Beiträge von LotharM

    Betrifft Foto mit "Strassengespann" #16:

    Das Foto zeigt wie bereits beschrieben Eric Oliver mit einem 2-Zyl. Norton-Motor im Fahrwerk, Dominator 88, Watsonian Monaco Seitenwagen.

    Im Beiwagen saß Miss Pat Wise; offensichtlich ihre einzige TT, ansonsten jedoch mehrfach als Solofahrerin unterwegs, verstorben 2012.

    Für Eric Oliver war dies seine letzte TT, 1958, 10. Platz

    Das Feldberg-Rennen im Schwarzwald (Freiburg) 1924 war vermutlich eine Art Vorläufer des späteren Schauinsland-Bergrennen (ab 1925).

    Demgegenüber war das Feldberg-Rennen im Taunus (Oberreifenberg) zumindest zeitweise ein Bergrennen (Hoheneck-Sandplacken), so z.B. in 1934 zählte es zur deutschen Bergmeisterschaft wie auch Kesselberg und Schauinsland.

    Hier noch ein paar weitere Bergrennen (Bergprüfungsfahrten) Deutschland 1924:


    11.5.1924: Hainberg-Rennen, Göttingen

    18.5.1924: Heslach Bergrennen, Stuttgart

    15.6.1924: Königsstuhl-Bergrennen, Heidelberg

    22.6.1924: Feldberg-Rennen, Freiburg

    29.6.1924: Bergrennen Selbeck, Hagen

    29.6.1924: Bergrennen, Pforzheim

    22.8.1924: Gabelbach-Rennen, Ilmenau

    31.8.1924: Inselberg-Rennen, Tabarz

    14.9.1924: Oberjoch-Rennen, Hindelang

    21.9.1924: Ruselberg-Rennen, Deggendorf

    28.9.1924: Poehlberg-Rennen, Annaberg

    Apropos 100 Jahre Meisterschaften ... Die Liste von besonderen Ereignissen in der BMW Motorrad Geschichte, an die wir in diesem Jahr erinnern können, lässt sich ergänzen:



    1894: 130 Jahre

    18.1.1894: Geburtstag von Rudolf Reich, erster Sieger bei einem Rennen auf BMW, Bergrennen Oberjoch, Klasse 4, 16.9.1923

    1.2.1894: Geburtstag von Josef Stelzer, Techniker und einer der ersten Werksfahrer bei BMW




    1904: 120 Jahre

    22.2.1904: Geburtstag von Ernst Jakob Henne




    1914: 110 Jahre

    27.9.1914: Geburtstag von Jo Rogliardo, französischer Seitenwagenmeister 1959, 1960 und 1961 auf BMW RS




    1924: 100 Jahre

    1.1.1924: Geburtstag von Willi Faust, Weltmeister 1955


    17.2.1924: Bei der Deutschlandfahrt erzielen die BMW-Fahrer Georg Hoegl und Ignatz Rosenbaum Goldmedaillen


    23.3.1924: Geburtstag von Florian Camathias, einer der weltweit bekanntesten Schweizer Motorradrennfahrer, vornehmlich auf BMW sowie andere Marken


    18.5.1924: Erster Anerkennungserfolg beim Bergrennen in Stuttgart (Heslach) durch 3 Klassensiege von Franz Bieber, Rudolf Reich und Rudolf Schleicher


    15.6.1924: Franz Bieber erzielt mit einer BMW R 37, 500 ccm solo, Klasse 4, den ersten DM-Titel - und damit auch für BMW - beim Rennen in Schleiz




    1929: 95 Jahre

    21.1.1929: Geburtstag von Wolfgang Kalauch, Beifahrer bei vielen Seitenwagenfahrern


    24.3.1929: Geburtstag von Hans Bartl, erster Privatfahrer auf RS 54 (solo)


    24.5.1929: Geburtstag von Helmut Fath, Weltmeister 1960 (und 1967)


    19.9.1929: Erste Rekordfahrt von Ernst Henne, auf der Ingolstädter Landstraße bei München, Höchstgeschwindigkeit 216,8, km/h, Motor mit 750 ccm und Kompressor




    1934: 90 Jahre


    18.1.1934: Geburtstag von Sebastian Nachtmann, besonders als Geländefahrer in den 1960er Jahren erfolgreich und auch auf BMW RS


    25.8.1934: Das „Motorrad“-Magazin Nr. 34 zeigt erstmals ein Foto der neuen BMW Telegabel für die Serienproduktion


    9.9.1934: Kurt Mansfeld wird deutscher Bergmeister auf seiner 750er BMW. Dazu zählen die Rennen Kesselberg (17.6.1934), Freiburg-Schauinsland (19.8.1934), Feldberg/Taunus (9.9.1934)


    30.9.1934: Erstes Hamburger Stadtparkrennen; es fuhren auf BMW die Privatfahrer Ralf Röse (Platz 5), Kurt Mansfeld (Platz 6) in der 1000 ccm Lizenzklasse, sowie F. Schneider (Platz 1) in der 1000 ccm Ausweisklasse. H. Häusler schied wegen Verlust seines Beifahrers im Seitenwagen-Rennen aus




    1939: 85 Jahre

    21.9.1939: Geburtstag von Siegfried Schauzu, neunmaliger TT-Sieger mit BMW-Gespannen u.v.m.


    Josef Stelzer entwickelt aus der Serienmaschine die Rennsportversion BMW R 51 RS, Typ 254, neben der zahmeren Supersport-Version die erste ernstzunehmende käufliche Rennmaschine von BMW für Privatfahrer in Deutschland und weiteren Ländern


    1944: 80 Jahre

    29.11.1944: Geburtstag von Helmut Dähne, mehrfacher deutscher Meister und weitere internationale Erfolge auf BMW


    1949: 75 Jahre

    Georg Meier wird zum 4. Mal deutscher Meister in der 500er Soloklasse vor weiteren BMW-Fahrern Walter Zeller, Ludwig Kraus, Ernst Hoske und Georg Eberlein.


    Max Klankermeier-Hermann Wolz werden deutsche Meister in der 600er Seitenwagenklasse sowie Josef Müller-Karl Rührschneck in der 1200er Klasse, jeweils auf BMW.


    1954: 70 Jahre

    Noll-Cron werden nicht nur Weltmeister, sondern auch deutsche Meister durch die Rennen am/in 9.5.1954 Hockenheim, 23.5.1954

    Eifelrennen, 18.7.1954 Feldberg, 1.8.1954 Nürnberg und 8.8.1954 Schotten. Am letzten DM-Lauf am 5.9.1954 in Hannover nahmen sie nicht teil (siehe Monza)


    Walter Zeller wird deutscher Meister der 500er Soloklasse vor den BMW RS Fahrern Hans Bartl, Hans Meier, Ernst Riedelbauch, Peter Knees und Robert Zeller.

    1954 ist in der deutschen Sportgeschichte ein ganz herausragendes Jahr.


    Das „Wunder von Bern“ bescherte Deutschland nach vielen Jahren unermesslichen Leids endlich wieder gemeinsame Freude mit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer am 4.7.1954.


    Die Automobil-Weltmeisterschaft (Formel 1) war bereits mit dem Großen Preis von Deutschland, dem sechsten von neun Rennen, am 1.8.1954 für Juan Manuel Fangio auf Mercedes entschieden.


    Die Weltmeisterschaft der Motorrad-Gespanne begann am 18.6.1954 auf der Isle of Man (Tourist Trophy, Clypse Course). Von dort ging es am 26.6.1954 nach Belfast in Nordirland auf den Dundrod-Kurs. Der dritte Lauf erfolgte auf dem Kurs im belgischen Spa-Francorchamps am 4.7.1954, bevor es am 25.7.1954 zur Stuttgarter Solitude ging. Hier konnten Wilhelm Noll (1926-2017) und sein Partner Fritz Cron (1925-2017) nach zwei dritten und einem zweiten Platz erstmals einen Sieg einfahren. Etwa vier Wochen später, am 22.8.1954, ging es in die Hauptstadt der Schweiz nach Bern (Bremgarten-Kurs). Auch diesen Lauf konnten Noll-Cron gewinnen. Der Punktestand ließ also den Gewinn der Meisterschaft näher rücken, vor allem, wenn auch der letzte Lauf gewonnen werden könnte. Dieser Lauf fand am 12.9.1954 im italienischen Monza auf dem Autodromo Nationale statt. Auch hier konnten Noll-Cron siegen, diesmal mit dem vollverkleideten Gespann samt Einspritzmotor.


    Damit war die dritte Weltmeisterschaft in einer publikumsstarken Sportart perfekt und Deutschland im Glückstaumel.


    Und so ging es weiter:


    1964: vierter Weltmeistertitel und deutsche Meisterschaft in Folge für Max Deubel und Emil Hörner

    1974: sechster und letzter Weltmeistertitel für Klaus Enders und Ralf Engelhardt und damit letzter WM-Titel für einen

    Viertaktmotor für lange Zeit

    1984: erster Sieg der „Oskar Liebmann Special“ unter Kurt Liebmann in der Vintage-Klasse in Daytona

    Zu Beginn des neuen Jahres sende ich nicht nur die besten Wünsche an alle, sondern möchte auch an wichtige Jahrestage in der BMW Motorrad Geschichte erinnern.

    Letztes Jahr (2023) konnte BMW seinen 100. Geburtstag begehen; nun in 2024 liegt die erste deutsche Meisterschaft 100 Jahre zurück.

    Das ist nur ein Teil der Geschichte. Hier ein paar weitere Daten.

    Ich hoffe nicht, dass ich weitere wichtige Daten übersehen habe. Ich hoffe vielmehr, dass diese Liste zu weiteren Aktionen inspiriert...


    1.1.1924: Geburtstag von Willi Faust, Weltmeister 1955


    18.1.1894: Geburtstag von Rudolf Reich, erster Sieger bei einem Rennen auf BMW: Bergrennen Oberjoch, Klasse 4, 16.9.1923


    18.1.1934: Geburtstag von Sebastian Nachtmann, besonders als Geländefahrer erfolgreich auf BMW in den 1960er Jahren


    21.1.1929: Geburtstag von Wolfgang Kalauch, Beifahrer bei vielen Seitenwagenfahrern auf BMW und anderen


    1.2.1894: Geburtstag von Josef Stelzer, Techniker und einer der ersten Werksfahrer bei BMW


    17.2.1924: Bei der Deutschlandfahrt erzielen die BMW-Fahrer Georg Hoegl und Ignatz Rosenbaum Goldmedaillen


    22.2.1904: Geburtstag von Ernst Jakob Henne


    23.3.1924: Geburtstag von Florian Camathias, einer der weltweit bekanntesten Schweizer Motorradrennfahrer, vornehmlich auf BMW sowie andere Marken


    24.3.1929: Geburtstag von Hans Bartl, erster Privatfahrer auf RS 54 (solo)


    18.5.1924: Erster Anerkennungserfolg beim Bergrennen in Stuttgart (Heslach) durch 3 Klassensiege von Franz Bieber, Rudolf Reich und Rudolf Schleicher


    24.5.1929: Geburtstag von Helmut Fath, Weltmeister 1960 (und 1968)


    15.6.1924: Franz Bieber erzielt mit einer BMW R 37, 500 ccm solo, Klasse 4, den ersten DM-Titel - und damit auch für BMW - beim Rennen in Schleiz


    Deubel-Hörner erzielen ihren vierten und letzten WM- Titel mit Rennen am/in 3.5.1964 Barcelona, 17.5.1964 Clermont-Ferrand, 8.6.1964 IOM TT, 27.6.1964 Assen, 5.7.1964 Spa, 19.7.1954 Stuttgart (s.u.),

    sowie ihren 4. DM-Titel mit folgenden Rennen: 26.4.1964 Eifelrennen, 10.5.1964 Sankt Wendel, 19.7.1964 Stuttgart (s.o.), 9.8.1964 Freiburg (Bergrennen), 30.8.1964 Avus (Rennabbruch nach Unfall, dadurch keine Wertung


    25.8.1974: letzte Seitenwagenweltmeisterschaft für Klaus Enders-Ralf Engelhardt und Teamchef Dieter Busch. Sie erzielen ihren 6. WM-Titel und den letzten mit einem BMW-basierten Motor mit den Rennen in Clermont-Ferrand, Nürburgring, Salzburgring, Imola, TT, Assen, Spa und Brno; gleichzeitig letzter WM-Titel für einen BMW-basierten Motor sowie einen Viertakt-Motor in der Seitenwagenklasse für lange Zeit


    Noll-Cron werden deutsche Meister durch die Rennen am/in 9.5.1954 Hockenheim, 23.5.1954 Eifelrennen, 18.7.1954 Feldberg, 1.8.1954 Nürnberg und 8.8.1954 Schotten. Am letzten DM-Lauf am 5.9.1954 in Hannover nahmen sie nicht teil (siehe Monza)


    Kurt Mansfeld wird deutscher Bergmeister (750er BMW). Dazu zählen die Rennen Kesselberg (17.6.1934), Freiburg-Schauinsland (19.8.1934), Feldberg/Taunus (9.9.1934)


    Wilhelm Noll und Fritz Cron erzielen ihren ersten WM-Titel und damit auch den ersten für BMW, 500 ccm Seitenwagengespann, BMW RS Motor Typ 253, WM-Läufe: 18.6.1954 IOM TT, 26.6.1954 Ulster, 4.7.1954 Spa, 25.7.1954 Stuttgart, 22.8.1954 Bern und 12.9.1954 Monza


    19.9.1929: Erste Rekordfahrt von Ernst Henne, auf der Ingolstädter Landstrasse bei München, Höchstgeschwindigkeit 216,8, km/h, Motor mit 750 ccm und Kompressor


    21.9.1939: Geburtstag von Siegfried Schauzu, neunmaliger TT-Sieger sowie mehrfacher deutscher Meister, überwiegend mit BMW-Gespannen


    30.9.1934: Erstes Hamburger Stadtparkrennen; es fuhren auf BMW die Privatfahrer Ralf Röse (Platz 5), Kurt Mansfeld (Platz 6) in der 1000 ccm Lizenzklasse, sowie F. Schneider (Platz 1) in der 1000 ccm Ausweisklasse. H. Häusler schied wegen Verlust seines Beifahrers im Seitenwagen-Rennen aus.


    29.11.1944: Geburtstag von Helmut Dähne, mehrfacher deutscher Meister und weitere internationale Erfolge vielfach auf BMW (solo)


    27.12.1934: Geburtstag von Georg Auerbacher, JuPo-Meister 1960 und langjährig erfolgreicher Seitenwagenfahrer auf BMW

    Einer guten Diskussion muss man Raum und Zeit geben. Da ich zu der Sache zwischen Read und Brouwer nichts sagen kann, habe ich geschwiegen und etwas gelernt.


    Um der Sache mit der Werbung neuen Schwung zu geben, verweise ich mal zum Spaß auf die diversen Aufkleber aus der Zeit vor der Werbung. Da war nicht nur Wilhelm Buschs Max und Moritz, sondern auch einige Disney-Charakter und ähnliches. Die Australier etc. hatten ja z.B. gerne ein Kängeruh auf dem Helm, siehe Findlay. Da vor allem die Gespanne mit ihren Verkleidungen kaum noch von einander zu unterscheiden waren, gab es nicht nur unterschiedliche Farben, was auf den schwarz/weiß Fotos dieser Zeit dem Leser von Zeitschriften auch nicht viel gebracht hat, haben einige Fahrer weitere Logos oder was auch immer angebracht.


    Mal sehen, wohin die Diskussion jetzt geht ....;)

    Garibaldi:

    Metzger Rudl haben wir im Sommer (2023) noch besucht und in bester Verfassung im Kreis seiner Schätze angetroffen.

    Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr (2024) irgendwann irgendwo im Rahmen einer BMW-RS-Feier (1954-1964-1974-1984...2024) ihn wieder treffen können.

    Nach diversen Bildern aus der Zeit zu urteilen, scheint es in der Tat eher "schleichend" als "ab jetzt" gewesen zu sein.


    Speziell bei Agostini bzw. MV Agusta sieht es so aus, als ob die sich als Werksfahrer bzw. Werk lange zurückgehalten haben, vielleicht, weil sie die Einnahmen aus der Werbung bzw. dem Sponsoring nicht brauchten oder das "Verkleistern" der Verkleidung mit etwas anderem als dem eigenen Marken-Logo nicht wollten.


    Gab es dahingehend also einen Unterschied zwischen Werks- und Privatfahrern?


    Oder Unterschiede zwischen einzelnen Klassen?


    Oder Unterschiede zwischen den verschiedenen Austragungsländern bzw. Wettbewerben wie z.B. offizielle WM-Rennen und andere?


    Danke!

    Hallo an alle,


    in älteren Fachzeitschriften werben die Zubehör-Firmen für z.B. Öl, Zündkerzen und Reifen durch Anzeigen gerne mit ihren Erfolgen durch bestimmte Fahrer in diversen Wettbewerben. Zur gleichen Zeit sieht man jedoch keinerlei Werbehinweise wie z.B. Aufkleber an den Verkleidungen oder Aufnäher an den Anzügen.


    Ab ca. 1970 oder 1971 scheint sich das zu ändern, wenn ich Fotos aus der jeweiligen Zeit aus dem Straßenrennsport vergleiche. Dann tauchen die ersten Aufkleber solcher Firmen auf den Verkleidungen der Motorräder auf.


    Wann genau war das tatsächlich? Wer gab das Werbeverbot frei? Galt das gleichermaßen in allen Ländern und Wettbewerben? Auch in anderen Sportarten wie z.B. Motocross und Autorennen?


    Danke!

    Anders als bei anderen Fahrern, scheint die Nr. 130 in 1954 nicht fest vergeben worden sein. In 1954er Programmheften habe ich folgendes gefunden:

    Dieburg: Reichert, Walter

    Hannover: Brand, Walter

    Nuerburgring: Klingenschmidt, ?

    Nuernberg: Vogel, ?, Ladenburg

    Sachsenring: Knopf, Kurt, Hockenheim.


    Ich hoffe, es hilft ...

    Mitte Juli 2023 verstarb August Wolf zwei Wochen vor seinem 92. Geburtstag.


    August begann seine Motorradsportlaufbahn als Solofahrer bei Wettbewerben wie der Rheinlandfahrt 1954 auf dem Nürburgring. Er stammte aus Schwelm/NRW, wo in der Umgebung eine ganze Reihe bekannte Motosportsportler ansässig waren, siehe z.B. Karl Erich Waldmann. Im Ruhrgebiet gab es in diesen Jahren eine lebhafte Seitenwagenfahrer-Szene. So stieg August 1959 in diese Klasse ein, zunächst in der Ausweisklasse und fuhr um dem Junioren-Pokal. In dieser Zeit war meist Klaus Rauhaus sein Beifahrer. Beide gewannen in ihrer Klasse den JuPo in der Saison 1961. Nach der JuPo-Vize-Meisterschaft 1962 startete August - nun mit einem RS-Motor im Gespann - in der Lizenzklasse, auch international. Beim Hockenheimrennen 1963 klemmte eine Zündkabel; sie hielten an, um das zu reparieren. Dabei zog Rauhaus seinen Helm ab, was zur Disqualifizierung führte, egal, ob der Schaden behoben werden konnte oder nicht. Dann war sein Beifahrer meist Werner Zielaff. Mit ihm gab es die ersten WM-Punkte beim Rennen in Stuttgart 1964; weitere beim Eifelrennen 1965. Dieses Eifelrennen ging wegen des sehr schlechten Wetters in die Geschichte ein; 14 von 24 Gespannen fielen aus; Wolf-Zielaff kamen auf Platz 4; Schazu-Schneider in ihrem ersten Rennen in der Lizenzklasse auf Platz 2 mit einem Stoßstangen-Motor von Erich Muthig und hinter Scheidegger-Robinson. Im Juni 1965 sollte es zur TT in die irische See gehen, doch vom Arbeitgeber gab es keine Freigabe für entsprechenden Urlaub. Beim Norisring-Rennen stieg Wolfgang Kalauch in Augusts Seitenwagen. Lothar Ronsdorf und Rolf Wintermeyer waren weitere Beifahrer. Die Vereinbarkeit von Rennerei mit Familie und Beruf wurde immer schwieriger, so dass August 1966 vom Rennmotorrad abstieg.

    Hallo,


    leider kann ich diesmal nicht viel beisteuern. Goodwood Revival ist sicherlich außergewöhnlich. BMW ist traditionell dort stark vertreten (... und Mercedes, Porsche etc. eben nicht ... ganz abgesehen davon, dass die keine Motorräder haben). Das liegt auch und insbesondere an den guten Beziehungen von Sebastian Gutsch seit vielen Jahren dorthin.


    Ob einem gefällt, wie BMW dieses Jahr seinen 100. Motorrad-Geburtstag gefeiert hat oder noch feiern wird, in Deutschland und im Ausland, muss jeder selber für sich entscheiden.


    Nächstes Jahr (2024) steht der 70. Jahrestag der ersten Weltmeisterschaft an: Noll-Cron, 500 Seitenwagen, BMW "RS" Typ 253. Mal sehen, was da zustande kommt, wann und wo. Vielleicht bleibt die "OLS" solange in Deutschland, dass wir sie und möglichst viele weitere "RS" (fahren!) sehen können. Ob BMW selber wieder so "viel" macht wie zum 50. und 60.? Auch steht der 100. Jahrestag der ersten deutschen Meisterschaft an: Franz Bieber, 500 solo, Schleiz.


    Ich halte Euch beizeiten auf dem laufenden ...

    Hallo an alle,


    in einer kurzen Nachricht aus 1951 steht, dass Georg Eberlein aus Katzwang mit seiner BMW von Jack Brett zu dem Rennen nach Scarborough eingeladen worden sei. Damit wäre er der erste Deutsche und die erste BMW nach der (Wieder-)Zulassung Deutschlands in die FIM in einem britischen Rennen. Über das Ergebnis des Rennens konnte ich bislang nichts finden.


    Das Motorrad müsste m.W. eine BMW R 51 RS Baujahr 1939 gewesen sein, eines der seltensten BMW-Motorräder außer dem "Kompressor" Typ 255 bzw. 265.


    Weiß jemand mehr?


    Abgesehen davon fuhr Karl Lottes 1954 nach Scarborough, wo er mit seiner 250er DKW nicht nur Rundenrekorde erzielte, sondern auch siegte. Lottes war ansonsten sehr selten im Ausland.


    Warum dann gerade Scarborough?


    Danke!

    Guten Tag,


    vor ein paar Tagen hatte ich die Ehre und das Vergnügen Dane Rowe und Rudi Kurth in der Schweiz zu besuchen. Rudi tüftelt nach wie vor in der Werkstatt. Dane beschäftigt sich intensiv mit sehr alten Münzen. Dane sprach auch von ihrer damaligen Arbeit als Journalistin und Streckensprecherin. In der Saison 1969 war sie Beifahrerin beim britischen BMW RS Fahrer Bill Copson. Sie schrieb unter anderem Artikel für Motorradzeitschriften. Mit ihrer Genehmigung füge ich hier zwei Artikel (in Englisch) an. Sie erlauben ein guten Einblick in die damalige Zeit.


    Aus BMW-Sicht kann ich ergänzen, dass 1953 in Schotten in der 500er Solo-Klasse Walter Zeller (#36, 1.) , Hans Baltisberger (#37, 2.), Hans Meier (#38, 4.) sowie Gerhard Mette (#39) als Werksfahrer gemeldet waren. HP Müller kam mit seiner Horex auf Platz 3.


    Weiß jemand, wie Gerhard Mette abschnitt? War er überhaupt dort? Seine Karriere in der Werksmannschaft war nur kurz. Außer Schotten sind mir nur die DM-Rennen in Hockenheim, am Nürburgring und Feldberg sowie in Stuttgart-Solitude im selben Jahr bekannt. Die Werksmannschaft (solo) war vergrößert worden, um außer Zeller einen weiteren Fahrer zu finden, der G. Meier ersetzen könnte. So kam es dann allerdings, vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen, nicht. Zeller und Noll-Cron blieben die einzigen regelrechten Werksfahrer (d.h. mit Vertrag), während andere von Zeit zu Zeit mit Werksmotoren etc. unterstützt wurden.


    Danke!

    Die Tour ist nun schon wieder ein paar Tage vorbei. Wir haben an allen 15 Stationen viele Clubfreund*innen und damalige BMW-Motorsportler getroffen sowie viele schöne, vornehmlich schwarze Motorräder aus Münchener Produktion gesehen.


    Vielen Dank an alle Beteiligten!


    1969 - 1923 = 46 Jahre kamen BMW Motorräder aus München

    und nun sind es schon

    2023 - 1969 = 54 Jahre, dass sie aus Berlin kommen.


    Hier ein Video, dass beim Abschluss der Tour entstand: Von BMW Boxer GS bis M 1000 RR - Das BMW Motorradwerk Berlin #21 Antenne Brandenburg Autoexperte - YouTube


    Und schon einmal ein Ausblick auf das kommende Jahr:

    2024 - 1924 = 100 Jahre: Erste deutscher Meisterschaft, 500 ccm, solo, Franz Bieber auf BMW R 37 (Sportversion der BMW R 32), in Schleiz

    2024 - 1954 = 70 Jahre: Erste Weltmeisterschaft, 500 ccm Seitenwagengespanne, BMW RS (Königswelle), Wilhelm Noll und Fritz Cron, auf den Strecken in/bei/auf der Isle of Man, Ulster/Nordirland, Spa-Francorchamps, Stuttgart-Solitude, Bern-Bremgarten und schliesslich Monza-Autodrom

    Hier kommt eine Frage an alle Experten von Wertungen:


    Was genau heißt "nicht platziert" und was genau heißt demgegenüber "nicht gewertet" am Beispiel des Solitude-Rennens 1962 Ergebnisliste der 125er Klasse (anbei)?

    "Ausgeschieden" sollte klar sein.


    Danke!

    Das war in Assen, nicht wahr? Da könnte man mal nachsehen, wer etwas zu verlieren hatte gegenüber Owesle, um zu klären, wer ggf. hinter dem Protest stand. Enders fuhr in der 71er Saison nicht. Dann waren da noch Schauzu, Luthringshauser und Auerbacher. Nach Punkten führte bis dahin Butscher. Die Saison fuhr Butscher zu Ende und dann nur noch wenige Rennen in 1972. Er war bereits seit 1958 auf BMW RS im GP-Zirkus. Vorher hatte er seine "Lehrjahre" bereits mit anderen Motoren absolviert.

    Da muss ich vorsichtshalber ins BMW Archiv schauen:

    1. Zu Klankermax:

    Beginnt 1923 als noch nicht ganz 14jähriger eine Lehre als Maschinenbauer bei BMW. Arbeit im Flugmotorenbau, Motorradbau und Motorradinstandsetzung.
    1930 in der Kundendienstabteilung, Schulung des Werkstattpersonals bei BMW Händlern.
    Ab 1932 Betreuung der BMW Fahrer bei Geländesport-Wettbewerben.
    1933/34 zur Wehrmacht als technischer Berater, Fahrlehrer und Leiter von BMW Werkstatt- und Ersatzteillager-Stützpunkten.
    1939 Kundendienst-Ingenieur. In diesem Jahr auch erste Rennerfolge.
    1941 Kfz-Meister.
    Ab 1948 Versuchsingenieur und Leiter der Abteilung Fahrerprobung.
    1949 Deutscher Straßenmeister der 600ccm-Seitenwagenklasse.
    1949: 3. Platz in Hockenheim, Sieg und Bestzeit beim Bergpreis in Freiburg, Sieg und Bestzeit beim Großen Preis von Bayern-München in Ingolstadt, Sieg und Bestzeit in Karlsruhe, Sieg in Hamburg, Sieg in Stuttgart, 2. Platz in Nürnberg, Sieg auf dem Kölner Kurs.
    Ab 1950 technische Betreuung und Motorrad-Kundendienst im Ausland.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg Starts in der Seitenwagen-Klasse mit Hermann Wolz als Beifahrer.
    Aufbau der BMW Sportabteilung.
    ab 6. März 1953 Leiter des Arbeitsgebietes "Wettbewerbmaschinen" in der Abteilung für Sondermaschinen.
    ab 15. Oktober 1954 verantwortlich für die technische Vorbereitung und Durchführung für Motorrad-, RS-, und Geländesportveranstaltungen in der Renn- und Rennsportabteilung für Wagen und Motorräder, die wiederum direkt dem Vorstand unterstellt war.
    1957 bis 1962 im Wagensport aktiv.

    4 mal Gold bei der Internationalen österreichischen Alpenfahrt (1958-1961).


    2. zu Gustl Lachermair:

    1934 Eintritt in die Versuchsabteilung der BMW Flugmotorenbau GmbH.
    Nach dem Krieg von Ernst Müller, dem Leiter der Rennabteilung, zu dieser geholt. Dort betreute er die Kompressorrennmaschinen und half bei der Neuentwicklung der Saugmotormodelle. Lachermair war hauptsächlich für die Maschinen von Zeller und Noll zuständig.
    Nach Auflösung der Rennabteilung in der Motorenabteilung unter Falkenhausen tätig.


    Klankermax ist 1949-1950 mit dem Kompressor-Gespann (Typ 265, 600 ccm) mit H. Wolz im Boot gefahren, ausserdem mit dem Stossstangengespann (900 ccm auf Basis R 75) in der grossen Klasse (bis 1200 ccm). Die Begrenzung der Klasse auf 500 ccm und damit der Wegfall der grossen Klasse und der Kompressor-Motoren kam mit der Rückkehr in die FIM ab 1951. Ausserdem Gelände s.o.


    Der Aufgabenbeschreibung nach war Klankermax eher am Schreibtisch tätig, während Lachermair an der Werkbank arbeitete, sowohl im Werk als auch zuhause. Klankermax war auch massgeblich daran beteiligt, dass einige RS-Teile zu den Liebmanns nach New Jersey gelangten (Das Thema hatten wir letztens). Lachermair war oft bei diversen Rennen z.B. IOM TT und hat solange es ging W. Zeller im Classic-Sport begleitet; ist selber offensichtlich nie Rennen gefahren.


    Manx und alle im Raum Nürnberg: Übrigens ... auf unserer Tour sind wir am 8.6. ab 15 h in Nürnberg-Fischbach bei Silberhorn Classic


    Apropos NSU in Grossbritannien, ausserdem 150 Jahre NSU ...


    Hier ist ein Ausschnitt aus einem Programmheft Snetterton 4.9.1960, nationales Rennen.

    Da waren 17 von 47 Motorrädern der 250er Klasse von NSU ...

    Die Liebmanns haben über die Jahre eine ganze Menge RS-Teile bekommen. Um den Motor jedoch leistungsfähiger zu machen, haben sie viel experimentiert und schließlich selber gebaut oder - wie die Vergaser oder die Bremsen- zugekauft. Denkt man allein an die angewinkelten Zylinder, so ist klar, dass - einfach gesagt - rund um die Königswellen alles neu gebaut werden musste, da z.B. die Länge der Wellen und die Winkel der Kegelräder angepasst werden mussten. Über die Jahre sind zudem verschiedene Versionen der OLS entstanden bis zu dieser auf dem obigen Bild. Die gesamte Entwicklung zog sich über rund 20 Jahre hin, mal mehr, mal weniger intensiv. Es gibt Hinweise darauf, dass Ed Labelle u.a. bei der IOM TT 1959 eine RS aus dem Hause Liebmann fuhr.

    Das ist die OLS Oskar Liebmann Special, aufgebaut aus RS-Teilen von den Liebmanns in New Jersey, USA. Streng genommen kein Boxer, sondern leicht angewinkelt für mehr Bodenfreiheit, also ein flacher V-Motor. Daytona Vintage Sieger 1984 und 1985 unter Kurt Liebmann. Wieder rennfähig restauriert und in Goodwood Revival 2019 präsentiert.

    Ol Special BMW Rennsport | BMW Sport and Racing Motorcycles (bmw-rennsport.com)


    Das AMA-Reglement ließ damals keine reinrassigen Werksrennmaschinen zu, sondern ausschließlich aus der Serie abgeleitete Maschinen. Daher war die BMW RS zwar in Canada, nicht jedoch in den USA auf der Rennstrecke, Ausnahme Vintage Rennen. Das gleiche galt z.B. für die MV Agusta und Norton Manx.

    Gerold Klinger war einer der ersten RS-Fahrer. Mai 1954 bis Ende der Saison 1958. Ab 1955 auch in der WM. Vermutlich aus (haupt-)beruflichen Gründen musste er einige Rennen auslassen. Dennoch war sein Radius durchaus international rund um Oberösterreich; Imola, Monza, Barcelona, Valencia, Zaragossa, Assen, Zandvoort, Brno, Opatja u.v.m.

    Das ist Hartmut Allner, allerdings weiß ich das Wann und Wo nicht. Ich vermute 1967. Die Gebäude im Hintergrund könnten einen Hinweis geben. Kaczor ist meines Wissens nie RS sondern immer Stoßstangen-Motoren gefahren. Sicherlich hat Kaczor viele andere Fahrer/Techniker im BMW-Fahrwerksbau beeinflusst. Der Butenuth-Rahmen, z.B. 1971, erinnert auch an den Kaczor-Rahmen, wurde jedoch in Dortmund gebaut.