Nürburgring soll verkauft werden

  • Ich glaube nicht, dass diese Art der Diskusion in den letzten Beiträgen unserer Sache dient.


    Ich bin der Meinung, man sollte doch Sachlich bleiben und schon gar nicht einzelne Anfeindungen hier im Forum austragen.



    Gruß


    Günter

  • Hey Guenther - sorry - vielleicht wusstest Du das ja nicht - das Museum und ich wir sind die BESTEN FREUNDE - ehrlich - allerdings ist unser "Umgangston" nicht jedem vertraut!! Hope this helps for the moment!!! Gruesse aus Siam!!!

  • OK, dann nehme ich das mal so hin........


    Schönes Wochenende wünsche ich noch allen Beteiligten.


    Gruß


    Günter

  • 1 + 1 = ?


    Wir alle fragen uns, warum ist der Verkauf des Rings so plötzlich über das Knie gebrochen worden, warum wurde der Termin vorgezogen, warum wurden die Gläubiger in dem Ausschuss eingesperrt und ihnen ihre Zustimmung abgepresst?


    Weil die NBG dringend Geld benötigt und nicht bis Ende des Monats und länger auf einen Geldeingang warten konnte!


    Wie wir jetzt wissen, hätte es durchaus bessere Angebote gegeben. Diese zu prüfen und dann auf eine erste Zahlung zu warten, hätte noch Wochen und Monate gedauert. Diese Zeit hatte man nicht mehr denn nach den Wintermonaten waren die Kassen leer. Es drohte eine erneute Insolvenz bzw. das Scheitern des Insolvenzverfahrens in Eigenwerwaltung, die Schandesregierung und ihre Handlanger hätten die Kontrolle verloren, das Gericht hätte einen Planinsolvenz einleiten müssen und die Schandesregierung und ihre Handlanger erneut ihre Unfähigkeit eingestehen müssen. Welch eine Pleite!


    Offensichtlich war aber nur Capricorn bereit, sich auf solche einen faulen Deal einzulassen.


    >>> Die nächsten Zahlungstermine im Jahr 2014 sind nach Motor-KRITIK-Informationen:


    5 Millionen im Juni 2014
    5 Millionen im Dezember 2014 <<<


    Und das Geld wurde dringend benötigt, um den Betrieb und das ganze Blendwerk aufrecht erhalten zu können. Und damit die "Sanierung"weiter ihren Lauf nehmen kann, werden dann z.B. >>> 2,5 Millionen „für einen von Capricorn geplanten Personalabbau von etwa 70 Stellen“ <<< "investiert".


    Aus welchen Gründen auch immer ist der NBG rein zufällig eine Fachkraft, ein Finanzexperte mit Einzelprokura, entkommen.


    >>> Ursplötzlich wurde er von den Mitarbeitern am Nürburgring vermisst. Und seit dem 17. März 2014 ist im Handelsregister beim Amtsgericht in Koblenz zu lesen:


    „Prokura erloschen: Steffan, Jörg Günter, Neuss, *31.03.1960“


    Das ging alles sehr schnell, denn schließlich war der Mann mit Einzelprokura erst seit Februar 2013 bei der Nürburgring Betriebsgesellschaft GmbH im Handelsregister eingetragen. Ob es seiner plötzlichen Entlassung – um eine solche, die andere sogar als „fristlos“ bezeichnen , handelt es sich wohl - auch eine verspätete Zahlung der Februargehälter 2014 zugerechnet werden kann, ist nicht zweifelsfrei zuzuordnen. Vielleicht hatte der aktuelle Geschäftsführer dieser GmbH einfach die Zahlung zu spät freigegeben. <<< ( http://motor-kritik.de/node/800 )


    Die Kassen waren leer!


    Wenn man also 1 und 1 zusammen zählt, bleibt nichts. Nur die Erkenntnis: Am Ring ist nicht alles so wie es scheint. Lug und Trug haben seit Jahren System, System Beck in Grünland-Filz.

  • Muss ja nicht immer das letzte Wort haben - nur - wenn ich mich recht erinnere hab' ich doch ein paar Beitrage weiter oben ebenfalls erwaehnt dass sich zB. die Finanz-Vorstaende der (getraeumten) Vereinigten Teutschen Automotive Industry niemals auf so "krumme Sachen" einlassen wuerden/koennen - oder??? DA MUSS ERST MAL AUSGEMISTET WERDEN - AM RING!!! Weiterhin viel Spass dabei MUSEUM!!!

  • Manfred Sattler berichtet über Nürburgringentwicklung


    Freunde des Nürburgrings sehen positive Zukunft-


    Manfred Sattler, seit einem Jahr Vorsitzender der Initiative ‚Freunde des Nürburgrings (FdN)' ist mit der Entwicklung am Nürburgring, dem Verkauf an die mittelständische Firma capricorn zufrieden. „Das Konzept, dass die neuen Inhaber Robertino Wild und Dr. Alex Heinemann dem Vorstand vorgelegt haben, hat uns überzeugt" berichtete Manfred Sattler auf der Jahreshauptversammlung(JHV) der Initiative FdN. Die etwa 70 Mitglieder zollten Beifall, denn Sattler hatte in den vergangenen Monaten viele vertrauliche Gespräche geführt mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft.


    Sattler berichtete.........blablabla :uebel:


    Warum mochte ich diesen Herrn Sattler schon beim ersten Pressetermin mit Otto Flimm nicht..........????


    Jetzt weiß ichs wieder............ich mag keine Kriecher,keine Schleimer und keine Arsch......

  • MADCOW Thailand (siehe facebook link https://www.facebook.com/pages…-Thailand/193550437365479 ) auf dem Weg zum 6 STUNDEN RENNEN AM NUERBURGRING. Khun Nattavude Charoensukhawatana (rechts) ist ein alter Freund und Schpezel (wir hatten schon so machen Fight auf 2 Raedern (Khun Nat war damals Werksfahrer fuer Kawasaki) und auch auf 4 Raern im Superkart/Formel-Kart. Khun Nat ist heute Werksfahrer im Porsche Cup aber hauptsaechlich fuer TOYOTA unterwegs. Ist aber auch noch Instructor fuer DUCATI!!! MUSEUM - ich hab' ihm auf facebook geschrieben dass er sich bei Euch melden soll. Seit mir anstaendig zu dem guten Mann!!! In diesem Sinne - Gruesse von der Baustelle - and now BACK TO WORK!!!


    PS-1: Angehaengt - kleines Youtube Filmchen ueber den BANG SAEN GRAND PRIX - mit Khun Nut und vielen anderen> Uebrigens Khun Nut had im letzten MACAO Grand Prix den LOTUS CUP gewonnen - soviel nur am Rande.


    http://www.youtube.com/watch?v=pR8Q27YUdE4


    Back to work!!!!


    PS-2: Noch ein "uraltes" pic gefunden - Khun Nat als Kawasaki Thailand Werksfahrer (grosser roter Kreis) - kleiner roter Kreis - Khun Vorakul, der die FORMEL KARTS in Thailand produzierte.


    Back to work!!!!!

  • Nürburgring-Verkauf: Unterlegene Bieter klagen über plötzliche Eile


    Beim Verkauf des insolventen Nürburgrings hätten das Land Rheinland-Pfalz und andere Gläubiger möglicherweise einen deutlich höheren Betrag erlösen können als die bislang angekündigten 77 Millionen Euro. Nach internen Unterlagen hatte ein US-amerikanisches Investitionsunternehmen namens Nexovation ein Angebot von 150 Millionen Euro abgegeben. Die verbindlichen Finanzierungszusagen wollten die Amerikaner bis zum 31. März vorlegen. Dazu konnte es jedoch nicht mehr kommen, weil die Insolvenzverwalter der Rennstrecke bereits Mitte März von einem Tag auf den anderen den Gläubigerausschuss einberufen hatten, um einen Verkauf des Rings an den deutschen Automobilzulieferer Capricorn beschließen zu lassen. Mehrere unterlegene Bewerber wunderten sich über diese plötzliche Eile. Den Gläubigern war bei der entscheidenden Sitzung am 11. März erklärt worden, Nexovation habe zwar sein Angebot fristgerecht eingereicht, aber noch keinen "Nachweis der Finanzierungsfähigkeit erbracht". Tat sächlich hätten diese Unterlagen bis zum Monatsende problemlos vorgelegt werden können, heißt es aus Kreisen des Unternehmens. Darauf hatte Nexovation auch in einem Schreiben vom 11. März an den Wirtschaftsprüfer hingewiesen, der für die Insolvenzverwalter die Angebote auswerten sollte. Auf Nachfrage teilt die Firma offiziell mit, sie könne zu dem Vorgang keine Auskünfte geben, weil sie im Bieterverfahren eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnet habe.


    Das spiegelt unsere Meinung zu 100% wieder,der "Ringverkauf" ist von vorn bis hinten eine linke Nummer :uebel:

  • Hallo "Hosen...." Charly,


    Deine Kumpels sind 2. von 3 in der Klasse geworden,und 31er von 38 die ins Ziel kamen.47 waren gestartet,wie üblich hat es einige erwischt.


    hier noch ein Vorfall am Nachmittag:


    # 194 (Smittachartch / Charoensukhawatana / Hortongkam / Nana) Toyota GT86
    17:10 Uhr: In langsamer Fahrt mit Reifenschaden vorne links am Ende der Döttinger Höhe unterwegs.


    von den Zeiten her waren sie schneller als die Klassen Ersten.




    War heute oben am Ring.Auch am Steuer eines AUDI R8 der Baumgartner der aus dem Heißluftballon aus dem All gesprungen ist.Waren schon einige Zuschauer da,Wetter war gut,also habe ich mein altes Eisen ausgeführt:



    heute im Brünnchen,6h Rennen gucken mit dem NSU TTS von 1970.Selbst die alte Deutsche Farbe "GOTTLIEB GELB VW/AUDI-NSU" aus den 70er Jahren wird von den heutigen Herstellern abgekupfert....


    Gruß in die Ferne!
    Knattermax

  • (Wegberg, 07.04.2014) Toyota Team Thailand, supported bei Leipert Motorsport, hat beim Qualifikationsrennen 24h eine perfekte Leistung gezeigt.


    Der Toyota GT86 überquerte die Ziellinie ohne Probleme und die Fahrer Nattavude Charoensukhawatana und Nattapong Hortongkam kamen sehr gut mit der anspruchsvollen Strecke zurecht. Für beide thailändischen Fahrer war es das erste Rennwochenende auf der Nordschleife.


    Der einzige Zwischenfall in der 26. Runde - ca. 45 Minuten vor Ende des 6h-Rennens - war ein geplatzter Reifen vorne links, der dafür sorgte, dass einige Carbonteile abgerissen und auf der Strecke verteilt wurden. Glücklicherweise konnte der Toyota GT86 in langsamer Fahrt noch die Boxengasse erreichen, wo das Team bereits zur Reparatur in den Startlöchern stand und das Fahrzeug dann innerhalb von kürzester Zeit wieder auf die Strecke brachte . Trotz dieser Schrecksekunde feierte das Toyota Team Thailand den 2. Platz in der Klasse V3, P33 insgesamt. Ein perfektes Ergebnis für die ersten Nordschleifen-Testfahrten in Kombination mit einem neuen Auto, Fahrern und Team.

  • Toyota Team Thailand: Erster Step " Qualifikationsrennen 24h" am Nürburgring erfolgreich absolviert - mit einem Podiumserfolg in der Klasse V3
    (lifePR) (Wegberg, 07.04.2014) Der erste Schritt für die Startberechtigung zum ADAC Zurich 24h Nürburgring wurde am vergangenen Rennwochenende in der Eifel erfolgreich erledigt. Toyota Team Thailand, supported bei Leipert Motorsport, hat beim Qualifikationsrennen 24h eine perfekte Leistung gezeigt. Der Toyota GT86 überquerte die Ziellinie ohne Probleme und die Fahrer Nattavude Charoensukhawatana und Nattapong Hortongkam kamen sehr gut mit der anspruchsvollen Strecke zurecht. Für beide thailändischen Fahrer war es das erste Rennwochenende auf der Nordschleife.


    Der einzige Zwischenfall in der 26. Runde - ca. 45 Minuten vor Ende des 6h-Rennens - war ein geplatzter Reifen vorne links, der dafür sorgte, dass einige Carbonteile abgerissen und auf der Strecke verteilt wurden. Glücklicherweise konnte der Toyota GT86 in langsamer Fahrt noch die Boxengasse erreichen, wo das Team bereits zur Reparatur in den Startlöchern stand und das Fahrzeug dann innerhalb von kürzester Zeit wieder auf die Strecke brachte . Trotz dieser Schrecksekunde feierte das Toyota Team Thailand den 2. Platz in der Klasse V3, P33 insgesamt. Ein perfektes Ergebnis für die ersten Nordschleifen-Testfahrten in Kombination mit einem neuen Auto, Fahrern und Team.


    In der kommenden Woche wird Toyota Team Thailand wieder in der Eifel starten, dieses Mal im Rahmen der VLN.


    Ingo Leipert , Teamchef des Support Teams Leipert Motorsport :


    "Wir freuen uns auf das kommende VLN-Rennwochenende, da die Bedingungen für das bereits absolvierte Qualifikationsrennen 24h und die VLN-Rennen doch sehr unterschiedlich sind. Das VLN Rennen wird von der Fahrzeugdichte auf der Nordschleife ähnliche Bedingungen aufweisen wie das 24h Rennen, wo die Fahrer sich erst mal dran gewöhnen müssen.


    Das am letzten Wochenende absolvierte 6h Qualifikationsrennen war wegen der ständigen Positionswechsel der teilnehmenden Fahrzeuge in der Klasse V3 sehr spannend. Einer der Fahrer von Toyota Team Thailand konnte zudem noch mit der besten Rundenzeit der Klasse V3 (10:29.857) während des Rennens auftrumpfen und hat damit gezeigt , dass der Toyota GT86 über großes Potenzial verfügt. Wir freuen uns sehr über die gute Performance des Autos und wir möchten uns bei Toyota Motorsport sowie der Toyota GT86 Cup Organisation für die Unterstützung nach der Abholung des Fahrzeugs in Köln bedanken. "


    Leipert Motorsport wird am Mittwoch in Richtung Monza ( I) starten und als Automobili Lamborghini Racing Team Germany mit den beiden teameigenen Lamborghini Super Trofeo Fahrzeugen mit der portugiesischen Fahrerin Carina Lima (Start-Nr. 21) und dem niederländischen Fahrer Jeroen Mul (Start-Nr. 22) zum ersten Lauf der Lamborghini Blancpain Super Trofeo Europe antreten .


    Die zweite Crew von Team Leipert Motorsport wird am Donnerstag wieder Richtung Nürburgring mit Toyota Team Thailand und dem Toyota GT86 starten.

  • Hallo,


    obwohl die Zweiradfans nun sicher bald auf die Barrikaden gehen,hier noch ein Nachtrag zu den VierradRennen am Wochenende auf dem Ring:


    Nach diesen übertriebenen Presse Mitteilungen die das "Museum" oben kopiert hat muß ich aber mal etwas gegesteuern.Wie gesagt die Kumpels von Charly waren 2er von 3 in der Klasse.
    Im Gesamtklassement waren sie der Rest von den letzten die noch durch das Ziel gerollt sind.Für Newcomer ok,man muß aber nicht gleich übertreiben.Die Touristenfahrer welche man fast jedes Wochenende mit ihren gepimten uralt GOLFund Polos oder alten BMW´s hätten die platt gemacht.Solche verherrlichten Pressemeldungen haben wir im Kartsport auch jedes Wochenende.Da werden sogar die tollsten Berichte verfasst wenn einer alleine Klassensieger wird,oder bei 2 Startern Sieger wird,und der 2.mit Kettenriß gar nicht ins Ziel kam.
    Unter den Fahrern war lt.Liste auch eine Claudia Sabbatini aus Sardinien,war das nicht mal ein Tennis As? Die fast 200 VLN Profis werden nächstes Wochenende erst wieder starten,das hier war so ein Versuch vom ADAC,wie ich nun erst bei Motorkritik erfahren habe. ?(


    hier noch der Bericht von Wilhelm Hahne zu dem Wochenende,mir war das was der schreibt gar nicht alles aufgefallen.Wie gesagt im Brünnchen und in der Hatzenbach war gute Stimmung.


    http://motor-kritik.de/node/806

  • jaja Museum.Das die Asiaten wahrscheinlich von dem Wochenende schwer beeindruckt waren,glaube ich ganz bestimmt.Bevor ich mit getraut habe ein Rennen(das waren damals über 200 Starter) auf der Nordschleife zu fahren mit einem kleinen Tourenwagen(ständig von Gruppe 5 Autos überrundet) bin ich brav wie es sich gehört erst mal ein paar Jahre privat als Tourist gefahren.Die Burschen können froh sein,dass dort nicht die ganze VLN am Start war fürs erste mal.Die Strecke reicht einem erst mal alleine bis man alle Ecken kennt.Und das kann hunderte Runden dauern.Finde es toll wenn Leute aus der ganzen Welt in meine Heimat kommen,um den Ring bezwingen zu wollen.Beim 24h Rennen geht es aber seit ein paar Jahren durch die ganzen Werksautos recht flott zu.Da müssen die Kleinen ganz schön auf der Hut sein,und einen LKW Rückspiegel haben.
    Das die Presse aber viel Käse schreibt,da bleibe ich dabei.Wer bei nur 3 Startern etwas von dem Podium erzählt,was man sensationell erreicht hat,hat doch nicht alle Tassen im Schrank.... :pfeifen:


    Gruß


    Knattermax

  • Lieber Wolfgang, Hallo Museum - alter Schpezel! Recht sakrisch Vergeltsgott fuer die obige Berichterstattung und "Anteilnahme" - soviel ZUM ERSTEN MAL - jetzt kanns ja nur noch besser werden. Lasst Euch ueberraschen!!! Die Asiaten kommen!!! Trust me!!!

  • .Beim 24h Rennen geht es aber seit ein paar Jahren durch die ganzen Werksautos recht flott zu.Da müssen die Kleinen ganz schön auf der Hut sein,und einen LKW Rückspiegel haben.


    Hallo Knattermax,


    da hast Du vollkommen Recht,aber da hört natürlich auch der Breitensport auf.


    Ich bin der Meinung,GT3 Autos ob Privat-oder Werksautos haben bei der VLN sowie beim 24h Rennen auf der Nordschleife nichts zu suchen.


    "Früher" ich weiß,jetzt kommt von einigen wieder "die ewig gestrigen" war es noch Breitensport, mit den stark besetzten 1300er,1600er und 2000er Klassen war das Ding noch bezahlbar.


    Kauf Dir heut mal nen GT3 RS Porsche plus Teile,plus Sprit,plus Team,plus Fahrerlagermiete für den Truck,plus Startgeld plus plus plus,da verballerst Du am 24h Wochenende ein Einfamilienhaus und mehr.


    Aber wem sage ich das,das weißt Du ja alles selbst.......

  • Toyota Team Thailand gibt sein Debüt
    Nach einem wechselvollen und spannenden Saisonauftakt steht am 12. April der zweite Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN) auf dem Programm. Wie schon bei der 60. ADAC Westfalenfahrt geht es auch beim 39. DMV-Rennen wieder über die Distanz von vier Stunden.


    Dabei debütiert eine neue Mannschaft im TMG GT86 Cup. Das Toyota Team Thailand hat sich in den attraktiven Markenpokal eingeschrieben. Damit wird in der langen Geschichte der VLN erstmals ein thailändisches Team am Start stehen. Der Herausforderung Nordschleife stellen sich die Fahrer Arto Suttipong Smittachartch (58), Kiki Sak Nana (39), Nattavude Charoensukhawatana (40) und Nattapong Hortongkam (33).


    Smittachartch ist Präsident der Toyota Racing Development in Thailand und ein ambitionierter Amateur-Rennfahrer mit sehr viel Motorsporterfahrung. Der Name Kiki Sak Nana dürfte vielen Ring-Fans nicht so unbekannt sein. Der Renn-Profi aus Bangkok sammelte bereits beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im vergangenen Jahr erste Erfahrungen auf der Nordschleife. In seiner Heimat ist Nana vor allem ob seiner zahlreichen Erfolge in der ungemein populären Serie Formula Drift ein Superstar. Auf internationalen Rundstrecken zu Hause ist dagegen Nattavude Charoensukhawatana. Er sammelte in den vergangenen Jahren viel Erfahrung vor allem in diversen Sportwagen. Größter Erfolg ist sein Gesamtsieg in der Asiatischen Tourenwagen Meisterschaft 2001. 2004 war er Zweiter im Porsche Asia Cup. Durch seine Starts in der Le Mans Endurance Series sind ihm auch europäische Rennstrecken nicht unbekannt. Nattapong Hortongkam feierte seinen größten Erfolg im Formelsport. 1999 war er Champion der Formula Asia.


    Nicht nur auf ihr neues Auto müssen sich die vier thailändischen Rennfahrer bei ihrem Debüt auf der Nordschleife einstellen, sondern auch auf das unberechenbare Wetter in der Eifel. Während in ihrer Heimat derzeit sommerliche Temperaturen von über 30 Grad herrschen, müssen sich die Piloten im deutlich kühleren deutschen Frühling im wahrsten Wortsinn warm anziehen.


    Der TMG GT86 CS-V3 des Toyota Teams Thailand wird von der bekannten deutschen Mannschaft Leipert Motorsport eingesetzt, das damit nach jahrelanger Abstinenz ein Comeback in der VLN feiert. „Unser neues Projekt mit dem Toyota Team Thailand ist eine großartige Herausforderung, die wir gerne angenommen haben. Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung und unserer Erfolgsbilanzen im Touren- und Formelsport freuen wir uns auf eine produktive Zusammenarbeit mit dem Toyota Team Thailand sowie den Fahrern“, erklärt Teamchef Ingo Leipert.


    Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Ich freue mich darüber, ein neues Team im TMG GT86 Cup begrüßen zu dürfen. Dass sich die Attraktivität unseres Markenpokals jetzt sogar schon bis nach Thailand herumgesprochen hat, macht uns natürlich stolz. Ich bin mir sicher, dass das Toyota Team Thailand und seine Fahrer unsere Serie bereichern werden.“


    Kommentar vom "Hosenscheisser Charly": Der einzige echte Racer ist mein alter Spezel Khun Nattavude. Kam aus urspruenglich wenig begueterten Verhaeltnissen. Hat als junger Bua mit selbst zusammen geschnitzten Moppeds an Cross Rennen teilgenommen. Kawasaki wurde aufmerksam und gab ihm dann ein Cross-Motorrad, worauf er prompt Thailaendischer Cross Meister wurde. Dann gings mit Semi-Werksmaterial auf die nationalen Rundstrecken, mit Werksmaterial auf die South-East Asian Championship und den Macao GP, und und und. (Rubatto, Gschwender, Vogt, Schmassmann, usw usw kennen den Mann sehr gut!!!) Dann kam das Kawasaki Semiwerkskart (Formula 150) - und dann kamen die VIER RAEDER. Sind oft gegeneinander "gerannt" - Charly der alte Sack hatte nie den Hauch einer Chance. Nat ist ein ganz feiner Kerl. Denkt dran wenn Ihr Ihn trefft!!! (And now BACK TO WORK!!!)

  • Wenn mir mal jemand sagen könnte, was die letzten Themen mit dem " Verkauf des Nürburgrings" zu tun haben, wäre ich dankbar. :sos:

  • Wenn mir mal jemand sagen könnte, was die letzten Themen mit dem " Verkauf des Nürburgrings" zu tun haben, wäre ich dankbar.


    Tja ?( momentan gibt es leider nicht viel über den Verkauf des Nürburgrings und dessen Rechtmäßigkeit zu berichten.....wir warten auf die EU.....da sollte es erlaubt sein,auch mal vom Thema abzuweichen.


    Tut doch keinem weh...oder :?: zumal es sich ja indirekt auch um den Ring handelt. :hutab:

  • Der "Sanierer" Thomas Schmidt hat einen Kommentar zu dem angeblich höheren Gebot eines weiteren Bieters für den inzwischen "verkauften" Nürburgring abgelehnt.


    „Ich habe es nicht bestritten, ich habe es auch nicht bestätigt“, sagte er am Donnerstag im Innenausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz. Die insolvente Rennstrecke war am 11. März für 77 Millionen Euro an den Autozulieferer Capricorn gegangen. Am 29. März berichtete der „Trierische Volksfreund“, das US-Konsortium Nexovation habe 150 Millionen Euro mit einer Finanzierungsnachweis bis zum 31. März geboten, sei aber nicht mehr zum Zuge gekommen. Schmidt versicherte, er habe mit seinem Kollegen Jens Lieser „mit peinlichster Sorgfalt“ darauf geachtet, das beste Angebot für den Nürburgring zu wählen - auch um europarechtlich nicht angreifbar zu sein. Im Gläubigerausschusses sei alles transparent diskutiert worden, ergänzte der Jurist. Dazu hätten auch Angebote gezählt, „die in letzter Sekunde kamen“. Das Insolvenz- und das EU-Recht verböten es ihm, sich öffentlich über die Offerten zu äußern.


    Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte zu den 77 Millionen Euro von Capricorn gesagt, es wäre schöner gewesen, „wenn es einen höheren Erlös gegeben hätte“. Am Ring hatte die frühere SPD-Alleinregierung für 330 Millionen Euro einen zu großen Freizeitpark bauen lassen.


    Dieser Verramscher ähm "Sanierer"würde perfekt in die Landesregierung passen...........kotz.... :uebel:

  • Servus OLDIE!!! War das ne Frage oder ne Feststellung? Bin mir da jetzt nicht ganz sicher. Zumindest jedoch bezeugen diese Beitraege dass man sogar im Fernen Osten um den Ring weiss und "ihn" auch schaetzt!!! (Damit ist das Kriegsbeil von meiner Seite aus begraben). Over to you!!!


    Hoi MUSEUM - und sonst - NIX NUIS!!!???

  • Für die einen ist es ein Problemfall, den man inzwischen als gelöst betrachtet. Man möchte sich auch nicht mehr damit beschäftigen. Andere beschäftigen sich gerne damit, obwohl auch sie die Nürburgring-Nordschleife als „Green Hell“ empfinden, wie die „Grüne Hölle“ Jacky Stewart mal bezeichnet hat. Meyrick Cox z.B., der vielfach im Jahr auf diesem Kurs als Rennfahrer – manchmal auch mit dem Fahrrad (!) - unterwegs ist, aber auch als Vertreter der H.I.G. die „Green Hell“ als geschütztes Markenzeichen zu einem ungenannten Wert im Komplettangebot des KPMG-Teasers kennt, auch für den wurde der Nürburgring zum Problemfall, da ihm die „Bieterkonkurrenz“ Capricorn diesen Happen in letztem Moment wegschnappte. Die H.I.G. hatte wohl 75 Mio € geboten. - War Capricorn wirklich um 2 Millionen besser? - In einem Gutachten, das durch den Insolvenz-Sachwalter Lieser erst vor Monaten vor dem Koblenzer Landgericht publiziert wurde, ist der Wert des Nürburgring-Komplexes auch mit 77 Millionen Euro beziffert. Zufällig ist das dann auch die Höhe des (scheinbar?) erzielten Verkaufpreises. - Oder hätte man auch insgesamt 150 Millionen Euro erzielen können, wenn man sich etwas Zeit gelassen hätte? - „Nexovation“, ein US-Konsortium behauptet das und hat bei der EU eine Beschwerde eingereicht. Bekannt ist jedenfalls, dass es auch ein Gutachten zu 120 Millionen Euro gab. - Aber nur ungern wird sich heute noch jemand mit einem Thema beschäftigen wollen, das die Regierungschefin des Landes Rheinland-Pfalz in einem Gespräch mit dem o.g. englischen Rennfahrer und H.I.G.-Vertreter zwar als nun erledigtes Problem empfindet, aber gerade darum – deshalb? - von ihr dann so benannt wird:
    „The fucking Nuerburgring!“


    Nur 20 Minuten nach Beginn des Fernsehkrimis von Donna Leon, „Schöner Schein“ (am letzten Samstag), spricht jemand im Film beim gemeinsamen Essen und dem Diskutieren von Tagesthemen eine Wahrheit aus, die man auch in manch anderem Zusammenhang als passend empfinden könnte.


    „Die Regierung ist die kriminelle Organisation“,


    stellt jemand richtig und antwortet damit auf die Frage, wie eine Regierung gegen jemand vorgehen kann, der die Regierung „anfüttert“.


    Der Fernsehfilm wurde im gesamten Bundesgebiet ausgestrahlt, konnte also auch in Rheinland-Pfalz empfangen werden. Auch hier gibt es eine Regierung, eine Landesregierung, die die Visionen von zufällig durch Wahlergebnisse in Spitzenpositionen gerutschten Politikern unterschiedlichster Couleur umzusetzen versucht, ohne die Fakten und Realität zu berücksichtigen, die z.B. „private Investoren“ in ihre Planungen einbeziehen und im Vorfeld ihrer Entscheidungen überprüfen.


    Und es dauert hier deutlich länger, bis dass jemand auf die Idee kommt, dass etwas grundsätzlich falsch läuft. Das dauert evtl. Jahre. Wobei man dann nicht etwa an eine Änderung, an eine Veränderung denkt, die eine wesentliche Korrektur der ursprünglich eingeschlagenen – falschen – Richtung bedeuten würde, sondern daran, wie man das Ganze so darstellen kann, dass niemand auf die Idee kommt, hier sei etwas schon vom Ansatz her falsch gewesen.


    Weil schon der Ansatz falsch war, hat man vor Jahren z.B. keinen „privaten Investor“ für die Planungen um „Nürburgring 2009“ gefunden, darum hat man auch aktuell keinen Käufer gefunden, der bereit gewesen wäre, die Summe für das Gesamtobjekt zu zahlen, die eigentlich als passend empfunden werden müsste, wenn die durch die Politiker des Landes getätigten Investitionen an der Realität orientiert gewesen wären.


    So hat man inzwischen mehrfach „einen Schnitt“ (Politiker-“Speak“: Neuanfang!) machen müssen, der inzwischen den Zeit-Wert des Objekts auf ungefähr 10 Prozent des Realwertes minimierte. Aber das interessiert die Landesregierung nicht, wenn es ihr nur gelingen würde, sich von diesem Objekt, das durch den Ersatz von Erfahrung und Wissen durch Macht zu einem unglücklich verlaufenden Versuchs-Projekt wurde, schnell zu trennen. - Um jeden Preis! - Mit Millionen-Zusatzkosten für die Berater und Abwickler!


    Wichtig ist, dass die Schlappe, die alle Parteien (!) im Zusammenhang mit diesem Projekt erlitten haben möglichst schnell vergessen wird. - In Verbindung mit den Fehlleistungen der jeweiligen Parteien. - Denn irgendwann ist wieder Wahltag. Und es geht um Macht! - Weiß man bei SPD, GRÜNE, CDU, LINKE und FDP.


    Geld spielt keine Rolle. Denn es ist nicht das Geld, für das man im Schweiße des Angesichts gearbeitet hat. Es ist nur (!) das Geld der Steuerzahler. Einfach eingenommen, einfach ausgegeben. Vielleicht eine halbe Milliarde Euro. - Nur eine halbe Milliarde? - Wenn man einmal überlegt, was ein Flugzeugträger kostet... - Und immerhin erfolgte die Geldausgabe in guter Absicht. Sagt man. Es war immerhin an eine Infrastrukturverbesserung gedacht. Es sollten zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.


    Wie jetzt auch der Verkauf des Nürburgrings im Interesse der Öffentlichkeit erfolgen soll. Sagt man und verweist auf neu geschaffene Gesetze. Und man hat sich abgesichert. Denn das war zwingend notwendig. Weil der Nürburgring insolvent wurde. Aber nicht einfach so, sondern weil die Landesregierung – nach eingehender Beratung durch „Fachleute“ - das als die beste Lösung empfand. Man konnte so die Verantwortung für die „logischen Weiterungen“ auf eine andere Ebene verlagern.


    Ideal war die Lösung, die die gewählte Insolvenz in Eigenverwaltung darstellte. So hatte man immer von Mainz aus den „Durchgriff“, ohne dass das in irgendeiner Form nachgewiesen werden konnte. Die Verantwortung für den Verkauf an einen der (wie man inzwischen weiß: drei!) Bieter wurde auf den Gläubigerausschuss verlagert. Der hat die Entscheidung getroffen, auch wenn er z.B. nur von zwei Bietern wusste, aber selbst dazu wohl keine objektiven – oder kompletten! - Basisinformationen vorliegen hatte. So hat er dann den Bieter Capricorn als den Richtigen auserkoren und damit – zufällig (?) – dem Wunsch der Landesregierung entsprochen. - Soll man der Landesregierung nun daraus einen Vorwurf machen?


    Oder sollte man den Vorwurf den Insolvenz-Sachwaltern machen, die gebetsmühlenartig erklären, dass das Capricorn-Angebot „das beste Angebot“ gewesen sei. Zu H.I.G. oder gar Nexovation hat man nichts gesagt, will dazu nichts sagen. - Das ist eine Masche, durch die alle Argumente der so genannten Angreifer fallen sollen. - Und die Mehrheit des Gläubigerausschusses – sowieso aufgrund gewisser Abhängigkeiten der Landesregierung hörig – schweigt auch und verweist darauf, dass man zur Vertraulichkeit verpflichtet sei.


    Zufällig (?) ist Capricorn genau der Käufer, den die Landesregierung braucht, weil sie auch hier aufgrund der vertraglich eingeräumten Zugeständnisse im Falle eines Falles auch nach Vertragsabschluss (fast) immer den Durchgriff hat.


    Wer hat denn die Details für die Zahlungsmodalitäten ausgehandelt? - Die Insolvenz-Sachwalter natürlich. Im enger Zusammenarbeit mit der KPMG. Und keiner ist trotzdem verantwortlich. Weil das in der Insolvenz-Ordnung so vorgesehen ist.


    Natürlich war die Überprüfung der Bieter durch KPMG und Insolvenz-Sachwalter so, dass die Wünsche der Landesregierung berücksichtigt werden konnten. Und man setzte den Gläubigerausschuss zeitlich so unter Druck, dass dem eine Überprüfung der „Überprüfung“ nicht möglich war. - Aber der Gläubigerausschuss ist verantwortlich! - Und in Mainz ist man zufrieden. - Gut gemacht!


    Niemand hat die Entscheidung des Gläubigerausschusses ernsthaft hinterfragt, hat nach der Entscheidung noch recherchiert, versucht die Basis zu hinterfragen, die natürlich auch bei Capricorn im Hinblick auf die Solvenz vorhanden sein muss. - Immerhin konnte man Capricorn der Öffentlichkeit gegenüber als sympathischen Kontrast zu so genannten „Heuschrecken“ (wie H.I.G.) aufbauen. - Und von Nexovation wurde gar nicht erst gesprochen. Auch jetzt im Nachhinein verweigert Prof. Dr. Dr. Schmidt, der Insolvenz-Geschäftsführer, jeden Kommentar dazu, so dass auch z.B. Nexovation befürchtet, dass die Mitglieder des Gläubigerausschusses „ihre Entscheidung auf Basis falscher und unvollständiger Informationen getroffen haben“.


    Motor-KRITIK hat keine der vorgegebenen und verwendeten Phrasen (z.B. in der „Rhein-Zeitung“ vom 10. April) übernommen wo auf einer ganzen Seite, als „Wirtschaft extra“, nicht nur Capricorn Composite als „das dynamische Herz der Unternehmensgruppe“ vorgestellt wird, ohne eine einzige der Bilanzzahlen zu nennen, die einen Hinweis auf die Rentabilität des Unternehmens zulassen würden.


    Motor-KRITIK hat im Hinblick auf Capricorn, aber auch im Hinblick auf die Abläufe des Bieterverfahrens selber recherchiert und muss feststellen:


    Der Verkauf des Nürburgrings war nicht nur grundsätzlich eine Fehlentscheidung, sondern auch noch besonders dadurch, dass man als Bieter eine Firma akzeptierte, die man wohl intern selber „schön redete“. - Weil das im Sinne der Landesregierung war. - Und so nebenbei die „Öffentlichkeit“ beruhigte.


    Wer hat schon auffallende Details hinterfragt und die zum Anlass für weitere Recherchen genommen? - Beschäftigen wir uns mal mit Capricorn, der Firma, die der Öffentlichkeit als Käufer des Nürburgrings genannt wurde.


    Wir sind auf eigenartige Zusammenhänge gestoßen, auf „Umstrukturierungen“, wie man sie auch deshalb manchmal bei großen Konzernen – z.B. nach der Berufung eines neuen Vorstandes findet, weil so der Vergleich von Bilanzzahlen und Detail-Statistiken unmöglich wird.


    Exakt solche „andere Zusammenstellungen“ von Firmenteilen, ein Verschieben in „andere Hände“ ist auch im Fall Capricorn wie selbstverständlich festzustellen, die der Eigner von Capricorn damit erklärt, dass solche Veränderungen z.B. auf Veranlassungen seiner Kunden aus der Automobilindustrie – Motor-KRITIK gegenüber wurde z.B. als Beispiel Porsche genannt – notwendig wurden.


    Motor-KRITIK hat einmal hinterfragt, ob solche „Veränderungen“ auch den Geschäfts-“Partnern“ jeweils mitgeteilt wurden, z.B. solchen, die daran ein großes Interesse haben mussten, weil sie - aus welchen Gründen auch immer – wie in einem Fall, einen zweistelligen Millionen-Kredit einer der Capricorn-Firmen zur Verfügung stellten.


    Einen Ansatz bot hier z.B. eine Presseinformation, die Motor-KRITIK durch „Verlinken“ auch seinen Lesern zugänglich gemacht hatte. In ihr war zu lesen:


    „Hamburg/Kiel, 9. Oktober 2013 - Die HSH Nordbank stellt der capricorn GROUP für die langfristige Bestandsfinanzierung des Capricorn-Gebäudes im Düsseldorfer Medienhafen 85 Mio. Euro zur Verfügung. Das Signing der Verträge erfolgte im Rahmen der Immobilien-Messe Expo Real. ...“


    Wer ist die Capricorn GROUP? - Nach Informationen von Motor-KRITIK war das Capricorn-Gebäude unter dem Firmenmantel der Capricorn Holzstraße GmbH platziert. Aber war das Capricorn-Gebäude eigentlich ganz im Besitz von Capricorn?


    Einer meiner Leser hatte Motor-KRITIK vor Wochen folgendermaßen informiert:


    „Robertino Wild hat die Kontrolle über eines seiner Lieblingsprojekte verloren. Nachdem Capricorn an der Capricorn Holzstraße GmbH & Co KG nur 25% hatte und die anderen 75% der in Liechtenstein ansässigen Pirol Stiftung gehörten, hat seit Februar die Pirol Beteiligungs GmbH die volle Kontrolle über die Capricorn Holzstraße GmbH & Co KG.“


    Und beim Amtsgericht in Düsseldorf ist Motor-KRITIK bei der Recherche im Handelsregister folgende Eintragung aufgefallen. Sie ist vom Februar 2014:


    „HRB 71473:Diamant 131. (Einhunderteinunddreißigste) GmbH, Düsseldorf, c/o VRB Vorratsgesellschaften GmbH, Friedrichstraße 133, 10117 Berlin.Die Gesellschafterversammlung vom 03.02.2014 hat eine Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 1 und damit der Firma beschlossen. Ferner wurde § 2 (Unternehmensgegenstand) geändert. Neue Firma: Pirol Beteiligungs GmbH. Geschäftsanschrift: Speditionstr. 1 c/o Noerr LLP, 40221 Düsseldorf. Neuer Unternehmensgegenstand: Die Verwaltung des Vermögens und die Geschäftsführung der Capricorn Holzstraße GmbH & Co. KG. Nicht mehr Geschäftsführer: Vieth, Julia, Berlin, *01.10.1969. Bestellt als Geschäftsführer: Zimmermann, Wolfgang, Mülheim an der Ruhr, *12.06.1949, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.“


    Darüber habe ich in den letzten Wochen meine Leser schon informiert. Inzwischen musste ich auch feststellen, dass aus capricorn Holzstraße Beteiligungs GmbH unter der gleichen HRB-Nr. (70984) seit dem 19. März 2013 nun die capricorn CAMPUS Verwaltung GmbH geworden ist. - Selbst die „Rhein-Zeitung“ hatte eine solche Veränderung drei Wochen danach in ihrer großen Geschichte im „Wirtschaftsteil“ (!!!) nicht zur Kenntnis genommen.


    Erfolgte diese Umbenennung, weil der bisherige „Inhalt“ der Firma auf der Holzstraße in Düsseldorf weggefallen ist und nun gerade auf dem „Campus“ der RWTH Aachen inzwischen die „Cluster“ erstellt, die man sich für den Nürburgring erträumt?


    In diesem Zusammenhang sei die Feststellung gestattet, dass „Pirol“ nicht nur der Name für eine Beteiligungs GmbH in Deutschland ist, sondern sich auch in Liechtenstein für eine Stiftung oder ein Film Production Establisment findet, genauso, wie Pirol der Name für den „Vogel des Jahres“ in der Schweiz des Jahres 2013 war. Das ist ein Vogel, der gerne in Afrika unterwegs ist, dort Heuschrecken frisst und u.a. auch in Liechtenstein nistet.


    Versucht man eine Verbindung zu Capricorn herzustellen, so findet man diesen Namen auch im Steuerparadies. Was aber nichts heißen muss. Denn es kommt darauf an, wer hinter diesem Namen steht.


    Wer hinter Pirol in Liechtenstein steht, ist evtl. auch hinter OpenPictures in München zu finden oder war auch mal in Norddeutschland aktiv. - Auch schon mal in Verbindung mit Capricorn. - Aber in jedem Fall ist er mit einer Gräfin verheiratet und lebt in London.


    Aber der Käufer des Nürburgring ist Capricorn. Genau genommen die „capricorn NÜRBURGING GmbH“ , die dann Tage später unauffällig zur „Capricorn NÜRBURGRING-Besitzgesellschaft mbH“ mutiert ist. Teilhaber (zu einem Drittel) an dieser Firma ist ein Mann, der über große Erfahrung im Beratungsgeschäft verfügt und schon mit großer Überzeugungskraft einen anderen (kleinen) Unternehmer „über den Tisch gezogen hat“. - Sagt der, den man über den Tisch zog. - Und es darf in dieser Sache noch eine gerichtliche Auseinandersetzung erwartet werden. - Erste Schriftsätze wurden bereits versendet.


    Diese interessante Mischung von markanten Persönlichkeiten und bisher unbekannten Fakten wäre eigentlich ein Thema für BUNTE.


    Insgesamt ist das ganze Geschehen rings um den Verkauf des Nürburgrings aus Sicht von Motor-KRITIK – und in Kenntnis der Details, die offenbar vielen Beobachtern entgangen sind - ein Skandal. - Und damit eigentlich auch ein Thema für BILD:


    So habe ich, um Klarheit zu erlangen, die HSH Nordbank angeschrieben und um Auskunft gebeten, wie sie eigentlich die Situation sieht. Motor-KRITIK hat die registrierten Veränderungen (s.o.) noch einmal aufgelistet und am 4. April 2014 die Frage gestellt:


    „Ist davon die von Ihnen in der Presseinformation erwähnte „langfristige Bestandsfinanzierung des Capricorn-Gebäudes im Düsseldorfer Medienhafen" irgendwie betroffen?“


    Die HSH Nordbank hat sich nicht gerührt, so dass ich noch einmal mit einer E-mail am 9. April erinnert habe. Die Antwort ist interessant:


    „...tut mir leid, Ihre Anfrage ist mir durchgegangen. Ich werde eine Kollegin bitten sich in dieser Sache aufzuschlauen. Sie wird sich in den kommenden Tagen bei Ihnen melden. ...“


    Nun war mir die augenblickliche Situation der HSH Nordbank nicht unbekannt. Immerhin war für Donnerstag, dem 10. April eine Bilanzpressekonferenz angekündigt. Da ist es sicherlich auch nur ein Zufall, wenn exakt an diesem Tag nicht nur die „Heiligsprechung“ von Capricorn durch die „Rhein-Zeitung“ auf einer Extra-Wirtschaftsseite erfolgt, sondern auch zwei Seiten zur capricorn COMPOSITE GmbH in „Blick aktuell – Mayen/Vordereifel Nr. 15/2014“ erscheinen, eine davon als „Suchanzeige“ für neue Mitarbeiter.


    Einige Seiten vorher war schon über die Reaktionen der „Freunde des Nürburgrings“ berichtet worden:


    „'Das Konzept, das die neuen Inhaber Robertino Wild und Dr. Alex Heinemann dem Vorstand vorgelegt haben, hat uns überzeugt', berichtete Manfred Sattler auf der Jahreshauptversammlung der Initiative FdN.“


    Die Öffentlichkeitsarbeit von Capricorn darf als vorbildlich bezeichnet werden. Aber wie sieht es hinter der Fassade aus? - Man durfte z.B. auf die Antwort der HSH Nordbank auf die Anfrage von Motor-KRITIK gespannt sein. Die traf dann heute um 11:24 Uhr ein:


    „Sehr geehrter Herr Hahne,


    dankend haben wir Ihre Mail erhalten. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir zu Einzelengagements und Kundenbeziehungen aus bankrechtlichen Gründen keine Stellungnahme abgeben können.


    Mit freundlichen Grüßen
    Katrin Steinbacher
    Pressesprecherin HSH Nordbank AG
    Kommunikation
    Gerhart-Hauptmann-Platz 50
    20095 Hamburg Deutschland


    Das hätte man Motor-KRITIK auch schon in der ersten Antwort – der auf eine „Erinnerung“ - mitteilen können. Über ihre Kundenbeziehung hatte die Bank außerdem schon ausführlich in einer Pressemeldung am 19. Oktober 2013 berichtet. - Hier noch einmal ein Link ins Archiv der Bank.


    Jetzt, wo sich die Situation in Richtung kritisch und brisant entwickelt erinnert man sich der „bankrechtlichen Gründe“.


    Die Bilanzpressekonferenz dieser Bank im Norden am gestrigen Tag hatte keinen besonders guten Eindruck von deren Geschäftsführung vermittelt. Um es mit ein paar Schlagzeilen aus den Medien zu verdeutlichen:


    „Hoher Verlust: HSH Nordbank hat Desasterjahr hinter sich“
    „HSH Nordbank macht erneuet Millionenverlust“
    „Politik befürchtet Salamitaktik bei Krise der HSH Nordbank“
    „Hoher Verlust: HSH Nordbank braucht mehr Geld vom Staat“


    Es wird meine Leser nicht wundern: Die HSH Nordbank befindet sich zu gut 85 Prozent im Besitz des Landes Schleswig-Holstein und der Freie und Hansestadt Hamburg. Bei dieser Bank wurde auch schon wegen Untreue und Bilanzfälschung ermittelt, gab es z.B. auch schon einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. - Aber es gab nicht einen einzigen Schuldigen, nachdem man 27 Zeugen vernommen, 50.000 Aktzenzeichen gewälzt und 800.000 € Kosten verursacht hatte. - Die Staatsanwaltschaft hatte von einem Schaden von 158 Mio E gesprochen.


    Feine Leute, feine Geschäfte und „bankrechtliche Gründe“!


    Aus „bankrechtlichen Gründen“ möchte man nicht zu den Veränderungen – und deren Auswirkungen auf einen Bankkredit für Capricorn Stellung nehmen. Aus bankrechtlichen Gründen hat man aber einen 85 Millionen-Kredit für Capricorn öffentlich gemacht?


    Wenn die KPMG die Bieter um das Projekt Nürburgring nicht richtig auf ihre Solvenz überprüft haben, wenn hier auch die Insolvenz-Sachwalter Schwächen zeigten, wenn nicht nur in den nächsten Wochen die H.I.G. bei der EU ihre Verwunderung über die Art einer „bevorzugten Behandlung“ von Capricorn ausdrücken wird, wenn jetzt schon Nexovation bei der EU eine Wettbewerbsbeschwerde eingelegt hat, dann sollte eigentlich klar sein: Nun ist nichts mehr so wie es war, wie es der Öffentlichkeit „verkauft wurde“.


    Inzwischen wird auch jene „Bestätigung“ der Deutschen Bank, mit der angeblich Capricorn eine Kreditzusage für den Kauf des Nürburgrings bestätigt wird, interessierten Kreisen zum Preise von 200.000 € (in Worten: Zweihundertausend Euro) angeboten. Was dieses Papier so wertvoll macht? - Es soll sich nicht um eine Bestätigung, sondern lediglich um eine Absichtserklärung handeln, nicht um eine definitive Zusage.


    Der Skandal um den Verkauf des Nürburgrings ist perfekt!


    Gibt es in dieser politischen Affäre wirklich nur Ahnungslose? - Sind Politiker so einfältig, wie sie sich nun geben? - Müssen! -


    Wenn es unter diesen Umständen jetzt zu keinen deutlichen Reaktionen aus dem Gläubigerausschuss kommt, muss man ihn zu Verantwortung ziehen. - Oder tragen die Insolvenz-Sachwalter Verantwortung, weil ihre Überprüfungsmaßnahmen im Falle der Bieter nur unvollkommen waren und Zeitdruck, unter dem es zu der Verkaufsentscheidung kam, durch sie bewusst zur Entscheidung des Gläubigerausschusses „in die richtige Richtung“ genutzt wurde?


    Jetzt ist kein Untersuchungsausschuss gefragt, liebe Frau Julia Klöckner, sondern die Staatsanwaltschaft. - Es geht hier nur noch um „grob fahrlässig“ oder „vorsätzlich“. - Das ist die Meinung von Motor-KRITIK. Und die Koblenzer Staatsanwaltschaft kann ihre Unabhängigkeit von politischen Weisungen durch ihre Aufklärungsarbeit – und Anklagen – in dieser Sache nun darstellen.


    Oder anders: Der neue General-Staatsanwalt in Koblenz, Jürgen Brauer (57), Chef von 154 Staatsanwälten, kann nun aufzeigen, ob er das Weisungsrecht der Politik gegenüber Staatsanwälten als „wichtiges Korrektiv“, wie es „sein Chef“, Justizminister Hartloff, bei seiner Einführung im Koblenzer Theater bezeichnete, in diesem Fall „als Bremse“ akzeptiert oder seine Mitarbeiter auch dann eine ordnungsgemäße Aufklärungsarbeit im Interesse der Öffentlichkeit führen lässt, wenn es der Politik in Mainz nicht passt. - Wie war doch die Feststellung im eingangs erwähnten Fernsehkrimi? -


    „Die Regierung ist die kriminelle Organisation!“


    „Mainz wie es singt und lacht“ ist Vergangenheit! - Das darf am Ende einer Kette von unmissverständlichen Recherche-Ergebnissen hier in Motor-KRITIK wohl festgestellt werden.


    So wie sich jetzt die Abläufe darstellen, müssen die Politiker dieses „Projekt Nürburgring 2009“ eben als „the fucking Nuerburgring“ empfinden.


    Dr. Jochen Langen, als Leiter der Zentralabteilung des Wirtschaftsministeriums in Mainz im Jahre 2010 in Rente gegangen, hat das wohl alles vorher abschätzen können. Er hat in der kurzen Zeit von vier Monaten, die er im Jahre 2010 Aufsichtsratsvorsitzender der Nürburgring GmbH war, von Ernst & Young ein Gutachten erstellen lassen, um sich persönlich ein Bild machen zu können.


    Motor-KRITIK ist bemüht Fakten und Daten aus diesem Gutachten zu erhalten, die sicherlich das Bild von den skandalösen Abläufen damals weiter ausleuchten können.


    Damit zumindest die Motor-KRITIK-Leser umfassend und gut informiert sind.


    MK/Wilhelm Hahne

  • Morgen wird vor dem Landgericht in Koblenz das Urteil gegen ein paar wenige Angeklagte in Sachen „Nürburgring 2009“ gesprochen. Nach dem Empfinden unseres Teams bei Motor-KRITIK fehlen da eine ganze Reihe von Verantwortlichen. Priviligierte hatten sich wohl „Bauernopfer“ ausgeguckt. Die Motor-KRITIK-Leser waren bei einer Befragung am 16. Oktober 2012 zu 61 Prozent der Meinung, dass dieser Prozess vor dem LG Koblenz – der sich nun deutlich länger als ein Jahr hinzog - „Alibifunktion“ habe, aber „öffentlichkeitswirksam“ sei. Viele Verantwortliche hatten sich im Vorfeld zu diesem Prozess in der Sache als nicht verantwortlich empfunden und durch „Schutzschilde“ (Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Vertraulichkeit u.a.) viele Angriffe abwehren können. Motor-KRITIK möchte das heute noch einmal an einem Beispiel aufzeigen und einen Blick zurück auf ein Stück Realität des Jahres 2008 – auch durch einen Blick in ein Gutachten von 2009 - werfen:
    AZ 88 12 01 – 433: Zum Deubel – noch mal!


    Am 4. November des Jahres 2008 erreichte mich ein Schreiben des damals in der Landesregierung von Rheinland-Pfalz als Finanzminister tätigen Professor Dr. Ingolf Deubel. Auf einem Briefbogen des „Ministerium der Finanzen – Der Minister – Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nürburgring GmbH“ wurde mir eine Anfrage (per E-mail) vom 29. Oktober 2008 unter dem o.g. Aktenzeichen beantwortet.


    Der Herr Minister schrieb:


    „Sehr geehrter Herr Hahne,


    für Ihre E-mail vom 19. Oktober 2008 danke ich Ihnen.


    Bereits im Zuge der Konzepterstellung wurde das Projekt Nürburgring 2009 gutachterlich begleitet. Unabhängig davon beauftragte der Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH im Oktober 2007 eine unanhängige Prüfungsgesellschaft damit, das Gesamtkonzept für die Erlebnisregion nochmals einer umfassenden wirtschaftlichen Analyse zu unterziehen. Die Gutachter kamen u.a. zu dem Ergebnis, dass das Projekt im Businessplan zutreffend abgebildet wurde und das Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähig ist. Aufgrund des internen Charakters sehe ich mich allerdings nicht in der Lage, Ihnen dieses Gutachten zugänglich zu machen.


    Mit freundlichen Grüßen


    gez. Deubel (handschriftlich - mit einem Füllfederhalter - unterzeichnet)


    Hier war einmal der „interne Charakter“ das Argument für eine Ablehnung von Auskünften. Warum nicht? - Schließlich ging es nur – aus Sicht von Motor-KRITIK – um die sinnlose Vergeudung von öffentlichen Geldern.


    Diesen Vorwurf muss man nicht nur Herrn Prof. Deubel machen, sondern selbstverständlich auch Kurt Beck, Hendrik Hering – eigentlich der gesamten damaligen Regierungsmannschaft – aber auch dem Landrat und stellvertretenden Aufsichtsratsmitglied Dr. Jürgen Pföhler, dem Verbandsbürgermeister Romes, dem Landtagsabgeordneten Wirtz, und, und, und. - Eigentlich sind so (fast) alle Parteien betroffen, sollten darum – ob des Ergebnisses, wie es sich jetzt darstellt – auch betroffen sein.


    Manche der oben Genannten sind inzwischen irgendwie zurückgetreten – evtl. auch ins zweite Glied – oder sind aufgestiegen, schweben scheinbar über dem, was sie eigentlich mit zu verantworten hatten. Wie z.B. der aktuelle Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz, Carsten Kühl, der auch s.Zt. dem Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH angehörte, die sich aktuell in Insolvenz befindet.


    Wir bei Motor-KRITIK haben uns über die Jahre immer wieder bemüht, auf legalem Weg in den Besitz eines der vielen Gutachten oder Businesspläne zu kommen, die immer wieder von den Verantwortlichen als Basis für ihre Entscheidungen hingestellt wurden. Eigentlich war immer klar, dass die Argumentation über „Gutachten“ ein „Schutzschirm“ war.


    Anfang 2008 schrieb ich zu diesem Thema die Sätze:


    „Der Inhalt der Gutachten, deren Ergebnis gerne zitiert wird, ändert aber nichts an ihrem Alibiwert. Denn niemand aus den Medien, die die Erbauer der künftigen Bauwerke heute schon feiern, kennt die 'Zahlenbasis', auf der die Gutachten entstanden.“


    Motor-KRITIK ist nun endlich im Besitz eines Gutachtens von Ende 2009, das sich auf die vorhergehenden Businesspläne und Gutachten – und deren „Zahlenbasis“ - beruft. - Und kommt – trotzdem (!!!) - zu überraschenden Ergebnissen.


    Das Gutachten ist natürlich „vertraulich“ und ich möchte Sie bitten, es auch so zu behandeln. Sie haben aus meiner Sicht ein Anrecht darauf zu erfahren, was die Gutachter (in diesem Fall Ernst & Young) erarbeitet haben, da es die Steuergelder betrifft, die auch Sie mit zusammengetragen haben.


    Außerdem ist das Gutachten nun 5 Jahre alt und die Firma über die berichtet wird längst in Insolvenz. - An dieser Entwicklung kann man auch die Qualität des Gutachtens überprüfen.


    Dieses Gutachten ist eigentlich eine „Analyse der Unternehmensplanung“, bezogen auf das Projekt „Nürburgring 2009“. Es ist also ein „Businessplan“ (aus dem Jahre 2009!), aus dem ich nicht alle - zunächst einmal nur folgende - „Zwischentitel“ zitieren möchte:


    „Einige Tochtergesellschaften sind bilanziell überschuldet – dies ist auf der Ebene der Tochtergesellschaften fortlaufend zu prüfen und zu überwachen“
    „Im Vergleich zu Museen sind die Eintrittspreise für das ring°werk relativ teuer, bei vergleichsweise wenig Attraktionen“
    „Der Business Plan der Nürburgring GmbH wurde im Zeitablauf mehrfach geändert – u.a. wegen des Bauverlaufs im Rahmen des Projekts Nürburgring 2009“
    „Die Planung der Nürburgring GmbH ist sehr umfangreich, die GuV-Planung besitzt einen ausreichend hohen Detailierungsgrad – dagegen sind Bilanz- und Cash-Flow-Planung unzureichend detailliert“
    „Die Planung wurde mehrfach geändert, insbesondere wegen der deutlichen Erhöhung des Investitionsvolumens und der fehlenden Abstimmung mit anderen Unternehmen am Nürburgring“
    „Der Plansstand vom 19. November 2007 musste insbesondere hinsichtlich des erhöhten Investitionsvolumens – mit Auswirkung auf die Abschreibungs- und Zinsbelastung – sowie des Personalaufwandes korrigiert werden“
    „Die Anpassungen des Planungsstands 25. August 2009 betreffen im Wesentlichen die neueren Kenntnisse zu tatsächlichen Besucherzahlen sowie Weiterbelastungen durch die CST und höhere Zinsen“
    „Die ursprünglich getroffene Einschätzung über Besucherzahlen beruhte auf teilweise nicht zutreffenden Prämissen“
    „Das kumulierte Jahresergebnis von -139,3 Mio.€ (Plan 30. Oktober 2009) resultiert im Wesentlichen aus dem Projekt Nürburgring 2009, die Verluste Formel 1 und die Gewinne Kerngeschäft kompensieren sich nahezu“
    „Für das Projekt Nürburgring 2009 wird in 2020 ein EBITDA von 9,7 Mio.€ erwartet (worst case 5,1 Mio.€), davon etwa 50% aus dem ring°werk“
    „Die Planung des ring°werk (real case) geht von 372.000 Besuchern im Jahr 2010 aus“
    „Die derzeitigen Besucherzahlen liegen deutlich unter Plan – trotz teilweiser Senkung der Eintrittspreise“
    „Die Nürburgring GmbH rechnet mit jeweils etwa 125 Veranstaltungen in Eventhalle/Arena p.a., die derzeitige Buchungssituation lässt eine deutlich niedrigere Nutzung erwarten“
    „Auf Basis der derzeitigen Besucherzahlen sowie der Ausgestaltung des ring°werk als Familienattraktion, ist die Umsatzplanung für das Parkhaus ambitioniert“
    „Nach dem derzeitigen Stand der Besucherzahlen, des Konsums und der Buchungen für Eventcenter/Arena ist der Eintritt des worst case in den nächsten zwei bis drei Planjahren wahrscheinlicher als der Eintritt des real case“
    „In einigen Teilbereichen des Nürburgring 2009 ist der worst case besser geplant als der real case (Effekt hieraus insgesamt 2,5 Mio.€ im Planungszeitraum)“
    „Für die CST und andere Beteiligungen besteht ein Fortführungsrisiko“
    „Bei konstant 200.000 Besuchern für das ring°werk ergibt sich eine Ergebnisverschlechterung zum worst case von kumuliert -22,3 Mio.€“
    „Bilanz und Cahs-Flow sind nicht ausreichend detailiert – für eine weiterführende Analyse empfehlen wir die Erstellung einer detaillierten integrierten Planungsrechnung“


    Hier wurden – wie gesagt - nicht alle Zwischentitel zitiert, aber es muss darauf hingewiesen werden, dass die Beratungsleistungen von Ernst & Young am 11. September 2009 begonnen und am 13. November 2009 beendet wurden.


    Die Informationen in diesem „Business Plan“ von Ernst & Young basieren auf folgenden Informationen:


    „Business Plan vom 30. Oktober 2009, vom 29. Oktober 2009, vom 25. August 2009 und vom 19. November 2007“
    „Prüfungsbericht der Nürburgring GmbH 2008 von Dr. Dornbach & Partner GmbH“
    „Prüfungsbericht der Nürburgring GmbH 2007 von der KPMG AG“
    „Gutachten 'Besuchsanalyse Erlebnisregion Nürburgring' von Wenzel Consulting Aktiengesellschaft, Mai 2006“
    „Gutachten 'Prüfung der Berücksichtigung von Ergebnissen einer Besuchsanalyse sowie einer Hotelprojektstudie im Businessplan des Projekts Erlebnisregion Nürburgring' von KPMG AG, 15. Dezember 2006“
    „Gutachten 'Zukunftsprojekt Nürburgring 2009 – Überprüfung des Businessplans' von der Deloitte Consulting GmbH, 2. November 2007“
    „Daily Report der Nürburgring GmbH (letzter Stand: 13. November 2009) über die Besuche und den Konsum im ring°werk“


    Ich habe zu diesem Thema – diesem Business-Plan – den Ex-Wirtschaftsminister des Landes RLP, Herrn Hendrik Hering angeschrieben. Leider war ich da noch nicht im Besitz der Gesamt-Unterlage, kannte nur Teilabschnitte, so dass ich aufgrund meiner Informationen davon ausgehen musste, dass Ernst & Young im Jahre 2010 tätig geworden war. Woraus sich dann eine entsprechende Fragestellung ergab.


    So hat sich dann Hendrik Hering auf meine E-mail auch bis zum Erscheinen dieser Geschichte nicht gemeldet, da er wohl auf die „Finte“ eines Journalisten hofft. - Entschuldigung! - Tut mir leid! - Aber tatsächlich ist Hendrik Hering jetzt noch stärker betroffen als ich annehmen musste. Denn der Auftraggeber an Ernst & Young kommt aus seinem Ministerium. - Damals, 2009. - So hat sicherlich auch sein Ministerium, das Wirtschaftsministerium, die Kosten dafür getragen.


    Und was Hendrik Hering für einen Nutzen aus diesem „Business-Plan“ gezogen?


    Motor-KRITIK wird dem Herrn Ex-Minister gerne die Möglichkeit einräumen, auf diesen Seiten seine Sicht der Dinge darzustellen. Wenn er von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch macht, wäre das allerdings auch zu werten.


    Zu Beginn der Ernst & Young-Zusammenstellung von Daten und Feststellungen gibt es auch eine „Ergebnis-Zusammenstellung“, die sich – wir schreiben Ende 2009 - folgendermaßen darstellt. (Motor-KRITIK zitiert wörtlich aus der Ernst & Young-Untersuchung, den Seiten 2,3 und 4):


    „Wir haben den Business Plan der Nürburgring GmbH mit seinen Geschäftsbereichen Kerngeschäft, Formel 1 und Nürburgring 2009 auf Plausibilität untersucht. Unserer Untersuchung lag die revidierte Planung vom 30. Oktober 2009 zugrunde.


    Der Business Plan für die Geschäftsbereiche Kerngeschäft und Formel 1 wurde durch die Gesellschaft aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung mit der Austragung von Veranstaltungen bzw. deren Besucherzahlen hinreichend genau geplant.


    Im Gegensatz dazu weißt die Planung des Geschäftsbereichs 'Nürburgring 2009', auch wegen fehlender Erfahrungswerte, hohe Risiken auf. Dieser Bereich besteht im Betreiben eines Themenparks mit starkem Motorsportbezug, der Merkmale eines Freizeitparks aufweist sowie zusätzlich Veranstaltungen mit Eventcharakter ausrichtet. Der Geschäftsbereich 'Nürburgring 2009' ist mit diesen Aktivitäten als start-up zu klassifizieren. Dieser start-up Bereich ist zumindest in Deutschland einzigartig, ein Vergleich mit ähnlichen Projekten oder Einrichtungen deshalb nicht oder nur eingeschränkt aussagefähig.


    Für das Projekt 'Nürburgring 2009' wurden drei Planszenarien aufgestellt (best, real, worst case). Nach unseren Untersuchungen ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des worst case Szenarios derzeit, zumindest für die nächsten zwei bis drei Planjahre höher einzuschätzen als die des real case, da die aktuellen Istzahlen bzgl. Besucheranzahl, Pro-Kopf-Konsum und Anzahl der Events deutlich unterhalb der in den anderen Planung en angenommenen Werte liegen.


    Risiken im worst case bestehen in der Erreichung der geplanten Besucherzahlen für den Teilgeschäftsbereich ring°werk. Um die Planzahlen zu erreichen, bedarf es zwingend einer Verbesserung der Zusammenarbeit mit den weiteren Gesellschaften am Nürburgring zur Akquisition wichtiger Veranstaltungen/Events,


    einer gemeinsamen Vermarktung des Angebots am Nürburgring und
    der Fertigstellung der Bauten inklusive des ring°racer.


    Die Gesellschaft weist in ihrer real case Planung einen kumulierten Jahresverlust über den Planungszeitraum in Höhe von 139,3 Mio.E und im worst case in Höhe von 220,5 Mio.€ aus. Der Ergebnisunterschied resultiert im Wesentlichen aus den in den Planszenarien unterschiedlich getroffenen Annahmen zum Projekt 'Nürburgring 2009'.


    Die Höhe des Finanzierungsbedarfs (z.B. auch Investitionszuschüsse bei Tochtergesellschaften) sowie die Bereitstellung einer Finanzierung durch das Land Rheinland-Pfalz sind noch nicht final geklärt.
    Eine Fremdfinanzierung erfordert nach Bankanalysen eine Mindest-Eigenkapitalquote von 20 – 30%.
    Zum 30. September 2009 weist die Nürburgring GmbH ein negatives Eigenkapital aus. Dieses ist durch entsprechende Erklärungen oder Maßnahmen der Anteilseigner bzw. Dritter auszugleichen. Das notwendige noch zu beantragende Investitionsvolumen für die Fertigstellung des Projekts 'Nürburgring 2009' muss abschließend durch Sachverständige beziffert werden.
    Die Attraktionen (u.a.ring°racer) des Projekts 'Nürburgring 2009' werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Während dieser Zeit plant die Gesellschaft neben den turnusmäßigen, jährlichen Instandhaltungen zusätzlich eine Rücklage für Re-Attraktivierung in Höhe von kumuliert rund 5 Mio.€. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dieser Betrag ausreichend dotiert ist, um die Attraktionen zukünftig in einem funktionsfähigen und zeitgemäßen Zustand zu erhalten.
    Weitere Risiken für die Planung bestehen in folgenden Sachverhalten:
    Die Margen- und Umsatzsteigerungen im Geschäftsbereich Kerngeschäft sind ambitioniert geplant.
    Die Fortführung des Formel 1-Rennens belastet nachhaltig die Planergebnisse, führt jedoch, Drittgutachten zufolge, zu einem insgesamt positiven volkswirtschaftlichen Beitrag in der Region.
    Die Auswirkung der derzeit geringen Besucherzahlen auf die Boulevard-Mieter.
    Der nicht vertraglich abgesicherte jährliche Tourismusbeitrag des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 3,2 Mio.€.
    Der nicht geplante Mittelabfluss durch den möglichen Bau eines Sicherheitshauses (Sicherheitsdienste, Feuerwehr etc.) in Höhe von 5 Mio.€ (Investition) sowie 0,3 Mio.€ für den laufenden Unterhalt p.a.
    Die Überschreitung der geplanten Marketingkosten auf Grund der missglückten Eröffnung und der ausbleibenden Besucher.
    Die Nichtberücksichtigung der Zinslasten für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf aus den negativen CashFlows.
    Das Risiko von Einmalkosten in 2009 (Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Gesamtprojekts).
    Die möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen mit Bauunternehmen, dem Generalunternehmer und der MSR aufgrund Bauverzögerungen und Überschreitung der geplanten Investitionskosten für das Projekt 'Nürburgring 2009'.
    Die Überschätzung des Einflusses des ring°racer auf die Attraktivität des Nürburgrings für die Besucher.
    Die derzeit geringen Buchungen für das Eventgeschäft.
    Die insgesamt negative Publizität des Projekts.


    Im Rahmen unserer Untersuchungen hat sich folgender akuter Handlungsbedarf gezeigt:


    Verbesserung von Planung und Berichterstattung, insbesondere des Projektcontrolling für das Projekt 'Nürburgring 2009'.
    Implementierung eines adäquaten Risikomanagements-Systems zur Früherkennung von Kosten- und Ergebnisrisiken.
    Zusammenarbeit mit den weiteren Gesellschaften am Nürburgring (MSR)
    Fertigstellung der Bauten“


    Wenn die Basis zu der oben dargestellten Erkenntnis von Ernst & Young die ebenfalls erwähnten Gutachten, Business-Pläne und Untersuchungen waren, zu denen alle Verantwortlichen Zugang hatten, aber gegenüber der Öffentlichkeit Einblicke verweigerten, dann muss klar sein, dass die Untersuchungen durch externe Gremien das Projekt „Nürburgring 2009“ nicht so gut aussehen ließen, wie es versucht wurde darzustellen. - Auch z.B. gegenüber Motor-KRITIK durch den Herrn Finanzminister.


    Was bedeuten würde: Nicht nur die Beteiligten, über deren Verhalten in der Nürburgring-Sache morgen ein Urteil gesprochen wird, haben sich – evtl. (!) - strafbar gemacht, sondern auch die, die die Details in den „geheimen“ Gutachten kannten und gegen alles wirtschaftliche Denken die Pläne – die man wohl einer politischen Planung zurechnen muss – weiter führten, obwohl das Ende im Chaos absehbar war.


    Wenn man in die Details der insgesamt 42-seitigen Untersuchung einsteigt, ergibt sich z.B. daraus, dass die offiziell verbreitenden Besucherzahlen am Nürburgring – von Motor-Kritik immer schon korrigiert – auch von Ernst & Young nicht ernst genommen wurden.


    So wurden z.B. in einer Tabelle die offiziellen Besucherzahlen am Nürburgring zwar mit 2.000.000 (in Worten: Zwei Millionen) angegeben, aber mit einem „Sternchen“ versehen, das dann zu der Anmerkung führt:


    „Nach unseren Informationen haben im Jahr 2008 rund 900.000 Zuschauer den Nürburgring besucht.“


    Man muss also davon ausgehen, dass der Aufsichtsrat – und die Aufsicht führenden Politiker – die Situation der Nürburgring GmbH in der Realität kannten. Wie z.B. die Ernst & Young-Untersuchung auf der Basis interner Unterlagen (!) ergibt. - Was soll man da z.B. von dem Brief des Herrn Finanzministers (s.o.) an den „Sehr geehrten Herrn Hahne“ halten?


    Es werden übrigens auch folgende „Notwendigkeiten“ beschrieben, wenn ausreichend Besucher zur Erwirtschaftung von Deckungsbeträgen an den Nürburgring gelockt werden sollen:


    „Regelmäßige Ausrichtung von Top-Veranstaltungen“
    „Verbesserung des Image des Nürburgrings (derzeit negative Presse)
    „Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften am Nürburgring (Abhängigkeit der Eventbuchungen von den Übernachtungsmöglichkeiten und umgekehrt)“
    „Regelmäßige Re-Attraktivierung der Besucherattraktionen“


    Nun wissen wir inzwischen: Der „ring°racer“ wird abgebaut. Und die Betriebserlaubnis im letzten Herbst, durch die Kreisverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgesprochen, war wohl nur eine Gefälligkeits-Genehmigung. - Ich habe das in einer E-mail dem Herrn Landrat Dr. Pföhler vorgehalten. Er hat darauf nicht reagiert. - Folglich sah er wohl keinen Grund, meiner Annahme zu widersprechen.


    Und der „ring°racer“ wird – wir wir offiziell informiert wurden – auch am Nürburgring in Zukunft nicht mehr laufen. Er wird abgebaut – und – wenn wir Robertino Wild glauben können – verschenkt werden. - Wer sich für die Kosten interessiert:


    Die Kosten für den Abbau des ring°racer müssen nach inoffiziellen Informationen mit sechs Millionen Euro angeommen werden.


    Übrigens: Das Plaungsmodell der Nürburgring GmbH für das Projekt „Nürburgring 2009“ umfasste per 30. Oktober 2009 rund 260 Seiten.


    260 Seiten Illusionen und Visionen, die den Steuerzahlen im Jahr 2014 gut eine halbe Milliarde Euro kosten werden. Und Dr. Kafitz spielte – zumindest vor Gericht – den Ahnungslosen.


    Und – wie die Untersuchung von Ernst & Young aus dem Jahre 2009 beweist: Die Politiker in Mainz wurden auf die Schwächen des Projekts aufmerksam gemacht. - Auch die, die dieses Mal noch nicht vor Gericht standen.


    Auch Capricorn war nach Motor-KRITIK-Informationen rechtzeitig über viele Details, wie sie hier geschildert wurden, „im Bilde“. Und konnte so mit den Insolvenzverwaltern und der Landesregierung – wie man so schön sagt - „auf Augenhöhe verhandeln“. - Details dazu demnächst in – Motor-KRITIK!


    Morgen gibt es zunächst einmal die Urteilsverkündung vor dem Landgericht Koblenz. Oder auch nicht. - In jedem Falle wird eine Entscheidung verkündet werden. - Nach rd. eineinhalb Jahren Prozessdauer.


    „Im Namen des Volkes“?


    MK/Wilhelm Hahne

  • Nürburgring-Prozess Deubel muss ins Gefängnis


    Es war mit Spannung erwartet worden: das Urteil gegen den ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD). Das Landgericht in Koblenz schickt ihn dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Es ging um Untreue und Verschwendung von Steuergeldern.


    Ingolf Deubel muss ins Gefängnis


    Die Richter befanden Deubel in 14 Fällen der Untreue für schuldig. Er sei im Zusammenhang mit der gescheiterten Privatfinanzierung des Nürburgrings 2009 unter anderem dafür verantwortlich, dass hunderttausende Euro Steuergeld an erfolglose Finanzvermittler geflossen seien. Darüber hinaus soll er zwölf Millionen Euro aus der Staatskasse gefährdet haben. Das Gericht blieb mit seinem Urteil damit nur ein halbes Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Deubels Verteidiger hatten Freispruch gefordert.


    Bewährungsstrafe für Kafitz


    Der ehemalige Nürburgring-Chef Walter Kafitz wurde wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt. Damit blieben die Richter etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung gefordert hatte. Das Gericht befand den langjährigen Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH in sieben Fällen der Untreue für schuldig. Sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.


    Wir meinen.....viel zu wenig.....

  • Kurt Becks Ex-Finanzminister muss 3,5 Jahre in Haft


    Das Landgericht Koblenz hat den rheinland-pfälzischen Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) in 14 Fällen der Untreue für schuldig befunden. Im Prozess ging es um den gescheiterten Nürburgring-Ausbau.


    Von Hannelore Crolly, Koblenz


    Bis zuletzt soll Ingolf Deubel einigermaßen zuversichtlich gewesen sein, dass er straffrei oder allenfalls milde bestraft aus dem Koblenzer Gericht würde spazieren dürfen. Immerhin hatte der von vielen einst so hochgelobte Ökonom der Wirtschaftsstrafkammer während der 60 Prozesstage 224 Seiten an Selbstverteidigung vorgetragen, viele quälende Stunden lang.


    Damit hatte der ehemalige Finanzminister von Rheinland-Pfalz klarmachen wollen: Der Vorwurf der Untreue gehe fehl, mit Blick auf den damaligen Wissensstand und die Lage im Land habe er völlig richtig gehandelt bei der Suche nach Privatinvestoren für den Nürburgring. Dass letztlich alles schiefging, dass das Land sitzen blieb auf 330 Millionen Euro für einen Freizeitpark, den keiner wollte und keiner besuchte, tja, schade. Aber wer Risiken eingeht, kann eben auch verlieren.


    Doch der Vorsitzende Richter Winfried Hetger, ein "Professor Doktor" wie Deubel selbst, wollte dem nicht folgen. Vier Jahre Haft hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, und Hetger folgte dem fast vollständig: Deubel muss wegen Untreue in 14 Fällen dreieinhalb Jahre ins Gefängnis, so lang also wie Uli Hoeneß. Zwei der fünf Mitangeklagten bekamen Bewährungsstrafen, unter ihnen der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Walter Kafitz. Er soll sich das gigantische Projekt in der Eifel ausgedacht haben. Zwei Personen bekamen Verwarnungen wegen Beihilfe zur Untreue, ein Verfahren wurde wegen Krankheit des Angeklagten abgetrennt.
    Fans hat der Nürburgring, wie hier bei einer Protestaktion gegen den Verkauf. Wirtschaftlich war das jüngste Konzept nicht
    Foto: dpa Fans hat der Nürburgring, wie hier bei einer Protestaktion gegen den Verkauf. Wirtschaftlich war das jüngste Konzept nicht


    Entscheidungsbefugnis überschritten


    Damit ist Deubel das erste Ex-Regierungsmitglied in Deutschland, das tatsächlich ins Gefängnis wandern soll für einen Fehlschlag im Amt. Deubel habe die ihm vom Wähler und der Verfassung zugewiesene Entscheidungsbefugnis überschritten. Außerdem habe er sich der Vertuschung des Flusses öffentlicher Mittel in ein privates Bauprojekt schuldig gemacht, sagte Richter Hetger. Seine Befugnis habe er auch überschritten, als er Bürgschaften der landeseigenen Investitions- und Strukturbank (ISB) für Mittel anordnete, die "in hohem Maße ausfallgefährdet" gewesen seien.


    "Es handelte sich dabei in Wahrheit um verkappte Darlehen." Deubel habe damit seine Treuepflicht gegenüber dem Landesvermögen verletzt und eindeutig seine politische Zuständigkeit überschritten. Es steht zu erwarten, dass Deubel Widerspruch einlegt. Bis das Urteil rechtskräftig ist, dürfte noch viel Wasser den Rhein hinabfließen.


    Dass sich Deubel persönlich bereichert haben oder persönliche Vorteile gesucht haben soll, stand dabei nie zur Debatte, zumindest nicht vor Gericht. Auch darauf wies der Vorsitzende Richter hin. Deubel wird auch nicht vorgeworfen, direkt für die Verschwendung von mehreren Hundert Millionen Euro in der Eifel verantwortlich zu sein. Es geht um viel kleinere Beträge, die Summe liegt nicht einmal bei einer Million Euro.


    Allerdings sah es die Anklage so, dass dies nur dem Glück im Unglück zu verdanken war. Denn beispielsweise habe Deubel genehmigt, einem dubiosen Finanzberater vier Millionen Euro an Provisionen in die Schweiz zu überweisen. Dabei war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht klar, ob dessen von einem angeblichen US-Investor überbrachter Scheck überhaupt gedeckt war.


    Die Vier-Millionen-Transaktion unterblieb nur wegen technischer Probleme, was Rheinland-Pfalz ganz knapp die ultimativste aller Peinlichkeiten ersparte, viel Geld für eine Luftnummer bezahlt zu haben. Denn tatsächlich befanden sich auf dem Konto des Amerikaners nur 57 Dollar, nicht 67 Millionen Euro.


    Verschwendung von Steuern strafbar?


    Die Kammer habe "schwierige rechtliche Fragen" beantworten müssen, sagte der Richter, unter anderem: Ist die, salopp gesagt, Verschwendung von Steuern strafbar? "Es gibt keinen Straftatbestand der Haushaltsuntreue", so Hetger. Es dürfe also beispielsweise niemand ins Gefängnis geschickt werden, weil das Landesvermögen wegen schlecht ausgehandelter Gasverträge Schaden erleide. "Solange er sich im rechtlichen Rahmen bewegt, kann ein Politiker nicht strafrechtlich belangt werden."


    Der SPD-Politiker soll jedoch in Täuschungsabsicht gehandelt haben. Unter anderem, so erläuterte der Richter in seiner Urteilsbegründung, habe Deubel in zehn Fällen stille Beteiligungen genehmigt, die er hätte so nicht erlauben dürfen. Dabei ging es stets um den Bau von Hotels, Ferienpark und die "Grüne Hölle", ein Areal mit Restaurants und Kneipen.


    Das Projekt hätte nach einem Beschluss des Landes eigentlich komplett von Privatinvestoren finanziert werden sollen, nicht zuletzt, um die bereits existierende Gastronomie vor Ort nicht zu gefährden. Als dem "völlig unterkapitalisierten" Hauptinvestor jedoch das Geld ausging, ließ ihm Deubel mit einer stillen Beteiligung Landesmittel zukommen – und das nicht direkt, was, wie der Richter sagte, wohl früher oder später aufgefallen wäre, sondern über einen Umweg.


    Prestigeobjekt für "König Kurt"


    Die CDU, stärkste Opposition in den fraglichen Jahren 2006 bis 2009, sieht aber zumindest indirekt ebenfalls politische Motive im Handeln von Deubel und seinem Dienstherrn, dem damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD). Denn in den Augen der CDU ist der Nürburgring nichts anderes als ein großes, teures Prestigeobjekt, mit dem sich "König Kurt" schmücken wollte.


    Als Beweis gilt die Tatsache, dass Beck selbst dann an dem Ringausbau noch festhielt, als klar war, dass es weder Investoren noch ausreichend Besucher gab – und als Finanzminister Deubel längst zurückgetreten war. Deubel hatte nach der Scheck-Pleite 2009 die Verantwortung übernommen und sein Amt aufgegeben.


    Spätestens im Sommer 2010, so formulierte es der Anwalt eines der Angeklagten, hätte das Land den Ring eigentlich in die Insolvenz schicken müssen. Beck habe das allein "aus politischer Opportunität" nicht getan, "da schließlich im Juli 2010 nur noch neun Monate bis zur Landtagswahl verblieben". Sein Mandant, der frühere Chef der landeseigenen Investitions- und Strukturbank ISB, habe da keinerlei Mitsprache gehabt und nur getan, was ihm gesagt wurde. Daher treffe ihn keinerlei Mitschuld.


    Der gelernte Volkswirt Ingolf Deubel, 64, war ein Senkrechtstarter, einst Oberstadtdirektor von Solingen, danach Honorarprofessor an der Universität Münster. Er führte den Finanzausschuss des Deutschen Städtetages in Nordrhein-Westfalen, war im Vorstand des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands, und schließlich kam der bienenfleißige, übereifrige Beamtensohn 1997 nach Mainz, auf Empfehlung von Parteigenossen.


    "Professor Doktor Deubel"


    Er wurde in der Regierung Beck zunächst Staatssekretär, dann 2006 Finanzminister. Es heißt, er sei einigermaßen gut gelitten worden, auch wenn Deubel den Hang hat zum Dozieren, sich selbst gern als "Professor Doktor Deubel" vorstellt und keinen Hehl daraus macht, dass er sich für einen findungsreichen, wenn nicht genialen Finanzjongleur hält.


    Seine Idee war es beispielsweise, dass man den Freizeitpark samt Achterbahn (die nie in Betrieb ging) und Festhalle doch mit dem Kauf von amerikanischen Risikolebensversicherungen finanzieren lassen könnte. Bei solchen Geschäften wird Amerikanern die Lebensversicherung abgekauft, der Käufer zahlt die Beiträge weiter und kassiert schließlich bei deren Tod die Versicherungssumme. Je früher der Tod eintritt, desto besser. Deubel hatte dagegen keine moralischen Vorbehalte, sondern fand das Modell "innovativ und wirtschaftlich sehr attraktiv", hatte er an einem der 60 Prozesstage vor Gericht gesagt.


    Ist das zu glauben???,die Verschwendung von Steuergeldern ist laut Gericht nicht strafbar.


    In den Knast mit dem ganzen Pack und vergesst den dicken Beck nicht....der hats am meisten verdient.........