Yamaha TD2 - welche Bremse?

  • Die vom Nürnberger angesprochenen Aermacchi Bremsen waren von Campagnolo. Die Aermacchi hießen damals auch Harley-Davidson. Meiner Meinung sahen die aber anderst aus, wie oben angesprochen waren die Naben konisch.
    Mir gefallen die Räder in dieser TD2 ausgesprochen gut, typisches Zeitzeugnis. Motorräder wurden damals immer wieder aufgerüstet um Wettbewerbsfähig zu bleiben. Kaum eine Maschine blieb da lange in dem Zustand in dem sie ausgeliefert wurde.
    Gruß Uwe

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  • Gußräder passen nun mal nicht zu einem 71er (oder früherem) Bau-/Modelljahr. Genau so wenig wie 95er Aprilia Zylinder auf einen Tandem Rotax. Aber das wird vermutlich eine ewige Debatte ohne Ergebnis sein...


    Unabhängig davon: Wer hat denn, abgesehen von Aermacchi/Campagnolo (=ital. Bauer), noch etwas in dieser Art gebaut? Möglicherweise Briten? Gesehen habe ich so eine Konstruktion, abgesehen von der erwähnten, noch nicht. Wobei ich offen gestanden auch nicht wirklich weiß, wie die Aermacchi Bremse unter der Abdeckung aussah. Deshalb auch der Konjunktiv....

  • Meine Yapol war auch mal eine 75er TZ und wurde bis 83 in der DM so eingesetzt wie sie jetzt dasteht. Mit PVM Felgen und Lockheed Bremsen, späteren TZ/G Plastikteilen. Das war damals eben gang und gebe. Das sind Zeitzeugen.
    Das andere Beispiel kannst dir mal so langsam echt verkneifen, auch weil es hier als Vergleich verdammt hinkt.
    Die abgebildete TD2 wurde wohl so früher eingesetzt, daran sehe ich nichts verkehrtes.
    Die ersten Gußräder kamen 1973/74 auf. Erst aus dem Zubehör bzw. Eigenbauten. Yamaha z.B. hat erst 1986 ihre TZ Modelle mit Gußfelgen ausgerüstet. Ab Werk kamen bis 85 nur Speichenräder. Die meistens sofort gegen Gußräder getauscht wurden.
    Mir sind außer den Campagnolo Rädern keine bekannt die so ähnlich aussehen. Ich habe selbst einige frühe englische Gußräder(so von 74/75), die sind bei weitem nicht so filigran wie die an dieser TD2. Deshalb denke ich eher das die aus Italien kommen.
    Gruß Uwe

  • Meine Yapol war auch mal eine 75er TZ und wurde bis 83 in der DM so eingesetzt wie sie jetzt dasteht.


    Wenn sie dann auch als 83er gilt, ist das auch in Ordndung. Blöd ist's halt, wenn so eine Bastelbude als 75er deklariert wird. Du hast also auch keine bessere Idee, was das Thema "Bremse" betrifft. Welcher Hersteller, abgesehen von Campagnolo, käme denn noch in Frage? Die ersten käuflichen Gußräder waren, so weit ich mich erinnern kann, zudem 7 -speichig. 5-speichige kamen an sich erst später auf den Markt, oder? Jedenfalls käufliche. Die Räder sind schon was Besonderes, unabhängig mal vom Rest des Mopeds.

  • Die Felgen sind mit Sicherheit Campagnolo. Selbe Form wie an den Harleys(Aermacchis).
    Wenn ich mir aber die Bilder der TD2 genau anschaue sieht mir das fast wie eine Scheibenbremse aus, schau mal auf die Bremsleitungen.
    Die Xapol war dann 1976, denn da wurden die Technik Komponeten implantiert......
    Gruß Uwe

  • Ja, es scheint sich um Scheiben zu handeln. An den Werks HDs waren doch "gekapselte Scheibenbremsen", die äußerlich wie Trommeln aussahen, verbaut? So viel mir in Erinnerung ist, hatten die Dinger thermische Probleme. Was etwas erstaunlich wirkt, sind die Sättel - offenbar deren 2 an einer Scheibe - aber dafür nur in einer Richtung arbeitend.

  • Ich bin überfragt. Ich dachte auch das die Harleys eine gekapselte Scheibenbremse hatten, finde auf Google nur Bilder mit den Konusbremsen und mit normalen Scheiben.
    Übrigens habe ich jetzt gesehen das die Konusbremse auch hydraulisch betätigt war.
    Gruß Uwe

  • Hallo Stresa,
    schickst Du mir mal ein paar Fotos von der Yapol.
    Ich kann Dir dann genau sagen was verändert wurde.
    Ich habe das Original-Motorrad in 1976 und 1977 gefahren und bin damit '76 OMK-Pokalsieger und
    '77 Deutscher Meister geworden.
    Schönen Gruß vom See
    Sepp

  • Das wäre die Sanglas Anordnung.


    Die Scheibe kann aber hier eigentlich nicht in der Mittenebene liegen, da das Camparad dort seinen Konus hat und da die Scheibe laut Foto ja wohl mit 10 Schräubchen außen auf die Campagnolo Speichen genäht wurde?



    Es gibt nix, was nicht wiederkommt... :D :http://www.bcsportbikes.com/fo…eringer-brakes-get-better...

  • Wie Matthias geschrieben hat, müssten wir mal die andere Seite sehen, um beurteilen zu können, ob es sich um eine umgebaute Campagnolo-Konusbremse handelt. Diese ist übrigens eine konische Scheibenbremse, und nicht, wie weiter oben beschrieben, eine hydraulische Trommelbremse.



    Auf jeden Fall sieht die Bremse sehr interessant aus


    Bin schon sehr gespannt, was das nun wirklich ist!


    Gibt es irgendwelche Info, ob und wann die TD2 mit diesen Bremsen gefahren wurde?

  • Die ins Rad integrierte Konusbremse von Campangnolo war weder Scheiben-noch Trommelbremse ;) ! Die Bremsfläche war weder scheiben- noch trommelförmig! Eben eine Konusbremse die die Kraft- und Reibverhältnisse bei dieser geometrischen Form nutzen wollte.....! Hatten wir mal ein Kennerspiel dazu, siehe Archiv.....!



    Gruß



    Karl

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    Die Campagnolo Konusbremse (Campagnolo Idroconico)


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    Eine Campagnolo Konusbremse der Vorserie, wurde wahrscheinlich so nie verkauft. Die Form der Speichen haben schon mehr Ähnlichkeit mit denen in der TD2.
    Vielleicht handelt es sich bei der TD2 um eine noch frühere Entwicklung von Campagnolo, wobei die Anordnung der Bremszylinder mehr der Sanglas entspricht.
    Ob es sich um einen Konusbremsring handelt, lässt sich auf dem Foto nicht erkennen.

  • Die Konstruktion ist für mich eine einseitig betätigte Scheibenbremse, die beiden Bremszylinder sind durch eine relativ massive "Brücke" miteinander verbunden und drücken (scheinbar) nur von aussen auf die in der Nabe liegende Scheibe. Hat den Nachteil, dass die Reaktionskräfte axial von den Radlagern aufgenommen werden müssen und die Scheibe obendrein nur von einer Seite aufgeheitzt wird, was ihrer Formstabilität nicht gerade entgegenkommt, außerdem ist die Bremsfläche und das Bremsmoment sehr stark limitiert! Kein Wunder, daß wir das nicht öfter zu Gesicht bekommen haben!


    Eine innen greifende Scheibenbremse, wie z.B. beim frühen Audi V8, scheint es nicht zu sein, um das genauer zu beantworten, müsste man die Sache mal aus der Nähe betrachten!


    Insgesamt, für mich, also scheinbar ein früher Versuch die Trommelbremse durch eine andere Konstruktion zu ersetzten, wenn wir an die ungewöhnliche Denkweise bei der Konusbremse von Campangnolo denken, könnte dieses System auch aus diesem Stall stammen.



    Gruß



    Karl

  • Das Motorrad sieht nach der ex TD2 von Dr Harry Niemann aus HP aus. Wolfgang Lenhardt fuhr die 1973?. Die Räder hat Tüftler Wagner (der mit dem 6-Zyl.) aus Rädern von Braun & Bögel gestrickt.

  • Hallo , bin mit dieser Bremse ,an einer Cagiva 250 RR eine Saison gefahren , grauenhaft . Ich habe dann auf Scheibenbremsen umgerüstet .
    Ich habe mal eine Frage ans Forum . In der letzten Ausgabe der Motorradclassic , ist ein Bericht von der Harley- Davidson RR 500 . Die hatte die hinter Bremse auf der Getriebausgangswelle , nur leider sind keine Bilder davon drin .
    Hat jemand welche , oder einen Tipp , habe im Netz nichts gefunden .


    Danke Peter

  • Ja Mito,
    am Ritzel kann die Bremse 2-3 mal kleiner sein. ( geometrisch, nicht thermisch ;) )
    Aber das hatten wir hier schon mal im Forum. - Der liebe Karl H. aus Aachen war auch beteiligt.
    Ich denke das Fass machen wir nicht noch einmal auf-oder.......


    LG TZ750Heinz :)