25.000 km in 200 Tagen mit einer Simson Schwalbe


  • Informationen und Fotos unter http://slowwaydown.com/swd/


    Florian Rolkes “Slow Way Down” erreicht AfrikaHamburg, 28. November 2008. Passend zum Weltaidstag hat Florian Rolke mit seiner Simson-Schwalbe
    den afrikanischen Kontinent erreicht. Sein "Slow Way Down" für ein Aids-Projekt von Plan International in Uganda begann am 15. September in Hamburg und führte bisher durch Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Syrien, Jordanien und schließlich nach Ägypten. Aktuell befinden sich Mann und Moped schon auf dem Weg durch den Sudan. “Natürlich bin ich froh, erst mal so weit gekommen zu sein. Die Schwalbe ist das erhofft großartige Reisemobil und hat mich nicht im Stich gelassen“, freut sich Florian Rolke. Die Reise auf dem Kultmoped mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ermöglicht ein intensives Reiseerlebnis mit unzähligen Kontakten zu den Menschen in den unterschiedlichen Kulturen. „Bisher hatte ich nur positive Erlebnisse. Überall interessierten sich die Menschen für meine Reise und sind ungemein hilfsbereit“, erzählt Rolke. Auch mit anderen Travellern, die per Ente, Motorrad oder Fahrrad
    unterwegs sind, haben sich schon vielfältige Kontakte ergeben. Am schwierigsten erwiesen sich nur das am Anfang ungewöhnlich kalte Wetter und die langwierigen Prozeduren an den verschiedenen Grenzübergängen.
    Das letzte Highlight: Der fälschliche Eintrag der Schwalbe als „Samsung-Moped“. Aber woher sollte der ägyptische Grenzbeamte sich damit auch besser auskennen.Doch neben dem persönlichen Abenteuer will Florian Rolke mit seiner Reise nach Kapstadt vor allem zu
    Spenden für ein Kinder Aidsprojekt von Plan-International in Uganda aufrufen. Dort wird dringend ein CD-4-Analysegerät, das den Zustand des Immunsystems bestimmt, benötigt. Die Analyse mit dem 34.500 Euro teuren Gerät erhöht die Erfolgsaussichten einer Aids-Therapie deutlich. Spenden kann man direkt über
    die Website www.slowwaydown.com. Dort ist der Verlauf der spannenden Reise mit aktuellen Berichten und Bildern umfassend zu verfolgen. Im Januar wird Rolke dort auch über seinen persönlichen Besuch beim Aids-Projekt in Uganda berichten.


    Dann führt die insgesamt 25.000 km lange Reise weiter durch Ruanda und Tansania. Danach bieten sich zwei verschiedene Routen nach Südafrika an. Ob es über Mosambik und Lesotho oder über Malawi, Sambia und Botswana nach Südafrika geht, wird Rolke erst vor Ort entscheiden. „Ich kann vorher viel planen, aber der Reiz des Abenteuers ist, dass vieles ganz anders kommt“, weiß Florian Rolke
    inzwischen aus Erfahrung. Wichtig wird es auf alle Fälle sein, die Wüsten bei „kühlen“ 35-40 Grad zu durchqueren und den Regenzeiten wegzufahren. So kann es dann im April per Flugzeug bzw. Schiff von Kapstadt wieder zurück in die Heimat nach Hamburggehen.

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  • Florian Rolkes Slow Way Down erfolgreich abgeschlossen:



    In 248 Tagen von Hamburg nach Kapstadt auf einer Simson Schwalbe



    Spendengelder für ein Kinder-Aidsprojekt von Plan gesammelt



    Hamburg/Kapstadt 2. Juni 2008. Es ist vollbracht: Florian Rolke hat auf seiner Simson Schwalbe Kapstadt erreicht. 248 Tage nach dem Start in Hamburg im September letzten Jahres konnte sich der 32jährige stolz am Kap der guten Hoffnung in Südafrika fotografieren lassen. Bei allen 21.000 Kilometern durch 21 Länder in Europa, Kleinasien und Afrika war das 30 Jahre alte Moped mit einer Höchstgeschwindigkeit von höchstens 60 km/h sein zuverlässiger Begleiter. „Die ganze Reise war letztendlich überraschend einfach. Sogar die Grenzübertritte und Formalitäten waren unkomplizierter als gedacht. Und immer ist die Schwalbe gleich beim ersten Mal gleich angesprungen – toll“, so Rolke. Nur die Schlammpisten in West-Tansania waren mit den wenigen PS sehr schwierig zu bewältigen. Zum Glück gingen die zahlreichen Stürze aber glimpflich ab. „Aber insgesamt war im Grunde war wirklich alles besser als vorher erwartet. Ich wurde weder beklaut noch überfallen. Stattdessen hatte ich ungezählte interessante Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Kulturen und reiste durch wundervolle Landschaften“, schwärmt der Hamburger.


    Während der Reise sammelte Rolke für ein Kinder Aidsprojekt von Plan-International in Uganda Spendengelder. Dort wird dringend ein CD-4-Analysegerät, das den Zustand des Immunsystems bestimmt, benötigt. Die Analyse mit dem 34.500 Euro teuren Gerät erhöht die Erfolgsaussichten einer Aids-Therapie deutlich. Werden wie bisher die Blutproben über weite Strecken transportiert, sind die Ergebnisse häufig verzerrt. „Diese Spendenaktion war eine wichtige Motivation für mich, durchzuhalten. Im Februar konnte ich mir zwei Wochen persönlich vor Ort ein Bild von dem Projekt machen. Die Menschen verdanken dem Engagement von Plan unendlich viel, manchmal sogar ihr Leben“, erläutert Rolke. Rund 5.000 Euro sind inzwischen zusammen gekommen. Den Rest will Rolke nach seiner Rückkehr durch Vorträge noch einsammeln. Natürlich kann man aber jeder auch weiterhin über die Website www.slowwaydown.com spenden. Dort auch eindrucksvolle Fotos und Berichte der ganzen Reise eingestellt.


    Jetzt freut sich Florian Rolke aber auch auf zu Hause. „Ich will endlich mal wieder lange Sommerabende genießen. Auf der ganzen Reise ist die Sonne immer schon um 19 Uhr untergegangen“, erzählt er. Seine ganze Familie und viele Freunde werden ihn am 3. Juni am Hamburger Flughafen willkommen heißen. Und dann heißt es nicht mehr Zündkerzen wechseln, Zelt aufschlagen und fremde Länder erobern, sondern Wohnung und Job suchen.

  • Interview mit Florian Rolke:


    Überraschend einfach von Hamburg nach Kapstadt“


    21.000 km in 248 Tagen auf einer Simson Schwalbe


    Hamburg/Kapstadt 2. Juni 2009


    Frage: Was war das schwierigste auf der Reise?


    Antwort: Das schwierigste war der Schlamm auf der Piste in West-Tansania.
    Sehr schwierig zu fahren, viele Stürze und mit 50 Kubik war ich da stellenweise untermotorisiert.

    Frage: Was war überraschend einfach?

    Antwort: Die ganze Reise war letztlich überraschend einfach. Aber speziell die Grenz-übertritte und Kontakte mit Bürokraten und Amtsträgern waren alle überraschend unkompliziert. Immer an Geld zu kommen war ebenfalls problemloser als erwartet: Die VISA-Karte auch in kleineren Orten nutzbar außer im Sudan.


    Frage: Was war viel schwieriger als erwartet?

    Ich habe lange überlegt, aber mir ist nichts eingefallen...

    Frage: Wie sieht das Fazit in Zahlen aus?


    Antwort:
    In
    248 Tagen von Hamburg nach Kapstadt


    21.000 Kilometer


    21 Länder


    6 Reifenpannen
    2 Ersatzreifen mitgenommen und auch aufgezogen


    9x Glühbirne im Scheinwerfer gewechselt
    8x Zündkerze gewechselt
    2x Simmerring (Öldichtung) gewechselt
    1x Kette gewechselt
    1x Radlager hinten gewechselt
    1x Bremsbelege gewechselt
    Keine Überfälle
    Kein Mal beklaut worden