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Wie einen Sieg feierten
Ralf Wobker, Dirk Oltmanns und Jörg Dreisörner ihren dritten
Platz bei der 8. Auflage des Deccla Classic Team Endurance am
29. Januar auf dem spanischen Circuito de Cartagena. Erst in der
letzten Runde des Fünf-Stunden-Rennens schaffte es Ralf Wobker
auf der ACR-Ducati 900, nach einer furiosen Aufholjagd,
Mitfavorit und Deccla-Mitbegründer Mauro Abbadini auf seiner
Classic-Co-Guzzi auf Platz 4 zu verdrängen. Auf die höchste
Stufe des Treppchens durften mit einem sicheren Sieg jedoch Manel Segarra senior und Manel Segarra junior klettern, die
ihrerseits Sergi Segarra (nein, jetzt kommt keiner mehr) und
Christian Pitarch auf dem Schwestermotorrad der Sieger-Guzzi über
die Distanz auch nur eine Runde abnehmen konnten.
Damit schaffte es das
norddeutsche ACR-Team, das als Sieger des Art Motor 3 Stunden
Team Endurance vom Veranstalter eingeladen worden war, mit der Königswellen-Ducati
in die Phalanx der spanischen Guzzi-Elite einzubrechen: Manel
Segarra und Exil-Italiener Mauro Abbadini gelten in Spanien als
Guzzi-Päpste - und Spanien ist Guzzi-Country. Aber die
japanische Konkurrenz holt bereits auf: Das Bimota KB 1-Team der
Italiener D´Angelo/Valentini fuhr hinter der besten
italienischen Guzzi aus der Anima Guzzista-Community auf Rang 6.
Bimota-Kollege Gerhard Ludwig nutzte die Einfahrkilometer mit
seiner SB 3, um zusammen mit Thauer/Otte einen 13. Platz zu
belegen, während die diesmal zickige Königswellen-Technik dem
bereits Endurance-gestählten Team Sellmann mit Sellmann/Marsch/Götter
einen Strich durch die Rechung machte.
Wacker schlugen sich heuer
auch die Briten: Mark Welton und David Bull pfeilten ihre Guzzi
auf Rang 7 und ließen damit das zweite britische Team mit Mark
Capewell und David Hunt um zwei Plätze hinter sich. Die fuhren
hier erstmals mit ihrer frisch restaurierten Honda CB 750
anstelle der gewohnten BSA und begannen die Hatz entsprechend
vorsichtig – zu vorsichtig, um die späteren Sieger der Sport
750 Kategorie, Javaloyes/Merz auf Honda CX 650, zu schlagen: Die
holten den Klassensieg um eine Runde vor den Briten, die
ihrerseits das Team Varde auf Honda Bol ´d´Or ohc um eine
Runde schlugen.
Erstmals hatte Deccla das 5
h Endurance ohne die Copa RD ausgeschrieben – und dennoch
stellten sich mehr als 40 Teams dem Start und der Freude, im südspanischen
Januar Eis und Schnee ein Schnippchen zu schlagen. Das
Miteinander von schnellen Duc- und Guzzi-Italienern, frischen
Japan-Bikes von der Honda CB 750 über CX 650 bis zur
Bimota-Honda und spanischen Alteisen à Montesa und Ossa klappt
vorzüglich und macht viel Freude – auch wenn man in der
Babelschen Boxengasse oder beim finalen Festessen in Cartagena
City ab und an etwas radebrechnen muß.
Ein paar Hondas könnte man
auch bei der 4. Auflage des Art Motor
Classic Team Endurance am 18./19. August im nordfranzösischen
Croix en Ternois treffen: Die „SuperClassiX“ sind nach zwei
Jahren Pause erneut als vierte Klasse augeschrieben. Luftgekühlte
Reihenvierzylinder bis Bj. 1988 sind damit mit dabei, flüssigkeitsgekühlte
Vierzylinder dürfen nicht in Reihe konfiguriert sein oder nicht
mehr als 650 ccm aufweisen – Exoten wollen und sollen unter
sich bleiben. Das Match an der Spitze wird aller Voraussicht
nach sich jedoch, ganz wie in Cartagena, zwischen Guzzi und
Ducati entscheiden. Die Segarras haben sich fest vorgenommen,
ihre letztjährige Scharte auszuwetzen. Auch Niederländer (auf
Ducati) und Briten
(auf Honda) wollen aufzünden. Und die Nordlichter wollen erneut
gewinnen. Immerhin geht es wieder um eine Einladung des besten
18 Zoll-Teams zum Deccla-Januar Endurance in Cartagena!
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