Klassik Trophy 2018 - Oschersleben

  • Pressemeldung von Manfred John:

    Zweite Halbzeit



    Die DMV Börde Klassik leutete die zweite Hälfte der Klassik Trophy Saison ein. Der Kurs in Oschersleben bei Magdeburg ist bei den Motorradpiloten besonders beliebt. Technisch anspruchsvoll, konditionell fordernd, verlangt er von den Fahrern alles ab. Er gönnt den Piloten keine Zeit, sich auch nur mal kurz zu erholen. Vielleicht auch deshalb, da nicht die pure Leistung gefragt ist, macht ihn so interessant.


    Zur Topklasse des Veranstaltungswochenendes hat sich mittlerweile die Superbikeklasse entwickelt, in der die Maschinen bis Baujahr 2000 nach dem damaligen Reglement mit den 750er Vierzylinder auf die 1000er Zweizylindern treffen. Der in der Meisterschaft führende Nicolai Kraft aus der Rennstadt Hockenheim in der Börde neue Konkurrenz. Der Däne Kim Jensen, beide auf Suzuki SRAD fahrend und der Stuttgarter Philipp Messer auf einer Ducati 996 SPS lieferten sich im ersten Rennen sehenswerte Positionskämpfe. Am Ende siegte der Zweizylinderpilot vor Jensen und Kraft, die allesamt innerhalb von 2 Sekunden die Ziellinie querten. Dahinter die Meute der italienischen Zweizylinder, angeführt von Frank Behrje (Ducati 996), vor Dieter Bauernfeind und Patrick Schäfer, beide auf der Aprilia Mille, erst danach die japanischen Vierzylinder.


    Obwohl Kraft in Lauf 2 dem Ducati-Piloten das Leben schwer machte, konnte sich Messer als Doppelsieger an dem Wochenende feiern lassen. Jensen als Dritter, konnte dieses Mal nicht in das Geschehen um die Führung eingreifen. Er hatte aber ausreichend Vorsprung vor Frank Behrje auf Rang vier. Der Norddeutsche musste sich gegen Martin Bähr auf der Suzuki vehement wehren, der sich wiederum Bauernfeind äußerst knapp vom Leibe hielt.


    International stark besetzt in diesem Jahr ist die 350er Zweitaktklasse. In Lauf 1 holte sich Günther Hinze den Siegerkranz vor dem Engländer Peter Howarth und dem Österreicher Norbert Moser und Uli Heuer. Lauf 2 sah einen weiteren Engländer in Front: Richard Peers-Jones, der in Lauf 1 wegen zu hoher Wassertemperatur aufgeben musste, vor Hinze, Howarth und Achim Cohnen lautete die Reihenfolge im Ziel. Fast unnötig zu erwähnen, dass allesamt auf Yamahas starteten.


    Bei den neueren Zweitaktern bis zum Ende der Ära in der Weltmeisterschaft sah mit Yamaha-Pilot Kenny Matthiesen ein weiteren Dänen als Sieger. Knapp dahinter Björn Steinmetz auf einer Suzuki RGV, der wiederum den Österreicher Werner Reuberger (Yamaha) und Patrick Sauter (Aprilia) hinter sich lassen konnte. Gleiches Ergebnis auf den ersten drei Plätzen wie in Lauf eins, Harald Merkl (Yamaha) wurde dieses Mal vierter vor Sauter.


    Klar verteilt waren die Plätze in der Klasse Supersport 600 mit gleichem Ergebnis in beiden Läufen: Steffen Serway vor Christoph Mann (beide Yamaha R6) , Thomas Hinke (Honda CBR 600) und Karsten Riechel (Bimota YB9). Bei den Youngtimer bis 400 cm³ wechselten sich auf den vorderen Plätzen 1 und 2 Rainer Nagel (Kawasaki ZXR 400) und Doppelstarter Ingo Benndorf (Honda CBR 400) in den beiden Läufen ab. Ebenso auf den Rängen dahinter mit Youngster Richard Stachon und Urgestein Axel Jöst (beide Kawasaki ZXR 400) auf Rang 3 und 4.


    Als Seriensieger bei den großen Twins ließ sich wieder Fabio Frankenberger auf der vom Vater vorbereiteten Ducati Unico 1100 vor Werner Hausner Ducati TT2 und Jens Hofmann Moto Guzzi feiern. In Lauf zwei das gleiche Ergebnis. Anders dagegen bei den kleinen Twins, die gemeinsam mit den großen Maschinen starteten. Lauf 1 ging an Alex Michel (MZ) vor Valentino Frankenberger (Ducati), den jüngeren Sproß aus der rennsportbegeisterten Familie und Doppelstarter Steffen Serway (Suzuki SV 650). Zwar standen in Lauf zwei die gleichen Fahrer auf dem Treppchen, aber dieses Mal in anderer Reihenfolge: Frankenberger vor Serway und Michel. Als vierter Georg Regele auf einer der reichlich vertretenen Suzuki SV 650.


    Die Klassik 83 (bis Baujahr 1983) hat auch dieses Jahr weiteren Zulauf an Teilnehmern. Die 350er Klasse ging in beiden Läufen an Bernd Pöllmann (Aermacchi) vor Paul Stanik (Ducati ) und Reinhard Liebmann (Yamaha XS360). Die 500er Klasse sah in Lauf 1Hendrik Knechtel (Yamaha SR500) als Sieger. Dahinter Hans Mühlbauer (Honta FT 500) und Klaus Moeris (Honda CB 400 N) auf den Plätzen. In Lauf 2 siegte Moeris vor Knechtel und Mühlbauer. Beide Male gin derr Siegerkranz bei den 750ern an Rainer Hilpert (Ducati TT 750). Lauf 1 sah Walfred Brandau (Ducati Pantah) als zweiten vor Lars Lindenberg (Ducati TT 750). Rang 2 ging in Lauf 2 an Richard Piutti (Honda VF 500) vor Lindenberg. Das gleiche Ergebnis in der hubraumoffenen Klasse mit Guido Hufschmid (Yamaha TR 1) vor Jens Hofmann (Moto Guzzi Le Mans) und Sebastian Köberl (Ducati TT) in beiden Rennen.


    Die Klassensieger in der gemeinsam gestarteten Gespannklassen lauteten in Lauf 1: Bernd Krauß/ Axel Braunshausen (BSR Kawasaki 1100) in der offenen SC Open. Die SC 4 ging an Heino Mathias mit Mike Beckmann (Windle-Honda 600) im Boot. Die luftgekühlten in der SC 3 holte sich Achim Kindermann/ Stefan Kokkot (Kindermann-Guzzi), während die SC 2 (Frontaussteiger) in beiden Läufen an Thilo Wotzka/Tobias Fritz auf der Haller-BMW ging. Die Erstplatzierten in Lauf 2 in den weiteren Klassen: SC3 Carsten Treske/Claudia Martens (Ireson-Suzuki 1000), SC 4 Swen Köster / Gloor (Ireson F2) und die Open an Claus Pickl mit Malte Pecksen (EB-Suzuki 1000) im Boot.

    Mit dabei als Gastklasse, die 50er des Euro Cup, eingeteilt in die Klassiker bis 1983 und die mit neuester Technuik ausgestatteten Freetech. Bei den Klassikern standen beide Male Bert Smit (Kreidler) vor Willem Heykoop (Vooskamp-Kreidler) und den ehemaligen Vize-Weltmeister Aalt Toersen auf Jamathi auf dem Siegertreppchen. Spannend, wie immer die Freetech 50er mit neuzeitlicher Technik für Fahrwerk und Motor. Nicht mal eine halbe Sekunde trennten im Rennen Orlando Heijkoop auf einer Aprilia vor Robin Fick (Yamaha TZ50) im ersten Lauf. Gleiches Ergebnis in Lauf 2, nur diesmal mit etwas mehr Abstand. Platz 3 ging in Lauf 1 an dem von Windschattenspielen geprägten Rennen an Henry Tibben, der sein Derbi-Aggregat in einen italienischen GRC-Rahmen verbaut hat. In Lauf 2 war Rik van der Weide der lachende Dritte.


    Die Sieger bei den Regularity-Läufe in den Klassen R1 bis 250 cm³, R2 bis 550 cm³ und R3 über 550 cm³, bei den den es auf möglichst gleiche Rundenzeiten ankommt, ging in Lauf 1 an Bernd Meuche (R1/ Yamaha TZ 250), Kevin Manz (R2 /Yamaha SR 500) und Bastian Langner (R3 / Kawasaki ZX 7). Lauf 2 waren Bernd Grunert (Honda RS 250), Jonas Kindermann (Kawasaki ZXR 400) und Oli Hagel (Laverda 750) die Klassenbesten.


    Die kompletten Ergebnisse sind auf der Homepage unter klassik-motorsport.com veröffentlicht.



    50cc Freetech - Heijkoop vor Fick


    Kenny Matthiesen


    Ingo Benndorf, Honda CBR 400

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