Beiträge von GT Karl

    Schlitzgesteuert stimmt, die VM38SS Vergaser in Magnesiumausführung kosteten damals übrigens 900 US-Dollar, das Stück!!!


    Die Lösung läßt sich wie so oft durch surfen auf den Classic-Motorrad.de Seiten finden, aber nicht direkt als Bild, sondern weil ein auf dem oben gezeigten Bild deutlich erkennbares Merkmal in einem Text beschrieben ist. :]


    Karl

    Und damit man auch noch einen Größenvergleich zu diesem total verrückten GP Motor hat zum Abschluß noch dies! Eine der drei "Kurbelwellchen" in der Hand eines japanischen Mechanikers. Die haben meistens auch keine Pranken.


    GT-Karl


    Ich hoffe es hat geklappt mit dem Bildanhang :rolleyes:

    T'schuldigung, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil! Jetzt hat mich das Typengewirr bei Suzuki auch auf's Glatteis geführt! :rolleyes:


    Also:
    Auf dem Foto sehen wir RJ 65/66 Dreizylinder, 38,5mm HubX 35,75mm Bohrung, also 125ccm!


    RS steht immer für Vierzylinder 125 ccm (35,5mm x 31,5mm), also erste Entwicklungsstufe schon 1965, wohl eigentlich schon 1964!


    da sage noch mal einer die Japaner wären nicht konsequent!


    Gruß und Gute Nacht!


    Karl

    Ja, ich habe auf der Strecke so viel Anlauf genommen, daß ich erst am heimischen Computer wieder zum Stillstand gekommen bin!


    Zu der verwirrenden Bezeichnung bei den Suzuki Rennkonstruktionen:


    in den Sechziger Jahren stand das R für Racing und der folgende Buchstabe für das Projekt mit der darauf folgenden Jahreszahl.


    Für einige Projekte gibt es mir bekannte genaue Angaben:


    RT 66/67 : Racer Twin Cylinder (125ccm)


    RP 67/68 : Racer Prototype (50 ccm Dreizylinder)


    bei RK (50ccm Zweizylinder) und RS (125ccm Drei und Vierzylinder)und RZ (250 ccm Square Four) tappe ich auch noch im Dunkeln!



    zu Ende der Sechziger nach dem zeitweiligen Rückzug aus dem Grand-Prix Rennsport begann man mit einer zweigeteilten Bezeichnung.


    Beginnend mit der X6 (250ccm), die später die Typbezeichnung TR250 bekam, gab es nun immer einen internen Entwicklungscode XR (für eXperimental Racer) mit einer aufsteigenden Nummer


    z.B. XR05 für die TR500 (TR= Two Stroke Racer)


    oder XR14 für die erste RG 500 ( RG= Racer Grand Prix)


    das wurde zumindest bis zu den letzten Zweitakt Rennern (RGV= Racer Grand Prix V Engine)so weitergeführt!


    Jetzt ist die Verwirrung wohl vollständig, oder?


    Gruß


    GT-Karl ;)

    Mein Japanisch ist auch nicht besser, aber der in diesem Kennerspiel gesuchte Motor hatte die Projektbezeichnung RS65 ! Womit das Jahr des Entwicklungsbeginns klar ist! Der RS67 war das nach den entäuschenden Ergebnissen mit dem Dreizylinder aufgenommene Vierzylinderprojekt, das im folgenden Jahr als RS 68 zu einer einsatzfähigen Maschine führte! Diese wurde natürlich durch die FIM Zylinderbeschränkung für die 125ccm Klasse sinnlos!



    Die angeführten Seiten zeigen einige wirklich kostbare Auslegungsskizzen und Berechnungen und geben einen seltenen Einblick in die Arbeitsweise der Ingenieure, auch für nicht des Japanischen mächtige Kennerspielbesucher. Auf der Seite findet man einige, auch mir vorher unbekannte, sensationelle Bilder des 50ccm Dreizylinders.


    Sayonara!


    Gt-Karl

    Es ist natürlich sehr schön mal das letzte Wort zu haben, aber so maßgeblich ist meine Meinung nicht, daß hier jetzt niemand mehr was dazu zu sagen weiß!
    Vielleicht sollte man die Frage anders stellen!
    Kulturgut sind alte Kraftfahrzeuge sicherlich, wenn sie die Zeit aus der sie kommen greif- bzw. begreifbar machen. Gebrauchsgegenstand waren sie einmal und je nach Einstellung ihres heutigen Besitzers sind sie es noch!


    Ich denke aus den bisherigen Antworten ergibt sich eher die Fragestellung:" Replicas:Sinn oder Unsinn!"


    oder: Gehören selbstaufgebaute Renner verboten?


    oder: Ab wieviel Prozent Orginalsubstanz darf man von Historie sprechen?



    Also los, worauf wartet ihr? Wenn's um Rennmäxe geht werden die Messer ausgepackt, dabei wäre eine Grundsatzdiskussion dann doch angebracht und viel interessanter!


    GT-Karl

    Ja eben, K u. K, der Franz-Josef (der mit der Sissi) als Kaiser von Österreich wurde König von Ungarn, den anderen Gliedern der Donaumonarchie wurde solche Ehre nicht zuteil. Das hatte seine Gründe. Ist aber die falsche Seite hier für sowas!


    Totzdem allen viel Spaß beim Kennerspiel!


    GT-Karl

    Das ist schon richtig, jeder kann und soll mitmachen und daß echte Werksmotorräder oder andere Fahrzeuge mit interessanter Geschichte nicht an jeder Ecke zu bekommen sind ist eh klar. Auch früher relativ verbreitete Maschinen wie die TZ Yamahas gibt's nicht für den oft bemühten Appel und ein Ei, wie Nobbe ja schon angemerkt hat. Die Mopeds laufen halt gut, sind technisch und fahrtechnisch einigermaßen zu beherrschen. Mit einem Wort, sie machen wohl Spaß und gehören obendrein in eine Zeit die für eine große Gruppe in der Szene "ihre" Zeit war. Da dürfen einen die hohen Preise dafür nicht wundern, auch wenn die Technik nicht so richtungsweisend und einmalig war, ich denke die wollen das auch gar nicht anders. Damit ist man am Knackpunkt, es gibt so viele Motivationen die Menschen dazu bringen sich mit einem alten Motorrad an einer Veranstaltung zu beteiligen wie es verschiedene Motorradmarken gibt und gab oder noch mehr! Vom Hüter des heiligen polierten und dreimal chemisch gereinigten Orginals bis zum Treiber der wüstesten Bastelbude, der nur mal eben gerne eine Ölspur über den Ring zieht, sich dabei aber immerhin fühlt wie weiland Mike Hailwood.


    Ich denke es ist wie beim Wein, es sollte immer das richtige Etikett auf der Flasche sein, damit jeder weiß was drin ist! Es wird zurzeit ein wenig viel in einen Topf geworfen, die Szene wächst immer noch und jede Gruppe hat durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wenn man aber mit Blick auf volle (zahlende!) Starterfelder einen dicken Eintopf kochen will, dann muß man sich nicht wundern wenn die Speckstücke zuhause bleiben. Man sollte nicht Toleranz mit Gleichmacherei verwechseln. Natürlich haben Sammler von hochkarätigen Schätzen keine Lust sich bei Pseudorennen von in ihrer Jugendzeit verhinderten Agostinis in den Kies betten zu lassen. Das Risiko ist so schon hoch genug. Es fährt sich nirgendwo sicherer (und garantiert nicht langsam) als in einem Starterfeld mit alten Hasen und hochwertigen Maschinen, der eine will sein kostbares Moped wieder heil nach Hause bringen, der andere muß seine über die wilde Zeit geretteten Knochen nicht mehr riskieren. Im übrigen bin ich nicht Nobbes Meinung, daß man orginale Motorräder nur im Museum wirklich gut erhalten kann, die Maschinen fahrfähig zu erhalten sollte das Ziel sein, nur wenn man sie auch mal fährt kann man da ganz sicher gehen!


    Bei Veranstaltungen im Ausland, Frankreich, Belgien, England klappt das Nebeneinander von Orginalen, Replikas und den den alten Rennern "nachempfundenen" Maschinen doch ganz gut. Wenn man Demoläufe der Orginale ganz klar von Fahrveranstaltungen für Jedermann trennt und dem Zuschauer nicht jeden Furz aus einem zwanzig Jahre alten Auspuff als historischen Rennsport verkauft, dann wird man auch in Deutschland wieder mehr Schätze in Aktion sehen können und trotzdem niemandem seine ausgewählte Spielwiese wegnehmen!


    GT-Karl

    Ja, mit Emotionen hat es schon was zu tun, ich kann auch hier nur von mir sprechen. Es kann natürlich auch was mit Geschäftemacherei, vielleicht auch mit Geltungsdrang zu tun haben. Das ist bei vielen anderen Hobbys auch nicht anders als bei klassischen (Renn-)Motorrädern. Jeder muß dann wissen was er einzusetzen bereit ist, um seine Wünsche oder Vorstellungen zu verwirklichen. Feste, für alle geltende Regeln wird es da nicht geben, was die Orginalität oder den historischen Anspruch angeht. Bei dem Einen muß auch die Reifenluft für seine Norton Manx aus England stammen, bei dem Anderen reicht es wenn der Schriftzug auf dem Tank sechs Buchstaben hat und der erste ein N ist. Damit wird man leben müssen in dieser Szene.
    Wer soll die Regeln auch bestimmen. Wenn dies bei Veranstaltungen geschieht ist der Widerstand genauso groß wie die Zustimmung. Ich hoffe an dieser Stelle kommt die Diskussion über dieses heiße Thema mal in Gang, nur zu, ich weiß da steckt eine Menge Zündstoff drin!


    GT-Karl :D

    Mag sein, daß sie nicht besser und orginaler werden, aber der eigentliche Reiz geht, zumindest für mich, vom Erlebnis der Maschinen in Aktion aus. Wenn das Zwerchfell vibriert beim Anwärmen einer MV Agusta Rennmaschine (ich bin eigentlich Zweitakt Fan) ist es erst richtig. Man kann natürlich mit Lust Motorräder im Museum betrachten, aber ohne die Geräusche und Gerüche fehlt etwas Entscheidendes. Die Leute schauen sich eine Ausstellung vielleicht ein oder zweimal an, aber eine gute Veranstaltung, so wie jetzt in Spa, werden sie nicht verpassen, auch wenn sie jedes Jahr wieder stattfindet!
    Insofern haben auch Replicas ihren Sinn, wenn sie gut gemacht sind, den Eindruck der Orginale im Betrieb wiedergeben können und den Leuten nicht für die echten Maschinen verkauft werden.
    Ich habe von der Honda Sechszylinder Töne vom Orginal (1998 in Assen) und von der Replik (dieses Jahr in Dijon) gehört, kein Unterschied! Das beste Beispiel für meine These habe ich vor einigen Jahren mal im Nürburgring Museum erlebt, es schlenderten überall ein paar Besucher herum. Auf einmal ging ein Mann mit einem Benzinkanister durch die Ausstellung zu einem ziemlich unscheinbaren BMW Rennwagen aus den Siebzigern und füllte das Benzin in den Tank. Als der Motor lief waren alle Anwesenden bei diesem Auto. Wo die Musik spielt, da sammeln sich die Leute....


    Gruß


    GT- Karl

    Das einzig japanische an dem Motor sind wirklich die Vergaser(für mich sind das Standard VM Mikunis, erkennbar an der Luftbohrung für den Choke im Trichter, der VM SS oder SC hatte diese Luftzufuhr seitlich außerhalb des Trichters, aber da bin ich nicht der große Experte), der jetzt fehlende Kommentar bezog sich auf zwei orthographische Fehler im Text die mir nachts um drei Uhr schon mal passieren können und auch tagsüber nicht unmöglich sind!


    Gruß


    GT-Karl :D

    Sehr genau beobachtet den Hinweis, eine größere Version des Motors war geplant, mit zusätzlichen Reed-Ventilen. Ich muß aber zugeben, ich weiß nicht ob sie auch gebaut wurde!


    Virginio Ferrari fuhr meines Wissens nicht die größere Version des Motors den der Kalle wohl meint, Barry S. und Steve Parrish aber ganz sicher! Der Motor isses aber auch nicht!


    Nun gut, diese Lösung hat bei den bisher von mir gebrachten Kennerspielen natürlich nahegelegen.


    Als ganz kleiner Hinweis: Der Konstrukteur hat sicher am Suzuki Motor Maß genommen, die Marke war im bestens vertraut! Suzuki hätte aber sicher keine Standart VM Mikunis und eine Zündung aus Winningen verwendet.


    GT-Karl ;)

    Jetzt mache ich mal ratend mit. Ich tippe auf Jawa aus der damaligen CSSR.


    Ich erinnere mich schwach, daß die neben den allseits bekannten Zweizylinder Modellen in den 70ern neben den noch einigermaßen bekannten Mofas auch Mopeds angeboten haben.

    ob sie Komplette Fahrräder bauen weiß ich auch nicht, aber sie beschäftigen sich mit dem Leichtmetallfeinguß in allen erdenklichen Bereichen, ich habe zumindest schon mal einen Rahmen mit dem Logo gesehen, aber vielleicht weiß ja ein anderer Mitspieler bescheid. Die Sache hat ja zumindest was mit zwei Rädern zu tun.


    Gruß


    GT-Karl

    Stimmt, oder stimmt auch nicht. Natürlich war es nicht das erste Fahrwerk was die Herren gebaut haben. Da sie keine Fahrräder bauten, bekamen die Rahmen auch einen Motor, so wie die HB1 oder Walter Villa's Grand Prix Aerm. H-Ds. Aber von einer nennenswerten Stückzahl frei käuflicher Bimotas konnte man erst bei der SB1 reden. Also sagen wir richtigerweise Bimotas Serienerstling (so war es auch gemeint). Es blieben ja immer nur Kleinserien.