braucht es keine Zange). Die Lötstelle befindet sich innerhalb des Steckers, insofern muss das zwingend ohne dicken Tropfen gelingen. Es gibt aber auch für die Stiftkontakte, eine Zange die um 100 Euro günstiger angeboten wird. http://www.steckerladen.de/Wer…rehte-Kontakte::1305.html verwenden.



    Heinz H.

    Lieber Peter,


    der Kawasaki Kröber DZM muss trotz gleichem Motortyp nicht zwingend an der Suzuki funktionieren. Es müsste sicher gestellt sein, dass darüber hinaus die gleiche Art von Zündung verwendet wird und das Polrad pro Umdrehung die gleiche Anzahl an Impulsen liefert (das hängt davon ab wie viele Magnete im Polrad beinhaltet sind).


    Mein Rat: erst kaufen wenn Du die genaue Bezeichnung des Kröbers kennst. Die Kröber DZM sehen alle gleich aus, es gibt aber sehr viele verschiedene.


    Heinz

    Sehr geehrter Herr Nau,


    der Herr Illg ist ihnen wohl mächtig auf den Schlips getretten. Ich hab den Artikel jetzt zum zweiten mal gelesen und kann immer noch nichts anstößiges finden, schon gar keine Feindseligkeit. In einer Demokratie kann Kritik auch als gut gemeinter Beitrag zur Verbesserung verstanden werden.


    Ganz ehrlich, aufgemotzte Serien-Motorrädern, die nie und nimmer eine Rennstrecke gesehen haben um die DHM Meisterschaft fahren zu sehen hat auch für mich was peinliches. Da bin ich einer Meinug mit dem Herrn Illg. Könnte man nicht Voraussetzungen wie z. B. bei der Milli Miglia schaffen (dort darf nur starten was ursprünglich auch teilgenommen hat)? Der VfV will doch in Sachen Veteranen ein kompetentes Bild vermitteln, oder nicht?


    Was den Titel eines DHM Meisters angeht, muss ich mich ebenfalls auf die Seite des Herrn Illg stellen. Die Präsentation von alten Motorrädern und das Fahren des Fahrens wegen sollte man evtl. nicht mit Deutschen Meisterschaften in Verbindung bringen. Wieso fahren Sie nicht den VfV-Meister aus? Ein wenig Bescheidenheit wäre wohltuend. Den Teilnehmern wäre der schlichte Titel sicher der angenehmere und die unpassenden Motorräder wären dann auch besser zu ertragen.


    Sie werden nicht müde klar zu stellen, kein Konkurrent der Brüder John zu sein. Das ist ein stolzer Standpunkt aber nach meiner Meinung nicht angebracht. Während sich die Johns mit ihrer 2Takt-Klasse vor Zulauf kaum retten können, kämpft der VfV um Akzeptanz. Wenn das so weiter geht, werden die Brüder John unbeabsichtigt für den "Motorrad" VfV eine existenzielle Bedrohung. Wenn Sie das noch nicht erkannt haben, muss man sich um den VfV ernsthaft sorgen.


    Der Erfolg der Johns oder Boullions in St. Wendel besteht darin, dass sie ganz einfachen und ehrlichen Clubsport bieten und dabei die Fahrer nicht vergessen. In St. Wendel wird sogar für ein nettes Abend-Programm gesorgt. Jeder Fahrer fühlt sich dort ernst genommen, ja sogar hofiert. Vom VfV fühlen sich nach meinem Gefühl viele Fahrer eher gegängelt.


    Ich kaufe die Klassik Motorrad weiterhin, solche Beiträge finde ich ganz wichtig. Sie sind für den VfV nicht schädlich, sie sorgen eher für was reinigendes. Insofern sollten Sie Herrn Illig dankbar sein.


    MfG


    Heinz H.

    Liebe Motorsportler,


    wenn man mit Hilfe von Banken ein Unternehmen saniert, muss ein sog. Businessplan akribisch eingehalten werden. Er ist der Grund wieso man überhaupt Geld bekommt. Verlässt man diesen Plan, hat die Bank das Recht zur Kündigung. In Deutschland wird man keine Bank finden die auch nur eine Mark für einen Rennstall riskiert. Insofern ist die Vermutung "des Pudels Kern" sicher nicht zutreffend.


    Für das GP2-Team wurde ein eigenes Fahrwerk entwickelt. Als man mit der Spitze nicht mithalten konnte, fand nach langer Ratlosigkeit R. Waldmann das Problem. Der Stahl-Rahmen übertrug die Kräfte auf das Motorgehäuse und erhöhte dadurch die innere Reibung signifikant. Die MZ war das langsamste Motorrad im Feld. Nachdem der Rahmen diesbezüglich überarbeitet wurde, gab es sofort einen 4ten Platz. Da war aber dann die Saison schon fast zu Ende.


    Die Vision von Martin Wimmer war und ist, in ferner Zukunft einen modernen Zweitakter zu bauen. Er ist der Meinung, dass, ein dem 4Takter überlegener Wirkungsgrad möglich ist.


    Die meiste Zeit hat er für Geschäftsführer-Aufgaben verwendet (Aufträge ran schaffen und gucken, dass man die Rechnungen rechtzeitig bezahlen kann). Ansonsten hat er sich noch mit dem 125ccm 4Takt Motor beschäftigt. Weil Motorräder ein Saisongeschäft ist, wollte er im Winter kleine Blockkraftwerke (1kw) mit dem vorhandenen 125ccm Motor herstellen (ein kleiner Motor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an). Dabei sollten die Motoren wenig verbrauchen und lange leben. Weil solche Motoren immer mit der gleichen Drehzahl laufen, kann man erstaunliche Ergebnisse erzielen und sparsam Strom erzeugen (günstiger wie unser Strompreis). Für solche Anlagen gibt es weltweit großen Bedarf. Bei MZ liefen dafür Motoren im Versuche, die einer auf die Straße umgerechnete Laufleistung von ca. 500000 km entsprach. Damit hätte er das Winterloch sehr gut überbrücken können und darüber hinaus sogar Gewinne erzielen können.


    Martin Wimmer war damit beschäftigt, das Unternehmen auf solide Beine zu stellen. Hintergedanken hatte er keine.


    MfG


    Heinz H.


    PS: Herr Sring, Ihr Beitrag hat mich sehr amüsiert, wegen der Vorgänge in der Bastelbude hatte ich übrigens Herrn Wiedeking oben erwähnt (ich hatte den gleichen Gedanken).

    Sehr geehrter Herr Ewald,


    ich wollte zum Ausdruck bringen, dass Mercedes durch die F1 nicht zu aller erst die Absicht hat mehr Autos zu verkaufen. Sie haben damit die Absicht ihr positives Image auszubauen. Das hat einen viel höheren und vor allem nachhaltigen Wert. Ob das in der Belegschaft umstritten ist oder nicht spielt keine Rolle. Die PR-Experten setzen ihre Ideen durch, dass ist kein Debattierclub für semiprofessionele Meinungen aus der Belegschaft. Die machen was sie für klug halten.


    Verkaufszahlen, bzw. Erstzulassungsstatistiken sind derart manipuliert, dass niemand vernünftige Erkenntnisse daraus gewinnen kann. Jeder versucht seine Zahlen so zu manipulieren, dass kein Mitbewerber damit etwas anfangen kann. Sicher kann jeder Experte über den Erfolg von BMW-Motorräder etwas kluges sagen aber mit MZ oder Martin Wimmer hat das nicht einmal am Rande zu tun.


    Es muss nicht immer Rennsport sein, natürlich gibt es viele Möglichkeiten ein innovatives und positives Markenbild zu schaffen, aber mit R. Waldmann und M. Wimmer, sowie der MZ-Renngeschichte hat sich der Rennsport aufgedrängt. Diese Konstellation war für ein Engagement im Rennsport ein genialer Glücksfall, niemand hätte klügere und motiviertere Köpfe in einem Racing Team haben können. Es nicht zu versuchen wäre eine vertane Chance gewesen.


    Was Porsche angeht muss man sagen, wenn das Geld vor der Übernahme für ein F1 Engagement vorhanden gewesen wäre, hätten sie das gemacht. Porsche hat zur Image Bildung schon immer auf den Rennsport gesetzt. Insofern erklärt sich das gute Geschäft sehr wohl durch den Rennsport. Es muss ja nicht immer die F1 sein.


    Grundsätzlich möchte ich noch mal auf die Image Bildung hinweisen. Da hab ich das Gefühl gründlich missverstanden worden zu sein. Deutsche Automarken haben seit 50 Jahren ein gutes Image, die haben diesbezüglich keinen akuten Handlungsbedarf. MZ aber hatte zu Martin Wimmers Zeiten ein schlechtes Image. Insofern war ein Engagement auf diesem Gebiet zwingend nötig.


    Mit Verkaufszahlen hat das erstmal überhaupt nichts zutun. Eine Marke mit einem negativen Image kann auch das beste Produkt nicht verkaufen. Insofern entscheidet die Qualität des Produktes über den Verkaufserfolg eben nicht. Das ist eine infantile Vorstellung. Produkte werden in unserer Welt mit einem ordentlichen Paket Lügen verkauft. Die Lügen unter die Leute zu bringen nennt man neudeutsch Marketing. Für diese Abteilung wird nicht selten mehr Geld als für das Produkt verwendet.


    Weil Motorräder sehr emotionelle Produkte sind, ist das Image für einen kommerziellen Erfolg eminent wichtig. Martin Wimmer hat das erkannt. Sie leider nicht.


    MfG


    Heinz H.

    Lieber NSU-Max,


    es ist nicht wichtig was ich glaube, aber das eine Motorradfirma mit Rennfahren eine enorme Aufmerksamkeit erzielt, wusste man schon in den 50er Jahren (gucken Sie mal die Werbung von NSU an). Warum glauben Sie versenkt Mercedes 3stellige Millionen-Beträge Jahr für Jahr in der Formel1? Ob Sie es glauben oder nicht, die Verantwortlichen halten die irrwitzige Summe für eine gute Investition, Dabei handelt es sich um kluge Köpfe, nicht um Dummköpfe. Wird dadurch ein E-Smart mehr verkauft?


    Beim sog. Branding geht es nicht um den Verkauf eines Roller Charly (und mit Nostalgie hat das auch nichts zu tun), da geht es ums sog. Branding. Glauben Sie mir, das GP2 Engagement wäre im Erfolgsfall eine preiswerte Methode für ein zwingend benötigtes gutes Image der Marke gewesen. Nach dem ersten Sieg gab es jedenfalls in Sachsen ganzseitige Berichte mit großen Fotos und euphorischen Texten in vielen Zeitungen, z.B. die BILD Zeitung erklärt ganzseitig am 5.10.10 - das MZ-Wunder. Zum ersten mal seit Walter Kaaden wurde MZ weltweit wieder positiv, ja sogar euphorisch wahrgenommen. Weltweit konnte man sehen, dass in Zschopau eine neue Zeit mit einer hervorragenden Zukunftsperspektive angbrochen war. Wer behauptet, darauf verzichten zu können, ist in der Sache vorsichtig vormuliert, nicht ernst zu nehmen.


    Die Produkte waren nicht 25 Jahre hinterher, der 125ccm 4Takt Motor war ein großer Wurf, der ist noch heute ganz vorne mit dabei. Damit hätten sich gute Produkte für Straße und Gelände realisieren lassen. Der Benzin Roller war konkurrenzfähig und die gesamte Elektro-Motorisierung war seiner Zeit voraus. Diese Art der Fortbewegung hat im Moment zweistellige Zuwachsraten. Damit lässt sich richtig Geld verdienen. Martin Wimmer gelang es durch seine noch vorhandenen Kontakte die Produktion nach China zu verlegen, dass Unternehmen produzierte die Produkte kostengünstig. Eine abfällige Bemerkung über den Roller Charly ist im Übrigen überhaupt nicht angebracht. Das Konzept, das meiste Geld mit kleinen, innovativen Fahrzeugen zu verdienen war richtig erkannt und die Produktion richtig umgesetzt. Noch heute wäre MZ auf diesen Gebiet mit diesen Produkten gut aufgestellt.


    Wenn ich mich unglaubwürdig mache weil ich Anfeindungen und schlechte Manieren in der Öffentlichkeit nicht unkommentiert lasse, dann ist das halt so, dass muss ich dann hinnehmen. Aufhören werde ich damit aber nicht, das verlangt mein Verständnis von Anstand. Bei Martin Wimmer sind Anfeindungen nicht angebracht, der Mann hat alles was er zu geben hatte gegeben und wie ein Löve für das Unternehmen gekämpft (ob er Fehler gemacht hat oder nicht ist dabei nicht relevant), den Mann muss man jetzt nicht noch mit Füßen treten, schon gar nicht in der Öffentlichkeit!


    Ein einfaches Dankeschön wäre angebracht.


    MfG


    Heinz H.

    Sehr geehrter Herr Chris,


    im wesentlichen sind die 5 Mio. von Martin Wimmer, seiner Frau und Peter Ertel erbracht worden. Das meiste kam übrigens von Frau Wimmer. So steht es im Buch.


    Martin Wimmer ist nicht rechtskräftig verurteilt! Die Revision wird Ende des Jahres eine Entscheidung herbeiführen.


    Martin Wimmer hatte sicher nicht die Absicht Händler und Fans zu verprellen. Wenn das wirklich geschehen ist, dürfte es dafür plausible Gründe geben. Der Mann ist kein Idiot. Möglicherweise hat er den Händlern zum Wohle der Firma ein wenig vom Profit genommen. Das würde ich aber als "geschäftstüchtig" verbuchen.


    Sie unterstellen Martin Wimmer kein Fachmann in der wirtschaftlichen Führung eines Unternehmen zu sein. Wer ist den so ein Fachmann? Sind die Herren Zumwinkel, Wiedeking oder Middelhoff geeignete Fachmänner?


    Ob ein Unternehmen, dass auf den internationalen Markt tätig sein will auf den Rennsport als PR-Vehicle verzichten kann, können wir Laien nicht beurteilen. Sicher ist nur, ohne Werbung hat man auf dem Weltmarkt schon verloren. Waldmann und Wimmer waren ein perfektes Duo für ein derartiges Vorhaben. Niemand in unserem Land wäre dafür besser geeignet gewesen. MZ wäre bei entsprechenden Siegen weltweit ein begehrtes Produkt gewesen. Das hat er versucht und nach meinem Verständnis war es ein genialer Versuch. Das Image der Marke wäre enorm gestiegen. Ausserdem gehört der Rennsport traditionell zu MZ wie der Busen zur Frau!


    Martin Wimmer versucht nicht anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, er erklärt in beeindruckender Weise, dass er das Unternehmen weiter geführt hätte wenn die Hausbank Ihrer Verpflichtung nach gekommen wäre (ich kann da keine Schuldzuweisung erkennen). Ob sich diese Bank korrekt verhalten hat oder den Konkurs herbeiführen wollte werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Sicher scheint mir aber, dass die tatsächliche Zahlungsunfähigkeit durch die Hausbank ausgelöst wurde und zwar 9 Monate nach der amtlich festgestellten Zahlungsunfähigkeit (wer hat in dieser Zeit die Stromrechnung bezahlt)! Eine Verhandlung wird es zu dieser Frage im März vor dem Landgericht München geben. So lange sollten Sie noch warten bis Sie ihm unsportliches Verhalten vorwerfen.


    Sie irren sich auch in Hinblick auf die MZ Geschichte. Der Konkurs war nicht das Ende. Wenn ich richtig informiert bin, sind die Namensrechte immer noch intakt. Insofern braucht es nur einen Visionär mit Geld und schon kann es wieder los gehen.


    Und glauben Sie mir, MZ hatte einen klugen Visionär wie Martin Wimmer bitter nötig. Er war genau der richtige für die Probleme um MZ. Das Unternehmen war am Boden und von Heuschrecken schon geplündert. Sein Weg war mit Risiko behaftet aber voller guter Ideen, es hätte trotz der desolaten Situation klappen können wenn er nicht so allein gewesen wäre. Mit einem Typ Buchhalter wäre es jedenfalls der dringend benötigten Innovationen wegen nicht gegangen und mit einen Profi wäre die Kasse nach der Bezahlung seines Gehaltes schon leer gewesen.


    Abgesehen davon, dass sich der wirkliche Wert eines Unternehmen nicht nach Immobilien oder modernen Maschinen addieren lässt, kann man aus einer Bilanz nur sehr wenig über ein Unternehmen erfahren. Sie erfahren z. B. nichts über die Auftragsbücher und nichts über die Umsätze. Auch stille Reserven sind nicht zu erkennen (und innovatives Potential schon gar nicht). Bilanzen sind auch sehr unterschiedlich, ein und das selbe Unternehmen hat eine für die Steuer, eine für den Handel, eine für die Bank und eine weitere für sich selbst. Sie unterscheiden sich übrigens signifikant.


    Der eigentliche Wert eines Unternehmens ist das innovative und geistige Potential der Mitarbeiter (hat man davon genug, lässt sich fast jedes Problem lösen). Von diesem Potential gab es in Zwickau genug, was es noch gebraucht hätte, wären ein paar einflussreiche Persönlichkeiten gewesen die den Visionären den Rücken freigehalten hätte (in Bayern war FJS dafür bekannt). In Sachsen hat man anscheinend gedacht man könne ohne Fremdkapital eine Weltfirma retten (es sind geradezu lächerliche Zahlen die hier zur Debatte stehen). Es hätte einen mutigen Politiker und eine mutige Bank gebraucht, dann wäre MZ inzwischen eine AG mit aufregenden Fahrzeugen und die Taschen wären picke packe voll.


    Martin Wimmer hat jedenfalls meinen ganzen Respekt, er hat aufrichtig und ehrlich und klug versucht das Unternehmen wieder auf die Beine zu stellen. Es ist jammerschade das es nicht gelang. Ob das Spezialisten wie z. B. Middlhoff, Zumwinkel oder Wedeking besser hinbekommen hätten bezweifle ich sehr. Sicher scheint mir aber, dass sich bei diesen Spezialisten in der Konkursmasse ein Helicopter gefunden hätte.


    MfG


    Heinz H.


    PS: Martin Wimmer war vor seinem Engagement bei MZ für eine Deutsche Firma in China tätig. Ich glaube 7 Jahre lang. Aus dieser Zeit stammt die Hong Kong Adresse. Das er die Adresse vorsorglich für den Konkursfall eingerichtet hat ist nicht zutreffend, schließlich wusste er damals noch nichts von seinem MZ Engagement.

    Liebe Motorsportfreunde,


    der Martin Wimmer ist bisher noch für überhaupt nichts rechtskräftig verurteilt worden. Insofern ist er als unbescholtener Geschäftsmann zu betrachten. Sogar der Staatsanwalt war von seiner retorischen Leistung derart beeindruckt, dass er im Plädoyer ausdrücklich darauf hinwies, dass Martin Wimmer kein Krimineller sei.


    Die 300000,- Euro Festgeld die hier im Treat angesprochen wurden, sind im Übrigen tatsächlich geflossen, allerdings erst ein paar Tage nach der Konkurs-Anmeldung.


    Weiter oben scheint man der Meinung zu sein, das Martin Wimmer mit Hilfe seines Charmes das Unternehmen bekommen hätte. Das ist natürlich Unsinn, er hat es bekommen weil er als einziger 5 Mio. Dollar dafür bezahlt hat. Der Vorwurf, er hätte kein Konzept gehabt ist ebenfalls Unsinn. Der Businessplan zur Sanierung war von Experten geprüft und für gut befunden worden.


    Um mögliche Spekulationen zur MZ Immobilie zuvor zu kommen, ist festzuhalten, dass Industrie-Grund der ehemaligen DDR in der Regel nichts wert ist (weil u.a. der Besitzer für die Entgiftung des Bodens verantwortlich ist). Das dürfte Martin Wimmer gewusst haben weil sich solche Grundstücke nicht recht beleihen lassen. Er hatte sicher nicht die Absicht Geld durch den Verkauf der Grundstücke zu verdienen. Das wäre auch vertraglich nicht möglich gewesen. Alle Vermutungen, er hätte sich am Betriebsvermögen bereichert, haben sich als unsinnig erwiesen. So etwas wäre dem Staatsanwalt gerne in die Hände gefallen.


    Er hatte die Vision, dass Traditionsunternehmen zu neuem Ruhm zu führen. Eine empfindlich teure Vision wie sich heraus stellen sollte. Die finanzielle Seite ist nämlich schon heute absehbar, Martin Wimmer hat für seinen Versuch, MZ vor dem Untergang zu bewahren mit seiner gesamten Kaufkraft und leider auch darüber hinaus bezahlt. Gewinnen kann er trotzdem noch sehr viel. Wenn er von der Insolvenz-Verschleppung frei gesprochen wird, könnte er sich für die Zukunft ein ehrenwertes Leben aufbauen. Wird er in der Revision verurteilt, bleibt er für sein restliches Leben ein durch Offenbarungseid gemachter, mittelloser Vorbestrafter.


    Martin Wimmer ist 57 Jahre alt, hat die letzten 8 Jahre unmenschlich viel gearbeitet, ist nervlich mehrfach über den Rubikon gegangen und hat eine Scheidung hinter sich. Der Verlust des (erheblichen) persönlichen Vermögens scheint dagegen eher gering. Für den möglicherweise naiven Versuch, MZ zu retten ist nach meiner Auffassung die Strafe schon geschehen. Recht viel härter kann ich sie mir nicht einmal vorstellen.


    Damit er letztlich nicht als Verbrecher aus Deutschland gemobbt wird, hoffe ich, dass möglichst viele sein Buch kaufen. Den Erlös wird er bis zum letzten Pfennig für sein letztes Rennen verwenden, und kämpfen wird er, wie es sich für einen anständigen Rennfahrer gehört, bis zur letzten Kurve.


    MfG


    Heinz H.


    PS: Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, es lohnt sich dafür zu kämpfen!

    Liebe Motorsportfreunde,


    beim Prozess gegen Martin Wimmer ging es nicht um die Banken. Die Frage nach einem Schuldigen wurde gar nicht gestellt. Das Gericht hat auf Grund eines zweifelhaften Gutachten festgestellt, dass er schon im Dezember 2010 Insolvenz anmelden hätte müssen. Sollte dieses Urteil rechtskräftig werden, hatte das zwei Auswirkungen.


    1 Martin Wimmer müsste einen Offenbarungseid leisten und in die private Insolvenz gehen weil er dann für etliche Millionen (die er nicht hat) persönlich haftbar wäre.


    2. Die sächsischen Steuerzahler müssten die Zeche bezahlen weil eine diesbezügliche Bürgschaft existiert (dann knallen bei der Bank die Korken).


    Ungerecht und völlig unverständlich ist die Begründung der Verurteilung. Nach Meinung des Gerichts hätte er wegen 3 Wochen geringfügiger Überschuldung (weil ein Kunde nicht rechtzeitig bezahlt hat) eine Massenentlassung anordnen, und einen Insolvenz-Antrag stellen müssen. Wenn man diese Regelung auf alle Kapital Gesellschaften in Deutschland anwendet, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten Geschäftsführer genau genommen Insolvenz-Verschlepper.


    trotzdem - Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr allen Motorsportfreunden -


    Heinz Hausner

    Zum Artikel der Freien Presse Chemnitz möchte ich folgendes hinzufügen:


    Martin Wimmer musste sich am 18.12. wegen 16 Delikten vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten. Schuldig wurde er einzig wegen Insolvenz-Verschleppung gesprochen. Die Begründung war aber recht merkwürdig. Obwohl das Unternehmen Ende Januar 2011 für eine mindestens 6stellige Summe gut war, hätte er nach Meinung des Gerichts im Dezember 2010 eine Massenentlassung durchführen und Insolvenz anmelden müssen.


    Martin Wimmer hat bei der Verhandlung glaubwürdig und kompetent über seine 3jährige Arbeit als Geschäftsführer des Traditionsunternehmen berichtet. Dabei hat er für jeden Beobachter unstrittig eine beeindruckende Vorstellung geboten. Das er als kluger und rechtschaffener Geschäftsmann gehandelt hat, ist dabei deutlich geworden. Verbrecherische Absichten unterstellte ihm am Ende nicht einmal der Staatsanwalt obwohl Insolvenz-Verschleppung eine Straftat ist.


    Der Richter hat mich sehr an den schillernden Ronald Schill erinnert. Das Gutachten war mindestens teilweise fehlerhaft und konnte nach meinem Verständnis den Angriffen Martin Wimmers nicht standhalten. Mehrfach kam der Gutachter in Erklärungsnot. Für die Verurteilung im Punkt Insolvenz-Verschleppung war es aber trotzdem maßgeblich. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Martin Wimmer hat die Möglichkeit in Berufung zu gehen.


    Weil die Kosten des Verfahren empfindlich hoch sind und Martin Wimmer immer noch das kämpferische Herz eines Rennfahrers hat, wird er für seine Rechtschaffenheit kämpfen. Nach meiner Einschätzung kann er aber nur Gewinnen wenn er die nötigen Mittel aufbringt. Seine finanzielle Situation (bedingt durch die bisherigen Verfahren) würde ich mit desaströs umschreiben. Aus diesem Grund möchte ich alle Leser dieser Zeilen bitten ein Buch zu bestellen. Der Erlös füllt seine Kriegskasse die er prall gefüllt bitter nötig hat. Damit ermöglichen Sie ihm die Revision und bewahren ihn höchstwahrscheinlich vor einem Offenbarungseid und der anschl. Privat-Isolvenz. Für seinen Versuch das Unternehmen zu retten hat er mehr als genug bezahlt.


    Nach meiner Einschätzung ist Martin Wimmer in dieser Angelegenheit zur Gänze ohne Schuld.



    Mit freundlichen Grüßen


    Heinz Hausner