Beiträge von LotharM

    Zumindest die Frontpartie des Rätsels könnte passen. Der Zylinderkopf bleibt rätselhaft für mich. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass es sich um ein Gespann und nicht um eine Solomaschine handelt. Bei einer Solomaschine würde ein solch breit ausladender Zylinder keinen Sinn machen.

    Tank(-form) könnte auch BMW-Lugauer sein.

    Nockenwelle(-n)brücke ähnlich wie Norton Manx.

    Zylinderkopf mit vielen und langen Rippen?

    Ventil- bzw. Nockenwellenantrieb?

    Blech vor dem Zylinder? Hitze!

    Motorblock? Öleinfüllloch ähnlich wie bei BMW?

    Getriebe?

    Muss wohl ein Boxer sein.

    Meines Wissens (basierend auf den Ergebnislisten der Pre TT Rennen, siehe https://southern100.com/results-to-date/) ist HOB von 1988 bis 1996 mit Ausnahme von 1995 dort (Isle of Man, Castletown, Billown) gefahren. Die Startnummern sind mir leider nicht bekannt. 1991 wurde er 6., 1992 wurde er 9. und 1994 12. bei dem 9-Runden-Rennen. In den anderen Jahren erreichte er offensichtlich das Ziel nicht.

    War das nicht das Rennen, an dem die MV-Agusta-Mannschaft wegen Sicherheitsmängel nicht teilgenommen hat, d.h. wieder abgereist ist?

    Eine Kopie des Programmheftes der 500er Klasse würde mich sehr interessieren. Wer war gemeldet?

    und hier noch ein paar Quellen für Fotos:

    https://www.ttracepics.com/dmcs-search.html?find=Butenuth

    Die lassen sich zwar nicht herunterladen, das Bestellen ist leicht und Lieferung ist schnell .... und ziemlich teuer

    oder

    https://www.technischesmuseum.…ung/start/section/special

    Salzburg Liefering, Jahre 1962, 1963

    muss man durchsuchen, ist etwas zeitintensiv, seitdem sie die Seite umgestellt haben

    https://www.flickr.com/photos/…/albums/72157624820863669

    Paul McKelvie hat da noch mehrere Alben, die man mit viel Zeit durchblättern kann

    Hier ein bisschen Bibliographie zu HOB. Einiges wurde ja schon grob angesprochen, auch der Hinweis von Manx (s.o., Motorrad 16-1993)


    Devlin, Larry (TT-Website, 1997)

    Leverkus, Ernst „Klacks“ (Oldtimer Markt 10-1992)

    Westphal, Axel (Motorrad 16-1993 und 22-1997)


    Die (anderen) Nachrufe (in den einschlägigen Zeitschriften, Herbst 1997) sind so kurz und knapp, dass sie keine wertvollen Informationen beinhalten.

    Das Bild # 11 aus der PS-Zeitschrift stammt von der TT 1973.

    Der weiße Riese # 4 war sein Schlachtross bei der TT 1971, nachdem er so ein ähnliches Gefährt schon bei der Bol d'Or 1970 gefahren war, Partner Karl Hoppe.

    Aus welchem Jahr bitte stammt das Foto aus Jurby/Castletown mit der Nr. 21?

    Danke!

    Vielen Dank!

    Weiss jemand welches TT Rennen es genau war, in dem er die Nr. 112 fuhr?

    1988 hat er ein sehr ähnliches Motorrad mit der Nr. 110 bei der Senior-TT gefahren, auch mit diesen glatten Ventildeckeln

    Hallo,


    die bzw. eine Yamaha fuhr HOB - soweit ich mittlerweile nachvollziehen konnte - ab 1974 (Eifelrennen) und bis 1980 (TT).

    Rennen auf Ducati (Pantah?!) kannte ich bisher nur 1981 und 1982 (TT). Lässt sich Colmar Berg bitte noch genauer terminieren?

    Und dann waren da noch Kawasaki, Honda, Suzuki, Benelli, MZ/MuZ, abgesehen von NSU und Norton.

    P.Blum unterstütze HOB ab Ende der 1960er und in den 1970er Jahren.


    Gemeinsam kommen wir immer ein Stückchen weiter ... Danke! Weiter so...

    Hallo Experten,


    weiß denn vielleicht auch jemand von Euch, wo Mensch, Motor und Maschine abgeblieben sind?


    P.S. Mit meiner Butenuth-Recherche bin ich auch noch nicht da, wo ich gerne hinmöchte. Bis jetzt habe ich rund 270 Renneinsätze recherchieren können. Aber ich vermute, dass es über 300 gewesen sein könnten.

    Hallo an alle,


    in diesem Jahr wäre HOB 90 Jahre alt geworden. Nun versuche ich, möglichst alle seine Rennen aufzulisten. Die ersten Belege (Rennprogrammhefte, Rennberichte, Ergebnislisten, Fotos) habe ich vom JuPo 1958; die letzten aus der IOM TT Datenbank von 1996. Ich vermute, dass mir insbesondere in den letzteren Jahren noch viele Rennteilnahmen fehlen. Offensichtlich fuhr er in Wettbewerben wie IHRO, Battle of the Twins, Sound of Thunder etc. Ebenso offensichtlich war er auch viel im benachbarten Ausland unterwegs: CZ, NL, B, Lux, F, abgesehen von der TT. Dort fuhr er wohl auch bei der Southern 100. Wo fuhr er noch? NW 200?


    Wer hat genauere Angaben?


    Wie war das mit der Lizenz? Gab es da eine Altersgrenze und - wenn ja - welche? Bei Bill Beevers ist von 55 Jahren die Rede. Gab es länderspezifisch unterschiedliche Regelungen? Angeblich hatte HOB zum Schluss eine französische Lizenz. Waren die nicht alle bei der FIM registriert und damit einheitlich?


    Danke sehr für jede Hilfe!

    Hallo an alle,


    wenn ich richtig informiert bin, gab es eine DM für Solomaschinen bereits in den 1920er Jahre, für Seitenwagen ab 1930. Leider habe ich keine Quelle bislang gefunden, wo ich das zuverlässig nachlesen kann (z.B. Rennstrecken, Klasseneinteilung, Termine, Teilnehmer, Ergebnislisten) Damals scheint es handfeste Rivalitäten zwischen dem ADAC und dem DMV gegeben zu haben, u.a. über das Reglement zu den Veranstaltungen.


    Für das Jahr 1931 habe ich eine Quelle gefunden, nach der es das zweite Jahr mit einer Seitenwagen-DM gewesen sei und dass der Krefelder Harry Heyer deutscher Meister der 600er Klasse auf AJS geworden sei. Es hätten für die Ermittlung der DM zwei Rennen auf dem Nürburgring stattfinden sollen. Das erste fand mit geringer Teilnehmerzahl in dieser Klasse statt; das zweite sei wegen Fernbleiben jeglicher Teilnehmer ausgefallen. Heyer hatte das erste Rennen gewonnen und wurde so DM-Sieger. Über diesen Harry Heyer ist (mir) ansonsten nur wenig bekannt, über seine(n) Beifahrer gar nichts.


    Ich bitte um Nachricht, wenn mir jemand von Euch zu den Meisterschaften in dieser Zeit und zu diesem Namen weiterhelfen kann. Danke!


    Lothar

    zur Nachricht vom 21.6.2020: Allner mit BMW RS-Motor im Kaczor-Rahmen


    Hallo an alle,


    leider geben die Bilder, die ich von Allner bisher finden konnte, schon allein wegen der Verkleidung nicht genug Blick frei auf den Rahmen, um zu sehen, ob es der übliche RS-Rahmen oder einer von Kaczor sein könnte. Lediglich deutlich sichtbar ist eine Telegabel statt Earles-Schwinge. Meines Wissens fuhr Allner in der Zeit zwischen 1964 und 1967 mit BMW RS Motor. Seine Rahmen soll Kaczor laut Ballhupe ab 1965 gebaut haben. Rein zeitlich könnte es also zumindest teilweise passen, dass Allner einen Kaczor-Rahmen fuhr.


    Demgegenüber fuhr Butenuth noch Anfang der 1970er Jahre einen BMW RS Motor in einem Rahmen, der von Kaczor stammen könnte, z.B. deutsche Meisterschaft 1971.


    Hat jemand von Euch dazu vielleicht weitere Hinweise ("Fotobeweis")?


    Danke!

    Eugen Hagenlocher hat mit der BMW RS auch u.a. an dem WM-Lauf am 19.5.1957 in Hockenheim neben Zeller (3.), Hiller (6.), Riedelbauch (7.), Huber (9.), Knees (dnf) und Klinger (dnf) teilgenommen und den achten Platz errungen. Immerhin. Sieben BMW RS solo in einem Rennen.


    Die ex Dale BMW RS solo blieb offensichtlich in England und wurde wie so viele andere zum Seitenwagengespann.

    Vor ein paar Tagen konnte Siegfried Siggi Schauzu seinen 80. Geburtstag feiern. Wir gratulieren ganz herzlich!


    Sein erstes Motorradrennen liegt nun schon rund 60 Jahres zurück: 1959 auf einer 250er Adler auf dem Hockenheimring.

    Im Jahr 1962 kaufte er sich ein Straßenrenngespann mit einem BMW-Motor, der von Erich Muthig aus Bad Soden hergerichtet worden war. In den
    Seitenwagen stieg sein langjähriger Freund Horst Schneider.

    Um nun noch bessere Erfolge zu erzielen, kaufte sich Siggi Schauzu ein BMW-RS-Gespann mit Langhubmotor von dem Franzosen Joseph
    Duhem für die 1966er Saison. Im Juni waren sie erstmals bei der TT auf der Isle of Man gestartet und hatten gleich mit ihrem siebten Platz auf sich
    aufmerksam gemacht.

    Herr Pauly von Peters Pneu Renova sponsorte in der 1969er Saison die Entwicklung eines Motors auf BMW RS Basis durch Ludwig Apfelbeck mit einem Radialvierventilkopf. Die damit verknüpften Hoffnungen erfüllten sich nicht.

    Ebenso wenig die Hoffnung auf einen WM-Titel. Bei der TT allerdings hatte er das Glück, bei 19 Rennen neunmal auf den ersten Platz zu fahren.

    1975 begann auch für Schauzu, der seit 1962 nur BMW-Motoren gefahren hatte, die Zeit der Zweitakter, zunächst von Fath, später dann von Yamaha mit Fahrwerken von Dieter Busch und Seymaz.

    Bis zu seinem Rückzug 1982 nach über 20 Jahren Rennsport sammelte er sechs DM-Titel der Senioren.

    Neben Schneider stiegen später auch Wolfgang Kalauch, Peter Rutterford, Lorenzo Puzzo und Winfried Dietz in den Seitenwagen.


    Hallo,


    in den VFV-Nachrichten (Clubzeitschrift des Veteranenfahrzeugverbandes) Ausgabe 2/2005 ist ein Portrait der beiden Knees. Anfang oder eher Mitte der 1950er Jahres fuhren beide in den selben Rennen, Vater auf Norton 500 und Sohn auf BMW RS. Die Tochter war oft dabei und hat im Fahrerlager geholfen.


    Beste Grüße

    Heute hat auch Siggi Schauzu bestätigt, dass er am 26.5. nach Erndtebrück zum Tag der offenen Tür in Rudolf Bald's BMW Museum kommen wird. Damit sind zwei hochkarätige BMW Rennfahrer aus der großen Zeit der Königswellen-RS dort. Mit Ewald Dahms, der mittlerweile seit über 30 Jahren Classic-Rennen mit Königswellen-RS fährt, sind schon drei Experten, dort.

    26.5.2019: Tag der offenen Tür in Bald's historische Fahrzeugschau


    Zweimal im Jahr öffnen sich die Türen und Tore der Rudolf-Bald-Stiftung in Erndtebrück: Immer am letzten Sonntag im Mai und am 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, steht eine der bedeutsamsten Sammlungen klassischer BMW Motorräder weltweit bereit, um Interessierte mit auf eine Zeitreise in die Mitte des letzten Jahrhundert zu nehmen.


    Als zusätzliches Highlight wird am Sonntag, dem 26.5.2019, der BMW Club Mobile Classic e.V. dem vierfachen Weltmeister auf BMW, Max Deubel, in Erndtebrück die Ehrenmitgliedschaft verleihen. Die Ehrung durch den Clubpräsidenten Harald Klemann wird gegen 12.00 Uhr in den Ausstellungsräumen der Baldschen Fahrzeugschau in der Grimbachstraße 34 / Ecke Sonnenweg in 57339 Erndtebrück erfolgen.


    Sowohl der BMW Club Mobile Classic e.V. als auch die Mitglieder der Rudolf-Bald-Stiftung sind sehr froh und stolz, Max Deubel gewonnen und dafür auch noch einen würdigen Rahmen gefunden zu haben. Man freut sich auf zahlreiche Gäste, die der Verleihung beiwohnen.


    Im Rahmen des Tags der offenen Tür können Zweiradfans nicht nur den ehemaligen Weltmeister Deubel einmal persönlich kennenlernen, sondern auch einen Blick aus nächster Nähe auf rund 50 BMW Ein- und Zweizylinder-Modelle des zwanzigsten Jahrhunderts werfen. Neben nahezu allen Standardmodellen im Neuzustand finden Motorradfans ganz spezielle Rennsportmodelle aus den Glanzzeiten der bayerischen Marke in Erndtebrück, einige davon sogar mit Beiwagen und Weltmeisterkranz.


    „Ich freue mich sehr, Ende Mai neben Max Deubel wieder ganz viele Freunde historischer Motorräder persönlich in Erndtebrück begrüßen zu können. Dann können wir zusammen mit den Besuchern tolle Erinnerungen an den Motorsport des zwanzigsten Jahrhunderts teilen und ein wenig Benzin reden“, so Rudolf Bald.


    Am 26. Mai ist die Fahrzeugschau in der Grimbachstraße 34 / Ecke Sonnenweg in 57339 Erndtebrück geöffnet, Rudolf Bald und seine Freunde stehen als kompetente Ansprechpartner bei Fragen rund um die klassischen Boxer aus München gerne zur Verfügung. Der Eintritt am Tag der offenen Tür ist frei. Über eine großzügige Spende zur Unterstützung ihrer Arbeit freuen sich die Stiftungsmitglieder. Für Speis und Trank für die Besucher sorgt das Team der Stiftung ebenso.


    Rudolf-Bald-Stiftung:

    Rudolf-Bald-Stiftung-weiß-blau● Große Mittel 13 ● 57339 Erndtebrück

    Ausstellung: Grimbachstraße 34 / Ecke Sonnenweg ● 57339 Erndtebrück

    Vertreten durch: Rudolf Bald (Vorsitzender)

    Telefon: +49 (0) 2753 / 3352 ● kontakt@rudolf-baldstiftung.de - http://www.rudolf-bald-stiftung.de

    Liebe, verehrte Motorradfreunde,


    am Sonntag, dem 26.5.2019 wird der BMW Club Mobile Classic e.V. dem vierfachen Weltmeister auf BMW Max Deubel die Ehrenmitgliedschaft verleihen.


    Die Ehrung durch den Präsidenten Harald Klemann wird im Rahmen des Tages der offenen Tür in Bald’s historischer Fahrzeugschau, eine der größten Sammlungen historischer BMW-Motorräder, in Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein, Grimbachstrasse) gegen 12 h erfolgen.


    Der Club ist sehr froh und stolz, Max Deubel gewonnen zu haben und dafür auch einen würdigen Rahmen gefunden zu haben! Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!


    Als Max Deubel in der Saison 1955 in den Motoradrennsport einstieg, war natürlich noch lange nicht klar, dass er einmal einer der berühmtesten und erfolgreichsten Söhne seiner Heimat im oberbergischen Kreis werden würde. Er war gerade mal 20 Jahre alt, als er mit Hilfe seines Vereins eine BMW R 68 auf 500 ccm heruntergebüchst als Renngespann erwarb. Diese erste Saison verlief ernüchternd: 3 Rennen, 3 Ausfälle. Auch die beiden folgenden Saisons 1956 und 1957 verliefen nicht wirklich ermutigend. Der Wille zum Erfolg war jedoch ungebrochen vorhanden und so wurde ein BMW-RS-Gespann angeschafft. Damit gelang der erste Sieg beim Juniorenpokal in Neunkirchen. In der Saison 1958 wurden dann schon einige Rennen mehr bestritten, wobei sich Max bei einigen Rennen zum Erlernen der Strecken in den Beiwagen legte und der eigentliche Beifahrer Rolf Amfaldern das Gespann lenkte. Max fuhr zudem das eine oder andere Solorennen. Es gab einige Siege zu feiern, so dass die beiden am Ende der Saison deutsche Juniorenmeister wurden.

    Dieser Erfolg bedeutete zugleich den Aufstieg in die Lizenzklasse für die Saison 1959. Das ist nun 60 Jahre her. Bei ihrem WM-Debut in Hockenheim belegten sie gleich einen beachtlichen dritten Platz. Der erste Sieg in der internationalen Klasse gelang in Dresden-Hellerau. In der Saison 1960 nahm die Karriere von Max richtig Fahrt auf. Sie begann mit dem WM-Lauf in Barcelona. Im Seitenwagen turnte mittlerweile Horst Höhler. Den einzigen Sieg in diesem Jahr erzielten sie beim Bergrennen in Freiburg-Schauinsland. Und in diesem Jahr klebte erstmals der Max und Moritz Aufkleber auf der Verkleidung des Gespanns.

    Der erste Sieg in einem international hochkarätig besetzten Rennen gelang im Frühjahr 1961 im italienischen Modena. Das Rennen und damit der Sieg wurden von dem schweren Unfall von Camathias-Cecco überschattet. Das wog umso schwerer, da einige Wochen vorher schon der Unfall von Fath-Wohlgemuth auf der Südschleife des Nürburgrings geschehen war. In beiden Fällen verstarben die Beifahrer, während die Fahrer schwere Verletzungen davontrugen. Damit blieben Scheidegger-Burkhardt als ernste Konkurrenten auf BMW. Den ersten Sieg in einem WM-Lauf konnten Deubel-Hörner in Hockenheim erzielen. Emil Hörner (1937-2003) war zu Saisonbeginn in Max‘ Seitenwagen gestiegen. Die Paarung harmonierte bestens von Beginn an und hielt bis zum Ende gemeinsam durch. In dieser Saison gelang ihnen die erste von vier aufeinander folgenden Weltmeisterschaften und die erste von fünf aufeinanderfolgenden deutschen Meisterschaften.

    Der Rennzirkus führte sie nach Kroatien und Spanien im Süden, nach England sowie zur Isle of Man im Norden, nach Belgien, Frankreich und in die Niederlande. Lediglich im Osten Deutschlands gab es keine Seitenwagenrennen auf internationalem Niveau mehr wie noch zu Beginn von Max‘ Karriere. Seine besonnene und taktisch kluge Fahrweise verhinderte so manches Rennfahrerpech mit Verletzungen, technischen Defekten und somit Zwangspausen. So kamen 15 bis 25 Rennen pro Saison zusammen. Besonders eng wurde es zum Beispiel im Sommer 1965, als es vom WM-Lauf im belgischen Spa per Flugzeug nach Nürnberg zum dortigen DM-Lauf am selben Tag ging. Trotz dieses Einsatzes ging der WM-Titel an Scheidegger-Robinson. Diese fuhren mittlerweile auf einem sogenannten Kneeler-Gespann, auf dem der Fahrer kniet, während Max nach wie vor und trotz anderweitiger Versuche an seinem Sitzergespann, also an der Sitzposition des Fahrers, festhielt. Das erwies sich allerdings schließlich aufgrund des höheren Schwerpunktes als Nachteil. Der Tank war schon seit der 1961er Saison in den Seitenwagen gesetzt worden. Während der WM-Titel 1965 also in die Schweiz ging, blieb der DM-Titel bei Max.

    Die Saison 1966 verlief eigentlich ganz gut, allerdings hatten am Ende wieder Scheidegger-Robinson in der WM und diesmal Auerbacher-Dein/Kalauch in der DM die Nase vorn. Deubel-Hörner beendeten schließlich ihre Rennkarriere und wandten sich den bürgerlichen Aufgaben und Pflichten zu. Max blieb noch lange als Funktionär dem Motorradsport verbunden und ist nach wie vor oft an der Rennstrecke und im Fahrerlager zu sehen.


    Mit weiß-blauen Grüßen

    Lothar Mildebrath

    https://www.bmw-club-mobile-cl…ndex.php?pcid=13&pdid=154


    Siehe auch:

    http://www.classic-motorrad.de…orische-bmw-fahrzeugschau

    http://www.rudolf-bald-stiftung.de/

    Es sind nicht immer nur die offiziellen Titel, die von großen Taten und sportlicher Leidenschaft künden. Harry Mahrsandt aus Bremerhaven begann seine Karriere als Beifahrer im Seitenwagen 1963 im Alter von 20 Jahren mit Peter Köster aus Cuxhaven. Später fuhr er dann mit Harry Kleinke im Juniorenpokal. Schließlich fuhr er seit 1984 mit Ewald Dahms bei Classic-Rennen, meist auf Ewalds Max Deubel Replica. Allein mit Ewald fuhr Harry weit über 500 Rennen. Gemeinsam gewannen sie u.a. den Ernst-Henne- sowie den Jan-Wellem-Pokal.


    In den letzten Monaten war Harry schwer krank und ist am 16.6.2018 im Alter von 75 Jahren nach über 50 aktiven Jahren im Motorsport verstorben. Die Zielflagge hat sich endgültig gesenkt. RIP.



    Das Manx Heritage Museum in Person des Kurators Matthew Richardson bittet in diesem Zusammenhang übrigens um weitere Meldungen von Rennfahrern, Beifahrern, Mechanikern etc. aus dieser Zeit, um mit Anekdoten und Erinnerungsstücken die Dauerausstellung zu erweitern.

    Internetseite: https://manxnationalheritage.im/

    Emailkontakt: enquiries@mnh.gov.im


    Für diese Dauerausstellung und insbesondere das Auerbacher-Gespann dort versuche ich derzeit - eigentlich eine Arbeit für lange, dunkle Winterabende - eine Art Biografie und Rennkalender zusammenzustellen. Wer dazu beitragen kann und möchte, möge sich bitte bei mir melden. Danke!

    Das Gespann, mit dem Georg Auerbacher 1972 bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man teilnahm, ist zurück auf der Insel. Das Manx Heritage Museum in Douglas zeigt das Gespann mit der für Auerbacher typisch blauen Lackierung der Verkleidung in seiner Dauerausstellung. Es wurde in den letzten Jahren von einem Freund und Vertrauten von Auerbacher restauriert und gepflegt. Eine Zeit lang war es im Hockenheimer Rennsport Museum ausgestellt. Seit einigen Wochen nun steht es auf einem ehrenvollen Platz an einer der bedeutendsten Stellen für Rennmotoräder. Das Manx Heritage Museum befindet sich ganz in der Nähe von Start und Ziel der berühmten TT-Rennen. Georg Auerbacher ist zwischen 1962 und 1971 insgesamt bei 13 TT-Rennen der 500er und 750er Gespannklasse in den Ergebnislisten verzeichnet. Im Jahr 1971 konnte er seinen einzigen TT-Sieg und zwar in der 750er Klasse mit Beifahrer Hahn einfahren.

    Hallo Rennsporthistoriker,


    hiermit bitte ich um Informationen über Franz Vaasen, Motorradrennfahrer von ca. 1932 bis ca. 1960. Er stammte offensichtlich aus Hambach bei Jülich und wechselte später nach Düsseldorf. Er fuhr immer auf Norton, zunächst 350er später 500er solo. 1947 hatte er auf der Wuppertaler Bahn einen schweren Unfall, in dessen Folge ihm ein Bein amputiert wurde. Danach fuhr er für den Rest seiner Karriere Seitenwagenrennen. Seine Karriere über ca. 30 Jahre ist erstaunlich, seine Erfolge waren mittelprächtig. Er fuhr schon frühzeitig international z.B. in Bern, Barcelona Genf, IOM, Saxtorp und Spa. 1938 und 1939 sammelte er je 3 EM-Punkte in Assen. Nach seinem Unfall blieb er überwiegend im eigenen Land. Es heißt, er sei später in seinem Leben in geistige Umnachtung gefallen.


    Wann wurde er geboren, wann ist er gestorben? Was war sein Beruf? Woher erhielt er seine Motorräder? Was gibt es über ihn zu berichten?


    Danke für jede Hilfe!


    Lothar

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für die Ergänzungen.

    Das Kettenhund-Gespann habe ich vor einiger Zeit in der Schweiz ansehen können.

    Bei Prototyp- oder Versuchsmotoren wird kaum nachvollziehbar sein, wie viele Stücke es wirklich gab und überlebt haben.

    BMW hatte Ende der 1960er Jahre sicherlich schon andere Dinge im Kopf als den 700er oder 800er Motor ernsthaft weiter zu entwickeln. Also wird es auch kaum Dokumentation dazu geben, mit der man etwas nachvollziehen oder gar beweisen könnte.